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Autoflimmern: Wischen, guggen, überbrücken

Gestern war ich im Autokino, beim Autoflimmern auf dem Dallenbergparkplatz. Nicht wegen des Films Lucy — den ich eher mäßig fand –, sondern weil ich einfach mal in ein Autokino wollte.

Pünktlich um halb sieben war ich mit meiner Chauffeuse da, und wir waren nicht die ersten.

Immer schön der Reihe nach ...
Immer schön der Reihe nach …

Das Einchecken ging relativ schnell, die Platzanweiser Parkanweiser lotsten uns in die siebte Reihe.

Der Blick auf die Leinwand - wirkt weiter weg, als es war.
Der Blick auf die Leinwand – wirkt weiter weg, als es war.

Bis zum Filmbeginn um halb acht haben wir uns draußen die Beine, einen leckeren, aber laukalten Burger gegessen und die schnell einbrechende Dunkelheit beobachtet.

Dunkel ist's, die Leinwand leuchtet.
Dunkel ist’s, die Leinwand leuchtet.

Dann ab ins Auto. Und schon klopfte es an die Seitenscheibe. Der Fahrer des Autos hinter uns fragte, ob wir irgendwie unsere Dachantenne abschrauben könnten. Aber dann würden wir ja nicht mehr vom Film hören, denn der Ton des Films wurde über das Autoradio übertragen, auf 94,5 MHz. Aber mit einem halben Meter Klebeband konnte das Problem auch aus der Welt geschafft werden.

Autoflimmern Würzburg

Nach einer kurzen Einweisung auf der Leinwand — Motor auslassen, Decken gegen die Kälten kann man holen, leere Autobatterien kann man nach der Vorstellung überbrücken — ging der Film los.

Die Einweisung per Einspieler
Die Einweisung per Einspieler

Und nach wenigen Minuten lernt man sein Auto auf ganz neue Weise kennen. Waren die Scheiben schon immer innen so dreckig? Und vor allem, warum beschlagen die Scheiben so schnell? Wir haben mit den klassischen Schweinereien noch gar nicht angefangen? Also die Seitenfenster runtergelassen und auf ein Lüftchen gewartet, dass dann glücklicherweise auch kam.

Dreckige und beschlagene Innenscheibe
Dreckige und beschlagene Innenscheibe

Um uns herum tauchte bei manchen Besuchern ein unerwartetes Problem auf — einige moderne Autoradios schalten sich nach einiger Zeit aus, wenn der Motor nicht läuft. Energiesparfunktion. Und so hörte man vereinzelt während des Film, wie Autos mal kurz angelassen und kurz danach wieder ausgemacht wurden. Andere haben sich einfach in andere Autos mitgesetzt. Aber der Veranstalter will für die kommenden Filme für den Notfall ein paar tragbare Radios besorgen.

Ende
Film aus, Autos an

Unser Radio hat tapfer durchgehalten. Nur leider die Autobatterie nicht. Für den Anlasser hat der Saft nach der Vorstellung nicht mehr gereicht. Darum durfte ich auch noch den Überbrückungsservice in Anspruch nehmen. War aber unkompliziert und ging schnell. Der nette junge Mann kam gleich mit einer Batterie auf Rollen, schloss sie an unsere Autobatterie an, die Karre sprang gleich und, durfte noch ein bisschen am externen Strom nuckeln und wir gönnen uns noch eine kleine Überlandfahrt. 🙂

Nett, schnell und kompetent: Der Überbrücker!
Nett, schnell und kompetent: Der Überbrücker!

Zugegeben — in jedem Kino sieht man den Film besser und das Sounderlebnis ist über das Autoradio natürlich auch nicht überragend. Aber es hatte doch wirklich was, im Auto zu sitzen und mal einen Film zu schauen. Erlebt man schließlich nicht alle Tage. Außerdem war nach dem Film die Windschutzscheibe innen noch nie so sauber, so oft wie sie gewischt wurde. 😉

Fazit: Mach schon Spaß, sollte man mal erlebt haben. Mit angemessener Autotechnik.

Dadord Würzburch: Falschspieler spielt richtig

Dadord Würzburg: FalschspielerAm Samstag war es dann soweit — ich habe den neuen “Dadord Würzburch: Falschspieler” gesehen. Und das sogar am Premierenwochenende, wo doch sehr, sehr schnell keine Karten mehr zu bekommen waren.

Die Premiere fand in einem Raum im Hofbräukeller in der Zellerau statt — die tradionelle Premierenstätte für den Dadord, die Daxbaude in Versbach, gibt es nicht mehr.

Das Team von Radio Rimpar Television um Christian Kelle brachte einen neuen Regionalkrimi in Spielfilmlänge auf die Leinwand. Mit dabei: Der abgebrannte Detektiv Strick, der werdende Vater und Polizist Rabe, ein pornoproduzierender Schaschlik, gespielt von Andi Puhl in heißem Outfit, eine Leiche wie aus dem Splatterfilm, viel nacktes Fleisch in jeder Qualität, lustig offenes Product-Placement, eine Handlung, durchdachter als mancher Fernsehkrimi ist, der Fenstersturz des Jahres, einige künstlerisch wertvolle Filmsequenzen mit Stadtansichten, Tonprobleme in der ersten Szene, viele bekannte Orte in Würzburg, viele gewollte und ungewollte Gags, nicht so bis sehr viel  Schauspieltalent, Beteiligte, denen man den Spaß am Film anmerkt —
und ein Publikum, das ebenfalls Spaß mit dem Film hatte. Und nur darauf kommt es an.

Ulf Pieconka und Christian Kelle nach dem zweiten Premierenabend.
Ulf Pieconka und Christian Kelle lassen sich nach dem zweiten Premierenabend feiern.

Es gibt ja Leute, die finden die Dadord-Würzburch-Filme grundsätzlich furchtbar. Wobei diese Leute meiner Meinung nach einen ebenso grundsätzlichen Fehler machen — sie vergleichen den Dadord von Radio Rimpar mit dem Tatort der ARD.  Natürlich kann ein Dadord schon von der Produktion her nicht mit einem Tatort mithalten, der im Durchschnitt gut eine Millionen Euro kostet. Aber auch mit einer Millionen Euro würde ein Dadord wohl nicht zum Tatort werden — dafür ist er viel zu sehr ein Spaßprojekt, zu sehr überzogen, zu absurd, zu sehr und im besten Sinne nur den Launen der Macher ausgeliefert.

Ich habe mich an dem Abend mit dem Film köstlich amüsiert. 😀

Ab Montag läuft der “Falschspieler” noch 17 Mal bis 18. Februar 2014 im CinemaxX in Würzburg, Kartenpreis 9 Euro, Reservierung ist auch online möglich, mehr Informationen gibt es auf der Website von Radio Rimpar Television.

Wer mehr über die Geschichte des Dadord Würzburch erfahren will – wir haben mal einen schönen Podcast mit Christian Kelle gemacht.

pygmalion

Pygmalische Karten

pygmalionPassend zum Thema “Theater”: Das Theater Ensemble hat sich den Sommer über wieder im Efeuhof des Rathauses eingenistet. Gespielt wird bis Anfang September “Pygmalion” von George Bernhard Shaw, die Vorlage zum bekannten Musical “My fair lady”.

Ich habe die Freude und Ehre, zweimal zwei Karten für eine Vorstellung in dieser Woche — auch für die Premiere morgen — zu verlosen.

Zum Gewinnen einfach eine der beiden Fragen in den Kommentaren beantworten:

  • Welcher antike Dichter lieferte wiederum die Vorlage zum Shaws Pygmalion?
  • In welchem Jahr war die Uraufführung von Shaws “Pygmalion” auf deutsch

Den Rechtsweg könnt ihr vergessen.

bukowski-abend

Karten für die Bukowski-Performance im Theater Ensemble

bukowski-abendDas Theater Ensemble in Würzburg feiert 2012 sein 20. Jubiläum. Und zum Beginn dieses Jubeljahrs nimmt es sich Charles Bukowskis an, mit einer Mischung aus Schauspiel, Lesung und Konzert  — einer Performance eben. Der amerikanische Schriftsteller und Dichter wurde für seine sehr harte, teilweise aber auch witzige Sprache in seinen Werken berühmt. Er war unangepasst, unbequem und geradeaus, dem Alkohol, Frauen und dem Spiel nicht abgeneigt. Einer von uns eben. Obwohl — vom Glücksspiel halte ich nichts! 😉

“Bach hatte zwanzig Kinder. Tagsüber hat er auf Pferde gewettet, nachts hat er gefickt und am Vormittag gesoffen. Komponiert hat er zwischendurch. …sagte ich als sie von mir wissen wollte wann ich eigentlich meine Gedichte schreibe.”
Charles Bukowski

Am Freitag ist die Premiere der Performance, danach gibt es bis Mitte Februar noch sieben weitere Vorstellungen. Und zu diesen Vorstellungen verlose ich hier zweimal zwei Karten. Einfach in den Kommentaren hier die Antwort auf diese Frage geben, die ersten zwei richtigen Kommentare gewinnen die Karten: Die Karten sind jetzt weg!

Bei einer Lesung Bukowskis 1978 in Hamburg stand ein Kühlschrank auf der Bühne. Womit war diese Kühlschrank gefüllt?

An die Frage eines Rechtswegs sollte niemand auch nur denken, der auf eine Bukowski-Performance will … 😉

Zur Premiere werde ich es leider nicht schaffen, aber ich werde auf jeden Fall mal hingehen. Das könnte genau mein Ding sein! 🙂

Musketierischer Schattenwurf

Noch knapp drei Wochen bis zum Kinostart von “Die drei Musketiere” am 1. September, wie bekannt auch in Würzburg gedreht.

Die Karten für den Premierentag kann man ja in den zwei großen Kinos im Umkreis ja schon seit letzter Woche vorbestellen.

Hat eigentlich schon jemand die offizielle Homepage genauer angeschaut?

Na, was ist das da im Hintergrund?

Ich gehe davon aus, dass der Film in Würzburg gut angenommen wird.
Aber eigentlich muss man Residenz und Festung ja nicht auf der Leinwand sehen. Kann man ja auch direkt anschauen.

Der Tag vorm Glöckner vom Käppele

Generalprobe am Schützenhof. Nein, da hat sich kein Soldat auf seine anstehende Beförderung vorbereitet, das Sommertheater am Schützenhof hat einen Tag vor der Premiere ihr neues Stück geprobt. Und zwar so richtig geprobt, mit Kostümen, Licht, Text und so. Manchmal auch mit Ton, der hat aber noch ein wenig gezickt. Und mit einer strengen Regisseurin. Aber luschtig war’s! Zumindest für den Teil vom Blogger-/Twitterstammtisch, der sich selbstverpflegend (Schützenhof war zu) zu der Generalprobe begeben hat. 😀

Nach den “Frankenwings” bringen Birgit Süß, Heike Mix, Georg Koeniger und Florian Hoffmann  in diesem Jahr “Der Glöckner vom Käppele” auf die Bretter des Schützenhofs. Eine Geschichte um Liebe und Großenwahn, um Ausländerproblematik und Blasphemie. Und vom Franken an sich, der immer wieder Stoff für epische — Verzeihung — ebische Geschichten abgibt. Kenntnisse in der Würzburger Lokalpolitik und der Grombühler Gastronomie sind da nützlich, aber nicht zwingend.

Die intellektuellen Ansprüche sollte man vielleicht nicht zu hoch schrauben, allerdings auch nicht zu niedrig, da sind schon etliche subtile Gags im Stück. Aber Hey — das ist Theater im Grünen für laue Sommerabende! Wenn das Wetter passt, dann wird das richtig schön am Schützenhof werden, mit Theater zwischen Kabarett, Comedy und Musical. Und diesmal drücke ich den Vieren dermaßen die Daumen, dass das mit dem Wetter auch hinhaut!

Karten für die Premiere für “Big Deal?”

Das Theater Ensemble haut ja Premieren raus wie manche Sportvereine Pressemitteilungen. Heute ist schon wieder Premiere im kleinen Theater  in der Zellerau, da wo der Rand der Würzburger Scheibenwelt befindet.

Das neue Stück heißt “Big Deal?”, ein Stück “über Familien-, Kommunikations- und Drogenprobleme”, für das neulich auch noch eine Schauspielerin gesucht wurde. Gefunden wurde zwar keine, darum spielt Sabrina Kohl — die in allen Stücken dabei war, die ich vom Theater Ensemble gesehen habe (2) — die Rolle.

Zuletzt sah ich Sabrina in “Die Fremdenführerin”, wo ich bei der Wiederaufführungs-Premiere war. Kein schlechtes Stück, ein wenig zu pathetisch und symbolisch vielleicht, mit einem erst mal leicht nervenden Szenenwechsel-Soundtrack — und es gibt ständig neue Szenen. Läuft übrigens noch bis Ende November.

Bei dieser Aufführung war ich seit Langem wieder mal im Theater Ensemble selbst. Das ist ja eigentlich schon ein süßes kleines Theater! Der Vorraum eine Mischung aus Wohnzimmer und Kneipe, der Zuschauerraum winzig klein, es hat aber eine wirklich schöne Atmosphäre. Ein Tipp für alle Menschen, die größer als 1,80 Meter sind — setzt euch alten Schulgewohnheiten zum Trotz in die erste Reihe, eure Knie werden es euch danken!

Aber zurück zu “Big Deal?”, das noch bis Anfang Dezember immer am Mittwoch und Donnerstag gespielt wird. Denn es gibt wieder 2×2 Karten für den heutigen Premierenabend zu gewinnen. Dafür einfach diese Frage in den Kommentaren beantworten, die ersten beiden richtigen Kommentare dürfen dort heute die Premiere mitfeiern:

Wie heißt der berauschende Wirkstoff im Marihuana mit vollem Namen?

Wer die Antwort ohne Nachschlagen und Vertippen geben kann, der sollte vielleicht ganz dringend mal in das Stück gehen! 😉

Schauen wir mal wo ich hinschaue: Die Fremdenführerin

Heute abend gehe ich schon wieder ins Theater — das wird ja fast schon zur lieben Gewohnheit, zumindest wenn man es bei mir mit den Jahren vorher vergleicht.
Hab ich mir bei letzten Mal mit “Es war die Lerche” ein eher leichtes und heiteres Stück angeschaut, so wird es wohl heute bei “Die Fremdenführerin” im Theater Ensemble etwas ernster zur Sache gehen. Zwischen Liebe und Bindungsangst, zwischen Midlifecrises und jugendlicher Unbekümmertheit, zwischen Logos und Eros, da finden in dem Stück die Kämpfe statt.

Auf dem Plakat zum Stück sind die beiden Schauspieler, Mann und Frau, zu sehen — beide oben ohne! Hui, ich weiß noch gar nicht, wo ich da heute Abend hinschauen soll! 😉

Ich habe die Ehre, für den heutigen Premierenabend (eigentlich eine Wiederpremiere, da es eine Wiederaufführung ist) 3×2 Freikarten zu verlosen, wenn auch ein wenig kurzfristig (das liegt an mir, nicht am Theater Ensemble). Wer also Lust hat, heute spontan in Theater zu gehen, der sollte mitmachen. Danach kann man ja immer noch das üppige Nachtleben Würzburgs genießen!

Zur Frage: Der Zusammenhang zwischen Alkohol und Kultur ist ein ganz enger (dazu sollte es mal einen Beitrag in der Nummer geben, aber entweder haben ich ihn überlesen oder er kommt noch). So kommt auch der Dramatiker des Stücks “Die Fremdenführerin” aus einer Weingegend, und zwar der nördlichsten Deutschlands. Wie heißt diese Weingegend? Die drei ersten Kommentatoren mit der richtigen Antwort dürfen heute Abend mit Begleitung ins Theater und hinschauen wo sie wollen! 😉

Wer heute keine Zeit hat: Das Stück wird nicht bis Ende Oktober jeden Freitag und Samstag gespielt. Gelegenheit genug also.