Schlagwort-Archive: presse

Abschluss der Staffel von My favourite tracks mit Rainer Reichert

Die aktuelle Staffel von My favourite tracks geht rasant dem Ende zu. Morgen, 6. März 2012,  hat Dennis Schütze seinen vorerst letzten Gast  in die Musiktalkshow eingeladen, nämlich den Journalisten Rainer Reichert. Der hat wie jeder Gast seine zehn Lieblingslieder im Gepäck und quatscht mit Dennis darüber. Und über seine Arbeit als Journalist.

Kollege Reichert schreibt für das Main-Echo und ich habe ihn auch auf diversen Pressekonferenzen, bei denen ich als Blogger war, getroffen. Genauer gesagt saß ich aus irgendeinem Grund oft neben ihm und er hat mich immer damit in den  Wahnsinn getrieben, dass er ständig irgendwelche Bemerkungen vor sich hingebrummelt hat. Morgen wird er hoffentlich mehr als nur brummeln. 🙂

Um 20.00 Uhr geht es im Keller des Tiepolo im Inneren Graben los, der Eintritt ist wie immer frei.

Und ich hoffe sehr darauf, dass es im Herbst wieder einen neue Staffel MFT geben wird.

Ich habe noch kurz überlegt, ob ich morgen nicht zur Podiumsdiskussion mit dem langen Titel “Nichts ist älter als die Zeitung von heute – die Nachrichtenbranche zwischen schneller Neugierbefriedigung und ethischer Verantwortung”  nach Gerolzhofen gehe. Aber ich glaube, der Abend mit Dennis und Rainer ist für mich zum Thema “Journalismus” spannender! 😉

Why N-Day

Das Würzblog hält sich aus dem Nowitzki-Rummel in Würzburg übrigens völlig raus. Nicht dass ich mich nicht darüber freuen würde, dass Dirk Nowitzki den NBA-Titel in Amerika geholt hat. Das hat er toll gemacht und sich den Pokal auch hart verdient — das darf und soll in den regionalen Medien gewürdigt werden. Aber dass hier in Würzburg ein Sportler dermaßen — Pressekonferenz, Eintrag ins goldene Buch der Stadt Würzburg, Umzug durch die Stadt, Auftritt auf dem Residenzbalkon — geehrt und umjubelt wird, der in 7867 km Entfernung einen nationalen Titel in einem fremden Land gewonnen hat, finde ich persönlich ein wenig übertrieben. Wenn ein Würzburger die Cricket-Meisterschaft in Sri Lanka gewinnt, darf der dann auch auf den Balkon der Residenz? Oder ein ausgewanderter Würzburger, der die goldene Zuckerrübe in Paraguay verliehen bekommt?

Gespannt bin ich höchsten, was der als gebürtiger Unterfranke genetisch eher maulfaule Nowitzki an der Residenz den jubelnden Massen sagen wird. “Danke. Servus.”? 🙂

Naja, wer ihn feiern will, der darf das gerne machen, morgen zieht er ab 16.30 Uhr durch die Stadt und winkt gegen 17 Uhr von Balkon der Residenz. Und dann ist auch mal gut, finde ich.

Livestream der Pressekonferenz des U & D

Wenn alles klappt, dann kann man sich heute ab 10 Uhr live unter www.ustream.tv/channel/udwuenews in des Pressekonferenz des Umsonst & Draussen einschalten. Neben Informationen für die Presse trällern auch noch Spaceman Spiff, Karo und Mama’s Boys ein paar Liedchen.

Jetzt aber erst mal Daumen drücken für die Technik! 🙂

Wie es weitergeht mit dem Pleicher Hof – ausnahmsweise eine Pressemitteilung

Ich veröffentliche eigentlich nie Pressemitteilungen im Ganzen, selbst Zitat daraus mag ich nicht, lieber schreibe ich selbst etwas. Aber in diesem Fall geht es um den Pleicher Hof, bei dem alle Außenstehenden schon genug Wischiwaschi-Informationen über die “Schließung” des Kellers haben. Darum hier 1:1  Pressemitteilung (ohne Titel und Kontaktdaten) ganz frisch vom Pleicher Hof bzw. dem Chef Udo “Ued” Walter.

Mit Bescheid vom 11.06.2010 hatte die Stadt Würzburg dem Betreiber des
“Pleicher Hof”, Udo Walter den Betrieb einer Diskothek untersagt. Die
Stadtverwaltung ist der Auffassung, dass in den Kellerräumen des “Pleicher
Hof” eine Diskothek betrieben wird, für die keine Genehmigung vorliegt.
Demgegenüber ist Betreiber Udo Walter der Meinung, eine Musikbar zu
unterhalten.

Die Stadt hat in Ihrem Bescheid Auflagen erteilt, die nach Angaben von Herrn
Walter dem “Pleicher Hof” die Existenzgrundlage entziehen. Nach Rechtsanwalt
Armin Beck von der Schweinfurter Kanzlei BBSW Rechtsanwälte geht der
Bescheid der Stadt über das Ziel einen nicht genehmigten Diskothekenbetrieb
zu unterbinden hinaus. Insbesondere die Anordnung “diskothekentypische
Einrichtung (Mischpult, Lautsprecher, Verstärkeranlage, Abspielgeräte und
Lichtorgel) zu entfernen entziehe dem “Pleicher Hof” auch die Möglichkeit
einer Nutzung als Musikbar, welche im Rahmen der Genehmigung läge.

Am 13.07.2010 fand schließlich ein Gespräch zwischen Herrn Walter mit
Rechtsanwalt Beck und Alexander Hoffmann, dem zuständigen Leiter des
Fachbereichs Allgemeine Bürgerdienste statt. Ziel und Ergebnis dieses
Gespräches war nun, so Rechtsanwalt Beck, dass eine Einigung herbeigeführt
werden soll, in der die Stadt die Kriterien für den Betreib des “Pleicher
Hof” so fasst, dass eine Nutzung als Diskothek zwar ausgeschlossen ist,
jedoch der “Pleicher Hof” als Musikbar weiter möglich ist, d.h. Diskjockeys
für musikalische Untermalung des Barbetriebes sorgen und auch gelegentlich
Konzerte veranstaltet werden können.

Herr Walter sorgt ab sofort verstärkt dafür, dass ein Tanzbetrieb im
Pleicher Hof nicht stattfindet. Die bereits durch Möbel verstellte
Tanzfläche wird noch mehr möbliert und so ein tanzen unmöglich gemacht. Die
Lichttechnik wird so weit zurückgebaut, dass kein bewegtes Licht mehr
stattfinden kann, welches zum tanzen animieren würde.

Die musikalische Gestaltung durch DJ’s wird ab Mittwoch den 21. Juli wieder
stattfinden. die Lautstärke der Musik wird weiterhin einem Barbetrieb
angemessen sein. Somit kehrt der wesentliche Bestandteil, ein musikalisches
Unterhaltungsprogramm, in die Bar des Pleicher Hofes zurück.

Herr Walter räumt offen ein, dass in der Vergangenheit immer wieder
Veranstaltungen in der Bar des Pleicher Hofes stattfanden, die
möglicherweise in ihrer Art einem Diskothekenbetrieb gleichgesetzt werden
können. So auch zuletzt am 28.05.2010, wo gemeinsam mit dem AK
Internationales des Sprecherrates der Universität Würzburg eine
Studentenfeier in den Räumen des Pleicher Hofes stattfand. An diesem Tag
wurde durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Würzburg ein
“Tanzbetrieb” in den Kellerräumen des Pleicher Hofes festgestellt, was nach
Ansicht von Herrn Walter schließlich zu letzterem Bescheid und zum
Musikverbot durch die Stadt Würzburg führte.

Für eine finanziell rentablen Betrieb ist der Pleicher Hof auch zukünftig
auf besucherstarke Sonderveranstaltungen wie Partys mit Tanzbetrieb und
imagebildende Veranstaltungen wie Konzerte angewiesen. Um solche aber
regelmäßig durchführen zu können, ist eine Konzession als Tanzlokal nötig.
Die Kosten für eine solche Konzessionsänderung, so schätzt Herr Walter,
liegen im mittleren 5-stelligen Bereich. Einen solchen finanziellen Aufwand
kann der Pleicher Hof aber nicht ohne Unterstützung von Außen, z.B. durch
Banken oder Brauerei, stemmen. Daher sind entsprechende Gespräche und
Verhandlungen seitens Herrn Walters mit betreffenden Instanzen vorgesehen,
eine Konzessionsänderung zur Sicherung der Existenz des Pleicher Hofes
angestrebt.

Der Pleicher Hof hofft, seine Existenz weiterhin durch interessante Inhalte,
durch ein abwechslungsreiches Kultur- und Musikprogramm sichern zu können.
Wir hoffen, dass dem Pleicher Hof das Mittel der “Doppeldecker-” und
“Billigsaufabende”, welches so viele Bars und Gaststätten schon für sich
einsetzten, erspart bleibt.

Herr Walter hofft nun, dass der “Pleicher Hof” als Szenetreff, der sich
durch ein vielfältiges kulturelles Angebot jenseits des “Mainstream”
auszeichnet, weiter bestehen und seine Rolle im Würzburger Kulturbetrieb
ausfüllen kann.

Zuletzt bedankt sich Herr Walter bei allen, die sich in den vergangenen
Tagen für ein Weiterbestehen des Pleicher Hofes mit anspruchsvollem
kulturellem und musikalischem Programm eingesetzt haben, ob Personal,
Freund, Gäste und Medienvertreter oder befreundete Musiker und
Kulturveranstalter aus ganz Deutschland.

Quintessenz: Es wird wohl nicht mehr wie bisher weitergehen, aber ein recht beschränkter Musikbar-Betrieb wird es wohl im Keller geben. Und wenn Ued es schafft, eine Konzession als Tanzlokal zu bekommen bzw. das Geld dafür (für einen Umbau?), dann könnte wieder Licht in den Tunnel kommen.

Würzburger OpenStreetMapper im Fernsehen

Heute wird– wenn nichts Wichtigeres in Franken passiert — im Bayerischen Fernsehen in Frankenschau Aktuell um 17.30 Uhr ein Beitrag über eine Mapping-Aktion der Würzburger OpenStreetMapper gezeigt. Ich habe sie damals zufällig in der Stadt getroffen, wie sie sehr dekorativ vor dem Neumünster standen. 🙂

Endlich mal eine verdiente mediale Würdigung der Vermessungsfreaks, denen unter anderem das WürzburgWiki gute Karten zu verdanken hat. Hat die Mainpost eigentlich jemals etwas über die Helden der Kartografie geschrieben?

KulturGut 01

KulturGut 01 liegt in Würzburg aus

KulturGut 01

Nach langem Hin und Her im Vorfeld ist es endlich zum Bewundern und Bejammern, zum Erfreuen und zum Zerreißen da — das Kulturmagazin der Stadt Würzburg namens KulturGut, seit gestern liegt es an vielen Stellen in der Stadt aus. Da soll alles über Kultur in der Region Würzburg drinstehen. Alles! Naja, nicht ganz alles, eigentlich recht wenig. Aber das liegt in der Natur der Sache, vor allem als vierteljährlich erscheinendes Magazin.

Im Morgenwelt-Verlag, die neben dem von der Stadt Würzburg finanziell unterstützten KulturGut auch das Frizz herausgibt, muss im März wohl ein großer Zettel mit “Würzblog interviewen!!!” an den Pinnwand gehangen haben. Denn ein paar Tage nach der Dame vom Frizz kam der Herr vom KulturGut, um mit mir zu Reden. Über Kultur und Würzburg. Haben wir auch gemacht, obwohl nicht sicher bin, ob ich alles wirklich genau so gesagt habe, wie es im kleinen Beitrag rüberkommt. Das Gespräch mit dem Mann — Joachim Fildhaut — hatte ich irgendwie origineller und witziger in Erinnerung — kann aber auch an dem wunderschön sonnigen Tag gelegen haben, an dem wir das Interview auf einer Bank am Marktplatz gemacht haben.

Aber was soll’s, meine Grundaussage hat er korrekt wiedergegeben: Bleibt neugierig!
Sehr geehrt fühle ich mich aber, dass es das “Bleibt neugierig!“-Motto sogar auf das Cover geschafft hat. Entehrt fühle ich mich als gebürtiger Schweinfurter, der im Magazin zum Arnsteiner gemacht wurde. Meine Familie stammt aus der Arnsteiner Ecke, ich selbst habe aber von Geburt an mehr auf Lager! 😉 Und wenn Mutti sieht, dass ich auf dem Bild im Magazin eine Zigarette rauche, dann gibt es was mit ihrer Arnsteiner Hand auf meinen Schweinfurter Hintern.

Heute Abend werde ich das Magazin dann in Ruhe lesen

Würzblog@Frizz II

Nach fast 4 Jahren hat es das Würzblog wieder ins Frizz geschafft — in der aktuellen Ausgabe werden vier “professionelle” Blogs in Würzburg vorgestellt. Neben der virtuellen Blutsverwandtschaft wie das LP10Blog werden hier auch der von mit gern gelesene Nightmusic-Experte Karl Limber von Kalimba Gossip und das von mir als Mode-Idioten nicht so oft gelesene I Say Shotgun von Jenna (Sorry Jenna, da kannst du nix dafür 😉 )

Über den Begriff der “vier Professionellen” muss ich noch ein wenig nachdenken, bin aber gleichzeitig froh, dass das beim Interview gefallene Wort “Bloggerelite” nicht aufgetaucht ist. 😉 Eine weitere, ebenso unvollständige Auflistung Würzburger Blogger gibt es hier.

Und auch wenn ich mich bei Twitter etwas über die “Poesiealbumfragen” amüsiert habe — auch die solche Fragen muss mal Zeit sein. Und das Bild ist ganz gut geworden. 🙂

Update: Um auch die Blogempfehlungen der “professionellen Vier” mal im Netz zu haben:

Ralf: kitziblog.de, papiergefluester.com, moggadodde.de

Matthias: baunetz.de

Karl: djtechtools.com

Jana: mizis-madness.blogspot.com

Glaube keiner Umfrage

Die Mainpost zieht hin und wieder mal Umfragen zu Themen durch. Das geht oft ziemlich unter, aber bei so emotionalen Themen wie der “Provinz auf Weltniveau” wird so einer Umfrage schon mal Bedeutung zugerechnet.

Völlig zu unrecht.

Wie sich schon bei der letzten Oberbürgermeisterwahl gezeigt hat, können diese Onlineumfragen, die z. B. die Mainpost veranstaltet, unglaublich leicht manipuliert werden. Der Manipulations-Anfänger verwendet die etwas stupide, aber effektive Methode Abstimmen, Cookie löschen, nochmal abstimmen, ein Abbrechen der DLS/Moden-Verbindung bringt noch Punkte für die B-Note.

Nur unwesentlich schwieriger ist der Weg der faulen Manipulatoren. Wer einen Macrorecorder wie iMacro für Firefox besitzt, der kann sich binnen 30 Sekunden ein Skript zusammenklicken. Das kann man dann laufen lassen und mal zwei Stunden spazieren gehen – schon sind mal hundert oder mehr Stimmen abgegeben wurden, völlig automatisch.

TAB T=5
URL GOTO=http://www.mainpost.de/lokales/wuerzburg/-bdquo-Provinz-auf-Weltniveau-ldquo-setzt-sich-durch;art735,5234271
TAG POS=1 TYPE=INPUT:RADIO FORM=NAME:ted5249885 ATTR=ID:id1
TAG POS=1 TYPE=INPUT:IMAGE FORM=NAME:ted5249885 ATTR=SRC:http://www.mainpost.de/mp_pics/abstimmen.gif
WAIT SECONDS=20
CLEAR
REFRESH

Mit nur ein wenig mehr krimineller und programmiertechnischer Energie kann man noch ausgefeilter Programme erstellen. Ich will aber auch gar nicht aufrufen, diese Umfragen zu manipulieren, im Gegenteil. Mehr zur Problematik bei Onlinewahlen und -umfragen bei literaturcafe.de.

Aber man muss mit diesem technischen Hintergrund das Ergebnis der Umfrage einschätzen können — es ist nämlich exakt völlig wertlos. Absolut wertlos. Es gibt nicht mal eine Tendenz ab, da man überhaupt nicht weiß, wer sich da mal die Mühe gemacht hat und einen Tag wild rumgeklickt oder ein Script hat laufen lassen. Und ob die Gegenseite nicht das selbe gemacht hat. Also egal wie die Umfrage ausgehen wird, ob Provinz oder nicht — wir wissen nicht mehr als zuvor. Und das Argument “Es wissen ja nicht viele, wie man so eine Umfrage verfälscht” zieht nicht. Ein Manipulator reicht schon, um das Ergebnis in Tonne zu treten.

Warum die Mainpost solche Umfragen in der Form trotz ihrem völligen Mangel an Relevanz durchführt? Seitenaufrufe, ganz einfach. Und die sind Gold wert.