26 Jahre Immerhin: Rocknrollriot und Wilde Wiesn

Das Immerhin in Würzburg feiert an diesem Wochenende seinen 26. Geburtstag. Zwei Tage geht in in den Katakomben unter der Posthalle dermaßen rund. Blood, Swear & Fassbier.

Das Immerhin in Würzburg feiert an diesem Wochenende seinen 26. Geburtstag. Die älteste und kleinste Bühne in der Stadt haust nun schon über ein Jahr in den Katakomben unter der Posthalle am Bahnhof. Und dort haben sie sich bisher wacker geschlagen, auch wenn es eine ganz andere Situation ist, wie in den Jahrzehnten zuvor in der Abgeschiedenheit im Haus mit der Sonne.

Gefeiert wird an zwei Tagen. Heute Abend — 7. Oktober 2011 — ist “Rocknrollriot” angesagt:

Schneller, lauter, härter. Von P wie Punk bis zu R wie Rock’n’Roll. Mit allen Immerhin DJ’s. High Noon am Bahnhofsplatz. Be there, be square.

Also seid da und seid ein Rechteck.

Morgen finden die Feierlichkeiten dann mit einer der legendären Mottopartys ihren Höhepunkt. Wilde Wiesn! Das Bild spricht Bände! Und in dem Zusammenhang habe ich ausnahmsweise mal gar nichts gegen Lederhosen und Dirndl — und Kettensägen und Totenschädel! Prost!

Raritäten im Radio Würzblog – Rentokil

My favourite tracksEnde Februar wurde ja Matthias Braun vom LP10Blog bei My favourite tracks “durchgetalkt”. Dabei kamen seine dunkelsten Geheimnisse zum Vorschein, so zum Beispiel, dass er in den 90ern in einer Band namens “Rentokil” (mit einem “L”, wichtig!) Gitarre gespielt hat.

Dankenswerterweise hat er dem Radio Würzblog eine der seltenen Live-Aufnahmen der Band zur Verfügung gestellt, die da jetzt zu hören ist. Also morgen um 10 Uhr einschalten, da gibt es drei Songs am Stück dieser Würzburger 90er-Jahre-Punkrock-Legende! 😉

Vorgezogenes Halloween und tiefe Dankbarkeit

Heute Nacht wird die Uhr um eine Stunde auf Winterzeit zurückgestellt. Und die Halloween-Partys in Würzburg drehen die Uhr im Gegenzug um einen ganzen Tag nach vor. Halloween ist eigentlich die Nacht vor Allerheiligen (daher der Name), also in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Aber um den üblichen Ärger um das Tanzverbot an Allerheiligen zu umgehen, wird in diesem Jahr scheinbar Halloween um einen Tag vorverlegt. Wenn das auch mit Heilig Abend und dem 1. Mai so gemacht wird, dann bin werfe ich meinen Kalender endgültig weg.

Halloween ist ja nicht so mein Ding. Zum einen bin ich damit einfach nicht aufgewachsen, zum anderen hasse ich Verkleidungen, was zum Teil auch meine Abneigung Fasching gegenüber erklärt. Doch ich gestehe offen, dass ich in den letzten Jahren gern auf eine Halloween-Party– unverkleidet — gegangen bin, nämlich die im Immerhin. Dort wurde Halloween immer sehr stilvoll gefeiert, da waren Grusel & Horror nicht nur kleine Etiketten, sondern im wahrsten Sinne greifbar. Ich weiß nicht, wie es in diesem Jahr im Immerhin sein wird. Es gibt eine Halloween-Party, aber es kann sein, dass in den neuen Räumen — deutlich näher an der Innenstadt — die schauderhafte Intimität der Nacht verloren geht. Mal sehen, vielleicht wühle ich mich heute dort mal durch Blut und Gedärm! 😉

Wohin ich heute auch müsste, das ist das Laby. Nicht aus Halloween-Gründen, sondern um meinen Dank und meine Huldigung zu überbringen. Denn dort spielt heute Dead United, die Band, die mich in den letzten Wochen durch Nachschichten im Büro gerettet hat. Wenn JQuery verrückt spielt, der Internet Explorer wieder zickt oder die Variable, die im Programm seit Stunden nicht das Ergebnis liefert, das sie liefern sollte, einfach einen Tippfehler enthält — dann haben mich Lieder wie “Tentacles” oder “We are the fiends” den Lebensmut nicht verlieren lassen. Neben der Horrorpunk-Band mit der schaurigen Bühnenshow spielen dort heute noch The Crimson Ghosts, Staatspunkrott und Deathtrap auf der Bühne, Eintritt 8 €.

Ach ja: Die Haydnstraße hält sich an die Tradition und feiert von Sonntag auf Montag. Brav! 🙂

Update: Ok, das wufzentrum gruselt auch am Sonntag. 😉

Club Zero im Keller des Pleicher-Hofs

Am 11. September 2010 stürzt der Pleicher-Hof zwar nicht ein, aber die Kellerbar macht zu. Zu. Nicht nur nicht mehr tanzen, keine Möbel auf die Tanzfläche, keine leise Musik — zu. Geschlossen. Bis auf Weiteres. Zumindest so lange, bis der Pleicher-Hof genug Geld für Stellplatzablöse hat. Und neue Lüftung. Und Brandschutzmaßnahmen. Und so weiter. Denn:

Der Betrieb wird auf Cafe und Biergarten reduziert, die Kellerräume erst wieder eröffnet, wenn eine Discokonzession erwirkt wurde.
Aus der Mail vom Pleicher-Hof, 18.8.10

Am 11. September heißt es dann — erstmal — “Alles muss raus” bei der Abschiedsparty (vielleicht mit Sondergenehmigung zum Tanzen?) und der Keller wird zur Gedenkstätte für schöne und originelle Veranstaltungen, egal wie legal oder illegal sie waren. Ich kann Ued nur die Daumen drücken, dass er das Finanzielle irgendwie geregelt bekommt. Bis dahin kann man wenigstens noch jeden Sonntag in der Kneipe Tatort schauen.

Siehe auch den Artikel in der Mainpost.

Am 14. September veranstaltet der Pleicher-Hof ein Konzert von Superpunkallerdings im Cairo.

Das Programm hing noch an der Mail vom Pleicher-Hof

Mi. 01.09.22:30FUNKHOF // Ein Feuerwerk aus Funk, Soul & mehr // mit Mistaa, Indiana, Flexmaster Phil & Burnz // Eintritt frei
Do. 02.09.22:30INDIE*HZ // DIE Indie-Party der Stadt findet eine Heimat im Pleicher Hof //Eintritt frei
Fr. 03.09.22:30THE GREAT ROCK’N’ROLL SWINDLE // dirty riots on the dancefloor // with ManX & Werner Rotten
Sa. 04.09.22:30HIP HOP HOF // HipHop Special der Funkhof Crew … WorD! // Oldschool, Newschool, Trueschool // Eintritt frei
So. 05.09.20:15TATORT Pleicher Hof // Public Tatort-Viewing auf Großbild im Café oder Biergarten // manchmal auch Polizeiruf 110 // Eintritt frei
Sa. 11.09. 22:00CLUB ZERO – ALLES MUSS RAUS! // Die Abschiedsfeier für die Bar im Pleicher Hof // ein letztes mal feiern im alten Club, mit allen DJ’s der vergangenen Monate // und hoffentlich nur eine Pause vor der Wiedereröffnung mit neuer Konzession // AK 3,- €
Di. 14.09.21:00Im Jugendkultuhaus Cairo: SUPERPUNK // Die Sonne lacht und die phantastischen Fünf sind zurück mit: »Die Seele des Menschen unter SUPERPUNK« // veranstaltet vom Pleicher Hof // VVK 12,- €, AK 14,- € // Einlass 20:30 Uhr
So. 12.09.20:15TATORT Pleicher Hof // Public Tatort-Viewing auf Großbild im Café oder Biergarten // manchmal auch Polizeiruf 110 // Eintritt frei
So. 19.09.20:15TATORT Pleicher Hof // Public Tatort-Viewing auf Großbild im Café oder Biergarten // manchmal auch Polizeiruf 110 // Eintritt frei
So. 26.09.20:15TATORT Pleicher Hof // Public Tatort-Viewing auf Großbild im Café oder Biergarten // manchmal auch Polizeiruf 110 // Eintritt frei

Der Preis für mittelalte Kultur 2010

Gestern fand im Cairo wie in jedem Jahr die Verleihung der Preise für junge Kultur statt. Vergeben wird er von der Distelhäuser Brauerei, dem Umsonst & Draußen-Verein und der Stadt Würzburg, die den Preis besonders gerne verleiht, da Distelhäuser das Preisgeld und die Feier zahlt.
Und selten war es so seltsam wie in diesem Jahr. Nicht dass ich auch nur einem Preisträger die Auszeichnung missgönne, im Gegenteil, jeder hat sie in seinem Bereich verdient. Aber auch selten war der Altersdurchschnitt der “jungen Kultur” so hoch.
Preis für junge Kultur 2010Da kann man den Titel mathematisch und semantisch noch so sehr verdrehen — bei junger Kultur rechne ich persönlich mit Preisträgern, die jung sind oder explizit etwas für junge Menschen machen. Ich würde also den Preis nicht abschaffen, sondern vielleicht einfach mal den Namen ändern, wenn man keine jungen Künstler finden kann — oder will.
Musikalisch untermalt wurde der Abend von Carolin No.

Aber du den Preisträgern in diesem Jahr. Der Preis im Bereich Musik wurde geteilt. Zu einer Hälfte wurde er der altgedienten Punkband Shokei — aka Helden in Strumpfhosen –verliehen, die sich stilvoll einfach bei der Brauerei für ihr Bier bedankte.

Preis für junge Kultur 2010Teil zwei des Musikpreises ging an Joachim “Jojo” Schulz für seine langjährige Tätigkeit als Musiker und Konzertveranstalter, ganz besonders für die Posthalle. Der Preis entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn man bedenkt, dass die Mitverleiherin Stadt Würzburg es der Posthalle nicht gerade leicht gemacht hat und macht. Die Hotel- und Gaststättenlobby wird wohl nicht applaudieren.

In der Sparte “Besonderes” ging — und darüber habe ich mich ganz besonders gefreut — an ein Blog, nämlich an das LP10-Blog. Damit dürfte es das erste prämierte Blog in ganz Würzburg sein! 🙂

Preis für junge Kultur 2010

Freundschaftliche und kollegiale Glückwünsche nochmal von mir! 🙂

Nach der Preisverleihung habe ich wieder mal gemerkt, dass ich in Würzburg bin. Am Buffett und beim Rauchen vor der Tür wurde gleich über die Veranstaltung genörgelt und die Preisträger schlecht gemacht. Spießig, brav, kitschig, angepasst und überhaupt haben die Falschen den Falschen Preise verliehen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie verkniffen, engstirnig, neidisch und intolerant die sogenannte Kulturszene sein kann. Da soll sie sich ein Beispiel an der Mainpost nehmen, die die Berichterstattung über den Abend freimütig ganz allein den anderen Medien gegönnt hat.

Aber was soll’s! Ich gönne jedem Preisträger die Anerkennung und mir habe ich an dem Abend viel Käse, ein bisschen Wurst und Dank einer Brauerei als Sponsor viel Apfelsaftschorle gegönnt. 😉

Hier gibt es eine Zusammenfassung der Urkundentexte und hier gibt es noch ein paar Bilder vom Abend.

Text zur Kulurgrätsche

Jetzt bin ich doch tatsächlich auf dem “Publizieren”-Button beim letzten Beitrag eingeschlafen. Aber da fehlt doch noch der Text!

Wie dem auch sei. Am Samstag waren wir bei der Eröffnung von “Wunschlos Glücklich” in der Bronnbachergasse. An solchen Eröffnungstagen ist es natürlich schwer zu beurteilen, ob so ein Café einem gefallen könnte, denn so wird es dort nie wieder sein. Aber so aus dem Bauch denke ich, dass es dort ganz nett sein kann. Der Kaffee ist nicht fantastisch, aber ok. Der Wein ebenfalls. Die Preise sind leicht gehoben, aber noch bezahlbar. Von der Einrichtung habe ich aber wegen den Massen an Besuchern nicht viel gesehen.
Ein wenig luschig fand ich die Drei-Mann-Coverband, die am Abend gespielt hat. Nicht dass die Band an sich schlecht gewesen wäre, aber irgendwie habe ich mir was Knackigeres und Originelleres erwartet.

Knackiger wurde es auf jeden Fall bei der zweiten Station des Abends, nämlich bei der Dead-United-Release-Party im B-Hof, zu der wir gerade noch rechtzeitig ankamen. Das hat Spaß gemacht! Auch ein Nicht-Halloween-Fan wie ich konnte sich an der guten Stimmung, der witzigen Bühnenshow und nicht zuletzt an der guten Musik erfreuen. Horrorpunk der Laune macht, aber exakt bis zum Beginn des Tanzverbots um Mitternacht dauerte.

Und eben wegen des Tanzverbots dachte ich eigentlich, dass sich die dritte Station des Abends eh erledigt hätte. Aber als wir in der Kaiserstraße ankamen, da sah ich sie, das Tanzverbot völlig ignorierend, noch im aktiven Dienst — die Türsteher des Tanzcafé Ludwig. Türstehern stehe ich nicht Tür, dafür voll Misstrauen gegenüber, denn selten bis nie bin ich im gestylten Discooutfit unterwegs. Aber ich kam ohne Beanstandung im Wollschal, grünem Strickpullover und ziemlich abgeranzten Jeans rein. Oben angekommen merkte ich nicht nur, das vom alte Café Ludwig nicht mehr sehr viel übrig geblieben ist, sondern überraschenderweise auch, dass ich der einzige im Strickpullover war. Ein Paillettentop wäre deutlich angesagter gewesen, allerdings hätte das nicht so zu meinen abgeschlappten Schuhen gepasst.
Es gab zwei angenehme Dinge im Ludwig: Die Anwesenheit der im Moment bloglahmen Nansens und die Abwesenheit von Party-Fotografen. Und die Musik war ja gar nicht so mein Ding. Ich habe zuerst auch gar nicht gemerkt, dass die angekündigten Sexinvaders noch gar nicht auflegten. Allerdings ist mir der Übergang, als sie dann doch am Plattenteller waren, auch nicht aufgefallen. Wie gesagt, musikalisch nicht so meine Welt. Ich fürchte, das Café Ludwig und ich werden uns nicht so oft über den Weg laufen.

Und jetzt schlafe ich weiter. Verlinkt wird morgen. 😉

Abendplanung, jetzt

Die Thomas-Meineke-Lesung gestern habe ich verpasst — es gab einfach wichtigere Sachen im Leben. Aber heute geht es wieder in die Stadt. Auf der Liste der potentiellen Möglichkeiten stehen:

  • Die Eröffnung des “Wunschlos Glücklich” in der Bronnbacher Gasse. Café, Kneipe, Bühne — bin gespannt ob es was taugt oder nur viel Lärm um nichts ist.
  • Release-Party der Scheibe “Chainsaw Chronicles”von Dead United im B-Hof. Nachdem ich die Ehre einer Pre-Release im Radio Würzblog hatte, sollte ich sie mir vielleicht auch mal live anhören — und ich die Scheibe eigentlich auch ganz gut und witzig fand. 🙂 Deswegen gibt es im Radio Würzblog heute auch Horrorpunk bis 6 Uhr früh. Happy Halloween! 😉
  • Tanzens mit den Nansens im Tanzcafé Ludwig, wo egoFMThe Sexinavaders” auflegen lässt. Nicht wirklich meine Musik, aber etwas neugirig auf das Café Ludwig.

Aber wie ich uns kenne, kann der Abend auch gaaaaanz anders verlaufen. Wir verdrängen ja unvernünftigerweise unser biologisches Alter und fühlen uns  jung und spontan … 😉