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Dennis Schütze im Efeuhof

Es gibt so Tage, da kommt es einfach dicke! So wie heute! Die Shaky Foundation spielt im Cairo ihre neuen Songs und fast gleichzeitig — um 20 Uhr — singt Dennis Schütze & His Electric Combo seine ungesungenen Lieder im Efeuhof des Würzburger Rathauses. 

Dennis Schütze im EfeuhofToll! Ich fordere alle Bands in Würzburg auf, Konzerttermine bitte vorher mit mir abzuspechen! 😉 Denn zu Dennis wäre ich auch gerne gegangen. Seine neue Scheibe “Unsong Songs” habe ich zwar im Blog sträflich — und ohne böse Absicht — vernachlässigt, aber sie läuft im Radio Würzblog rauf und runter und ist auch fast schon fest in der Playlist meines Smartphones verdrahtet.  Ein schönes, gut produziertes und vielschichtiges Album, ein Review ,dem ich mich ziemlich anschließen kann, findet man in einem Artikel von Chaops (ja, der mit “Zoo”) oder bei Gerald “Music On Net” Langer.

Gestern Abend habe ich mich noch gefragt, ob das Konzert in jeden Fall gespielt wird, da das Wetter unter Umständen nicht so toll wird. Und habe mir vorgenommen, Dennis heute morgen noch danach zu fragen. Aber in einem Blogbeitrag gestern hat mir Dennis diese Frage schon vorher beantwortet:

Das Konzert findet bei jedem Wetter statt, Bühne und Zuschauerraum sind überdacht und windgeschützt.

Um so ärgerlicher für mich, dass beide Konzerte parallel heute stattfinden. Aber aus der Shaky-Foundation-Nummer komme ich nicht mehr raus, das stecken 30 Euro von mir drin, dafür will ich was bekommen! 😉

Wer es auch nicht schafft, heute Abend zum Konzert in den Efeuhof zu gehen, das Album gibt es hier zu kaufen:

Psycho-Shaky-Lions

Ende März habe ich satte 30 Euro in das neue Album der “Shaky Foundation” investiert. Nun habe ich das völlig ins Blaue gemacht, was letztlich dabei rauskommen wird, wusste ich ja nicht. Wirklich wissen tu ich das auch immer noch nicht, aber heute haben die Würzburger Jungs die erste Single des neuen Albums “Psychonaut” veröffentlicht. So bekam ich einen Vorgeschmack — und ein gutes Gefühl! 🙂

“Lions” heißt das sphärisch-ruhige Stück Indie-Pop-Stück, das es bei Bandcamp seit heute zu kaufen gibt — den Preis darf man selbst bestimmen (Pst, ich habe drei Euro gegeben, ich konnte es einfach nicht abwarten). Natürlich läuft der Song auch seit heute im Radio Würzblog.

Im Juli soll das Album in Gänze erscheinen, meinen Gästelistenplatz für die Release-Party habe ich ja Kraft meines Crowdfundings schon sicher — und jetzt freue ich mich noch mehr auf diesen Abend! 🙂

Ein Musikvideo gibt es auch dazu, einen psychedelischen Diaabend …


(Headerbild: Cover Lions, Shaky Foundation)

U&D 2014: Freu, freu – heul, heul

Morgen beginnt das Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg und im Grunde freue ich mich wie Bolle darauf. Gute Musik — aus der Region oder über den lokalen Tellerrand hinaus –, ein interessantes Rahmenprogramm und vor allem einen ganzen Haufen nette Menschen, auf die ich treffen werde.

Das Care-Paket des Umsonst & Draussen.
Das Care-Paket des Umsonst & Draussen.

Vom Umsonst & Draussen-Verein habe ich in diesem Jahr ein ganzes Paket — im Briefumschlag — geschickt bekommen: Backstage-Bändchen, Programm, einen persönlichen Brief und eine Parkerlaubnis, die ich als Straßenbahnmitfahrer eh nicht brauche. Wäre nicht nötig gewesen, aber gefreut habe ich mich darüber trotzdem.

Doch hat das U&D in diesem Jahr einen Wermutstropfen für mich. Ach was, Tropfen — ein ganzes Hektoliterfass vom Wermut!

Ich kann in diesem Jahr kaum mal auf die Mainwiesen gehen. Das hat teils familiäre, vor allem aber berufliche Gründe. Riesenmist, das ärgert mich wirklich sehr! 🙁  Aber beruflich kann ich leider nichts ändern, es krankt an einer Mischung von Gründen aus Urlaubszeit, Fußball-WM und einem Kollegen, der beim U&D auf der Bühne steht (was natürlich Vorrang hat! 😉 )

Das U&D ist nach wie vor für mich das kulturelle Highlight des Jahres in Würzburg — dem die Schlankheitskur im letzen Jahr sehr gut getan hat. Ich werde versuchen, jede Minute, in der ich auf den Mainwiesen sein kann — was der Donnerstag und Sonntagabend sein wird –, zu genießen. Und vielleicht nehme ich sogar mal die neue Kamera mit! 🙂

Habt ihr wenigstens mehr Spaß auf dem U&D (zeitlich gesehen), trinkt das Festival fleißig ins finanzielle Plus — und vielleicht sehen wir uns ja sogar kurz.

Meine Empfehlungen in aller Kürze gab es schon auf dem Tumblr-Blog des Umsonst & Draussen zu sehen (Danke U&D,  dass ihr auch den Vorspann veröffnetlicht habt, der war eigentlich nur für euch gedacht 😉 ), der Twitter-Hashtag ist #udwue, Musik von U&D-Künstlern gibt es die Tage rund um die Uhr im Radio Würzblog, alles andere ergibt sich! 🙂

Radiohören und der Déjà-vu-Faktor

Radiostatistiken2Ich höre nicht mehr viel Radio — also die kommerziellen Radiosender. Ein Grund dafür ist, dass ich oft das Gefühl habe, die spielen ständig die gleichen Lieder.

Wohlgemerkt: Ich habe das Gefühl von Déjà-vu — ob mir mein Empfinden keinen Streich spielt, weiß ich nicht genau.

Um mir da mal Klarheit zu verschaffen, habe ich angefangen, die Playlists der regionalen Sender auszuwerten.

Ich sammle also automatisiert, welche Lieder bei Radio Gong und Charivari (über die Playlist auf den jeweiligen Webseiten), aber auch bei den Webradios (über die laut.fm-API) in Würzburg gespielt wurden. Und diese Daten werte ich dann aus.

In der ersten Phase habe ich ausgezählt, wie viele Lieder von wie vielen Künstlern am jeweils gestrigen Tag überhaupt gespielt wurden . Daraus errechne ich dann, wie hoch der Prozentsatz an “Abwechslung” an diesem Tag war. Wenn 100 Lieder von 100 verschiedenen Künstlern gespielt wurden, dann ist das zum 100% Abwechslung. 100 Lieder von einem einzigen Künstler sind eine Abwechslungsrate von 1%. Mehr ist also besser.

Und soweit kann man das auch schon anschauen:

radiostat.wuerzblog.de

Die Programmierung habe ich etwas hingeschludert, da muss ich nachmal etwas nacharbeiten. Denn geplant habe ich noch ein paar Funktionen.

  • Die einzelnen Lieder in die Statistik mit einrechnen. Spielt Charivari von Rod Steward fünfmal am Tag das selbe Lied oder fünf verschiedene Lieder?
  • Über längere Zeiträume analysieren — pro Woche, Monat oder Jahr. Dann ist der Abwechslungsfaktor auch aussagekräftiger.
  • Eine ordentliche API für die Rohdaten und Statistiken anbieten — vielleicht hat ja auch jemand außer mir Lust mit den Daten zu arbeiten und was zu programmieren. Wer das jetzt schon machen will: unter http://radiostat.wuerzblog.de/data/ sind die schon überarbeiteten JSON-Dateien der einzelnen Tage zu finden.
    Datei-Schema: stat-dd.mm.jjjj.json (dd=zweistelliger Tag mit evtl führender Null, mm=Monat, jjjj=Jahr)
  • Fehlerquellen reduzieren: Jingles besser erkennen (und nicht einbeziehen), verschiedene Schreibweisen/Schreibfehler von Künstlern und Liedtiteln erkennen
  • Design, Layout und UI verbessern

Ich werde an der Radiostatistik weiterarbeiten, das kann sich aber ein bisschen ziehen — Zeit ist Mangelware. Und nicht vergessen: Noch ist die Statistik in der Testphase. Da können noch immer mal komische oder falsche Ergebnisse rauskommen, oder sie kann auch mal gar nicht funktionieren.

Anmerkung 1: Wer sich fragt, warum der Abwechslungs-Wert des Radio Würzblog nicht so übermäßig gut ist, der muss bedenken, dass dieses Webradio relativ strengen Regeln unterliegt. Da wird nur Musik von Künstlern gespielt, die aus Würzburg bzw. Unterfranken kommen oder schon mal in Würzburg gespielt haben. Das schränkt die mögliche Auswahl an Musikstücken schon mal deutlich ein. Und dann muss ich diese Musik noch besitzen oder sie muss im Soundpool von laut.fm sein — was gerade in der regionalen und/oder alternativen Musikszene meist nicht der Fall ist.
Wer den Wert nach oben treiben will, der muss mir einfach Musik überlassen, die in das Schema passen! 🙂

Anmerkung 2: Datenjournalist Lorenz Matzat merkte an, ob nicht “Vielfalt” ein besserer Begriff wäre als “Abwechslung”.

Habe kurz darüber nachgedacht , ihm Recht gegeben und den Begriff in den Statistiken geändert. Danke Lorenz. 🙂