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Podiumsdiskussion “Was ist Kultur wert?”

Heute Abend beginnt eine dreiteilige Veranstaltungsreihe des Dachverband freie Würzburger Kulturträger zum Thema “Der Preis der Kultur”. Das Thema des heutigen Abend lautet “Was ist Kultur wert?”, das Ganze findet um 20 Uhr im Bockshorn statt, der Eintritt ist frei — auch schon ein Statement zu “Was ist Kultur wert”. 😉

Darf es Kultur umsonst geben? Muss es Kultur umsonst geben? Ist das, was nichts kostet, nichts wert? Für welche Kultur ist man bereit Geld auszugeben und wie viel? Wer macht die Preise? Ist die Förderung über Croudfunding die einzige gerechte Möglichkeit? Oder muss es eine Kulturflatrate — digital undoder nicht-digital — geben? Was fällt überhaupt unter Kultur und was unter Kommerz? Schließen sich die beiden Sachen überhaupt aus?

Das sind mögliche Fragen, über die im Bockshorn Jojo SchulzDierk BerthelRalf Duggen und Ulli Heinlein diskutieren werden. Wirtschaftsjournalist und Blogger Johannes Eber wird als Gast den Einführungsvortrag halten und danach mitreden.

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Dem U&D in den Topf geguckt

Ihr habt euch sicher schon mal gefragt, wie beim Umsonst und Draussen in Würzburg die Bands, die da auftreten und Musik machen, ausgewählt werden?

Um das rauszukriegen, bin ich mal nach Kist gefahren, das ist so 10 Kilometer von Würzburg weg – unterwegs hab ich noch Michael vom on3radio am Bahnhof eingesammelt, denn der wollte das auch wissen.

Da mitten in Kist steht ein Haus. Da bin ich an die Haustür, da war eine Klingel mit “Umsonst & Draussen e. V.”, hab geklingelt und da hat mit der Steffen aufgemacht. Der Steffen wohnt nicht in dem Haus, aber er ist zur Zeit ganz oft da, denn der Steffen gehört zur Programmgruppe vom Umsonst und Draussen. Und um den Rest dieser Gruppe zu sehen hab ich die Schuhe ausgezogen und bin mit Steffen hoch ins Dachgeschoss.

Dort lief Musik und fünf Männer saßen mit Notebooks rum. Und wer waren die Fünf?


Das ist der Ralf. Und der Ralf wohnt auch wirklich hier, denn das Dachgeschoss gehört zu seinem Haus. Der Ralf ist schon von Anfang an beim Umsonst und Draussen dabei.


Das ist der Ingolf. Der Ingolf ist selbst Musiker, der kennt sich mit Bands also aus, auch weil er im Vorstand vom Musikbahnhof98 e.V. ist, auch wenn die jetzt aus dem Zeller Bahnhof ausziehen müssen.


Der mit den langen Haaren, der heißt Christian. Der Christian ist zum ersten Mal in der Programmgruppe dabei, er kennt sich aber schon lange mit Musik aus. Besonders, wenn da viele E-Gitarren mitspielen, den der Christian mag harte Rockmusik und ist deswegen auch im Vorstand von der WüRG.


Und der mit dem verschmitzen Lächeln, das ist der Björn. Kann sein dass es so grinst, weil das seine Kamera ist, mit der ich knipse. Der Björn ist auch das erst Mal dabei, kennt sich aber in der ganzen Musikszene aus und hat auch schon viele Konzerte mitveranstaltet.


Und das ist der Steffen. Den kenne ich nicht nur vom Cairo, der hat mir auch die Türe hier aufgemacht.

Und der Steffen schaut so müde aus, weil die Fünf schon seit gestern Musik hören, was ganz schön anstrengend ist. Musik hören ist anstrengend? Klingt komisch, ist aber so.

Denn die Programmgruppe muss über 900 CDs anhören. Von manchen nur mal eine halbe Minute, von anderen aber auch viel mehr. Und die machen das, damit sie wissen, welche Bands dieses Jahr bei Umsonst und Draussen auftreten dürfen. Jede Band, die dort auf der Bühne stehen will schickt eine Demo-CD an den U&D-Verein. Und weil das U&D so bekannt ist, schicken auch viele Musiker ihre Demos ein, jedes Jahr werden es mehr.

Und wie funktioniert das nun genau? Nun, der Ralf teil vorher die CDs ein in CDs von Musikern aus Deutschland, Musikern aus dem Ausland und Musikern aus der Region Unterfranken. Das macht er, damit das Programm auch von der Herkunft der Bands abwechslungsreich wird. Die Würzburger Bands müssen sich bei der Auswahl also nicht mit ausländischen Bands messen lassen.


Und dann stellt der Ralf die Kisten mit den CDs ins Zimmer, greift rein und holt eine CD raus, sagt wie die Band heißt, legt sie in den CD-Player und spielt eines der Lieder an. Währenddessen beugen sich die anderen über ihre Notebooks und versuchen schnell etwas über die Band herauszukriegen. Ralf spielt dabei noch mal schnell ein oder zwei andere Lieder an, man tauscht die gefundenen Informationen aus und sagt dann auch schon, ob man diese Musiker in die engere Wahl aufnimmt oder nicht.

Das klingt leicht, ist es aber nicht. Denn die Buben suchen ja nicht die Musik aus, die ihnen gefällt, sondern die passend für das Fesitval ist. Und es kann ganz schön anstrengend sein, über Folkbands objektiv abzustimmen, wenn keiner im Zimmer Folk mag. Oder im Landkreis. Oder auf diesem Planeten.

Und wenn ein der Fünf eine Band unbedingt auf dem Umsonst und Draussen haben will? Dann kann er seinen Joker ausspielen. Dann hebt der Ralf die CD auf und später am Abend reden sie nochmal über die Band und der Jokersetzer muss versuchen, die anderen zu überzeugen.

Um ein wenig den persönlichen Geschmack einbringen zu können, hat jeder einen Joker, mit dem man eine Band, die eigentlich abgelehnt wurde, später am Tag nochmal zur Diskussion.


Wenn man ein paar hundert Lieder am Tag hört, dann hinterlässt das schon sein Spuren. Da müssen die Jungs viel gesunde Sachen essen, damit sie das Demohören überstehen. Aber einen Apfel kann man so oder so essen, wie uns Ingolf in dem Video zeigt.

Die Fünf sind heute noch am Hören, da werden die letzten Entscheidungen fallen. Was genau rauskam und welche Bands wir beim U&D 2009 hören können? Das sage ich euch nach der nächsten Maus bald.

Viele Bilder vom Besuch beim Demohören gibt es im Bilderalbum

Weißt du mehr zum Thema "Umsonst und Draussen"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

U&D-Blogger gesucht

Ein paar wenige habe ich ja schon gefragt, aber jetzt das Ganze nochmal öffentlich:

Letzte Woche rief mich Ralf Duggen an, einer der Organisatoren des Umsonst & Draussen-Festivals. Er fragte mich, ob ich und ein paar andere Würzburger Blogger Lust hätten, während des Festivals für das offizielle U&D-Blog zu schreiben. Das heißt, nach einem Konzert oder einfach so mal in den Backstage-Bereich (oder gibt es WLAN?) und schnell Bilder hochschieben und/oder einen Beitrag schreiben.

Ein paar Stichworte vom Ralf-zu-Ralf-Gespräch:

  • ca. 6-8 Blogger (wie fest diese Zahl ist, weiß ich nicht)
  • Technische Infrastruktur des Festivals kann genutzt werden; Rechner, Internetzugang für Notebook, etc.
  • bei Bedarf Unterstützung durch den Techniker (läd Bilder hoch, bearbeitet sie, etc.)
  • Kein Jubelbloggen, wenn etwas Scheiße war, darf man das auch schreiben (ich hoffe das kam bei Ralf auch wirklich so an, der Punkt ist mir persönlich sehr wichtig)
  • Zweitverwertung der Beiträge für das eigene Blog erlaubt

So direkt fällt mir sonst nix mehr ein. Inwieweit die U&D-Blogger Pressestatus erhalten, weiß ich nicht, aber es klang eher so, als ob Ralf das Blog aus der Perspektive des normalen Besuchers will. Kann sein, sicher bin ich aber nicht. Geld gibt es keines, aber ich gehe mal von Getränke- und Essensgutscheinen aus.

Überlegt es euch ernsthaft, ob ihr dazu überhaupt Lust habt, lieber das U&D unbeschwert von alles Aufgaben verbringen wollt oder Auftragsbloggen nur gegen viel Bargeld macht. Aber wenn ihr es machen wollt, dann hinterlasst hier doch einen Kommentar. Details werden wir dann noch aushandeln. Wenn sich zu viele “bewerben”, dann … keine Ahnung. Entweder die ersten 8-10 Kommentierer dürfen mitmachen, es wird gelost, Ralf sucht welche aus — wie auch immer.

Gute Nachricht vom U & D

Ha, wie es aussieht, wird es im Jahr 2008 wieder ein Umsonst & Draussen geben!

Nach einer ersten Schätzung war das U & D 2007 trotz weniger Besucher finaziell nicht so desaströs wie erwartet — bestimmt wegen dem heldenhafte Einsatz einiger Blogger, die dafür ihre Leber geopfert haben. Auch Der Schaden an der Mainwiese war nicht so schlimm wie befürchtet und die Zuschüsse der Stadt werden eventuell in Zukunft höher ausfallen.

Noch ist die Prognose — so Ralf Duggen — “etwas wagemutig, weil noch einige Zahlen fehlen”, aber er Verein hofft “den Verlust dieses Jahres […] zumindest teilweise aus den verbleibenden Rücklagen decken [zu] können”.

Auf das U & D 2008 — Prost! 😀

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Umsonst Kaffee und Drinnen nicht rauchen — U & D 2007 Pressekonferenz

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Was macht der Blogger, wenn er weitere Informationen über das Umsonst & Draussen in Würzburg will? Genau, er geht zu der Pressekonferenz. Und so saß ich heute ab 11 Uhr in lockerer Runde im Boot und habe mir bei Kaffee und Wasser die neuesten Neuigkeiten über das U & D angehört. Entspannt rauchen konnte ich allerdings nur kurz, da sich eine anwesende Kollegin Journalistin durch den Rauch in ihrer Konzentration gestört fühlte. Aber solche Diskriminierungen muss man als Raucher einfach wegstecken können. 😉

Was gibt es Neues vom U & D? Für die Besucher gibt es zwei große Änderungen.

Neue Aufteilung

Das Gelände des U & D auf den Mainwiesen ist ganz anders aufgeteilt wie in den letzten Jahren. Die beiden Bühnen sind nicht mehr an den Enden des Geländes, sondern links und recht neben der Brücke der deutschen Einheit aufgebaut, also etwas in der Mitte. Natürlich mit dem Rücken zueinander, damit da kein akustisches Durcheinander entsteht — hoffentlich. Der Weg zwischen U- und D-Bühne ist also deutlich kürzer geworden. An den Enden stehen nun dafür die beiden großen Zelte. Der eine “große” Eingang in der Mainaustraße wird nur für Backstage-Zwecke genutzt, aber den “kleinen” Eingang ein paar Meter weiter Richtung Zellerau gibt es nach wie vor. Aber ein PDF auf den U & D-Seiten sagt mehr als tausend Worte. 😉

Bonbons

Einer eher lästige, aber scheinbar kaum zu umgehende Änderung ist die Einführung eines Bon-Systems für den Getränkeverkauf. Die Veranstalter haben aber versucht, das Ganze relativ elegant zu lösen. Die Bons gibt es an den Kassen, die aber direkt neben den Getränkeständen zu finden sind. Dort kauft man die Bons, geht ein paar Meter weiter zum Stand und bekommt dort dafür seine Getränke. Es empfiehlt sich gleich mehrere Bons zu kaufen, denn man kann sie (bis spätestens Sonntag, 22.30 Uhr) an der Kasse auch wieder zurückgeben — und bekommt natürlich sein Geld wieder.
Die Bons sind zweigeteilt. Mit der einen Hälfte “zahlt” man, die andere Hälfte dient als Pfandmarke; nur mit der erhält man bei der Becherrückgabe an der Kasse sein Pfand wieder zurück.

In der Theorie klingt das soweit nicht allzu lästig, ich bin auf die Praxis gespannt.

Neue Becher gibt es in diesem Jahr auch. Die Plastikbecher werden nämlich nach dem U & D vollständig wiederverwertet. Und zwar nicht einfach geschreddert, sonder auf sie wartet eine Wiedergeburt als Becher, Teller, etc. Sie sind also irgendwo zwischen Einweg- und Mehrwegbecher anzusiedeln, die in der Ökobilanz den bisherigen Mehrwegbechern, die gespült werden mussten, überlegen sind.

Trinken für einen guten Zweck

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Wer Ralf Duggen, der wohl führende Kopf des U & D, kennt, weiß, dass er ein recht ruhiger und entspannter Mensch ist. Doch als das Thema “Getränkeschmuggel” bei der Pressekonferenz angesprochen wurde, wurde er für seine Verhältnisse schon zornig. Und ich kann das gut verstehen. Jedes Jahr versuchen Idioten Getränke auf das Gelände zu schmuggeln. Und das teilweise nicht nur in kleinen Mengen, nein, kästenweise. Einige werden erwischt, aber manche schaffen es doch. Und das ist völlig daneben. Das U & D finanziert sich zu einem großen Teil über den Getränkeverkauf. Da hat man schon ein wirklich geniales Musikfestival für umsonst(!), da kann man doch wenigstens die Getränke auf dem Gelände kaufen. Und soooo teuer sind die auch nicht.
Der Getränkumsatz ist im vergangenen Jahr wieder um 10% gesunken. Im Schnitt hat im letzten Jahr jeder Besucher 0,7 Getränke zu sich genommen — das ist sehr wenig. Und wenn man meinen Schnitt von ca. 10 Getränken miteinrechnet, dann sind das ja noch weniger. 😉

Also hier mein Aufruf: Saufen für’s U & D beim U & D! 😀

20 Jahre U & D

Neben der obligatorischen Ausstellung mit Bildern und Programmheften der vergangenen 19 Jahre wird es auch den schon erwähnten Coverwettbewerb “Nachspielzeit” geben. Vor ein paar Monaten konnte man für ein Lied aus dem Jahr 1987 abstimmen, dass zum Covern freigegeben werden soll. Gewonnen (oder verloren? ;-)) hat “Was soll das?” von Herbert Grönemeyer. Jeder kann sich nun eine Coverversion für das Stück ausdenken, egal ob mit richtigen Instrumenten, am Computer oder sonst wie. Diese Version darf er dann beim U & D so live es geht vorstellen. Die Anmeldefrist für den Wettbewerb ist bis zum 16. Juni 2007 verlängert worden — also ran!

Einige Neuerungen also, aber es sieht so aus, als wird es mindestens so gut wie immer werden. 😀

Ein Loch im Sommer

So langsam trägt das Sommerloch-Festival in Würzburg seinen Namen zu recht. Der Sommer hatte an diesem Tag wirklich ein Loch. Wegen des Regens am Nachmittag und der hohen Regenwahrscheinlichkeit für den Rest des Tages wurde das Festival kurzerhand vom Open-Air auf der Bastion zu einem Im-Hof im Cairo. Wie letztes Jahr auch schon. Die haben aber auch ein Pech.

Das Sommerloch begann am Samstag um 17 Uhr, noch ohne Regen. Der Innenhof des Cairo ist recht schön. Bänke standen vor einer Bühne, die eine fast mittelalterliche Mauer als Hintergrund hatte. Es gab kleine Stände für Wein, Bier und Kaffee, Steaks und Würschtli (wahlweise Soja).

IMG_5162Los ging das Festival musikalisch mit Roy & Bert, zwei Musikern die unüberhörbar aus Südafrika kamen. Die Lieder im Howie-Carpendale-Singstil waren recht witzig, wobei sich der Gag sich im Laufe des Auftritts auch abnutzte. Doch Roy & Bert (wer war Roy, wer war Bert?) zeigten eine sympatische Bühnepräsenz und solide Musik — besonders auf der Hamonika. 🙂
Die letzten 10 Minuten musste der Auftritt in den Turm des Cairo verlegt werden, da es wieder zu regnen anfing. Danach ging es aber auch gleich wieder treppab — der Regen endete wieder).

Guitaration XNach einer kleinen Umbaupause betrat die Guitaration X die Bühne. Die beiden Gitarristen André Bouffon und Tommi Tucker wurden unterstützt vom Percussionisten Sheyk Raleph. Der Himmel hatte die Schleusen schon wieder geöffnet, aber die drei Jungs wischten sich einfach Glatze und/oder Griffbrett ab und los ging es.
Gitarrenmusik vom Feinsten — so kurz kann man ihren Auftritt beschreiben. Reine Instrumentalstücke mit einem sehr passenden Geklopfe Sheyk Raleph und immer recht witzig angekündigt. Das Konzert war quasi auch die Release-Party für ihre neue CD – käuflich zu erwerben in der Musik-Butik.

Mit Guitaration X endete der Konzertteil im Innenhof, die beiden nächsten Konzerte fanden dann oben im Cairo statt. Mathew Albert & the Fuzzy Peaches traten als nächstes auf. Der Folk-Rock-Blues, den sie spielten, klang recht perfekt. Allerdings mir schon zu perfekt. Schon etwas seelenlos und steril für meinen Geschmack.

Die Tanzkinder habe ich leider nicht mehr erlebt, da musste ich schon wieder gehen.

Trotz des Pechs mit dem Wetter war es ein schönes Nachmittag und Abend, ich kann es jedem nur nahelegen nächstes Jahr mal zu Sommerloch zu schauen — hoffentlich mal ein Sommerloch ohne Sommerloch. Und Hut ab vor den Veranstaltern; ein solch sympathisches Festival zu organisieren, fast keinen Eintritt zu verlangen und im Minutentakt zum improvisieren ist schon toll!

Flickr-Set gibt es, und einen Artikels bei Schreibmaschine auch, ob Stede was schreibt, weiß ich nicht.

Das Sommerloch naht

Jetzt, wo der Sommer ein klein wenig das schwächeln anfängt, kommt das Sommerloch. Nein, nicht das Sommerloch, in das Zeitungen fallen und meinen, sie müssten mit uninteressanten Artikel über Blogger den leeren Platz auf ihren Seiten füllen. 😉

Das echte Sommerloch findet am Samstag, 5. August 2006, an der Bastion in Würzburg statt. Die freche, aber süße kleine Schwester des Umsonst & Draussen wird heuer 5 Jahre alt. Und mitfeiern tun diesmal Roy & Bert, Matthew Albert & The Fuzzy Peaches, die Tanzkinder und Guitaration X.

Ab 17 Uhr geht es auf dem Platz oberhalb des Café Cairo los, symbolisch muss 1 € Eintritt gezahlt werden (was bestimmt irgendwelchen faszinierenden finanz-, steuer- oder auflagentechnischen Gründe hat).

Kulturjahrmarkt hat eröffnet

Auf ein Neues! Der Kulturjahrmarkt hat gestern nach langer Pause wieder seine Pforten geöffnet. Im Felix-Fechenbach-Haus in Grombühl wird bis Sonntag eine bunte Mischung an Kunst und Kultur gezeigt.

BuntUm 19 Uhr fing der erste Tag des “KuJa” an. Der erste Programmpunkt war eine Vernissage der Ausstellung “Partytour im Mozartjahr” von Petra Maria Stadler und Susanne Streit. Das Gute an der Vernissage war, dass es Prosecco und Knabbereien umsonst gab. Sonst hat die Kunst mich wenig angesprochen. Die Fotos mögen gut gewesen sein, aber da sie meist in Folie verpackt waren, die wahnsinnig gespiegelt hat, und sich teilweise in 5 Metern Höhe befanden, habe ich nicht so viel davon gesehen. Und die “Gemälde” haben mich doch ganz stark an eine Austellung des VHS-Kurses “Dekokunst für Hausfrauen” erinnert. Ein paar gefällige Farbflächen, dekoriert mit irgendwelchen aufgeklebten Peperoni oder Spielzeugautos — mit meiner Jugendgruppe habe ich ähnliche Sachen gebastelt. Aber da mag sich jeder selbst ein Urteil bilden, so gefällige Dekorationskunst ist auf jeden Fall nicht so mein Ding.

Birgit Süß und Dennis SchützeDer zweite Teil des Abends wurde mit einem Special von “my favourite tracks” bestritten. Als Gast in der Musik-Talkshow von Dennis Schütze war Birgit Süß geladen. Birgit musste ihre 10 Lieblingsmusikstücke vorstellen, über die dann geredet wurde. So eine Musikwahl ist natürlich eine sehr persönliche Sache, als Zuhörer wird man da mit recht ungewöhnlichen Stücken konfrontiert. So hat Frau Süß schon einen Hang zu ruhiger, etwas schmalziger Musik. Aber es war doch meist recht interessant warum sie das Stück gewählt hat. Und auch sonst erfuhr man doch einiges über Frau Süß. Sie wirft gerne CD-Covers, die ihr nicht gefallen, einfach weg; ein ominöser, mit ihr Nutellabrote essender Ralfi hat sie musikalisch geprägt und zum Singen gebracht; ihre Heimatstadt Augsburg hat sie wegen eines Faschingstraumas verlassen; das Programm des Formatradios Radio Gong findet sie persönlich … naja.
Dennis Schütze hat durch das Programm geführt und mit Birgit geplaudert, was nicht immer einfach war, da Birgit — Bühnenfrau die sie ist — sich doch eher dem Publikum zugeneigt hat, das dem Talkmaster. Witzig war, dass sich Dennis durch das Mikrofon angehört hat wie Henni Nachtsheim, wenn man die Augen geschlossen hat dachte man, man hört einen Sketch von Badesalz! 😉

Die Reihe “my favourite tracks” hat mit dem Special erst mal einen Abschluss gefunden, aber Dennis Schütze denkt schon über eine 2. Staffel im Herbst nach. Das würde mich freuen. Ob es dann nun “my favourite snacks” heißt, bleibt abzuwarten … 😉

Ralf Duggen erklärt den KuJaObwohl am Eröffnungstag recht wenig Besucher den KuJa besuchten, bleibt doch zu hoffen, dass es die nächsten Tage voller wird. Denn auch wenn Würzburg nicht gerade mit kulturellen Veranstaltungen unterbesetzt ist, so ist doch jeder Event etwas besonderes und einzigartiges. Und wenn einem der Eintrittspreis von 12 € bzw. 18 € hoch erscheint — man bekommt ja auch an einem Abend mehrere Bands und Gruppen zu hören und zu sehen.
Ich werde ziemlich sicher am Sonntag zum Musikfrühstück gehen , das klingt nach einem guten Einstieg in einen hoffentlich recht enspannten Sonntag. Bis dann …

Ach ja: Fotos wie immer bei Flickr.