Hinter dem Korb – Ein Bericht vor dem Spiel s.Oliver-Baskets vs. Fraport Skyliners

Gameday in der Turnhölle und Terebinthe wieder dabei. Aber diesmal konzentriere ich mich auf das Geschehen vor dem Spiel, die Leute, die für das reibungslose Gelingen und Teile der Logistik verantwortlich sind. (Ein Gastbeitrag von Terebinthe)

Ein Gastbeitrag von Terebinthe

Gameday in der Turnhölle und Terebinthe wieder dabei. Aber diesmal konzentriere ich mich auf das Geschehen vor dem Spiel, die Leute, die für das reibungslose Gelingen und Teile der Logistik verantwortlich sind.

s.Oliver Baskets gegen Fraport SkylinersZwei Stunden vor dem Spiel, ich stehe vor der Halle und frage mich, wieso eigentlich? Es ist kalt, und ich bewundere die anderen Fans, die genauso wie ich hier ausharren, um irgendwann rein zu kommen. Aber da sind wir genau beim Thema, die Fans. Sie sind wie sich im Laufe dieses Artikels hoffentlich noch zeigen wird, mit Fug und Recht der 6. Mann. Junge Autogrammjäger mit Heften zum Sammeln der begehrten Unterschriften mischen sich mit älteren Zuschauern, die die Fanschals nicht nur zur Dekoration tragen. Ein eher inhomogenes Publikum, jung und alt, Cliquen und Familien, ist das der Schlüssel? Auch die selbstverständliche Integration von Rollstuhlfahrern, die wie jedes Mal ihren Platz hinter einem der Körbe einnehmen, beeindruckt beim genauen Hinsehen.

Einmarsch der Gladiatoren: Die Frankfurter Mannschaft kommt als erste an der Halle an, und die Hünen gehen wie selbstverständlich durch die Haupteingänge, ganz leger, teilweise tragen sie Badeschlappen, was im ersten Moment ein bisschen komisch wirkt. Auch erspähe ich einen Spieler, der eine extravagante Haarpracht trägt, eine Mischung zwischen Prinzessin Leia und Sissi, faszinierend. Es ist die Nummer 10 von Frankfurt, Davidson, der zudem, um ein wenig vorzugreifen, vergleichsweise viele Tätowierungen hat und der Paradiesvogel der Mannschaft zu sein scheint.

Vor der Halle spielen Mädchen Hüpfseil, eine Gruppe Schülerinnen kommt mit Videokamera und Stativ bewaffnet an, um für ihre Facharbeit einen Film zu drehen.
Also klappt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sehr gut, ein breiteres Publikum erreichen, viel möglich machen, das beeindruckt.
Die Schlangen vor den Eingängen werden immer länger, und das bei noch über einer Stunde, bevor das Spiel anfängt. Wer also einen Parkplatz in der Nähe haben will, dem sei geraten, früh zu kommen oder doch mit der Straba zu fahren.
Die ersten Würzburger Spieler kommen an, und auch sie gehen wie selbstverständlich durch den Haupteingang in die Halle. Oder gibt es vielleicht gar keinen Seiten-/Nebeneingang?? Eine kleine Beobachtung, die Klatschpappen, das In-Accessoire beim Spiel, klar, wer will sich auch die Hände wund klatschen, außerdem machen die auch ordentlich Krach. Ich geh dann auch mal rein, vor der Halle ist auch nicht mehr viel zu beobachten.

Der entspannte Eindruck, den die Veranstaltung schon von außen gemacht hat, setzt sich im Foyer fort. Es herrscht keine Hektik, alle sind relaxed, haben Spaß und immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Ich spreche mit einem Fanclubmitglied über ihre Arbeit. Die Würzburg Young Stars sind diejenigen, die die Karten für Auswärtsspiele organisieren, die Busfahrten dorthin, und natürlich auch die Stimmung mit Hilfe von Trommeln, Tröten und Fangesängen prägen. Auch vor längeren Strecken schrecken sie nicht zurück, Hagen, Quakenbrück, Berlin, Göttingen, alles wird mitgemacht.

Zudem organisieren sie die „Dekoration“ der Halle, sie verteilen die Klatschpappen und anderes auf den Plätzen. Also Leute, wenn ihr euch das nächste Mal über das Zubehör zum Jubeln auf eurem Sitz freut, denkt mal an die Young Stars. Zu ihren Aufgaben haben sie auch das Leerguteinsammeln nach dem Spiel gemacht, der Erlös daraus wird jeweils einem wohltätigen Zweck gespendet, dieses Jahr haben sie sich die Streetworker in Würzburg ausgesucht. Das soll kein Aufruf sein, euer Leergut nicht zurückzugeben, aber wer es vergisst, kann es mit gutem Gewissen tun.

Was dem Fanclub aber noch wichtiger ist, ist der Kontakt zur Mannschaft, der offenbar auch ganz selbstverständlich von beiden Seiten aus gepflegt wird. Das hat nicht zuletzt mit der Philosophie von „J.P.“ zu tun, der keine Stars in seinem Team will, sondern ganz normale, nette Typen, die nicht abgehoben sind, sondern mit den Fans in Kontakt treten sollen. Das scheint mir eines der Geheimnisse des Erfolgs der Würzburger Mannschaft zu sein, die Spannung zwischen regional-lokaler Gemütlichkeit und den Ansprüchen der BBL fruchtbar zu machen. Der Rückhalt auf persönlicher Ebene macht den Erfolg in der Liga.

Die Fangesänge, darüber könnte man glaube ich einen ganz eigenen Eintrag verfassen, aber es sei hier schon mal angedeutet, dass es viele verschiedene gibt, der für mich großartigste ist immer noch: „Gegen Würzburg kann man mal verlier´n!“, gefolgt von „Auf geht’s Würzburg – kämpfen und siegen!“ Dann gibt es noch individuell auf Spieler gemünzte Anfeuerungsrufe, den Wechselgesang zwischen den Tribünen: „Würzburg – Baskets!“ und für jeweilige Regionalduelle angepasste Solidarisierungen (sinngemäß: Hauptsache gegen Bamberg oder Bayern!). An dieser Stelle sei sarkastisch angemerkt, dass die Frankfurter Fangesänge denen von Würzburg aufs Haar gleichen. Fragt sich, ob es ein gemeinsames Kulturgut ist, oder ob es da quasi-feindliche Übernahmen gibt.

Die Halle ist schon knapp eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn gut gefüllt, die Fans schauen sich die Warm-Ups der Mannschaften an, die Frankfurter Fans sind zwar trotz der vergleichsweise kurzen Distanz nicht zahlreich aber dafür um so lauter vertreten, Trommeln, Tröten, alles dabei.

Ich spreche noch mit einem Security-Mitarbeiter, da die entspannte Atmosphäre trotz Rivalitäten beeindruckend ist. Er bestätigt diesen Eindruck, auch wenn er zu bedenken gibt, dass es gerade bei den „heißen“ Duellen wie gegen Bamberg oder München mehr Security-Personal erfordert und dass Schiedsrichterentscheidungen für die Stimmung verantwortlich sind, positiv wie negativ. Auch wird mein Eindruck eines bunt durch gemischten Publikums bestätigt, die aus Freude am Spiel kommen, es gibt keine Ultras, wie bei Fussballspielen leider immer häufiger.

Ich geh dann auch mal in die Halle, das Spiel fängt ja bald an. Ich muss wahnsinnig sein, ich steh neben den Frankfurter Fans, bin in 2 Stunden bestimmt taub, so wie die rumtrommeln und tröten, aber in Sachen Motivation stehen die den Würzburger Fans in nichts nach. Aber ich kann einen lustigen Service für die Frankfurter Spieler beobachten, ein Towel- und Water-Boy reicht den Spielern in den Timeouts Handtücher und Wasser ganz dezent von hinten an, sehr nett. Wie mir bestätigt wurde, gibt es das auch für Würzburg, na dann. Hätte mich ja fast beschwert.

Die Werbefilmchen, die auf der Anzeigetafel in den Spielpausen laufen, sind, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Da muss der arme Maxi Werbung für einen Power-Kleber machen, hoffentlich zahlen die gut.
Auch im Bezug auf die Pausenunterhaltung und die Tanzeinlagen ist definitiv noch Luft nach oben, qualitätsmäßig betrachtet. Ich plädiere hiermit für ein Cheerleadercasting.

Das Spiel an sich ist nicht so berauschend, beide Mannschaften sind sehr stark in der Defense, außerdem wirkt es so, als würden sie mit angezogener Handbremse den Berg hochfahren wollen. Angespannt, unsicher, viele Chancen werden vergeben und die Körbe scheinen zugenagelt zu sein, nix geht heut rein. Nach dem 1. Viertel nur 10:9 für Würzburg, das wird auch nicht besser, zur Halbzeit 25:20.

Der Hallenboden ist auch extrem rutschig, viele fallen hin, es gibt durch die beiderseitige starke Defense auch viele Fouls, was für die Würzburger Little und Boone das Spiel vorzeitig beendet. In der letzten Minute rafft sich Würzburg auf, da gehen gute Punkte, aber leider zu wenig. Kramer wird umgehauen, ob es schwerwiegender ist, da er schon lange am Boden gelegen war, weiß man nicht.

Das Spiel geht leider nicht so erfolgreich für Würzburg aus, 51:56, aber wer weiß, wie motiviert die Spieler nach 6 Tagen Pause wieder ins Training einsteigen und die restlichen Spiele der Saison meistern.

Alles in allem war es wieder einmal ein schönes Erlebnis in der Turnhölle, die Fans sind zu Recht der 6. Mann, der für sein Team alles tut und im Gegenzug nicht nur positiven persönlichen Kontakt zum Team hat, sondern auch entscheidend zum Erfolg beitragen kann.

Danke euch fürs Lesen und bis hoffentlich zum nächsten Mal.

Mehr Bilder vom Spiel gibt es hier.

Gastbeitrag: Terebinthe und Tschuulie in der Würzburger Turnhölle

Am Montag war mal wieder Gameday in Würzburgs rot-weißer Turnhölle. Zu Gast war die Mannschaft von ALBA Berlin. Tschuulie und Terebinthe schreiben über den Sportfaktor und den „Hach“-Faktor beim Spiel.

Ein Gastbeitrag von Terebinthe und Tschuulie

s.Oliver Baskets gegen ALBA Berlin — Terebinthe und Tschuulie in der Würzburger Turnhölle

P1090672Am Montag war mal wieder Gameday in Würzburgs rot-weißer Turnhölle. Zu Gast war die Mannschaft von ALBA Berlin. Und, was sollen wir da noch sagen, das Ergebnis war eindeutig: 84:65 für die s.Oliver Baskets.

An dieser Stelle soll allerdings nicht über Statistiken geschrieben werden oder darüber, wer wieviele Punkte gemacht, Rebounds geholt, Assists gegeben hat. Wir wollen vielmehr versuchen, die Stimmung einzufangen und vielleicht auch über ein paar Dinge zu schreiben, die normalerweise in keinem Spielbericht stehen.

Wir, das sind Tschuulie und Terebinthe, beide Teilzeit-Bloggerinnen und Twitterinnen. Die eine interessiert am Sportfaktor, die andere zuständig für das Drumherum, den „Hach“-Faktor, den Style, die Stimmung. Das ganze stellen wir euch in Dialogform vor, ähnlich wie bei den Kommentatoren im Fernsehen.

Terebinthe: Ich frag mich ja, warum so viele weibliche Fans da sind? Liegt das am rein sportlichen Interesse oder weil die Spieler schon teilweise recht schnuckelig sind???

Tschuulie: Rein sportliches Interesse, Lokalpatriotismus, die Stimmung zählt. Von den Kerlen sieht man doch nicht so viel …

Terebinthe: Also hör mal, was ist denn mit Kramer, Jacobson und Boone, Clay, Henneberger, King? Jetzt sag mir, dass die nicht einen hohen „Hach“-Faktor haben, also beim Anschauen ein „Hach“ verursachen??

Tschuulie: Jaja, du wieder … Ich finde es ja viel bemerkenswerter, dass die Würzburger mit Maxi Kleber ein Eigengewächs in der Mannschaft haben, das nach langer Verletzungspause jetzt frenetisch gefeiert wird und der Nachwuchsarbeit Rechnung trägt.

Terebinthe: Okay, das stimmt. Upsi, guck mal, jetzt geht das hier schon fast wie beim Fussball los, die Zuschauer werden aggressiv, weil sie sich über die Schiedsrichter ärgern. Was das soll, werd ich wohl bei keiner Sportart verstehen.

Tschuulie: Stimmt schon. Aber du musst zugeben, dass die Stimmung in der Halle unheimlich energiegeladen ist. Keiner sitzt mehr, alle stehen voll hinter der Mannschaft.

Terebinthe: Apropos Mannschaft, ist dir aufgefallen, dass man locker noch mit Mitte/Ende Dreißig professionell Basketball spielen kann?? Also wenn ich mir die Nr. 6 von Alba mit den silbernen Haaren so anschaue? George Clooney im Trikot!

Tschuulie: Darum geht’s doch gar nicht!! (Kopfschütteln) Er verteidigt gut, zu gut, und hat im 1. Viertel schon 7 Punkte gemacht!!

Terebinthe: Sodele, Pause nach dem ersten Viertel. Ach je, die Cheerleader, irgendwie bin ich da wohl verdorben von amerikanischen Filmen. Die stell’ ich mir als sexy Mädels vor, die in knappsten Trikots eine ganz eigene Rolle beim Spiel haben, nämlich für die männlichen Zuschauer ein Augenschmaus zu sein.

Tschuulie: Sag mal, die trainieren ewig lange, nur um dann gefühlte 25 Sekunden tanzen zu dürfen und müssen dann auch noch in den Pausen und Timeouts mit der Werbung konkurrieren. Außerdem, das, was du vorhin als Rappermützchen bezeichnet hast ist ein Stirnband!

Terebinthe: Das macht es ja nicht besser! Return of the 80ies Stirnband …

Tschuulie: Das Spiel geht übrigens weiter, während wir hier Belanglosigkeiten austauschen. Die Baskets sind am Drücker, auf geht’s. Guck nicht immer nur auf die Fashion, lieber mal auf das Spiel. Der Maxi Kleber gefällt mir immer besser – sportlich gesehen, jetzt das erste Mal live. Hier, tolle Vorlage für Boone geliefert, da sagste nix.

Terebinthe: Sportlich gefällt er mir auch, war ‘ne super Aktion gerade. Aber rein „Hach“-Faktor-mässig ist er doch noch der Bub, dem man in die Wange kneifen möchte und sagt: „Mei, bist du groß geworden.“

Tschuulie: Boooooooone!! Was für ein Name, perfekt für den Hallensprecher und das Publikum, und spielen kann er auch noch, bringt die Baskets auf 22:28 ran. Die Defense ist aber noch so lala …

Terebinthe: War das nicht grad Harris?? Auch ein guter, wenn auch kein Hüne. Aber, was mir extrem positiv auffällt, egal, wie es steht, die Würzburger stehen wie eine Eins hinter der Mannschaft, auch wenn sie hinten liegen, ganz toll!

Tschuulie: Ja, die Baskets-Fans sind in dieser vergleichsweise kleinen und engen Halle atmosphärisch nicht zu schlagen. Wow, 32:33, jetzt läufts!!

Terebinthe: Sag mal, wenn die Spieler ausgewechselt werden, warum klatschen die sich dann alle so gegenseitig ab?? Ist das Anerkennung, teambildende Massnahme oder was??

Tschuulie: Hättest wohl lieber, dass sie dich abklatschen? Das ist Emotion, sich gegenseitig aufputschen, anfeuern, das zeichnet ein gutes Team aus.

Terebinthe: Ist ja gut. Aber was anderes: Als Nicht-Insider versteh ich immer noch nicht, wann und was ein Foul ist und wie dann gepfiffen wird.

Tschuulie: Ist auch nicht so einfach, da durchzublicken. Die Fans brüllen da einfach so mit, ob sie es in dem Moment wirklich gesehen haben oder nicht. Sie stehen hinter dem Team wie eine Wand, die den Schiris und vor allem dem Gegner Respekt einflößt. Wir gehen übrigens mit einer Führung in die Halbzeit: 35:33!!

Terebinthe: Hab’ mich in der Halbzeitpause mal bei weiblichen Fans nach dem aktuellen „Hach“-Faktor umgehört, da wurde die Nummer 8 von Alba, Schaffartzik genannt, auch nicht schlecht, auch nicht schlecht. Wie jetzt, du musst azyklisch auf die Toilette, da wird’s jetzt demnächst nix mit sportlichem Content …

(Tschuulie verschwindet)

Terebinthe: Na gut, also Rebound, Booooooooone trifft zum 37:33, gefolgt von Kramer zum 40:33. Würzburg greift an, Alba foult, von den Freiwürfen trifft Elliott einmal, scheint imho die übliche Trefferquote bei Würzburg zu sein. Endlich ist die Tschuulie wieder da, dann kann ich mich auf meine eigentlichen Themen konzentrieren … Übrigens, mein persönlicher „Hach“-Faktor: Berlins Nummer 21, Torin Francis. Ein Hüne wie aus poliertem Ebenholz, der, wenn er springt, den Würzburgern unterm Korb kaum Raum lässt. Wo wir schon mal bei „Hach“ sind, fällt euch das auch auf, dass die Spieler immer mit ihrem Zahnschutz rumschlotzen??

Tschuulie: Hör auf, die Atmosphäre, Hammer!! Wir stehen bei 47:35, unglaublich, was Würzburg gerade bringt, schöner Dunk von Kramer, leider abgepfiffen. 52:42! Je länger und spannender das Spiel wird, desto mehr wird der „Hach“-Faktor in den Hintergrund gedrängt, oder??

Terebinthe: „Würzburg super und so elegant!“ Und „Hach“ Zahnschutzschlotz bei Albas 25 … – was hattest du nochmal gesagt?

Tschuulie: „Auf geht’s Würzburg, kämpfen und siegen!“ Wahnsinn, 58:42 zum Ende des 3. Viertels….

Terebinthe: Jaahaaa, so siehts aus. Wie jetzt, du musst schon gehen, soll ich den Rest jetzt alleine machen?? Multitasking – ich?? Schreiben, fotografieren und auch noch hachen, das pack ich nicht …

Tschuulie: „Und Tschüss.“

P1090687Terebinthe: Grmpflmpf, na gut. Also, für die Fans und Freizeitbasketballer ein Wort über die Schuhtrends bei den Mannschaften. Marktführer ist ganz eindeutig Nike, gefolgt von Adidas und Asics. Nur so infohalber: Kramer fällt sehr positiv auf, er sollte aber nur aufpassen, dass er sich nicht selber mal die Zunge abbeisst. Harris trifft übrigens zum 63:51, beim Angriff der Berliner sind die Würzburger allerdings ein bisschen zu klein unterm Korb … Stichwort ebenholzfarbener Hüne!!

Und nein, ich brauch die Cheerleader bei den Auszeiten echt nicht, ist doch für die auch nix, ein paar Sekunden Auftritt, den eigentlich in den spannenden Situationen keiner sehen will.

Elliott trifft derweil zum 65:55 und ich kann immer noch kein Multitasking, ich hache wegen Francis, kann nicht schreiben und fotografieren gleichzeitig, das macht mich fertig.

Harris trifft Freiwürfe zum 70:59, noch 4 Minuten und 20 Sekunden, das ist so spannend!! Little haut einen rein, 75:61, noch 2:42 Minuten.

Übrigens hier noch ein kleiner Verbesserungsvorschlag: Den eigentlich weissen Hosen der Baskets nach zu urteilen dürften die Mopper besser moppen, da hat es einige Dreckflecken in der Sitzgegend 😉 (nicht dass ich den Spielern auf den Hintern gucken würde, das fällt auf Weiss einfach nur auf… )

Booooooone 78:63 und nur noch 1:39 Minuten.

Kurz vor Schluss kommt es noch zu einer von beiden Seiten nicht gerade schönen Szene, eine Schiedsrichter-Entscheidung schmeckt den Fans nicht und schon tönt es vom Fanblock der Würzburger: „Scheiss Verlierer!“ Mal ehrlich Leute, was soll das?? Ihr habt über eineinhalb Stunden so tollen Support geliefert, das ist echt nicht schön, sowas. Fairness heisst auch, den Verlierer fair zu behandeln, nicht nur das für die eigene Mannschaft einzufordern …

Ach ja, der Endstand, hätt ich fast vergessen: 84:65! Würzburg siegt wieder einmal in der Turnhölle vor dem besten 6. Mann der Liga, den Fans!! Rückhalt, positives Feedback und Dankbarkeit bei der abschliessenden La-Ola-Welle, der H-U-M-B-A und der Prämierung des MVP, Ricky Harris. Ob er allerdings das Fässchen Distelhäuser Bier behalten und austrinken darf, bleibt uns allen verborgen.

Das Aufsteigerduell – Würzburg besiegt die Bayern

Natürlich könnte man auch titeln, dass die Bayern jetzt keine Lederhosen anhaben.
Das ist aber zu offensichtlich. Und es ist eigentlich falsch, kein Spieler hatte eine Lederhose an. Geht wahrscheinlich auch nicht, bestimmt zu unbequem. Aber ich schweife ab…

Was ich eigentlich sagen will:

SIEG gegen den FC Bayern München.

Der (zweite) Erzfeind in der Beko BBL ist wurde mit 64 zu 55 geschlagen.
Die ersten Minuten sah es jedoch eher umgekehrt aus, München lag erstmal mit 12 Punkten vorne. Zum Ende des ersten Viertels kamen die Baskets auf 17 zu 16 wieder nach vorne.
So ging es immer weiter, ein Korb hier, zwei da, ein Dreier hier, kein Dreier da. Immer nah beisammen.
In die Pause ging es 26:29, wieder ein leichter Vorsprung für München.

Spannend blieb es auch nach dem Seitenwechsel, keine Mannschaft konnte sich absetzen. Das dritte Viertel verging mit 44 zu 44.

Wer im letzten Viertel auf seinem Sitzplatz blieb, war Fan der Bayern. Oder Pressevertreter.
Am Ende siegten die Baskets 64 zu 55.

Topscorer war Ricky Harris mit 15 Punkten, davon 3 Dreier. Die überaus positive Freiwurfquote von 88% sollte auch noch erwähnt sein.

Genaueres im offiziellen Bericht.

S.Oliver Baskets: Bundesligapremiere geglückt

Hui, richtig viel Sport hier in der letzten Zeit.
Aber was muss, das muss. Wird bestimmt auch wieder anders… 🙂

Heute war es soweit, das erste Spiel der s.Oliver Baskets in der Beko BBL nach dem Abstieg vor 6 Jahren. Vor ausverkaufter Halle, war klar.

Das Spiel gegen den TBB Trier war eher einseitig, im ersten Viertel lag Trier nur kurz vorne (20:17). Das zweite Viertel ging mit 21:15 klar an die Baskets (Halbzeitstand: 41:33). Im dritten Viertel hatten beide Mannschaften einen leichten Durchhänger (12:13), auch das letzte Viertel war richtig knapp (21:22).

Gegen Ende wurde es noch spannend, der Sieg (Endstand 74:67) war aber nie wirklich in Gefahr.
Die nächsten Trainingsstunden sollten jedoch Freiwürfe beinhalten, bei beiden Mannschaften.

Ausführliche Statistiken gibt es hier, den offiziellen Spielbericht hier.

Mehr Bilder im Flickr-Set:

Dribbling Sunday

Am Sonntag war ich mal wieder beim Basketball. Jetzt wo ich ja in Spuckweite zur S.Oliver-Arena wohne, raffe ich mich eher aus der Sonntagslethargie, um keinen Sport zu machen, aber wenigstens zu schauen.

Wobei das Zuschauen beim Basketball auch in Sachen eigener Fitness nicht unterschätzt werden darf. Es gibt einen Brauch, bei dem — so vermute ich als völliger Laie wenigstens — die Zuschauer irgendwann mal aufstehen und sich erst wieder setzen, wenn die eigene Mannschaft einen Korb geworfen hat. Und zwischendrin steht man auch einfach so mal auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf. Und setzt sich wieder hin. Und steht dann wieder auf.
Ich glaube, ihr versteht langsam, was ich meine.

Am Sonntag ging es noch um nichts, oder wie Onkel Heiko sich ausdrückte: Um die Goldene Ananas. Beim Bosch-Rexroth-Cup wurden vier Mannschaften eingeladen, die eben um diesen besagten Cup spielen. Es war aber eine gute Möglichkeit zu testen, wo die Mannschaften stehen.

Die frischgebackenen Bundesligisten der Würzburger S.Oliver Baskets spielten sich in Finale gegen Ludwigsburg, das sie dann auch gaaaanz knapp mit 81:80 in den letzten Sekunden gewonnen haben. Tja, und schon am Samstag prallen die beiden Mannschaften wieder in Ludwigsburg aufeinander. Diesmal geht es aber um keine “Ananas”, sondern um das ersten Spiel, das die Baskets nach vielen Jahren wieder mal in der Bundesliga spielen dürfen.

Und das Spiel hat mir Lust auf mehr gemacht. Die Stimmung in der Halle ist toll — wenn auch sehr laut. Und irgendwann verstehe ich auch mal die Basketballregeln so richtig, wann weiß auch, warum gepfiffen und getutet wird und was die Schiedsrichter für lustige Zeichen mit den Armen und Händen geben.

Wer noch Karten für das erste Heimspiel der Baskets gegen Trier am 3. Oktober 2011 haben will, der sollte sich ranhalten — sehr viele sind schon jetzt nicht mehr übrig.

Der Aufstieg – die s.Oliver Baskets in der ersten Liga!

Laut, actiongeladen, erfolgreich:

Das letzte Spiel der s.Oliver Baskets Würzburg. In der ProA. Ab sofort dann in der Beko BBL.

Vielleicht war ich auch nur zur richtigen Zeit beim richtigen Spiel, beim ‘Endspiel’ gegen die Chemnitz 99er. Wer gewinnt, steigt auf.

Und? Yep, die Baskets haben es geschafft. Der Endstand 77:61 war nur kurz in Gefahr, schon zur Halbzeit hatten die Baskets mit 40:30 die Nase vorn.
Der Anfang ging ein wenig schleppend, Chemnitz kam zwischendrin bis auf 6 Punkte heran, aber keine größere Gefahr für die Baskets.

Jeder Korb war hart umkämpft, der körperliche Einsatz der Spieler soll höher als sonst gewesen sein. Ok, ich hab da ja keine Ahnung von.

Laut eigener Aussage haben die Fans die Mannschaft in die erste Liga getragen.

Kann mir noch kurz einer diesen Brauch erklären:

Auf in die erste Liga! Ihr packt das, Jungs!

Kompletter Spielbericht hier.

s.Oliver Baskets – nur der Name ändert sich

s.Oliver und Basketball hat in Würzburg Tradition.
Schon damals 1997 bis 2004 bei der DJK s.Oliver Würzburg und 2000 bis 2003 als Namenssponsor der Basketball Bundesliga hat sich der Modekonzern aus Rottendorf beim Basketball finanziell beteiligt.

Die frisch in die zweite Liga aufgestiegenen Würzburg Baskets sind in den nächsten 3 Jahren als “s.Oliver Baskets” unterwegs. Der Sponsoring-Vertrag über eine nicht genannte Summe beinhaltet selbstverständlich auch den Aufstieg in die erste Liga, für welche die Hallenkapazität und Ausstattung der s.Oliver-Arena wohl gerade noch so reicht.


J. Bähr (Baskets), W. Reuss (s.Oliver) und K. Heuberger (Baskets) mit dem neuen Trikot vor dem s.Oliver-Headquarter.

Eigentlich ist es so wie früher. Nur ein anderes Management, andere Spieler und eine andere Zeit. 🙂