Hier gibt es das Konzept für Würzburg

Konzeptloses Handeln in Würzburg? Hier ist die Erklärung, warum!

Soll das Mozart-Areal nun ein Einkaufzentrum oder doch kulturell genutzt werden? Wird das Nautiland in diesem Jahrtausend mal saniert werden? Wie kann man die Innenstadt attraktiv gestalten? Fahrradfreundliche Stadt werden ohne Fahrradwege? Die Kaiserstraße soll schöner werden, aber der Mut zur Veränderung schwächelt? Die Liste der Fragen und Merkwürdigkeiten ist scheinbar endlos.

Als Würzburg hat man oft das Gefühl, dass von Seiten des Rathauses kein Konzept existiert, was die Stadtentwicklung angeht. Nun wurde die Erklärung gefunden: Das einzige Konzept in Würzburg gibt es im Running Sushi Sapporo Lin in der Bahnhofstraße. Aber vielleicht leihen die es dem Rathaus mal aus.

Danke an Jessie Ritter für das Foto! 🙂

(Foto: Jessie Ritter)
(Foto: Jessie Ritter)

Sonneborn – Er kommt!

Satiriker und Politiker Martin Sonneborn kommt im Dezember nach Würzburg – und hier gibt es Karte zu gewinnen.

Die Bundestagswahl ist vorbei, der Drops ist vielleicht noch nicht gelutscht, aber zumindest schon ausgepackt. Die Union, SPD, Grüne und Linken scheinen die politische Beute unter sich aufzuteilen, kleine Parteien winken resigniert ab.

Martin Sonneborn. Foto: Tanja Rethmann
Martin Sonneborn.
Foto: Tanja Rethmann

Doch einer gibt nicht auf: Martin Sonneborn von der PARTEI. Der ehemalige Titanic-Chefredakteur, WM-nach-Deutschland-Bringer, Heute-Show-Reporter oder Heimatfilmer kommt am Montag, 2. Dezember 2013, nach Würzburg, um den Rahmen des harmlosen Literatur Deluxe im Saalbau Luisengarten schamlos für seine politischen Hetzreden zu missbrauchen.

Wir können dieses Vorhaben nur unterstützen.

Schön, dass das Ganze auch im Saalbau Luisengarten stattfindet — dem Ort, an dem Horst Seehofer vor ein paar Wochen meinte, unbequeme Journalisten müssten “raus aus Bayern”.

Wer für diesen satirischen Abend mit dem Titel “Krawall & Satire” zwei Karten für kein Geld haben will, der kann bei unserer Verlosung teilnehmen — zweimal zwei Karten gibt es zu gewinnen.

Ihr müsst nur hier im Blog kommentieren, mit wem ihr zu Sonneborn gehen wollt und mit wem ihr eigentlich viel lieber hingehen würdet — das sorgt unter Umständen für frischen Wind bei Freundschaften und Beziehungen.
Hinterlasst beim Kommentieren eine gültige Mail-Adresse, damit ihr benachrichtigt werden könnt, falls ihr gewinnt.

Die Gewinner werden passenderweise am 3. Oktober 2013 gezogen. Von … der Glücksfee!

Wem das Glück nicht hold ist, der muss wohl oder übel die Karten im Vorverkauf in der Buchhandlung Hugendubel und in der Tourist Information im Falkenhaus kaufen.

Lostrommel für John Nivens Lesung im Cairo

John Niven, der die Satire auf die Musikindustrie “Kill your friends” geschrieben hat, macht auf seiner Lesereise in Würzburg halt. Offen gesagt: Ich habe von dem Buch gehört (und zwar Gutes), es aber nie selbst gelesen. Macht ja auch nix! Niven liest aus seinem neuen Buch “Gott bewahre“, in dem es — wohl recht abgefahren — um Religion, Musik, soziale Probleme und Massenmedien geht.

John Niven liest selbst, aber als gebürtiger Schotte eher in einer englischähnlichen Sprache. Darum hat er sich deutschsprachige Unterstützung geholt, und zwar den Ex-Muff-Potter-Sänger Nagel.

Die Lesung findet am 5. Oktober 2011 um 20.00 Uhr im Cairo statt, Karten gibt es für 12 € im H2O oder bei reservix.de

… oder hier im Würzblog für 0 €. Wir verlosen einmal zwei Karten für die Lesung. Wie? Diesmal mit einer echten Verlosung: Einfach einen netten Kommentar hier im Blog schreiben, morgen Abend wird dann die Glücksfee — ok: ich — die Gewinnerin oder den Gewinner ziehen.

Bitte nur mitmachen, wenn ihr auch wirklich zu der Lesung wollt. Und gebt eure Mailadresse ein.

Rechtsweg, ihr wisst Bescheid: Nö! 🙂

 

Alternate Reality

Würzburg in einer alternativen Wirklichkeit, 1720 A. D.

“Meister Neumann? Meister Balthasar Neumann?”

“Ja, der bin ich. Nennt mich Balthasar. Was kann ich für euch tun?”

“Ich bin der Abgesandte des Vereyns der Verschöhnerer Würtzburgs, des Vereyns “schon jetzt droht dem dereinst zu entstehnden gürtel aus grühn gefahr” und der Initiativum “Stadtbild Würtzburg” und habe mith euch zu sprechen.”

“Ahhh ja. Wenn ich mir es recht überlege, dann nennt mich doch lieber Meister Neumann. Stadtbild Würtzburg? Davon hab ich noch gar nicht gehört!?”

“Es ist eyne neue gründung”

“Noch ein Verein? Wozu das denn, es gibt hier doch schon genug! Naja! Und was wollt ihr von mir? Fasst euch kurz, ich muss Pläne für die neue Residenz zeichnen …”

“Genau deswegen bin ich hir! Euer baustil ist dem würtzburger bürger ein dorn im auge. neumodischer unbill aus fernen orten wie wien oder mailand. euer treiben stoert vnser wundervolles gotisches und romanisches stadtbild.”

“Und was ist mit der Renaissance?”

“Schon die war ein irrweg. aber solch liderliche fassaden wie ihr sie entsinnt werden wir eynhalt gebieten.”

“Aber der Barock ist modern! So baut man nun eben in ganz Europa. Die Gotik ist schon lange vorbei, Würzburg muss mit der Zeit gehen.”

“Was wisset ihr als Bychsenmacher schon von der archtekturerei? ich als baeckermeister habe schließlich schon viel mit meinen kumpanen bei schoppen von koestlichem frankenweyn darüber geredet. und sogar ein buch habe ich darüber gelesen. erzaehle er mir also nicht von der architekturerei!”

“Aber ich habe Meister Guarini gesprochen und studiert, ich habe hier in der Stadt bei Meister Greising gelernt. Mein ganzes Leben beschäftige ich mich mit der Architektur, sie ist meine Leidenschaft, ich würde dafür sterben.”

“Das waere eine Idee!”

“Was wäre eine Idee?”

“Sterben. Ihr könntet sterben. Eyn werk kann nichts taugen wenn der künstler noch lebet.”

“Hey, jetzt mal langsam. Ich habe doch noch gar nicht angefangen zu bauen.”

“Wehret den anfaengen!”

“Bitte was? Aber ich habe doch noch viel Gutes für die Stadt geplant. Mir schwebt da eine Kanalisation für die Stadt vor, damit die Fäkalien …”

“Wir haben von eurer unsel’gen idee gehört. Wenn Gott nicht gewollt hätte, daß wyr auf die straße scheißen, hätte er in seiner ewgen allmacht den dynndarm so lang erschaffen, daß er in den mayn reiche.”

“Was ist denn das für ein Gefasel. Außerdem ist der Fürstbischof auf meiner Seite.”

“Eure seyte ist die seyte der veraenderung vnd das gefallet dem wuertzburger volke nicht. Selbt wenn das volk den herrscher oder den rat der stadt waehlen dürfte.”

“Aber viel Bürger, mit denen ich gesprochen habe, finden den barocken Baustil gut. Die Wirtin im Gasthaus zum Falken überlegt auch schon, ob sie irgendwann …”

“Solche leut sint nur auf den schnellen Thaler aus. Die wirthin wuenschet eine neue fassade um mehr gaeste in ihre lokalytät zu lockigen. Nein, ich fürchte nur euer tod kann euch wuerdigung und der stadt ruhe verschaffen.”

“Aber das macht doch keine Sinn … he, legt die Pistole weg …”

“Es gehet uns nicht um sinn, es gehet uns um Würtzburg!”

PENG!

LP10 goes TV

Das mobile Büro, die zentrale Requisite
Das mobile Büro, die zentrale Requisite

Erst waren sie im Radio, nun kommen sie ins FernsehenLP10, Zusammenschluss von jungen Architekten in Unterfranken. Am kommenden Dienstag, 16. Juni 2009, wird am Nachmittag bei Südwild ein kurzer Dokumentarfilm über LP10 gezeigt — naja, wohl mehr eine Dokusatire. Ab 15.00 Uhr kann man die Darsteller und den Filmemacher live beim Südwild-Bus am Unteren Markt in Würzburg bewundern, sich Autogramme geben lassen und Kinderwünsche äußern. 😉

Ich hatte die Freude und Ehre einen Teil der Dreharbeiten begleiten zu dürfen. Faszinierende Szenen an exotischen Plätzen: der Würzburger Stein, das ehemalige Sudhaus am ehemaligen AKW-Gelände, das Augustinerhochhaus, die Spiegelstraße, der Hotelturm, der Kupsch und ein Baustellenklo in der Zellerau und wilde Autofahrten durch den Alten Hafen.

Ungenutzte Gebäuden wurde endlich ein Sinn und Zweck gegeben -- als Filmkulisse
Ungenutzte Gebäuden wurde endlich ein Sinn und Zweck gegeben — als Filmkulisse

Mit Matthias Braun und Manfred “Chester” Ring agierten zwei überaus vielseitige Schauspieler in der Rolle zweier mobiler Architekten auf der Wanderschaft durch Würzburgs Architektur auf Weltniveau.

Der hochprämierte Dokumentarfilmer Erik Asch, bekannt durch den Film “Der rote Teppich“, hat viele Stunden Film auf Kassetten gebannt und die undankbare Aufgabe übernommen, das alles auf vier Minuten einzudampfen — auf das Ergebnis bin ich selbst gespannt.

Es war für mich schon interessant, mal bei Filmarbeiten dabeizusein und habe unterschätzt, wie anstrengend so etwas sein kann, selbst für mich, der ich — außer Requisisten zu schleppen — nicht wirklich was zu tun hatte.
Tonnenweise Bilder vom Dreh gibt es im 23hq-Album, die kann ich ruhig schon vor dem Ausstrahlung zeigen, da man überhaupt nicht erkennen kann, wie der fertige Kurzfilm mal aussehen wird. 🙂

Kameramann Erik Aschs gewohnte Pose
Kameramann Erik Aschs gewohnte Pose
Gefährliche Dreharbeiten unter Einsatz der persönlichen Freiheit
Gefährliche Dreharbeiten unter Einsatz der persönlichen Freiheit
Erkenntnisse über Geschäftsmodelle und Ernährungsgewohnheiten in Franken
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