Bei den Dreharbeiten von “Lost Place”


RoboterErinnert sich noch jemand wie die Moviebrats den Film “O sole mio” im Dencklerblock gedreht haben? Die süße kleine Liebesgeschichte, bei der ein Spielzeugroboter eine wichtige Rolle spielt,haben die Jungs und Mädels 2006 während ihres Studiums an der FH Würzburg aufgenommen.

Dieser kleine Roboter steht jetzt auf einem Schrank im Büro der Moviebrats in Berlin-Kreuzberg. Moviebrar Alex Weimer drehte 2008 in Karlstadt noch den Spielfilm “Fremdkörper“, der im Cinemaxx in Würzburg seine Kinopremiere feierte. Und kurz danach gründeten die Filmemacher eine Firma in Berlin — und gehen es jetzt gleich mal eine Nummer größer an.

6506833429_775bf1e6c6_bAls ich vor zwei Wochen in Berlin war, durfte ich im Rahmen einer Reportageübung — vielleicht gibt es die auch bald zu lesen — an der EJS den letzten Drehtag ihres aktuellen Projekts “Lost Place” erleben. Und die Moviebrats haben nicht gekleckert, sondern gleich geklotzt. Der Mystery-Thriller wird in 3D gedreht, mit der gleichen 250 000 € teuren Kamera, mit der auch Peter Jacksons “Der kleine Hobbit” und auch Spiderman 4 gedreht wurden. Ein Riesenkasten!

Hello MomDas Filmset sah ziemlich geil aus. Im Film geht es darum, dass Geocacher eine stillgelegte amerikanische Militärbasis in einem Wald in Deutschland entdecken — und in der gehen nach wie vor seltsame Dinge vor sich. Ein geheimes Forschungsprojekt namens HAARP macht komische Sachen mit Menschen– irgendwie sowas, ein Campingplatz kommt auch drin vor. Schaut euch den Film dann einfach an. 🙂

Ein Teil der Außenaufnahmen wurden an einem echten stillgelegten Militärstützpunkt in Rheinland-Pfalz gedreht — und sie durften die Inneneinrichtung ausschlachten und für ihr Set in Berlin verwenden. Darum sah die Einrichtung ziemlich cool nach 70er-80er-Jahre-Kalter-Krieg-Stil aus. Und die Moviebrats haben sich auch gefreut, denn das Geschenk hat ihr knappes Low-1,8 Millionen-Euro-Budget entlastet.

Das Logo am SetIch habe ja bisher noch keinen einzigen Film in 3D gesehen. Das habe ich am Set nachgeholt, denn die Kamerabilder wurden auf den Flachbildschirm geschickt und man konnte schon mal einen prima Eindruck bekommen. Mit Brille eben. Aber ob ich mich daran über 90 Minuten Kinogucken gewöhnen kann, weiß ich noch nicht. Gibt es da Erfahrungswerte?

Bizarr wurde es etwas, als ich mich mit dem Stereographen des Films über dreidimensionale Geometrie unterhalten habe — auf Englisch! Hat mit Hand-und-Fuß-Unterstützung aber funktioniert.

Der GeneratorAnsonst sind Dreharbeiten im Grunde gar nicht so aufregend. Der Aufnameleiter ruft eben “Aufnahme”. Da stehen zwei Schauspieler vor der Kamera. Die Frau ruft “Jessica” und rennt fünf Meter nach vorne bis sie aus dem Bild ist. Dauert fünf Sekunden. Es wird gemurmelt, gemessen und getupft und die Frau schlendert zurück zu ihrem Partner. Und das Spiel geht von vorne los: “Jessica”, rennen, und wieder zum Anfang schlendern. Und irgendwann wird “Danke” gerufen. So schlägt sich die Crew die Zeit tot und ein Film wird mühsam geboren.

Gleich nach Drehschluss gab es auf dem Set von “Lost Place” ein Transmedia-Treffen, zu dem ich auch extra eingeladen wurde. Über Transmedia-Storytelling will ich mich jetzt gar nicht auslassen, das ist mal einen eigenen Artikel wert. Nur soviel: Wenn sich für die Produkte von Transmedia-Storytelling mal der Begriff “Transi” (“Wir machen in Transi!”) einbürgert, dann bin ich dafür verantwortlich. 😉

Auf jeden Fall waren dazu einige Blogger und Leute aus der Transmedia-Szene da, die den Regisseur und andere vom Team befragen konnten, außerdem wurde der erste längere Trailer des Films gezeigt. Ganz besonders gefreut habe ich mich, den ARG-Reporter Patmo unverhofft mal wieder zu treffen.

Wenn der Film Ende 2012 vermutlich in den Kinos anlaufen wird, dann werde ich wohl reingehen. Und wenn es nur aus dem Grund ist, dass ich rausbekomme, was es mit dieser Jessica-Renn-Szene auf sich hat.

Karten für die Premiere für “Big Deal?”

Das Theater Ensemble haut ja Premieren raus wie manche Sportvereine Pressemitteilungen. Heute ist schon wieder Premiere im kleinen Theater  in der Zellerau, da wo der Rand der Würzburger Scheibenwelt befindet.

Das neue Stück heißt “Big Deal?”, ein Stück “über Familien-, Kommunikations- und Drogenprobleme”, für das neulich auch noch eine Schauspielerin gesucht wurde. Gefunden wurde zwar keine, darum spielt Sabrina Kohl — die in allen Stücken dabei war, die ich vom Theater Ensemble gesehen habe (2) — die Rolle.

Zuletzt sah ich Sabrina in “Die Fremdenführerin”, wo ich bei der Wiederaufführungs-Premiere war. Kein schlechtes Stück, ein wenig zu pathetisch und symbolisch vielleicht, mit einem erst mal leicht nervenden Szenenwechsel-Soundtrack — und es gibt ständig neue Szenen. Läuft übrigens noch bis Ende November.

Bei dieser Aufführung war ich seit Langem wieder mal im Theater Ensemble selbst. Das ist ja eigentlich schon ein süßes kleines Theater! Der Vorraum eine Mischung aus Wohnzimmer und Kneipe, der Zuschauerraum winzig klein, es hat aber eine wirklich schöne Atmosphäre. Ein Tipp für alle Menschen, die größer als 1,80 Meter sind — setzt euch alten Schulgewohnheiten zum Trotz in die erste Reihe, eure Knie werden es euch danken!

Aber zurück zu “Big Deal?”, das noch bis Anfang Dezember immer am Mittwoch und Donnerstag gespielt wird. Denn es gibt wieder 2×2 Karten für den heutigen Premierenabend zu gewinnen. Dafür einfach diese Frage in den Kommentaren beantworten, die ersten beiden richtigen Kommentare dürfen dort heute die Premiere mitfeiern:

Wie heißt der berauschende Wirkstoff im Marihuana mit vollem Namen?

Wer die Antwort ohne Nachschlagen und Vertippen geben kann, der sollte vielleicht ganz dringend mal in das Stück gehen! 😉

Schauen wir mal wo ich hinschaue: Die Fremdenführerin

Heute abend gehe ich schon wieder ins Theater — das wird ja fast schon zur lieben Gewohnheit, zumindest wenn man es bei mir mit den Jahren vorher vergleicht.
Hab ich mir bei letzten Mal mit “Es war die Lerche” ein eher leichtes und heiteres Stück angeschaut, so wird es wohl heute bei “Die Fremdenführerin” im Theater Ensemble etwas ernster zur Sache gehen. Zwischen Liebe und Bindungsangst, zwischen Midlifecrises und jugendlicher Unbekümmertheit, zwischen Logos und Eros, da finden in dem Stück die Kämpfe statt.

Auf dem Plakat zum Stück sind die beiden Schauspieler, Mann und Frau, zu sehen — beide oben ohne! Hui, ich weiß noch gar nicht, wo ich da heute Abend hinschauen soll! 😉

Ich habe die Ehre, für den heutigen Premierenabend (eigentlich eine Wiederpremiere, da es eine Wiederaufführung ist) 3×2 Freikarten zu verlosen, wenn auch ein wenig kurzfristig (das liegt an mir, nicht am Theater Ensemble). Wer also Lust hat, heute spontan in Theater zu gehen, der sollte mitmachen. Danach kann man ja immer noch das üppige Nachtleben Würzburgs genießen!

Zur Frage: Der Zusammenhang zwischen Alkohol und Kultur ist ein ganz enger (dazu sollte es mal einen Beitrag in der Nummer geben, aber entweder haben ich ihn überlesen oder er kommt noch). So kommt auch der Dramatiker des Stücks “Die Fremdenführerin” aus einer Weingegend, und zwar der nördlichsten Deutschlands. Wie heißt diese Weingegend? Die drei ersten Kommentatoren mit der richtigen Antwort dürfen heute Abend mit Begleitung ins Theater und hinschauen wo sie wollen! 😉

Wer heute keine Zeit hat: Das Stück wird nicht bis Ende Oktober jeden Freitag und Samstag gespielt. Gelegenheit genug also.

Mal ein echtes Casting: Schauspielerin gesucht!

Halb Würzburg sitzt nervös neben dem Telefon, teil mit einem extra gezüchteten Vollbart, um auf den heiß ersehnten Anruf für die Statistenrollen in Musketierfilm, der ab der nächsten Woche hier in Würzburg gedreht werden soll.

Wer mal so richtig im Rampenlicht stehen will und nicht als Gesicht in Subpixelgröße in einem Hollywoodschinken, der hat dazu nun Gelegenheit. Oder besser gesagt: SIE hat Gelegenheit.

Das Theater Ensemble sucht dringend eine Schauspielerin für ihr neues Stück “Big Deal?” von David S. Craig. Eine kurze Beschreibung des Stücks vom Theater Ensemble:

Der 16-jährige Marco gibt eine Party im Haus seiner Eltern, als diese verreist sind. Doch schon bald ist die Party außer Kontrolle, die Polizei stürmt das Haus und findet eine größere Menge an Cannabis, welche Marco noch versucht im Klo herunterzuspülen. Nach der ersten Gerichtsverhandlung muss Marco zur Drogenberatung. Dort beginnt ein intensiver Schlagabtausch auf Augenhöhe. Ein Stück über Familien-, Kommunikations- und Drogenprobleme. Ein Stück, das nicht bevormundet und nicht belehren will.

Gesucht wird eine Frau für die Rolle der Drogenberaterin, am Besten mit ersten Theater- und von mir aus auch mit Drogenerfahrungen, aber zur Not wird es für Naturtalente auch ohne — also Drogen und Theatererfahrung — gehen. Wie gesagt, es ist dringend, denn in sechs Wochen sollte eigentlich Premiere sein, das wird aber durch die Neubesetzung etwas nach hinten verschoben werden.

Wer Lust hat, sich wieder oder zum ersten Mal auf die Bühne und ins Rampenlich zu wagen, der kontaktiert am Besten Markus Rakowsky vom Theater Ensemble. Markus liest auch das Würzblog, vielleicht kann er auch Fragen in den Kommentaren beantworten.

War es wirklich die Lerche? Ich glaube schon.

Zum Untergang verdammt
ist des Himmels Abendsonne,
gewahr eines neuen Morgen Anfang.
Schwer werden die Gedanken
und voll der Tage Wonne.
Sieh und höre
die Gaukler auf der Bretter Holz
von denen gar mancher spricht
doch sei sicher, Freund, –
die Welt – die Welt – bedeuten sie nicht.

Am Freitag kam ich zur Premiere des Stücks “Es war die Lerche” wie die Jungfrau zum Kind. Markus vom Theater Ensemble fragt bei mir an, ob ich über das Blog ein paar Karten für die Premiere verlosen will. Und da ich einfach gerne Dinge verschenke, hab ich zugesagt. Dummerweise hat Markus mich gleich zur Premiere mit eingeladen.

Das ist natürlich nicht verwerflich. Nur ist Theater eine recht fremde Welt für mich, sieht man mal vom Laientheater in Rottendorf im letzten Jahr und dem Froschkönig in der 3. Klasse ab.
Aber gut, neuen Sachen gegenüber bin ich ja immer recht aufgeschlossen — bin halt kein gebürtiger Würzburger –, also hab ich ich, noch leicht erkältet, aufgemacht und bin in den Efeuhof des Rathauses gegangen.

Der Efeuhof war mir ebenfalls fremd, irgendwie hatte ich da noch nie reingeschaut. Nicht sehr groß, aber doch recht lauschig, wenn man mal von der Taubenscheiße absieht.
Ausverkauft war nicht. Daran war aber wohl auch das nicht üppig warme Wetter schuld, in der zweiten Hälfte hat es sogar mal angefangen leicht zu regnen, was zu einem in Plastik- und Jutesäcke verkleidetem Publikum führte.

"Es war die Lerche"
Mangels Theatererfahrung kann ich schwer beurteilen, ob die Schauspieler gut oder schlecht waren. Schlecht waren sie meiner Meinung nach sicher nicht, in Sachen “gut” kann man bestimmt noch eine Schippe drauflegen.
Es war halt eine eheliche Tragikkomödie im typischen Kishon-Stil. Frau ist unzufrieden mit dem Ernährer Mann, weil er ihr nicht das Leben bietet, dass sie gern möchte. Mann ist mit Frau unzufrieden, weil sie den Haushalt nicht so führt, wie er es will. Tochter hasst beide. Interessant wird es dadurch, dass der Mann Romeo und die Frau Julia ist — das klassische Liebespaar der Literatur. Noch interessanter wird es, dass die beiden zwar eine “normale” Ehe leben, sich aber ihrer literarischen Rolle voll bewusst sind. Hier entstehen zwei Ebenen — die des Ehedramas und die des literarischen Dramas, in das sogar in der “reelen” Ebene der tote Shakespeare eingreift. Klar soweit? Gut.
Und diese Durchmischung der Realitätsebenen ist, was für mich das Stück so witzig machte. Das Ehepaar diskutiert mit dem Dichter draüber, ob er sie damals nicht hätte anders schreiben können, der Dichter ist stinkig, dass er nun die Kontrolle über seine herrliche Liebesgeschichte verloren hat — er kommt auch mal mit seinen Stücken durcheinander — und gräbt statt dessen die Tochter Lucretia an.

"Es war die Lerche"
So war es zumindest für mich eine schöne Abendunterhaltung und gerade durch seine satirisches Spiel mit der Welt “Theater” vielleicht ein guter Einstieg für mich in die Welt “Theater”. Ob das alte Theaterhasen auch so sehen weiß ich nicht — und ist mir eigentlich auch egal.

Auf der Bühne wird nicht nur geprochen und geschrien — es wird auch gesungen. Nicht immer gut, aber voll Leidenschaft. 😉 Die Schauspieler waren nicht immer gut zu verstehen, was aber wohl nicht an den Schauspielern lag, sondern am Naidoos Xaver, der während des Theaterstücks auf der Festung so einen Krach gemacht hat, dass es selbst im recht abgeschlossenen Efeuhof zu Würzburg noch gestört hat. War etwas nervig, dagegen war das ständige Kratzen der Tauben an den Dachrinnen süßer Wohlklang.

Mir hat es Spaß gemacht, wer es auch mal ausprobieren will, der hat noch bis Mitte September dazu Gelegenheit.

Weißt du mehr zum Thema "Theater Ensemble"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

Fremdkörper – eigentlich eine Premierenankündigung

Ja, so sah es 2008 aus, als Alex Weimer und sein Team von den Moviebrats den Film “Fremdkörper“, der im Rahmen von Alex’ Diplomarbeit (und diversen anderen) entstand, bei der Diplomausstellung in der FH Würzburg präsentierten.

Mehr als 1 1/2 Jahre gingen ins Land. Man hätte denken können, dass der Film ein Fire-And-Forget-Projekt gewesen ist, nur zum Zweck der Diplomarbeit. Aber weit gefehlt. Die Zeit wurde benötigt, um den Film in ein neues Schnittformat umzuwandeln, damit dann eine auserwählte Cutterin den Film um ein Viertel kürzen konnte. Was dann zur Folge hatte, dass ein guter Teil der Musik neu gemacht werden durfte. Und schon vergehen 20 Monate im Flug.

Aber nun ist er fertig. Oder besser: Nun haben die Macher ihn für fertig erklärt! Die Geschichte darum, was wichtig im Leben ist und um Wünsche und Chancen. Gedreht wurde der Film hier in der Region, vor allem in Karlstadt. Allerdings weniger mit regionalen Schauspielern. Vom Sehen bekannt waren mir Brigitte Zeh, die manchmal im Tatort auftritt, und Stephan Tölle, den ich schon im Kurzfilm “O sole mio” — gedreht im Dencklerblock — wunderbar fand. Und in irgendeiner Fernsehwerbung ist er auch gerade zu sehen, hab aber vergessen, welche. Den Hauptdarsteller Daniel Frantisek Kamen kannte ich vor “Fremdkörper” überhaupt nicht.
Da er auf seiner Website als Dialekt-Möglichkeit “Hessisch” angibt, kann man messerscharf schließen, dass “Fremdkörper” kein Heimatfilm ist. Die Hauptdarsteller reden kein Fränkisch, was vielleicht auch besser so ist, denn es gibt kaum etwas Schlimmeres als einen Dialekt zu hören, den der Sprecher nicht beherrscht. Und so spielt der Film zwar in Karlstadt, ohne übermäßig auf fränkischen Lokalkolorit einzugehen. Das stört aber auch nicht.

Ein wenig Lokalkolorit kommt aber musikalisch in den Film, denn Songs von Karo und The wind-up robots killed my cat untermalen den Film.

Ich bin schon sehr gespannt auf den Film, der wohl nicht mehr der Film sein wird, den ich 2008 im Hörsaal der FH gesehen habe.

Fremdkörper (Trailer DE)

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Lust auf den Film bekommen? Schade, aber die Teampremiere an diesem Samstag im Cinemaxx ist schon lange ausverkauft. Das kann man mal sehen ,was durch Nutzung von Sozialen Netzwerken passieren kann. Eine Fangruppe bei Facebook, Bilder bei Flickr, ein Kanal bei Youtube und ein Twitter-Account reichen aus, um einen Kinosaal zu füllen, lang bevor das erste Plakat in der Stadt hängt. Und um die Fans mit Gimmicks bei der Stange zu halten, kann man auch noch das im Film gesungene Lied “Der Ranger” für 0,99 € bei iTunes oder für 0,77 € bei Amazon herunterladen (läuft auch bei Radio Würzblog, ich habe ihn mir geleistet 🙂 ) oder seinen Firefox mit dem Fremdkörper-Persona verschönern.

Wer es wagen will, die Stadtgrenze von Würzburg zu verlassen, der könnte noch eine Chance haben, den Film zu sehen. Denn zumindest in der letzten Woche — als ich den Artikel eigentlich fertiggeschrieben haben wollte — gab es noch Karten zur Locationpremiere in Karlstadt an diesem Sonntag. Versucht euer Glück!

Wobei die Teampremiere im Cinemaxx schon allein durch den unverschämt gut aussehenden, witzigen, intelligenten und charmanten Mann, der den Film kurz aber heftig an- und abmoderieren wird, ein Erlebnis sein wird. 😉

Trash-Tod im Wengert

Heute habe ich den Webmontag sausen lassen, habe die Podiumsdiskussion um die Leiharbeiter der Mainpost links liegen lassen und habe der profanen Unterhaltung gefrönt — die öffentliche Premiere des neuen Dadord Würzburch “Tod im Wengert” im Cinemaxx.

Der Film brachte eine atmende Leiche, eine langweilige Auflösung, laienhafte Schauspieler, “subtiles” Product Placement, hochdeutschelnde Unterfranken, ein Massaker in der Posthalle, diverse Lokalpromis — und eigentlich ganz gute Unterhaltung. Man darf einfach nicht zu viel erwarten. Ein 90 minütiger Trashfilm — das meine ich gar nicht mal negativ — mit Herz, Liebe und Spaß gemacht. Hier wurde kein Kunstwerk geschaffen, keine Botschaft vermittelt, keine Charakterstudien betrieben. Hier wollten nur ein paar Leute mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln einen Regionalkrimi drehen. Und das haben sie getan, nicht mehr und nicht weniger.

Wer auf leichte und leicht trashige Unterhaltung steht, der kann sich den “Tod im Wengert” noch am 19., 24., 25. und 26. Januar und am 7. und 8. Februar im CinemaxX Würzburg schauen, und auch noch am 1. Februar im Theater am Neunerplatz.

Nachtrag: Dadort Würzburch geht  für mich natürlich nur in Begleitung von Erwachsenen. Das Kitziblog musste mir bei den gruseligen Szenen das Händchen halten — also eigentlich immer. 😉

LP10 goes TV

Das mobile Büro, die zentrale Requisite
Das mobile Büro, die zentrale Requisite

Erst waren sie im Radio, nun kommen sie ins FernsehenLP10, Zusammenschluss von jungen Architekten in Unterfranken. Am kommenden Dienstag, 16. Juni 2009, wird am Nachmittag bei Südwild ein kurzer Dokumentarfilm über LP10 gezeigt — naja, wohl mehr eine Dokusatire. Ab 15.00 Uhr kann man die Darsteller und den Filmemacher live beim Südwild-Bus am Unteren Markt in Würzburg bewundern, sich Autogramme geben lassen und Kinderwünsche äußern. 😉

Ich hatte die Freude und Ehre einen Teil der Dreharbeiten begleiten zu dürfen. Faszinierende Szenen an exotischen Plätzen: der Würzburger Stein, das ehemalige Sudhaus am ehemaligen AKW-Gelände, das Augustinerhochhaus, die Spiegelstraße, der Hotelturm, der Kupsch und ein Baustellenklo in der Zellerau und wilde Autofahrten durch den Alten Hafen.

Ungenutzte Gebäuden wurde endlich ein Sinn und Zweck gegeben -- als Filmkulisse
Ungenutzte Gebäuden wurde endlich ein Sinn und Zweck gegeben — als Filmkulisse

Mit Matthias Braun und Manfred “Chester” Ring agierten zwei überaus vielseitige Schauspieler in der Rolle zweier mobiler Architekten auf der Wanderschaft durch Würzburgs Architektur auf Weltniveau.

Der hochprämierte Dokumentarfilmer Erik Asch, bekannt durch den Film “Der rote Teppich“, hat viele Stunden Film auf Kassetten gebannt und die undankbare Aufgabe übernommen, das alles auf vier Minuten einzudampfen — auf das Ergebnis bin ich selbst gespannt.

Es war für mich schon interessant, mal bei Filmarbeiten dabeizusein und habe unterschätzt, wie anstrengend so etwas sein kann, selbst für mich, der ich — außer Requisisten zu schleppen — nicht wirklich was zu tun hatte.
Tonnenweise Bilder vom Dreh gibt es im 23hq-Album, die kann ich ruhig schon vor dem Ausstrahlung zeigen, da man überhaupt nicht erkennen kann, wie der fertige Kurzfilm mal aussehen wird. 🙂

Kameramann Erik Aschs gewohnte Pose
Kameramann Erik Aschs gewohnte Pose
Gefährliche Dreharbeiten unter Einsatz der persönlichen Freiheit
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Erkenntnisse über Geschäftsmodelle und Ernährungsgewohnheiten in Franken
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