Crumbs und Kaktussen im Cairo und ich bin dabei!

Wie schon im letzten Jahr war ich gefühlt viel zu spät dran, mir für das Improtheater am 1. Mai 2009 im Cairo, das im Rahmen des Hoffestes stattfindet, zu kaufen. Aber glücklicherweise habe ich — wie im letzten Jahr — doch noch welche bekommen.

Es spielen die stadtbekannten Kaktussen mit den Crumbs. DEN Crumbs. DEN CRUMBS! Wer sie noch nicht gesehen hat: Die Crumbs sind ein Duo aus Kanada, Götter des Improtheaters und gerade auf Tour durch Deutschland. Nicht nur dass sie sehr gute Schauspieler sind, sie haben auch ein unvergleichliches Gespür für Timing und Humor — auch in einer Sprache, die sie gar nicht verstehen, denn die Crumbs sprechen und verstehen so gut wie kein Deutsch. Was in Kombination mit den Kaktussen schon allein für Situations- und Wortkomik sorgt. Die Kanadier sprechen aber ein sehr gutes und gepflegtes Englisch, so dass jeder, der ein wenig Englisch versteht, ihnen folgen kann.
Ich sehe sie jetzt zum dritten oder vierten Mal und freue mich jetzt schon auf das nächste Mal. 🙂

Ich spreche oft Empfehlungen für Veranstaltungen aus, aber in dem Fall ist das keine Empfehlung mehr, es ist ein flammender Aufruf. Wer am Abend des 1. Mai nichts vor hat, der muss da hin! Und wer etwas anderes vor hat — absagen und ins Cairo gehen!

Karten im Vorverkauf gibt es im H20 in der Karmelitenstraße für 9 €, ermäßigt für 7 €. Unverständlicherweise waren vorhin noch viele Karten zu haben; wer aber das Glück herausfordern und erst an der Abendkasse Karten kaufen will, sollte 12 € im Geldbeutel haben. Bei schönem Wetter findet der Abend im Innenhof des Cairo statt, bei schlechtem Wetter darf man die feucht-erotische Atmosphäre des Bühnenraums im Cairo genießen. 😉 geht es in die Turnhalle gegenüber. Weniger erotisch, dafür mehr Platz. 😉

Ein A für ein E vorgemacht

Tja, wir müssen uns damit abfinden, dass Würzburg von Ober- und Mittelfranken bevölkert ist. Zumindest laut dem Würzburg-Krimi “Freiwild”, der gestern im Fernsehn lief. Da hörte man viel zu viele “A”- und viel zu wenig “E”- und “I”-Laute. Es heißt hier nicht “Mädla” sondern “Mädle”, im Plural “Mädli”. Als Verneinung sagt man auch “Nää” statt “Naa”. Und so weiter, und so fort. Wenn man so einen Film schon Heimatkrimi nennt, dann könnte man den Schauspielern mal eine Dialektschulung zukommen lassen.

Aber genug gemäkelt. Wir haben uns beim Schauen ganz gut amüsiert. Die Schauspieler waren ganz gut, vor allem Thomas Schmauser als freundlich-mufflig-verklemmter Kommisar. Die Story war keine Ausgeburt an Originalität, der Täter war nicht wirklich überraschend, aber ich habe schon Filme mit schwächeren gesehen. Für einen Nicht-Würzburger wäre “Freiwild” also vermutlich noch als Durchschnittskrimi durchgekommen. Für Würzburger ist es natürlich witzig die Drehorte zu erkennen oder zu raten. Was war das für eine Disco? Wo wurde die Biergartenszene gedreht? Ist er an der Talavera richtig abgebogen? Welches Kloster war das? Kann man im Schloss Sommerhausen die Zimmertüren nicht abschließen?

Und man erkennt, dass, wenn man schon keinen schönen Blick auf das Petrini-Haus hat, man doch einen schönen Blick vom Petrini-Haus hat.

Einen zweiten Würzburg-Krimi bräuchte ich jetzt — erst mal — nicht, aber einen Fernsehabend habe ich schon viel schlechter verbracht. Kann natürlich auch an dem unterfränkischen Schoppen und der angenehmen unterfränkischen Gesellschaft gelegen haben. 😉

Update: Weitere einheimische Kritiken gibt es hier und hier.
Update II: Natürlich sagt auch der Popkulturjunkie was dazu.

Treffen der Kulturgiganten

Trifft ein Kulturförderpreisträger der Stadt Würzburg einen anderen Kulturförderpreisträger der Stadt Würzburg und fragt ihn, was denn seine liebsten zehn Lieder seien.

So wird es zumindest bei der nächsten Ausgabe von my favourite tracks sein, wo Dennis Schütze diesmal den Schauspieler Markus Grimm zu Gast haben wird. Beide haben vor ein paar Wochen erst den Kulturförderpreis der Stadt Würzburg erhalten und dürfen nun auf der Bühne prächtig damit angeben.

Die Musiktalkshow findet am Dienstag, 8. Januar 2008, um 20.00 Uhr in der Werkstattbühne (beim Theaterparkhaus) statt und kostet wie immer keinen Eintritt.