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Zwiebelix und Grombülix

In den nächsten Tag sollen zwei Ur-Würzburger Veranstaltungen eigentlich fest in den Kalendern der Bürger dieser Stadt eingemeiselt sein.

Am Mittwoch kommen — wie seit 369 Jahren am 24. August — die Kreuzbergwallfahrer von ihrerer spirituellen oder was-auch-immer Reise zurück nach Würzburg. In der Semmelstraße werden sie a) mit Blumensträußchen und b) mit einem Straßenfest empfangen. Die meisten Gäste bekommen den Durchzug der Wallfahrer gar nicht mit und stürzen sich gleich am Abend auf den eventuell ersten Federweißen und den Zwiebelblootz — und diverse andere Trinker- und Fresserereien.

Mit 43 Jahren hat das Weinfest in Grombühl nicht ganz die lange Tradition in Würzburg wie die Zwiebelkirchweih, sie gehört am letzten Augustwochenende aber auch fest zum Veranstaltungsreigen. Zumindest bei mir. Klar gibt es andere Weinfeste in Würzburg, manche davon sind sogar ganz schön. Aber das Grombühler Weinfest ist das ehrlichste von allen. Kein Schnickschnack und Blingbling. Da gibt es Bänke und Tische, fränkischer Wein und Alleinunterhalter auf der Bühne – und einen kompletten Querschnitt durch Würzburgs Einwohner, die dicht an dicht dort sitzen oder tanzen. Hach, was freue ich mich schon

Wallfahrer, Zwiebeln … und Regen?

2015-08-24 08.55.26Was ist in Würzburg in jedem Jahr am 24. August? Genau, Zwiebelkirchweih. Die Kreuzbergwallfahrer kehren heim und werden in der Semmelstraße begrüßt. Und dann wird gefeiert — allerdings kaum mit den Wallfahrern, die sind zu platt.

So gegen halb drei laufen die Wallfahrer durch die Semmelstraße und mit etwas Glück schaffen sie da noch ohne nass zu werden. Denn der Wetterbericht für Würzburg sieht ab Nachmittag nicht so toll aus. Regen und vielleicht sogar Gewitter sind gemeldet.

Da kann man nur hoffen, dass die Wallfahrer genug gebetet haben und Petrus Gnade mit einem meteorologischen Wunder walten lässt.

Die Wallfahrer zwiebeln durch die Semmelstraße

Heute ist der 24. August, klingelt es da? Genau, heute kommen die Würzburger Kreuzbergwallfahrer wieder zurück. Und damit ist heute auch Zwiebelkirchweih in der Semmelstraße.

So gegen 14.30 Uhr laufen oder humpeln die Frankenpilger durch die Semmelstraße, nehmen als Willkommensgeschenk ihre Wallsträußli entgegen, singen noch ein bisschen, um um 14.45 Uhr zum Abschlussgottesdienst im Neumünster zu sein. Und wenn sie durchgelaufen sind, dann beginnt die Zwiebelkirchweih. Dann geht es weniger fromm zu, da wird Zwiebelblootz gegessen (netter Artikel in der Main-Post über die Zwiebelschälerinnen aus dem Stadt Mainz) und mit viel Glück der erste Federweiße getrunken (bei dem man meist besser nicht nachfragt, woher er kommt). Und hoffentlich hält das Wetter — sieht im Moment für abends eher mittelprächtig aus.

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Wochenende? Ohne mich!

Die Taschen und Koffer sind gepackt — ich mache mich auf, um in Italien Hochzeit zu feiern. Nicht meine Hochzeit, sondern die von Freunden, obwohl man fast schon von einer Bloggerhochzeit sprechen könnten.

Dabei gäbe es an diesem Wochenende eine so schöne Veranstaltung in Würzburg. Denn wie an jedem 24. August findet auch 2012 in der Semmelstraße die Zwiebelkirchweih zu Ehren der zurückgekehrten Kreuzbergwallfahrer statt. Trinkt für mich einen Federweißen mit — aber erst, wenn die Wallfahrer durch die Straße gezogen sind, vergesst das nicht. Soviel Anstand muss sein! 🙂

Gott sei Dank ist an dem Wochenende nicht auch das das Weinfest aller Weinfeste in Würzburg, wie ich zuerst noch gedacht habe! Nein, nicht das eher langweilige Paradeweinfest, sondern das Weinfest am Wagnerplatz in Grombühl, Aber das ehrlichste, lustigste und schöneste Weinfest in der ganzen Stadt beginnt erst nächste Woche, vom 31. August bis 3. September. Glück gehabt!

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende! 🙂

Zwiebelkirchweih 2010

Kreuzbergwallfahrer: Die Rückkehr

Alex hat mit mir auf die Wallfahrer gewartet. Ich habe darauf gewartet, dass seine Haare so lang werden wie meine.
Zwiebelkirchweih 2010Um kurz vor halb zwei sind die Kreuzbergwallfahrer in die Semmelstraße eingebogen — erst die Männlein, dann die Weiblein, dann die gemischte Gruppe — und sind trockenen Fußes und trockener Kehle singend an dem Willkommensspalier vorbeimaschiert.

Zwiebelkirchweih 2010

Dann gab es für uns ein Glas Federweißer, der angeblich aus Nordheim stammte, obwohl es doch angeblich noch gar keinen 2010er gibt. Unsere Theorie war, dass er wirklich aus Nordheim kam, aber 2009 einfach tiefgefroren wurde und gestern morgen wieder aufgetaut.
Egal. Lecker war er schon. Und hat Lust auf mehr gemacht. Und den gab’s dann dort am Abend.

Zwiebeltreter

Na, vielleicht gibt es ja doch eine Chance, die Kreuzbergwallfahrer heute noch in der Semmelstraße zu begrüßen, ohne dass man schrumplige Finger vom vielen Regen bekommt. So gegen 14 Uhr laufen sie heute — immer am 24. August — nach vier Tagen frommen Wanderns in Würzburg ein. In der Semmelstraße werden sie traditionell mit Blumensträußen begrüßt, danach beginnt die sogenannte Zwiebelkircheweih, wo es Zwiebelblootz und auch mit etwas Glück den ersten Federweißen gibt — und mittlerweile auch das gesamte andere kulinarische Festles-Angebot .

“Danach” ist deswegen wichtig, weil die Zwiebelkirchweih schließlich zur Begrüßung der Wallfahrer gemacht ist, und man sollte soviel Anstand haben auf den Grund für das Fest zu warten. Gesoffen und gefressen werden kann noch den ganzen Tag — wenn nicht einem Gevatter Regen nicht wieder in den Nacken springt.

Viele Pilger, viele Besucher, wenig Federweißer

Sie sind wieder zurück, die Kreuzbergwallfahrer. Heute kurz nach halb drei zogen sie singend durch die Semmelstraße. Die volle Semmelstraße. Das war schon ein ungewöhliches Bild für den Beginn der Zwiebelkirchweih, denn in den letzten Jahren fand die sie immer an Werktagen statt, wo um die Mittagszeit eher nicht so viel Leute Zeit haben, die Wallfahrer zu begrüßen.

Ja, die Zwiebelkirchweih wird gefeiert, um die Wallfahrer zu begrüßen. Darum waren Alex und ich etwas enttäuscht, dass, als wir uns um 14 Uhr in der Semmelstraße getroffen haben, dort schon viele fleißig am Essen und Trinken waren. Wir haben aber tapfer bis nach dem Durchmarsch der Pilger gewartet, uns dann aber sofort auf den Federweißen gestürzt.

Viel zum Stürzen gab es aber leider nicht, denn es gab nur einen einzigen Stand mit Federweißen (zumindest haben wir keinen weiteren gefunden). Ein Stand. Entweder ist die Weinlese in diesem Jahr recht spät oder die Tradition, dass es bei der Zwiebelkirchweih den ersten Federweißen im Jahr gibt, stirbt langsam aus. Nun ja, der Federweiße, den wir dann getrunken haben, war Bio, aus Nordheim und schon mächtig in der Wirkung. So mächtig, dass ich abends gar nicht mehr nochmal in die Semmelstraße ging, weil ich auf dem Sofa eingeschlafen bin.

In der Pilgerschar habe ich kaum bekannte Gesichter entdeckt, selbst Pia Beckmann nicht. Dafür lief mir Blogger und FDP-Landtagskandidat Jens Brand vor die Linse, mit farblich passenden Sträußchen und Regenjacke. Was mir sonst vor die Linse lief, ist im 23hq-Album zu sehen.

Einmal Kreuzberg und zurück

Seit knapp 6 Stunden sind sie in Richtung Rhön unterwegs, die Kreuzbergwallfahrer der Bruderschaft zum Heiligen Kreuz. Das würde keine Sau interessieren (außer den Wallfahrer selbst natürlich), wenn nicht bei ihrer Rückkehr am 24. August immer die Zwiebelkirchweih in der Semmelstraße als Willkommensfest gefeiert würde.

Und an Festli ist der Würzburger immer interessiert.