Der Frühling lässt sein gastronomisches Band sanft flattern

Wenn früher der April in Würzburg schon richtig warm war, dann konnte man sich darauf verlassen, dass Mitte Mai die Biergärten aufmachen und die Cafés die Tische rausstellen.

Das hat sich Gott sei Dank wenigstens ein wenig geändert.

Definitiv geöffnet hat schon die Strandbar am Lumen — wochentags ab 16.00 Uhr und wochenends ab 11.00 Uhr — und der Stadtstrand an der Löwenbrücke wird wohl Ende nächster Woche nachziehen. Der Zaubergarten nimmt sich noch bis Ende April Zeit. Das Sommerlager wird wohl “traditionell” am 1. Mai öffnen und der Alten Kranen wann er will.

Was sonst schon jemand den Frühling/Sommer gastronomisch eingeläutet?

Das 2:0 im Sommerlager

Entspannt war es im Sommerlager, da konnte man gut das Deutschlandspiel schauen. Das lag auch daran, das komischerweise recht wenige Zuschauer da waren.

Aber ich kann es für das Public Viewing empfehlen. Sehr großer Bildschirm, guter Wein, teilweise überdacht und bei jedem Tor für Deutschland gibt es einen halbe Stunde lang das Bier zum halben Preis. Bier. Toll. Warum kein Wein?


Vor dem Spiel habe ich bei Sportfreundlich 1:1 getippt. Taktisch sehr klug. Auch wenn ich damit 0 Punkte erreicht habe, durfte ich mich trotzdem freuen. Wenn es ein Unentschieden gegeben hätte, dann hätte ich wenigsten ein Trostpflaster bekommen. Und verlieren war eh nicht drin. 🙂
Aber trotzdem durfte sich das Team Würzblog auf Platz 2 in der Bloggertabelle schieben.

Public Viewing leider drin, dafür vielleicht ein bisschen hübscher

Zu den geänderten Öffnungszeiten siehe diesen Artikel.

Apropos Fußball-Europameisterschaft — am Samstag geht es los. Und wer in Würzburg die Spiele schauen will, der hat auch in diesem Jahr wieder keine Möglichkeit auf ein großes Open-Air-Public-Viewing. Die Stadt war einfach zu doof, sowas auf die Reihe zu bekommen. Ich werde bestimmt ein Spiel mal in meiner Geburtsstadt Schweinfurt anschauen, denn dort gibt es am Marktplatz eine Großbildleinwand. Die Schweinfurter vermarkten das richtig professionell, man kann sich dort sogar VIP-Plätze kaufen.

Tja, und in Würzburg. Ok, in Biergärten und Kneipen kann man die Spiele auch genießen, aber wer Lust hat, mit tausenden Fans mitzufiebern, dem bleibt nur der Weg in die Posthallen. Die Jungs von PH-Event veranstalten dort ein kostenloses Public-Viewing aller Spiele. Zwar nur in den Posthallen, aber immerhin. Alle Spiel werden auf einer Großbildleinwand zu sehen sein, bei Spielen der deutschen Mannschaft sogar auf zwei. Und da die Halle im Herbst als Veranstaltungshalle genutzt werden wird, sind bereits neue Toiletten und ein indirektes Stimmungslicht installiert. Es könnte also optisch ansprechender sein als vor zwei Jahren, da hatte die Halle den Charme einer Baustelle im Rohbau.

Ich werde mal einen Blick hinwerfen, da es gleich um die Ecke ist, aber ich bevorzuge doch eher Open-Air-Viewing.

Nun, bei gutem Wetter hat Schweinfurt gewonnen, bei schlechtem Wetter Würzburg. Wobei ich mich mehr über gutes Wetter bei der EM freuen würde. Denn wer — wie ich — die EM-Spiele lieber unter freiem Himmel anschaut, der kann ja immer noch in den Zaubergarten, ins Sommerlager, an den Stadtstrand, in den Pleicherhof und zu vielen weiteren kleinen bis mittelgroßen Lokalitäten.

Luschiger Zaubergarten, tapferes Sommerlager

Gestern wollten wir nach einem harten Arbeitstag wenigsten den Abend gemütlich im Biergarten ausklingen lassen. Und der nähste Biergarten ist für mich der Zaubergarten. Dort lachte uns gegen halb acht ein “Geöffnet”-Schild entgegen, aber ebenso lachte uns, leicht schadenfroh, ein geschlossenes Tor entgegen. Anscheinend war es ihnen zu kalt. Luschen. 😉


Selbst schuld. Denn dem Sommerlager in der Mainaustraße war nicht zu kalt. Und doch einigen Gästen auch nicht. Ich selbst war angenehm überrascht bei meinem ersten Besuch im Sommerlager. Da ist es ja ganz nett, gar nicht so “overstyled” wie ich gedacht habe. Die Getränkepreise sind kein Schnäppchen, aber noch ok. Leider gab es kein WLAN, wie von Daylight kommentiert, aber war es den Funkwellen zu kühl. 😉
Ja, ok, es war nämlich schon recht frisch, aber nichts, was der Biergartenwillige nicht durch eine leichte Jacke ausgleichen könnte.