Schlagwort-Archive: sonne

Therapeutischer Besuch auf dem Mars

Wie es aussieht, hab ich gerade nur noch Zeit zum Fotografieren, wenn es mit der Gesundheit bergab geht.  Am Sonntag hab ich mit Bronchitis und bösen Nebenhöhlen einen Ausflug zum Steinbruch nach Geroldshausen — das ist im Landkreis Würzburg, hinter Reichenberg — gemacht. Ich dachte, ein wenig Bewegung, Sonne und Tapetenwechsel würden dem Körper gut tun.

Stachliges

Das stimmte auch, wobei ich selbst nach dem nur kleinen Fußmarsch völlig erschöpft und durchgeschwitzt war — ob von der ungewohnten Oktoberhitze oder irgendwelchen fiebrigen Aktionen meines Körper, weiß ich nicht.

So ein Steinbruch ist schon faszinierend. Die verschiedenen Gesteinsarten mit ihren Strukturen, die ganz eigene Pflanzenwelt, die interessante Tierwelt … Moment! Welche Tierwelt? Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass bei der Wärme auf allen Steinen Eidechsen zum Sonne liegen, oder zumindest mit ihren Handtüchern die Plätze reserviert hätte. Aber Pustekuchen.

Flauschiges

Abgesehen von den Pfanzen und ein oder zwei Vögelchen war der Steinbruch sehr unbelebt, das unterstrich aber nur noch seine Exotik. Wenn irgendwann mal die Mars-Landung gefälscht werden soll — hier in Geroldshausen werden dann bestimmt die Filmaufnahmen gemacht. 🙂

Zumindest konnte ich dort niemanden anstecken — von meiner zauberhaften Begleitung mal abgesehen, bei der es schon zu spät war. 😉

Einsames
Kartographisches
Matschiges
Vertrocknetes
Steinblumiges
Gegenlichtiges
Mysteriöses
Winkiges

Mit Hut und ohne Peitsche am Dirigentenpult

Ich bin mit den Filmen von Steven Spielberg und Georg Lucas aufgewachsen und kenne daher auch die Werke des Komponisten John Williams, der die Musik zu vielen Streifen der Regisseure beigesteuert hat.

Würzburg Pops Orchestra spielt Musik von John Williams im Hofgarten der Residenz.

Darum hat es mich am Sonntagvormittag auch in den Hofgarten der Residenz gelockt, wo das Würzburg Pops Orchestra Werke von Williams — und Musik aus anderen Filmen — auf der grünen Wiese spielten.

Das hat wirklich Spaß gemacht. Die Zuschauer sammelten sich in den schattigen Bereichen, da die Sonne um die Uhrzeit schon ordentliche runterstach. Das Hobbyorchester spielte natürlich nicht fehlerfrei, die Musik von John Williams ist allerdings stellenweise keine einfache. Dirigent und Arrangeur Joseph Stengel hat seinen Musikern — deren Namen er teilweise gar nicht wusste 😀 — keine leichte Aufgaben gestellt.

Aber was soll’s! Die Musik aus Star Wars (mehrmals), Indiana Jones,  Herr der Ringe, Harry Potter und Findet Nemo kam super an, alle — Musiker und Zuhörer — waren mit viel Spaß dabei, das Ambiente und Wetter war wundervoll und ich bin danach wieder nach Hause — Indiana Jones fröhlich vor mich hin pfeifend. 🙂

Mehr Bilder

Kosmische Wanderung auf dem Planetenweg

Das Frühlingswetter am vergangenen Sonntag hat natürlich auch mich rausgelockt. Der Himmel war blau, die Sonne schien. Und beide schufen das Thema des Spaziergangs, denn ich bin den Planetenweg in Würzburg abgelaufen. Motiviert von anderen Ereignissen am Wochenende.

Zur für Sterne und Planeten

Sonne und Infotafel. Der Beginn des Planetenwegs am Spielplatz am Oberen Neubergweg im oberen Frauenland.
Sonne und Infotafel. Der Beginn des Planetenwegs am Spielplatz am Oberen Neubergweg im oberen Frauenland.

Zum einen war am Samstag der Tag der Astronomie in Deutschland, für den ich für die Main-Post zwar einen — wie ich finde — netten großen Artikel geschrieben habe, aber ich durch die Vereinssitzung des mir wichtigen Tay-Sachs-Sandhoff-Vereins keine Zeit hatte (Spenden übrigens immer willkommen 🙂 ), selbst die Sterne und Planeten in der Sternwarte anzuschauen.

Zum anderen gab es in der einzigen Sendung, die ich überhaupt wirklich im Fernsehen anschaue — der Sendung mit der Maus — einen tollen Beitrag über den Frühlingsbeginn beziehungsweise den Jahreszeiten aus astronomischer Sicht. Wirklich ein großartiges Erklärstück! Wer es verpasst hat, sollte sich den Beitrag mit ESA-Astronaut Alexander Gerst und Maus-Moderator Armin Maiwald unbedingt anschauen. Bonbon der Sendung — der Vorspann war auf Klingonisch. 😀

Planeten-Hopping in der Keesburg

Auf jeden Fall lag das Thema Astronomie in der Luft, noch mehr, als es bei mir eh der Fall ist. Gute Gelegenheit also, mal das Sonnensystem abzulaufen – im Maßstab 1:2 Milliarden. Die etwa 12700 Kilometer große Erde ist dann nur noch etwa einen guten halben Zentimeter groß, die Sonne ungefähr 74 Meter entfernt.

Planetenweg Würzburg: Der Saturn am Abtsleiten-Weinberg.
Der Saturn am Abtsleiten-Weinberg.

Klar kann man sich die Abstände der Planeten zueinander tausendfach nachlesen. Aber beim Planetenweg bekommt man ein ganz eigenes Gefühl dafür. Merkur, Venus, Erde und Mars hat man in den ersten Minuten hinter sich, kein Problem.

Dann ein kleiner Zwischenstopp beim Asteroidengürtel mit dem Zwergplaneten Ceres. Da befindet man sich noch am Oberen Neubergweg. Den Jupiter findet man erst um zwei Ecken weiter auf einer Wiese.

Zum Saturn muss man dann schon wirklich weit an den Rand der Weinberge laufen — ein besonders schöner Platz für einen besonders schönen Planeten –, zum Uranus durch die halbe Keesburg zur Sparkasse und der Neptun am Adamibad vorbei im Sieboldswäldchen.

Gemogelter Bonus-Planet

Endpunkt: Der Zwergplanet Pluto.

Im Grunde wäre dort der Planetenweg fertig. Aber der wurde 2011 meiner Ansicht nach von Trotzköpfen eingeweiht. Vielleicht frage ich mal bei der Raumfahrtgruppe Mainfranken und der Volkssternwarte Würzburg mal nach.

Denn der Weg geht weiter bis zum Griechen am Hubland, wo man den 2006 von der Internationalen Astronomischen Union zum Zwergplaneten herabgestuften Pluto findet. Angeblich ist Pluto dort stellvertretend für den Kuipergürtel als Endpunkt des Planetenwegs installiert worden, aber so recht glaube ich das nicht. Der Abstand zur Sonne stimmt auch nicht, der müsste etwa 400 Meter weiter weg sein.

Neben dem Planetenweg ist es auch schön

Keine Horusauge, sondern der Saturn mit Pfeil darunter: Das Wegweiser-Symbol für den Planetenweg in Würzburg.
Keine Horusauge, sondern der Saturn mit Pfeil darunter: Das Wegweiser-Symbol für den Planetenweg in Würzburg.

Als  Wegweiser für den Planetenweg dienen Saturn-Symbole mit Pfeil, teils auf keinen Tafeln, teils auf Bäume gesprüht.  Leider sind gerade die Sprühvarianten nicht immer gut zu erkennen, an manchen Stellen musste ich gut raten, wo es nun weitergeht.

Etwa 2,3 Kilometer ist der Planetenweg lang, laut meiner Messung. Ich habe den Weg aufgezeichnet, den GPS-Track kann man sich runterladen. Das sind nicht die Originaldaten, die wirklich von mir gelaufene Strecke war gut 5 Kilometer lang.

Denn ich bin schon noch ein bisschen oben in der Keesburg rumgelaufen — das Wetter war schön, die Begleitung zauberhaft und ich hatte einfach mal Zeit für den Planetenweg und mehr. 🙂 Und das kann ich euch auch nur empfehlen.

Weitere Planetenwege in und um Unterfranken

Ein Spaziergang im Herbst, nur so

Gestern hab ich das schöne Wetter genutzt und bin ein wenig in Veitshöchheim am Main und über die Brücke nach Margetshöchheim geschlendert, bis es die Herbstsonne nicht mehr ins Maintal schaffte.

Spaziergang Veitshöchheim Margetshöchheim
Abendsonne, Main und ICE.
Spaziergang Veitshöchheim Margetshöchheim
Herbst und Misteln.
Spaziergang Veitshöchheim Margetshöchheim
Schwan im Main bei Veitshöchheim.
Spaziergang Veitshöchheim Margetshöchheim
Statt Magniolen aus Stahl gibt es in  Margetshöchheim Rosen aus Silberband.
Spaziergang Veitshöchheim Margetshöchheim
Blick von Veitshöchheim auf Margetshöchheim.

Sonnenscheinies

Die Sonne schien heute Vormittag über Würzburg. Ich bin mir nicht sicher, aber es kam mit vor, als hätte ich schon seit vielen Wochen kein Stück blauen Himmel gesehen, von direkter Sonneneinstrahlung ganz zu schweigen. Ich war richtig geblendet.

Aber jetzt am Nachmittag trübt es sich schon wieder ein …

Adventskranz am Weihnachtmarkt bei blauen Himmel.
Adventskranz am Weihnachtmarkt bei blauen Himmel.
Gegenlicht in der Theaterstraße
Gegenlicht in der Theaterstraße

Orange Orange

Ach, mit ging heute das Herz auf! Vor der Tür stand ein Karton mit ein paar der legendären Orangen aus Sizilen — die liebe Frau Sammelhamster hat sie mir vor die Tür gestellt!

Eine wurde schon probiert – köstlich, eine kleine Sonne mit Saft. Das Schicksal der anderen vier wird es dann im Foodblog nachzulesen geben … 🙂

Danke, Sammelhamster! 😀

Orangen aus Sizilien
Orangen aus Sizilien