Sonnenbrand und flinke Flitzer

Von der Bayern Rundfahrt am Freitag habe ich zwei Dinge mitgenommen. Einen Sonnenbrand, der sich gewaschen hat, und die Erkenntnis, das Radrennen keine Sportart ist, die man sich unbedingt live anschauen muss.

Bis ungefähr eine halbe Stunde vor der ersten Durchfahrt des Felds an der Residenz dachte ich, Würzburg zahlt den Veranstaltern die Straßensperrung mit einem Nichterscheinen zurück. Doch es zeigte sich, dass der Würzburger nicht uninteressiert ist, sondern nur etwas spät dran. Aber das kennt man ja.

Darum blieb das Rahmenprogramm recht unbeachtet. DIe Hip-Hopper von Mannschaft 06 spielten fast für sich selbst, die Schulmeisterschaft wurde nur von wenigen Schülern verfolgt. Aber die relative Leere des Residenzplatzes hatte auch den Vorteil, dass Biffo und ich wenigstens man kurz in den Genuss kamen, uns mal in den einzigen 2 Quadratmetern Schatten auf den gesamten Platz hinzusetzen.

Das Promi-Geschicklichkeitsfahren wurde suverän von Patrick Friedel gewonnen und 1000 € gingen an den Wildwasser e. V.

Der eigentliche sportliche Teil ist schnell erzählt. Wusch, wusch, wusch. Fertig. Die Rennradler sind dreimal an der Residenz vorbeigefahren. Das erste mal dauerte es gefühlte 10 Sekunden, bis die gut 100 Sportler an mir vorbeigezischt sind. 10 Minuten später sind die Jungs mal schnell von einem Abstecher vom Hubland zurückgekommen, diesmal dauerte es ungefährt 20 Sekunden — sie wurden müder. Und wiederum 10 Minuten später fuhren sie schon ins Ziel ein, das dauerte mal geschätzte 30 Sekunden.
Ich stand also vier Stunden in der prallen Sonne, wartete auf die Radler, drängte mich mit anderen verschwitzten Körpern an die Absperrung und im Gesamten sah ich eine Minute lang die lang ersehnten Radfahrer.
Für solche Sportarten wurde das Fernsehen erfunden.

Gewonne hat diese 3. Etappe übrigens Gerald Ciolek. Glaube ich. Zumindest musste er bei der Siegerehrung 3 – 8 Trikots überstreifen und sich küssen lassen. Der Arme leidet auch an einer Blumenallergie, er warf seine 3 – 8 Blumensträuße in die Menge. AlGore fing auch einen auf, aber ich wollte ihn trotzdem nicht heiraten.

Bilder gibt es bei Biffo, AlGore und ein paar schlechte auch bei mir.

Tieffliegende Gummistiefel

Eine lachende Sonne, ein paar lachende Freunde und lach liegende Gummistiefel. Flach fliegende, meine ich, flach fliegende. Das alles reicht um einen schönen Nachmittag zu verleben. Wir waren am Sportplatz am Sanderrasen und haben uns die 1. Würzburger Meisterschaft im Gummistiefelweitwurf angeschaut.

Es waren doch recht viele Zuschauer da, trotz der Gefahr für Leib und Leben durch irrfliegende Gummistiefel. AlGore, Biffo und Rööö waren da und wir hatten Spaß. Und Kuchen. Und Zigaretten im Kaffeebecher.

Der Gewinner müsste so um die 32 Meter geworfen haben. Respekt.


Bilder im 23hq-Album. Und tonnenweise Bilder des Nachmittags gibt es in Rööös-Sevenload-Album.