• Frängisch,  Zeuch

    Bulettenbrass

    An einem Bahnhof wie dem Berliner Hauptbahnhof, wo Reisende aus aller Herren Ländern ankommen und abfahren, da kann man doch von den Bäckereifachverkäufern fundierte Fremdsprachenkenntnisse verlangen. Weiß dieser Berliner Jungspund hinter der Brötchentheke nicht, was ein Fleischküchchen ist. Und ich kam ihm noch entgegen und habe nicht „Flääschküchle“ gesagt. Bulette, von wegen …

  • Events,  Kultur,  Musik

    Mary Poppins, Optophoneten, eine Prinzessin mit Hamsterbeinen und The Smiths

    Graue Wolken, soweit das Auge reicht. Aber es fällt kein Tropfen Regen. Die Bavarian Open Word hatte gestern meteorologisch Glück im Unglück. Die ca. 100 Besucher kamen nicht in die Verlegenheit, mit Zündfunk-Schirmen den Autoren lauschen zu müssen. Ein blau-weißer Pavillion und etliche Meter blau-weißen Absperrbands reichten aus, um aus der Leonard-Frank-Promenade ein Bühne und einen Zuschauerraum für einen literarischen Abend zu zaubern. Der erste Teil der Lesung wurde in Bayern 2 live übertragen, so dass die Veranstaltung nach einigen Anmoderationen pünktlich um 19.40 Uhr starten konnte. Wie die Texte so waren? Um was ging es? Was war mit ihnen gemeint? Oh nein, ich werde nicht wagen hier Literaturkritik zu…

  • Events,  Frängisch,  Zeuch

    We gradulier sä blägg schtars

    Bei Temperaturen, die Afrika würdig wären, machte die Nationalmannschaft von Ghana einen Abstecher zum Würzburger Marktplatz. Dort ließ sie sich – trotz Niederlage im gestrigen Spiel – von uns Einheimischen feiern. Und sie schienen sich wirklich über die kleine Menschenmenge zu freuen, die ihnen zujubelte. Ghanas Sprecher zeigte sich optmistisch für die nächsten Spielen, aber das sind sagen die Teams ja immer. Ein unfreiwilliges Highlight im Unterhaltungsbereicht bescherte uns Bürgermeister Adolf „Adi“ Bauer. Seine Ansprache in unglaublich schlechtem Englisch mit übelst fränkischem Dialekt wird wohl in die Annalen des fränkischen Komödiantentums eingehen. Ich wurde hin und her gerissen zwischen dem Wunsch Bilder zu knipsen oder mit der Kamera den Ton…

  • Frängisch,  Zeuch

    Don’t call it Wursburg

    Vor ein paar Tagen hat die Mainpost einen kleinen WM-Skandal aufgedeckt. Beim Surfen auf ghanaischen Webseiten hat sie festgestellt, dass der Name der Stadt, in der die ghanaische Nationalmannschaft ihr Quartier aufschlägt, nicht ohne Verluste nach Afrika übermittelt wurde. So wurde aus „Würzburg“ ein „Wursburg“. Hier müssen wir als verantwortungbewusste Gastgeber natürlich einschreiten. Wursburg, was soll das den sein? Wenn es wenigstens „Wurstburg“ hieße, damit könnte man sich noch in bester fränkischer Bratwursttradition arrangieren. In der lokalen Variante würde es dann „Wurschdburch“ ausgesprochen werden. Aber damit wäre wohl – außer der Metzgerinnung – keinem geholfen sein. Hier also eine kleine Hilfe für unsere ausländischen Gäste: Dear guests! Würzburg is spelled…

  • Frängisch

    Schönne Worde II

    Wenn auf einer Party nichts los war und ein Franke – ja, auch ich – am nächsten Tag gefragt wird, wie es war – was sagt er dann? Genau! Da war die Katz‘ gebleud! „Gebleut“ kommt wohl von dem altdeutschen Wort „bleuen“, was soviel heißt wie „schlagen“. „Da war die Katze geschlagen“ – vielleicht will man gar nicht wirklich wissen, wo diese Redensart her kommt. 😉

  • Frängisch

    Schönne Worde I

    Fränkisch ist eine wunderschöne Sprache, wo gibt es sonst Worte wie Bressbendl (Pressbändel) Ein „Bressbendl“ ist eine Schnur, aber woher der Name genau kommt, weiß ich auch nicht. Der „Bendl“ kommt wohl von Band, Schnur. Und „Bress“ von Pressen. Aber was wird oder wurde damit gepresst? Sind irgendwelche fränkischen Etymologen da?