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Meine Stimme im Netz

ON3-Radio — deine Stimme im Netz”, so lautet das Motto des jugendlichen Ablegers des Bayerischen Rundfunks. Und heute wird es wohl auch zutreffen, dass meine Stimme im Radio zu hören ist. Am Freitag hatte ich ein Telefoninterview zum Thema “Stadtblogs”. Für Würzblog-Leser werden da wohl keine Neuigkeiten enthüllt werden, es ging um seit wann und warum ich blogge, über Finanzierung des Blogs und über Freud und Leid bei Stadtbloggen.

Ich weiß leider nicht, wann genau es gesendet werden soll und in welchem Zusammenhang — es wird bestimmt nicht nur um das Würzblog gehen –, wer mag, kann ja mal reinhören.

Würzblog flattrt

Nein, die Überschrift ist kein Tippfehler. Um Lesern die Möglichkeit zu geben, über einen Micropayment-Dienst das Würzblog finanziell zu unterstützen, sind seit heute Flattr-Buttons bei allen Artikeln vorhanden. Damit gibt es die Möglichkeit, sowohl über Kachingle das gesamte Blog zu würdigen als auch über Flattr einzelne Beiträge.

Ebenso wie bei Kachingle zahlt man bei Flattr als potenzieller Förderer über Paypal einen Betrag ein, der dann auf Inhalte im Netz verteilt wird. Der Unterschied von Flattr zu Kachingle ist vor allem, dass man eben nur die Möglichkeit hat, einzelne Inhalte — also Artikel, Musik, Bilder, etc. — zu würdigen. Um dem Inhalt finanziell zu unterstützen muss man als Leser dafür extra auf einen Button klicken.
Ein weiterer kleiner Unterschied ist, dass der monatliche Topf bei Kachingle bisher auf 5 € festgelegt ist, bei Flattr kann man einen beliebigen Betrag ab 2 € aufwärts bestimmen.

Soweit ich gesehen habe, ist außer mir bei Kachingle bisher ein einziger Würzburger angemeldet. Ob die Quote bei Flattr höher ist — kleiner geht ja kaum –, weiß ich nicht. Und somit werden sich wohl auch die “Einnahmen” sehr in Grenzen halten. Aber darauf kommt es auch gar nicht wirklich an, es kommt auf die prinzipielle Idee an, Machern von Inhalten im Netz finanziell unterstützen zu können. Es kommt nicht auf die Größe Höhe an. 😉 Hier und hier dazu mehr.

Ob ich mich in Zukunft für einen von beiden Diensten entscheiden werde oder ob beide Möglichkeiten — oder auch gar keine — bleiben werden, das werde ich nach ein paar Monaten sehen, da muss ich erst mal Erfahrungen sammeln.

Berlin — ohne Kommentar

Vor ein paar Tagen haben die geschätzten Kollegen vom Hauptstadtblog in Berlin eine harte Entscheidung getroffen: die Kommentarfunktion im Blog wurde abgeschaltet. Eine Entscheidung, die ich sehr schade finde, obwohl sich meine Kommentare im Hauptstadtblog doch eher an einer Hand abzählen lassen — ein Würzburger kann zu Berlin-Themen auch eher wenig sagen. 😉 Die Artikel sind die zentrale Säule eines Blogs, da unterscheidet es sich deutlich von einem Forum (auch wenn man manchmal möchte, dass Kommentatoren gezwungen werden, Cems Erklärungen der Medienformen im Web durchzulesen). Aber die Kommentare sind ein großes Plus der Medienform Weblog, allen schwachsinnigen, beleidigenden oder themenfremden Kommentaren zum Trotz.

Wobei es nicht so ist, dass mir nie der Gedanke kam, die Kommentare ganz abzuschalten. Aber diese Momente waren selten und sind auch schnell wieder vorbeigegangen. Ich und die anderen Autoren haben ja noch die Möglichkeit zu Ermahnen, die Kommentare für den einen Artikel dann abzuschalten oder — die Ultima Ratio — Kommentare zu löschen. Und das hat mich bisher selten zeitlich überfordert (oder Rööö hat das geregelt ;-)), da sollte es ein 25-Personen-Team auch schaffen.

Ich finde es schade, dass sich das Hauptstadtblog so amputiert, auch wenn ich dafür einen Funken Verständnis habe. Aber es hieß auch “bis auf weiteres” und ich hoffe, dass sie einen Weg finden, die Kommentarfunktion wieder in eine geregelte Bahn zu bekommen. Das Stuttgart-Blog ist nicht ganz so “verständnisvoll” wie ich, aber ähnlicher Meinung.

Blogoscoop und auch ein wenig regionaler Bezug

Die Lücke, die das Ende von Blogscout in der deutschen Blogosphäre hinterlassen hat, konnte lange Zeit nicht geschlossen werden. In Hinsicht der Blogbeiträge ist sie von Rivva geschlossen worden, wenn auch auf etwas andere Weise, aber in Sachen Blogverzeichnis und — gaaaaanz wichtig 😉 — in Sachen Blog-Schwanzvergleich gab es seitdem nichts, was zumindest mir gefiel.

Seit letzter Woche ist aber blogoscoop öffentlich nutzbar geworden. Hier kann man sein Blog — oder seine Blogs — völlig kostenlos eintragen, die RSS-Feeds für Beiträge und/oder Kommentare angeben, Schlagworte und Beschreibungen für das Blog vergeben und wenn man will, auch Geo-Koordinaten, um es auf einer Karte anzeigen zu lassen. Und einiges mehr.
Man kann auch andere Blogs beurteilen nach Eindruck, Nachricht, Meinung und Verlinkung.

Diese Daten werden dann von blogoscoop herangenommen, um zu berechnen, wieviel Seitenaufrufe (pi) das Blog hat, wieviele Kommentare eingehen, wie das Ranking in anderen Verzeichnissen (google, rivva, technorati, etc.) ist. Für Statistiker und Zahlenfetischisten interessant ist dann auch die kumulierte Statistik, also wieviele Artikel im Schnitt in einem Blog geschrieben werden, wieviele Seitenaufrufe das Durchschnittsblog hat, die Verteilung Männlein und Weiblein inklusive der Themen.

Für einige ist sie totalsuperwichtig — die Liste der meistgelesenen Blogs. Schwanzvergleich pur! Alle Blogs, die ein blogoscoop-Banner auf ihrer Seite haben, werden hier nach Seitenaufrufen pro Monat sortiert dargestellt. Für mich ist das nicht so interessant, denn selbst mit einem ganz gut laufenden Placeblog habe ich nicht den Hauch einer Chance in die oberen Ränge vorzustoßen — da ist beim Würzblog schon per Definition die Zahl der potenziellen Leser nicht allzu hoch. Aber für den einen oder anderen mag das recht spannend sein.

Interessanter ist die Ranking-Seite, bei der man etwas differenzierte Ranglisten erstellen kann. Welches ist das älteste Blog aus Bayern, das sich mit Kultur beschäftigt? Diese Kriterien kann man sich schön zusammenklicken und bekommt dann die passende Liste. Nett, sehr nett.

Für mich als Placeblogger ist die Funktion sehr nett, dass blogscoop angibt, welche Blogs geographisch in der Nähe sind — sofern die Blogger die Koordinaten ihres Blogs angegeben haben. Noch habe ich da keine neuen Blogs gesehen, aber mit knapp 2000 registrierten Blogs steht der Dienst auch noch am Anfang.

Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Seite ist noch recht hoch, in der letzten Woche wurde schon fleißig an Verbesserungen gebastelt.

Ein wirklich schöner Dienst, den uns Martin Kunzelnick & Co da zur Verfügung stellt. Nichts wirklich wichtiges, aber nett zum Spielen und Stöbern, manchmal sogar informativ. Nicht perfekt, aber auf einem guten Weg dahin. Was mir noch nicht gefällt?

  • Die Zahl der Seitenaufrufe enthält auch die Aufrufe des Bloggers selbst, was die Zahl schon mal massiv verfälschen kann, wenn man selbst auch gerne auf dem eigenen Blog herumturnt.
  • Die Bewertung der anderen Blogs ist mir nicht verständlich. Was bewerte ich da eigentlich? Vielleicht ist Bewertung überhaupt der falsche Audruck. Bis auf für den Punkt “Eindruck” (Mag ich, mag ich nicht) sind es mehr Einschätzungen hinsichtlich der Themenvielfalt, der Objektivität und der Verlinkungsfreudigkeit (von der nicht mal weiß, warum die wichtig sein sollte).
  • Fünf Schlagworte zur Beschreibung des Blogs sind mir zu wenig. Die doppelte Anzahl würde eine etwas feinere Suche ermöglichen. Wenn die Zahl der registrierten Blogs mal deutlich ansteigt, dann kommt man mit dem Tag “Internet” nicht mehr weit.
  • Das freie Taggen erschwert die Suche etwas. Vergebe ich ans Würzblog das Schlagwort “Placeblog” oder “Stadtblog”. Bei nur fünf möglichen Tags muss ich mich fast für eines entscheiden, bin dann unter dem anderen aber nicht zu finden. Wobei ich da nicht weiß, wie man das Problem lösen kann. Synonymlisten entstellen? Sehr aufwändig. Schlagworte vorgeben? Zu eng, auch blöd.

Nicht viel Kritik so auf die Schnelle, aber ist ja ok. 😉

Ich hoffe nur, dass es den Dienst mindestes so lange geben wird wie Dirks Blogscout. Oder am besten noch viel länger.

Stadtblogger unter sich

Schon lustig. Gestern habe ich einen Beitrag angefangen, in dem ich so allgemein in die Runde der Stadtblogger fragen wollte, wer denn zur re:publica 08 und dem dort stattfindenden Treffen der Stadt- und Placeblogger kommt. Da ich aber keine Zeit hatte, die von mir so nebenbei gelesenen Stadtblogs nach Beiträgen zur re:publica zu durchsuchen, blieb der Beitrag noch im Entwurfsstadium.

Und schwups – gestern kam eine Mail von Sebastian vom Hauptstadtblog, der genau diese Frage stellt und nochmal zu dem Treffen einlädt. Ich hoffe, er veröffentlicht auch die Rückmeldung, denn neugierig auf die Teilnehmer bin ich ja schon. 🙂

Das wird ein interessantes Treffen. Denn die Stadtblogger haben — so glaube ich — ihre eigenen Sorgen und Freuden. Nie wird man in die oberen Riegen der Triple-A-Blogger gelangen, da die Zielgruppe des Blogs zwangsläufig recht klein ist. Kommentare werden nicht nur im Blog hinterlassen, sondern auch auf der Straße, denn ein Großteil der Leser wohnt in unmittelbarer Nähe. Die lokale Presse sieht plötzlich einen schwer greifbaren neuen Konkurrenten. Und, und, und …
Da bin ich schon sehr gespannt auf die Geschichten, Konzepte, Ideen, die wir austauschen werden.

Ich gehe davon aus, dass außer dem Hauptstadtblog und dem Stadtblog Karlsruhe auch das BAR-Blog und das Pott-Blog anwesend sein werden, besonders hoffe ich auf das Augsburger Blogsburg, das Stuttgart-Blog, Schwerin-Schwerin, das Eisenhüttenstadt-Blog und das Heldenstadtblog aus Leipzig (vielleicht klappt es ja diesmal ;-)).

Es ist noch nicht einmal eine Woche bis zum Beginn der re:publica 08. Und wenn ich endlich mal eine Unterkunft in Berlin finde und auch endlich mal meine Kunden ihre Rechnung begleichen, damit ich diese Unterkunft auch zahlen kann, dann kann ich entspannt nach Berlin fahren — Vorfreude habe ich schon genug. 🙂

G2 in Kitzingen

Ach, das war gestern ein schöner Abend beim Bloggertreffen in Kitzingen. Kleinstadt trifft Großstadt, wobei Großstadt in Kleinstadt wohnt und Kleinstadt in Großstadt arbeitet oder umgekehrt und völlig egal. Sehr nette Leute, nettes Ambiente, netter Wein. Und ein kurzer Podcast ist während der Zugfahrt auch abgefallen.

Bilder gibt es beim Kitziblog, weitere Stimmen zum Abend bei Daylight und iTommy.

Würzblog bei Readers Edition

Und wieder einmal durfte ich während Cappuccino und Zigaretten über das Würzblog plaudern. Die Fragen stellte Nicole Oppelt, die für Readers Edition schreibt und sich witzigerweise als die Schwester der Sängerin von Gung Fu herausstellte.

Wer also wissen will, was ich am frühen morgen, noch recht verpennt, über Würzburg und Placeblogs Stadtblogs gesagt hat, der kann das hier nachlesen. Da könnte auch die eine oder andere Neuigkeit drin stehen.

Ein winziger Einblick in meine re:publica

Drei Tage dauerte sie, die re:publica in der Kalkscheue in Berlin. Drei Tage voller Vorträge, Workshops und Diskussionen. Aber um es gleich zu sagen: die re:publica fand dort nicht statt. Die re:publica fand in der Lounge und im Innenhof der Kalkscheune statt. Dort durfte ich etliche Bloggerinnen und Blogger kennenlernen. Manchmal kannte ich ihre Namen schon, meist aber nicht. Ist aber auch egal, ich halte diese A-Blogger-Einteilung ohnehin für eine rein mathematische Größe.

So habe ich mit Beate über Acessibility geplaudert und haben unsere fränkischen und österreichischen Sprachgrenzen beseitigt. Marcel und ich haben über Abmahnungen fachgesimpelt — auf einen Schwanzvergleich in Sachen “erhaltene Abmahnungen” wollte ich mich nicht einlassen. Einen schönen Abend bei Wein, Bier und Toni Mahoni hatte ich mit Susann mit einen unglaublich breiten Themenspektrum. Das Thema Regionalblogs habe ich beim Mittagessen zu ersten Mal mit Karsten angeschnitten, kurz vor der Abreise habe ich dann endlich noch die Hauptstadtblogger kennengelernt — was sich auch sehr gelohnt hat. Und ja, die Stadtblogger sollten sich mal treffen. Von mir aus auch in Berlin.

Ob sich die Fahrt gelohnt hat? Auf jeden Fall. Auch wenn auf der rein informativen Ebene nicht sehr viel Neues herauskam, so auf der sozialen und kulturellen Kontakte und Impulse um so mehr. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.