Open-Air-Kino am windstillen Stadtstrand

Heute Abend gibt es am Würzburger Stadtstrand wieder Open-Air-Kino. Heute wird bei Einbruch der Dunkelheit — was so gegen 21.30 Uhr sein wird — der Film “Wer früher stirbt ist länger tot” gezeigt und morgen um die selbe Zeit “Keinohrhasen“. Der Eintritt ist frei.

Das Schreckgespenst der Strandpiraten ist gar nicht mal so sehr die Regengefahr — dagegen ließe sich noch etwas mit Schirmen und Kapuzen unternehmen — sondern ein starker Wind. Denn die aufblasbare Leinwand gibt ein tolles Segel ab und es wird recht schwierig werden, mit dem Projektor die davonfliegende Leinwand zu verfolgen. Und wenn sie über der Festung schwebt wird das Bild auch sehr klein werden.
Also bei starkem Regen wird das Kino vielleicht ins Wasser, aber bei starkem Wind bestimmt in die Luft fallen.

Gestern war ich übrigens mal eher zufällig und halb geschäftlich am Stadtstrand und durfte darum auch eher zufällig dort das Konzert der Chicken Swings mitanhören. Swing finde ich gar nicht mal so übel und die Band war auch recht gut. Fast, aber nur fast, wollte ich tanzen. 🙂

 

Public Viewing leider drin, dafür vielleicht ein bisschen hübscher

Zu den geänderten Öffnungszeiten siehe diesen Artikel.

Apropos Fußball-Europameisterschaft — am Samstag geht es los. Und wer in Würzburg die Spiele schauen will, der hat auch in diesem Jahr wieder keine Möglichkeit auf ein großes Open-Air-Public-Viewing. Die Stadt war einfach zu doof, sowas auf die Reihe zu bekommen. Ich werde bestimmt ein Spiel mal in meiner Geburtsstadt Schweinfurt anschauen, denn dort gibt es am Marktplatz eine Großbildleinwand. Die Schweinfurter vermarkten das richtig professionell, man kann sich dort sogar VIP-Plätze kaufen.

Tja, und in Würzburg. Ok, in Biergärten und Kneipen kann man die Spiele auch genießen, aber wer Lust hat, mit tausenden Fans mitzufiebern, dem bleibt nur der Weg in die Posthallen. Die Jungs von PH-Event veranstalten dort ein kostenloses Public-Viewing aller Spiele. Zwar nur in den Posthallen, aber immerhin. Alle Spiel werden auf einer Großbildleinwand zu sehen sein, bei Spielen der deutschen Mannschaft sogar auf zwei. Und da die Halle im Herbst als Veranstaltungshalle genutzt werden wird, sind bereits neue Toiletten und ein indirektes Stimmungslicht installiert. Es könnte also optisch ansprechender sein als vor zwei Jahren, da hatte die Halle den Charme einer Baustelle im Rohbau.

Ich werde mal einen Blick hinwerfen, da es gleich um die Ecke ist, aber ich bevorzuge doch eher Open-Air-Viewing.

Nun, bei gutem Wetter hat Schweinfurt gewonnen, bei schlechtem Wetter Würzburg. Wobei ich mich mehr über gutes Wetter bei der EM freuen würde. Denn wer — wie ich — die EM-Spiele lieber unter freiem Himmel anschaut, der kann ja immer noch in den Zaubergarten, ins Sommerlager, an den Stadtstrand, in den Pleicherhof und zu vielen weiteren kleinen bis mittelgroßen Lokalitäten.

Standtstrand beginnt Aufbau

Der Mai winkt schon aus der Ferne, das heißt, der Stadtstrand wird in Würzburg wieder bald eröffnen. Nun wird auf den Parkplätzen am Mainkai an der Löwenbrücke wieder die kleine Gastromeile aus dem Boden gestampft. Das heißt, morgen schon beginnt der Aufbau. Was wiederum heißt, dass alle, die in dem Bereich ihr Auto geparkt haben, das bis spätestens morgen früh wegfahren sollen. Sonst wird es abgeschleppt, von Baggern zerquetscht oder als Herrentoilette integriert.

Piratenüberfall?

Es trudeln ja oft Pressemitteilungen ins Postfach des Würzblog. Aber heute kam eine, bei der ich nicht sicher bin, ob sie einen ernsten Hintergrund hat oder nur ein Marketing-Gag ist.

StadtstrandpiratDem ältesten Gast des Stadtstrandes am Ludwigkai fehlt Kopf und Bein.
Am Mittwoch Abend wurde dem treuesten Besucher des Würzburger Stadtstrandes der Kopf sowie ein Bein geklaut. Wer zur Auflösung dieses ersten ernsthaften Zwischenfalls seit der Eröffnung 2006 beitragen kann erhält als Belohnung ein Essen seiner Wahl, sowie eine Flasche Prosecco.
Sollte es keinen ehrlichen Finder geben werden natürlich auch passende “Ersatzteile”, sowie nähere oder auch entfernte Anverwandte unseres Stadtstrandpiraten, die über die Sommersaison zur Verfügung gestellt werden mit einem Essen und Prosecco belohnt.

Rööö? Wir waren doch am Dienstag am Stadtstrand. Wo warst du als ich Zigaretten holen war? 😉

Egal. Ich sehe schon wie die Mülltonnen der Metzgereien und Hamlet-Ausstattungs-Center durchwühlt werden. Für einen Prosecco und ein Essen geht man schon mal mit ein paar Knochen in der Handtasche zum Strand.

Update: Rööö, nach neuerlichem Lesen darf ich uns entlasten. Der angebliche Knochenraub war ja am Mittwoch. 😉

Gespräche am Stadtstrand

Weil ich gerade in der Nähe war, habe ich dem Würzburger Stadtstrand heute abend mal einen kurzen Besuch abgestattet. Und da der Abend noch mild genug für einen kleinen entspannten Absacker war, wollte ich mir ein Gläschen Rotwein gönnen. Also bin ich zu dem jungen Mann an die Theke.

“Was kann ich für Sie tun?”

“Ich bekomme einen Merlot.” (Korrekt als [mÉ›rˈlo] ausgesprochen.)

“Einen Merlu?”

“Merlot.”

“Merlu?”

“Merlot!” Ich zeige es ihm in der Karte. Die junge Thekenfachkraft dreht sich um zu den Kühlfächern und beginnt darin zu wühlen. Ein paar Minuten später gesellt sich ein weiterer junger Mann hilfsbereit zu ihm und flüstert ihm zu

“Was suchst du?”

“Einen Merlu.”

“Was ist das?”

“Ein Wein.”

“Ist der in der Karte?”

“Ja, da!” Er zeigt es seinem Kollegen.

“Ein … Merlott” Er spricht das “T” wirklich doppelt aus. Die beiden suchen verzweifelt zusammen weiter.

Ich habe dann den Rosé genommen.

Einen Strauß voll Jobs am Stadtstrand

Um die Arbeitslosenzahlen nach unten zu drücken, darf man nicht kleckern, sondern muss klotzen. Darum backt der Stadtstrand in Würzburg große Brötchen. Er sucht für die jetzige Saison, die am 1. Mai startet, 40-50 Voll-, Teilzeit- und 400-Euro-Kräfte.

Gesucht werden Aufbauhilfen, Barkeeper und Thekenkräfte, Bedienungen, Strandaufsicht, Sicherheitspersonal, Nachtbewachung, Springer, Mädchen und Jungs für Alles (kleinere Reparaturen, Auffüllarbeiten, Lagerhaltung …), Spülhilfen, Toilettenpersonal. Da ist doch für jeden was dabei. Bis auf meinen Traumjob als Cocktailvorkoster.

Wer ernsthaftes Interesse hat, der sollte eine Bewerbung mit Lichtbild bis zum 11. April 2007 per E-Mail unter jobs@stadtstrand-wuerzburg.de senden oder per Post an:

Stadtstrand Wellenbad GmbH
Personalabteilung
Veitshöchheimer Straße 20
97080 Würzburg

Also Studenten und Langzeitarbeitslose — ran an die Bewerbungsmappen, ich will mich von euch im Sommer bedienen lassen! 😉

Rote Füße im Sand

Bild060Heute war der Tag, ein bisschen lokale Politikluft zu schnuppern. Die SPD — genauer gesagt Stadtrat Marco Schneider — hat zur Sprechstunde geladen. Und zwar an den Stadtstrand in Würzburg.

Das Wetter versprach nun nicht gerade sonnige Strandgefühle, aber für einen Würzburger, der gerade am diesem Wochenende das Ringpark-Schwimmabzeichen in Bronze erworben hat, war es ein wundervoller Sommertag.

Die Sprechstunde war am Stadtstrand leicht zu finden, die roten SPD-Fähnchen in den Limoflaschen waren Hinweis genug. Ich kam gerade rechtzeitig, um in die Diskussion um die städtische Toilettensituation einzusteigen. Zu wenige (in der Sanderau sogar gar keine), zu dreckig, zu “unattraktiv”. Wie kann man das ändern? Litfaßsäulen-Toiletten, vom Einzelhandel bezuschusst? Weiter ging es über die Parkplatzsituation in Würzburg, dann ein Abstecher zu IKEA und den Arkaden bis zum Flughafen in Giebelstadt. Vier Anträge für den Stadtrat hat Marco Schneider als Hausaufgabe mitgenommen, ein angeblich “gutes Ergebnis” für eine Sprechstunde.

So eine politische Sprechstunde in lockerer, öffentlicher Umgebung abzuhalten war nicht schlecht. Wobei das Konzept natürlich noch steigerungsfähig ist. Wie wäre es mit einer Tanz-Sprechstunde? Oder Politik-Bingo? Oder Karaoke-Singen mit dem Stadtrat? Wenn es der Kommunikation mit den Bürgern dient … 🙂

Ein besonderes Plus der Sprechstunde war für mich, dass ich Rue Clou und Ker Jynn kennenlernen durfte. Unverhofft kommt oft! 🙂

SPD-Strand-Sprechstunde

Es ist schon interessant, in was für Mailverteilern das Würzblog mittlerweile ist. So ist mir gerade eine Mitteilung (mit Bild) der SPD Würzburg ins Postfach geflattert, die ich zumindest für … interessant halte.

Sprechstunde am Stadtstrand
SPD-Stadtrat lädt ein

Auf Initiative des SPD-Ortsvereins Sanderau lädt SPD-Stadtrat Marco Schneider am Montag, den 14. August, von 18 bis 20 Uhr zur Feriensprechstunde an den Stadtstrand ein. Zusammen mit dem Ortsverein Frauenland will er den Bürgern Rede und Antwort stehen.
“Im Sommer werden die Telefonsprechstunden erfahrungsgemäß wenig angenommen”, so Schneider. Und Thorsten Becker als Vorsitzender der Sanderauer SPD ergänzt: “Wir gehen dorthin, wo die Bürgerinnen und Bürger sind. Und die sind im Sommer nun mal am Strand.” Auch Andreas Sauer hofft als Vorsitzender der Frauenland-SPD auf Interessierte: “Auch wenn der Stadtrat Sommerpause macht: wir möchten Anregungen und Probleme der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen und in politisches Handeln ummünzen.” Die Open Air-Sprechstunde findet nur bei schönem Strandwetter statt.

SPD PressefotoAha, das gute alte Konzept. Die Bürger da abholen, wo sie stehen — an der Theke! 🙂 Und zwar am Würzburger Stadtstrand.
Gewisse Vorteile kann man dieser Idee nicht absprechen. Nach dem fünften Cuba Libre kann man dem Stadtrat schon mal die Meinung sagen. Und nach dem Siebten glaubt man ihm sogar seine Wahlversprechen. 😉

Allerdings sind noch einige Fragen offen. Muss man die Cocktails selbst zahlen? Oder trinken wir die Stadtkasse leer? Herrscht Badehosen- und Bikinipflicht? Tritt die SPD später am Abend gegen die CSU im Beachvolleyball an? Werden beim nächsten Honky Tonk die Stadträte für die Sprechstunden über die Kneipen verteilt? Wird die CSU ihre Sprechstunden ins Studio Sommerlager und die Grünen ihre in den AKW-Biergarten verlagern?

Nun aber im Ernst. An sich ist die Idee nicht schlecht, die Parteisprechstunde in einem lockeren Rahmen stattfinden zu lassen. Doch an die Vorstellung, mit ein paar SPD-Politikern Cocktails zu trinken, muss zumindest ich mich noch gewöhnen. Aber mal sehen, ob am nächsten Montag noch ein freier Platz im Terminkalender ist — und ob wieder mal die Sonne scheint.