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Fundsachenversteigerung im November

In den letzten 12 Monaten etwas in der Straßenbahn oder in dem Bus in Würzburg verloren? Und nie bei der WVV danach gefragt? Dann stehen die Chancen nicht schlecht, es bei der Fundsachenversteigerung am 22. November 2014 — ein Samstag — wiederzusehen. Und zu ersteigern.

Von Handys, Geldbeutel, Klamotten — manche ganz neu –, Taschen und zig Schirme kann man alles ersteigern, was das Herz begehrt. Aber wie es aussieht, leider kein Fahrrad. Mist!

Übrigens: Wer in der Straba oder im Bus was verloren hat, kann entweder zum WVV-Fundbüro im Depot in der Sanderau gehen (Haltestelle Fechenbachstraße) oder dort anrufen (0931/36 2324) oder eine Mail schreiben (mail@vvm-info.de).
Mehr Infos über die verschiedenen Fundbüros in Würzburg — Stadt, Uni, FH — findet ihr im WürzburgWiki.

Die Versteigerung findet um 10 Uhr im Casino der WVV in der Bahnhofstraße statt, es empfiehlt sich aber schon vorher da zu sein, es wird gerne schnell voll.

Die Versteigerung macht wieder das Auktionshaus Gilz-Thein, auf dessen Webseite es auch mehr über die Fundsachen zu erfahren gibt.

Strabawarten

Heute morgen wollte ich nach dem traditionellen Kaffeetrinken im D.O.C. wieder nach Hause fahren — Homeoffice. Ich stelle mich an die Haltestelle am Rathaus, schaue zu, wie bei der Straßenbahn zum Heuchelhof das übliche Chaos entsteht, weil die Leute vor die Türen der Straba stellen und die Fahrgäste nicht aussteigen lassen, und warte weiter auf die Straßenbahn in die Sanderau. Und warte. Und schaue auf die Anzeige — noch drei Minuten. Vier Minuten später stehe ich immer noch da. Ich schaue auf die Anzeige — noch drei Minuten. Fünf Minuten später — ich habe schon alle Ingress-Portale in der näheren Umgebung gehackt — schau ich wieder auf die Anzeige und was steht da? Genau! Es werden immer noch drei Minuten angezeigt, doch seit mehr als 10 Minuten kam schon keine Straßenbahn mehr vorbei.

Nun kam ich in ein Dilemma. Ich musste ja heim und arbeiten. Soll ich noch warten, bis irgendwann doch mal eine Straßenbahn kommt? Oder soll ich loslaufen und das Risiko in Kauf nehmen, dass genau dann die Straßenbahn auftauchen wird? Erst mal weiter dumm herumstehen, bis ich mich für Plan A oder Plan B entschieden habe.

Ich habe mich dann für Plan C entschieden, nämlich mal bei der WVV anzurufen. Ja, sie sei auch für die Straßenbahn zuständig, sagte die Frau an der WVV-Hotline, aber sie weiß von nichts.  Und prompt kam auch schon die Straßenbahn in die Sanderau am Rathaus an, mit etwa einer halben Stunde Verspätung.

Nun ist ja der gemeine Würzburger nicht für seine Möglichkeit berühmt, Dinge objektiv zu bewerten. Und der gemeine Fahrgast  auch nicht. Zustände wie vor dem Krieg seien das! Die Bahn und die WVV seien unfähig Fahrpläne einzuhalten! Die Strabafahrer schlafen aber auch immer!
Auf die Idee, dass die WVV völlig unschuldig an der Verspätung sein könnte, kam man in meiner Hörweite in der Straßenbahn gar nicht. Obwohl ja auch einfach mal die Schiene in der Kaiserstraße durch einen dicken Mercedes blockiert sein könnte, der sich eine Latte Macchiato eben nicht zu mitnehmen holt, alles schon erlebt. Oder dass ein Unfall passiert sein kann, an der mal nicht der Straßenbahnfahrer schuld ist — auch schon passiert.

Und in diesem Fall blieb ein Bus an einem Container in der Kaiserstraße hängen und hat ihn auf die Geleise geschoben. Da ging halt nichts, bis er wieder auf Seite geräumt war. Kann die WVV jetzt auch nichts dafür.

Aber eines kann man der WVV schon anlasten: Die mangelnde Information. Da hat sie sich schon für viel Geld diese Anzeigetafeln gekauft, deren praktischer Nutzen sich manchmal, was die Abfahrtzeiten angeht, in Grenzen hält. Aber für solche Fälle, wenn es zu massiven Verspätungen kommt, wäre es doch eine feine und sinnvolle Sache, das über die Anzeigetafeln auch zu kommunizieren. Dann können sich die Leute auch darauf einrichten oder alternative Fortbewegungsmittel nutzen — die Füße zum Beispiel.

Strabafahrt ja, Baureferat nein

Morgen, 8. März 2012, streikt der öffentliche Dienst. Also nicht der gesamte öffentliche Dienst, sondern nur ein Teil davon. Auch in Würzburg sind laut Main-Post davon manche Bereiche betroffen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt zum Beispiel. Oder das Baureferat — mal sehen, ob man den Unterschied merken wird.

Nicht streiken werden die Straßenbahn und Busfahrer — soweit es der WVV bekannt ist, bei denen ich gerade angerufen habe. Es wird also nicht so ein Chaos wie im Jahr 2010, als beim ver.di-Warnstreik auch der Würzburger ÖPNV zweitweise bestreikt wurde.
Das heißt, eine kleine Verkehrbehinderung wird es doch gegen: Die Gewerkschaftler ziehen von 11.15 Uhr bis 12.15 Uhr mit einer Demonstration vom Felix-Feschenbach-Haus in Grombühl über die Ludwigstraße zum Marktplatz, wo eine Kundgebung stattfinden wird.

Die Streikenden verlangen 6,5 Prozent mehr Lohn, und zwar mindestens 200 €. Mal sehen was passiert, wenn die Forderungen bei den Verhandlungen am 12. März 2012 nicht erfüllt werden. Dann können auch wieder mal die Straßenbahnen und Busse stillstehen — vielleicht auch mal länger.

Narren an der Haltestelle

Gibt es närrische Fahrpreise?

Hm. Achtundzwanzig Einzelfahrscheine würden 64,40 Euro kosten. Oder die Narren sind ganz schlau und kaufen fünf Secherkarten für 45 Euro. Vielleicht fahren sie auch nur Kurzstrecke, dann wäre das nur 33,60 Euro. Aber wenn der Würzburger Elferrat oder die Ranzengarde — oder wer immer das sein mag — umsonst Straßenbahn fahren darf, dann erkläre ich den Blogger- und Twitterstammtisch spontan zur Faschingsgilde und fahre auch umsonst. Meinetwegen auch mit einer albernen Uniform.

Bevor die Gemüter zu hoch kochen: Ich habe nicht gesehen, ob sie wirklich in die Straba eingestiegen sind. Es war viel zu kalt, um da fünf Minuten auf die nächste zu warten. Aber die Musikanten haben zumindest den Fahrplan studiert.

Narren an der Haltestelle

Narren an der Haltestelle

Narren an der Haltestelle

Strabaanzeige

Öffentlicher Qualverkehr

Ich bin wirklich gern mit dem ÖPNV unterwegs. Aber diese Woche hat mich die Straßenbahn in Würzburg genervt.

Fangen wir doch mal mit dem Thema Technik an. Ich will jetzt gar nicht auf die neuen Fahrkartenautomaten eingehen, die öfters nicht funktionieren. Das Ding brauche ich einmal im Monat — Ja, Django hat Monatskarte — und da geht das schon irgendwie.

StrabaanzeigeIch rede von den Anzeigen an manchen Haltenstellen. Am Anfang dachte ich, die Dinger zeigen an, wann die nächste Straßenbahn an der Haltestelle ankommt. Mittlerweile habe ich gelernt, dass die Anzeige lediglich angibt, dass irgendwann man eine Straßenbahn kommen wird. Vermutlich.
Wenn ich hier früh in der Arndtstraße auf die Straba warte, dann wird die Minutenanzeige runtergezählt, bis die betreffende Zeile spöttisch das Blinken anfängt. Minuten lang blinkt das Ding vor sich hin, ohne das eine Bahn auch nur in Sichtweite ist. Wo verspätet sie sich denn großartig, die End- bzw. Starthaltestelle ist 800 Meter weit weg.

Noch schlimmer war es am Mittwoch. Da bin ich am Sanderring aus der Straba vom Heuchelhof ausgestiegen und habe wieder mal der Bahn Richtung Sanderau beim Abfahren zugeschaut. Die nächste Straßenbahn sollte in sechs Minuten kommen — laut Anzeige. Wohlgemerkt, das war gestern. Bei -12 Grad Celcius. Und Wind. Nach Einsteins Spezieller Relativitätstheorie vergeht die Zeit bei hohen Geschwindigkeiten langsamer. Hätte er noch eine Ganz Spezielle Relativitätstheorie nachgelegt, dann hätte er bemerkt, dass der selbe Effekt auch bei niedrigen Temperaturen eintritt.
Noch fünf Minuten, die Fingerkuppen prickeln.
Noch vier Minuten, die Nase läuft.
Noch drei Minuten, die Nase läuft nicht mehr, weil der ganze Rotz festgefroren ist.
Noch zwei Minuten und ich frage mich, ob ich überhaupt nicht eine Nase und Fingerkuppen habe.
Noch eine Minute und ich weiß, dass ich noch Nase und Fingerkuppen habe, weil die beiden beim Nasenertasten aneinandergefroren sind.
Die Anzeige blinkt, die Hoffnung auf Wärme und Wohlbefinden lässt meinen Körper erschauern. Oder ist es die Kälte? Egal, gleich wird alles gut, gleich wird alles warm. Wärme, Wärme, Wär … Moment! Was ist jetzt los? Die Anzeige ist wieder auf zwei Minuten zurückgesprungen. Warum das denn? Ist die Straßenbahn einfach wieder zurückgefahren? Hat der Fahrer etwas an der Haltestelle vorher vergessen und halt das jetzt? Kann doch nicht wahr sein?

Aber das war noch nicht alles für diese Woche …

Straßenbahn des Wahnsinns

Die Hoffnung stirbt zuletzt beim Umsteigen

Heute Abend ist schon wieder passiert. Ich fahre mit der Straßenbahn 5 vom Heuchelhof nach Hause. Die Straba rollt munter über die Löwenbrücke ohne einen Fußgänger anzufahren — alles war eitel Sonnenschein, und das kurz vor 20 Uhr. Keck legt sich die Bahn in die Kurve zur Haltestelle Sanderring — und ich sehe und ahne schon das Unglück. Die Straba der Linie 4 steht an der Haltestelle in Richtung Sanderau — und genau da will ich auch hin.

Obwohl ich mir aus Erfahrung der Sinnlosigkeit meiner Handlung bewusst bin, versuche ich das Unmöglich möglich zu machen. Ich springe zur Tür, hämmere noch während die Straßenbahn bremst auf den Türöffner ein, quetsche mich durch den Spalt, sobald die Tür aufschwingt und spurte wie bekloppt zur Straba, die noch an der gegenüberliegenden Haltestelle steht. Nach drei Schritten hat sich das “noch” in ein “nicht mehr” verwandelt, denn die Straba tuckert fröhlich und mit hämisch quietschenden Rädern in Richtung meiner Wohnung, nur leider ohne mich. Also bin ich zehn Minuten zu Fuß heimgelaufen, als eine Viertelstunde — oder wäre es noch länger gewesen? — auf die nächste Bahn zu warten.

Ich werde wirklich wahnsinnig! Kann denn die Straba nicht noch 30 Sekunden warten, wenn schon eine Bahn von einer anderen Linie ankommt? An so einem Kreuzungspunkt zweier bzw. mehrerer Linien wäre das absolut sinnvoll. Das wirft doch den Fahrplan nicht durcheinander!  Und der Sanderring ist die erste Möglichkeit in eine andere Linie zu wechseln, wenn man vom Heuchelhof kommt. Aber so fühle ich mich — und andere vermutlich auch, manchmal renne ich auch nicht alleine —  jedesmal völlig verarscht, liebe WVV.

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Silvesterfahrplan der WVV gesucht?

Weil’s heute ständig hier im Würzblog gesucht wird: Heute in der Silvesternacht kann man in Würzburg zwischen 22.00 Uhr und Sonnenaufgang kostenlos mit den Straßenbahnen und Bussen der WVV fahren. Welche Busse und Strabas wann wohin fahren, kann man im PDF-Fahrplan der WVV nachlesen.

Also: Autos heute Nacht stehen lassen, wenn man Alkohol getrunken hat. Das gilt eigentlich nicht nur Silvester. Besoffen mit dem Auto fahren finde ich dermaßen Scheiße. Außerdem hab ich morgen Dienst, jeder Unfall macht mir nur mehr Arbeit. Und wer will das schon? Ich auf jeden Fall nicht!