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segway break

Cooles WVV-One-Man-Cruisen

Die WVV hat neue Dienstfahrzeuge. Nein, keine Autos — Segways! Diese Rollatoren für Junggebliebene oder Unbedingt-jung-bleiben-Wollende. Davon hat sich die WVV drei Stück gekauft. Warum? Laut Mainpost deshalb:

Der WVV-Pressesprecherin Ulrike Stöcker zufolge birgt der Segway-Roller mehrere Vorteile: Zum Fahren gebracht wird er von Batterien, die mit Ökostrom gespeist werden, was ihn besonders umweltfreundlich macht.

Außerdem ist man mit dem Gerät mobiler als mit einem Auto, da oft nur kürzere Wege durch die Stadt nötig sind und es auch nicht allzu schwierig ist, mit der kleinen Maschine einen Parkplatz zu finden.

Umweltfreundlich, schnell durch die Stadt, keine Parkplatzschwierigkeiten — das gab es mit einem Gefährt bisher auch schon und das nennt sich … Fahrrad.

So ein Segway-Teil kosten mal so um die 10.000 €, soweit ich weiß, das macht also um die 30.000 € für den Spaß-Fuhrpark des WVV. Und vor ein paar Wochen wurde der Preis für eine Kurzstrecken-Karte der Straßenbahn von 1,15 € auf 1,20 € erhöht. Die nächsten 600.000 Fahrten gehen also für diese Technophilen-Schubkarren drauf.

“Die WVV will für die umweltschonende Fortbewegungsvariante werben.” Hallo? Das Ding braucht Strom! Und woher kommt der Strom? Von der WVV! Klar, dass die dafür Werbung machen.

Wenn jemand aus Spaß sich so ein Segway zulegen will, ok. Aber wenn ein Versorgungsunternehmen, dass unter anderem für ÖPNV und Energieversorgung in Würzburg zuständig ist, solche Teile für teuer Geld für den innerstädtischen und umweltfreundlichen Minimaldienstverkehr kauft, da darf ich doch schon mal fragen, ob es das wirklich braucht oder ob man einfach nur mal cool sein wollte.

Würzblog-Bilderrätsel #16

Im Würzblog-Bilderrätsel Nummer 16 geht es um Energie und Wärme: Seit dem 11. November 1954 wird im Heizkraftwerk an der Friedensbrücke Strom produziert und mit der gewonnenen Fernwärme die Innenstadt beheizt. Seit einigen Jahren erfolgt die Stromproduktion nicht mehr durch Kohle, sondern mittels zweier moderner und effektiver Gas- und Dampfturbinenanlagen.

Im Jahr 2003 begannen die Umbauarbeiten, in deren Verlauf auch die drei “nur” 70 Meter Schornsteine auf unserem Rätselbild an die Stelle des früheren, erheblich höheren Schornsteins erbaut wurden.

Unsere Frage, heute wieder für Mathematiker: Wie hoch war der Turm des Heizkraftwerks, als statt Dampfwolken noch Kohle-Abgase vor den Weinbergen zu sehen waren? Die Quersumme der Zahl weist auf den Buchstaben hin, der in der Lösung an 31. Stelle zu finden ist.

Claudia, Michael, Martin und Matthias gegen die CSU


Die Landtagswahl wirf ihre Schatten voraus, der Wahlkampf läuft langsam warm. Heute war Claudia Roth in Würzburg, um den Kandidaten der Grünen ein wenig unter die Arme zu greifen — nicht einmal angefordert, sondern aus Eigeninitiative. Leider hatte ich nur wenig Zeit zuzuhören, die Mittagspause war kurz. Ich habe noch Michael Gerr mitbekommen, der über Lüge und Wahrheit philosophierte, da kam ich in meiner mittäglichen Koffeintief aber nicht mit. Dann eine ganz kurzer Auftritt vom Würzburg-Land-Kanidaten Martin Heilig und dann kam auch schon Claudia Roth, nachdem die Lautsprecher von den Marktständen weggedreht wurden — denen wurde es beim Gurkenverkauf zu laut. Die Veranstaltung war überhaupt sympathisch unspektakulär inszeniert, die Redner bis auf Herrn Gerr standen auf umgedrehten Getränkekisten und als Pult diente eine Notenständer.

Inhaltlich natürlich wenig Überraschendes: CSU weg, Grüne her, Huber schlecht, Beckstein schlecht, SPD und  FDP waren nicht einmal wert beschimpft zu werden, Klimaschutz wichtig, erneuerbare Energien gut, Atomstrom schlecht. Dann war meine Mittagspause auch schon vorbei.

Überrascht war ich dann aber doch, als durch die Lautsprecher die Verbindung zwischen den Grünen und EON aufgezeigt wurde. Skandal! 😉

Stromausfall in Würzburg


Ab ungefähr 10.00 Uhr gingen bei uns im Büro in der Veitshöchheimer Straße die Lichter aus — der Strom war weg. Und wie wir dann gesehen haben, in der ganzen Straße. Und wie wir dann gehört haben, in ganz Würzburg. Und ohne Strom geht in einem Büro heutzutage gar nichts mehr, darum ging fast das ganze Haus auf die Straße, um die ungewohnte Morgensonne zu genießen. Da sahen wir aus dem Heizkraftwerk enorme Dampfschwaden aufsteigen. Allerdings nicht aus den drei Schornsteinen, sondern irgendwo aus dem Dachbereich. Ein Fahrzeug der WVV raste heran, aber keine Feuerwehr — scheint also nicht wirklich schlimm zu sein. Die Arbeiter, die wir im Hof angetroffen haben, wussten allerdings von nix.

Vor 20 Minuten kroch der Strom wieder in unser Haus zurück und ich konnte das Servicetelefon der WVV erreichen. Die Mitarbeiterin dort erzählte mir etwas von Stromschwankungen, die die Leitungen “dicht machten”. Diese Aussage interpretiere ich mal so — sie hat keine Ahnung. Sie klang auch etwas gestresst, denn sie selbst hatten zu dem Zeitpunkt selbst keinen Strom im Servicezentrum. Sie wusste auch nicht, ob der Dampfwolke am Heizkraftwerk mit dem Stromausfall im Zusammenhang steht. Muss sie aber auch nicht, vielleicht hat sie mit dem Einbau der neuen Turbine zu tun. Wer weiß. Sah eh nur nach Wasserdampf aus.

Update: Der Stromausfall scheint “nur” den Bereich um den Bahnhof betroffen zu haben. Wie schön.

Update II: Gerade kam eine Mail rein, dass wohl wirklich der Bahnhofsbereich mit Innenstadt, die Zellerau und Hochberg betroffen war. Ursache — soweit man es schon sagen kann — war eine Panne im Umspannwerk neben dem Heizkraftwerk. Die Dampfwolke war also scheinbar nur zufällig zur selben Zeit da.