Suchanfrage des Tages

oden lautsch in würzburg disch am sonntag

Da ist jemand von Google mit diesen Suchbegriffen  auf dem Würzblog gelandet. Ich hau mich weg! 🙂

Roller-Reißaus

Ok, es steht schon mal ein Pferd auf dem Flur — zumindest häufen sich zu dieser Jahreszeit die Pferdesichtungen, da werden sogar Lieder von gesungen –, aber warum steht ein Roller in der Sanderau? Und das mitten in der Nacht, wo andere Pferde schon schlafen.  Wer sein Gefährt vermisst — es steht oder stand an der Haltestelle Ehehaltenhaus.

Ich habe es nachts noch gefüttert und ihm gut zugeredet, aber das Zuckerbeutelchen, das ich ihm angeboten habe, das hat es verweigert. Hoffentlich streunt es jetzt nicht in der Sanderau herum und durchwühlt die Mülltonnen oder erschreckt alte Omas.

Roller in der Sanderau

Grandioser Gitarrist gesucht

Da schickte einen Mutti 12 Jahre zum Gitarrenunterricht, aber außer bei Familienfesten durften man nie zeigen, was für ein Hendrix in einem schlummert? Jetzt gibt es in Würzburg eine Chance: Band sucht Gitarristen.

Guten Tag! Nur eine Frage: Du hast eine Gitarre, kennst folgende Lieder und kannst sie auf der Klampfe spielen?

Papa was a rolling stone  (Lee Ritenour), Use me (Ida Sand), Black crow (Diana Krall), Spain (Al Jarreau), Diggin in the dirt (Peter Gabriel), Supernatural (Robben Ford), This velvet glove (Red Hot Chilli Peppers), Beliefe (John Mayer), Need no doctor (John Scofield), Tore down house (Scott Henderson), Kidz (Jamiroquai), Cornflake girl (Tori Amos), Sister moon (Sting/Herbie Hancock), Belle Affaire und let it flow (Tab Two)

Noch dabei? Gut! Denn die Band “Let It Flow” suchen einen Gitarristen, denn sie haben schon eine Sängerin, einen Bassisten, Keyboarder und Drummer — “alles sehr erfahrene und gute Musiker” (Zitat, Wahrheitsgehalt unbestätigt). Was sie also brauchen, ist ein Gitarrist oder eine Gitarristin, die die obigen Lieder drauf hat — oder zumindest kennt und mag. Einen Proberaum gibt es auch, in der schönen Sanderau, die spätesten ab nächster Woche der lässigste Stadtteil in ganz Würzburg ist.

Möchtegern-Let-It-Flow-Gitarristen mögen sich bei Timo per E-Mail melden (Spamschutz). Wobei ich ja für ein öffentliches Casting wäre, eine Guitar-Casting-Couch! Bitttteeeeee! 🙂

(Artikelbild von Silas Bahr)

Freidach der Radsuchenden

Suchst du Rad? Oder suchst du Rat? Im Fränkischen ist das eh wurscht und morgen der Tag für beides.

Morgen, 5. November 2010, veranstaltet die Grüne Hochschulgemeindegruppe wieder ihre Fahrradbörse, eine gute Gelegenheit, halbwegs günstig an einen Drahtesel zu gelangen. Los geht es um 14.00 Uhr vor dem Studentenhaus — nicht zu spät hingehen, sonst sind die schönsten Esel schon weg.

Mit dem neuerworbenen Rad geht es dann ab zum Rat. Denn den gibt es in der Sanderstraße im Zeychen & Wunder, wo ab 15.00 Uhr Professor Ohrengold, das fränkische Oragel, dem gemeinen Volk mit seiner unermesslichen Weisheit zu Diensten ist. Für einen symbolischen und heiligen Obolus von 3 € wird das Oragel dir Antworten auf Fragen geben, von denen du nicht einmal gewusst hast, das du sie stellen könntest, untermalt mit Schreibmaschinengeklapper und den sphärischen Klängen des demütigsten aller Tempelmusiker, DJ Reblaus.

Dem Oragel kann man auch noch am Samstag, 6. November , von 15.00 bis 18.00 Uhr und am Montag, 8. November,  von 15.00 bis 19.30 Uhr huldigen und um Rad Rat fragen.

Psst, Musiker?

Wie stelle ich die Frage, ohne zu viel zu verraten? Denn eine Person könnte das lesen, die es nicht lesen soll. Ich versuch es mal.

Da kam eine Anfrage per Mail an mich, ob ich ein bis drei Musiker kenne, die bei einer … “Veranstaltung” ein paar, wirklich nur ein paar romantische Stücke für ein kleines Taschengeld spielen können und wollen. Kann klassisch sein, muss aber nicht. Zeit und Ort wäre ein Samstag Mitte Oktober in der Würzburger Innenstadt. Das Ganze soll eine Überraschung sein, deswegen die Geheimniskrämerei.

Also wie sieht es aus? Hat jemand Zeit und Lust? Falls ja, dann schreibt eine E-Mail an ralf@wuerzblog.de, ich kann euch dann noch ein paar Details verraten und den Kontakt mit der “Auftraggeberin” herstellen.

Würzburger Wissen

Warum heißt der Leutfresserweg Leutfresserweg? Welche Kneipen gibt es in Würzburg? Wieso liegen auf dem Grab von Walter von der Vogelweide meistens Blumen? Wie sah die Augustinerstraße vor 1945 aus?

Fragen über Würzburg gibt es viele — kleine wie große. Fakten gibt es auch viele, die sind aber verstreut in Büchern, Broschüren, Webseiten, Köpfen und weiß der Herr noch wo. Also höchste Zeit, das Wissen mal zu sammeln. Und was böte sich da besser an, als ein Stadtwiki? Jeder kann ein wenig Informationen beitragen. Eine Beschreibung deiner Lieblingskneipe? Klar, solange es nicht in Werbung ausartet. Du hast aus Schulzeiten noch ein Referat über die Festung Marienberg? Her damit.
Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhe. Oder vielmehr werden sogar die Kinderschuhe erst gestrickt. Aber irgendwann muss auch das größte und tollste Projekt mal anfangen. 😉

Der Menge an potenziellen Informationen nach ist das ein Mammutprojekt und ein Fass ohne Boden. Und um es klar zu stellen: das ist nicht mein Projekt. Als Einzelner hat man nicht den Hauch einer Chance, etwas halbwegs brauchbares auf die Beine zu stellen. Aber je mehr mitmachen, desto besser und sinnvoller kann es werden.

Wer mal ein funktionierendes Stadtwiki sehen will, kann sich das von Karlsruhe mal anschauen, das älteste seiner Art in Deutschland. Ob das Würzburger so ähnlich aufgebaut sein oder ganz eigene Wege gehen wird, das liegt nur an denen, die mitmachen.

Es werden also gesucht:

  • Leute, die Inhalte schreiben
  • Leute, die Inhalte überprüfen und korrigieren
  • Leute, die Inhalte strukturieren
  • Leute, die die Seite optisch gestalten
  • Leute, die das Wiki technisch administrieren
  • und am besten auch Leute, die einen eigenen Server zur Verfügung stellen

Wer sich am Würzburg-Wiki beteiligen will, der kann sich dort anmelden und mal das Autoren-Portal besuchen. Wer mit Wikis noch keine Erfahrung gemacht hat, der kann mal im Sandkasten herumspielen.

Blogoscoop und auch ein wenig regionaler Bezug

Die Lücke, die das Ende von Blogscout in der deutschen Blogosphäre hinterlassen hat, konnte lange Zeit nicht geschlossen werden. In Hinsicht der Blogbeiträge ist sie von Rivva geschlossen worden, wenn auch auf etwas andere Weise, aber in Sachen Blogverzeichnis und — gaaaaanz wichtig 😉 — in Sachen Blog-Schwanzvergleich gab es seitdem nichts, was zumindest mir gefiel.

Seit letzter Woche ist aber blogoscoop öffentlich nutzbar geworden. Hier kann man sein Blog — oder seine Blogs — völlig kostenlos eintragen, die RSS-Feeds für Beiträge und/oder Kommentare angeben, Schlagworte und Beschreibungen für das Blog vergeben und wenn man will, auch Geo-Koordinaten, um es auf einer Karte anzeigen zu lassen. Und einiges mehr.
Man kann auch andere Blogs beurteilen nach Eindruck, Nachricht, Meinung und Verlinkung.

Diese Daten werden dann von blogoscoop herangenommen, um zu berechnen, wieviel Seitenaufrufe (pi) das Blog hat, wieviele Kommentare eingehen, wie das Ranking in anderen Verzeichnissen (google, rivva, technorati, etc.) ist. Für Statistiker und Zahlenfetischisten interessant ist dann auch die kumulierte Statistik, also wieviele Artikel im Schnitt in einem Blog geschrieben werden, wieviele Seitenaufrufe das Durchschnittsblog hat, die Verteilung Männlein und Weiblein inklusive der Themen.

Für einige ist sie totalsuperwichtig — die Liste der meistgelesenen Blogs. Schwanzvergleich pur! Alle Blogs, die ein blogoscoop-Banner auf ihrer Seite haben, werden hier nach Seitenaufrufen pro Monat sortiert dargestellt. Für mich ist das nicht so interessant, denn selbst mit einem ganz gut laufenden Placeblog habe ich nicht den Hauch einer Chance in die oberen Ränge vorzustoßen — da ist beim Würzblog schon per Definition die Zahl der potenziellen Leser nicht allzu hoch. Aber für den einen oder anderen mag das recht spannend sein.

Interessanter ist die Ranking-Seite, bei der man etwas differenzierte Ranglisten erstellen kann. Welches ist das älteste Blog aus Bayern, das sich mit Kultur beschäftigt? Diese Kriterien kann man sich schön zusammenklicken und bekommt dann die passende Liste. Nett, sehr nett.

Für mich als Placeblogger ist die Funktion sehr nett, dass blogscoop angibt, welche Blogs geographisch in der Nähe sind — sofern die Blogger die Koordinaten ihres Blogs angegeben haben. Noch habe ich da keine neuen Blogs gesehen, aber mit knapp 2000 registrierten Blogs steht der Dienst auch noch am Anfang.

Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Seite ist noch recht hoch, in der letzten Woche wurde schon fleißig an Verbesserungen gebastelt.

Ein wirklich schöner Dienst, den uns Martin Kunzelnick & Co da zur Verfügung stellt. Nichts wirklich wichtiges, aber nett zum Spielen und Stöbern, manchmal sogar informativ. Nicht perfekt, aber auf einem guten Weg dahin. Was mir noch nicht gefällt?

  • Die Zahl der Seitenaufrufe enthält auch die Aufrufe des Bloggers selbst, was die Zahl schon mal massiv verfälschen kann, wenn man selbst auch gerne auf dem eigenen Blog herumturnt.
  • Die Bewertung der anderen Blogs ist mir nicht verständlich. Was bewerte ich da eigentlich? Vielleicht ist Bewertung überhaupt der falsche Audruck. Bis auf für den Punkt “Eindruck” (Mag ich, mag ich nicht) sind es mehr Einschätzungen hinsichtlich der Themenvielfalt, der Objektivität und der Verlinkungsfreudigkeit (von der nicht mal weiß, warum die wichtig sein sollte).
  • Fünf Schlagworte zur Beschreibung des Blogs sind mir zu wenig. Die doppelte Anzahl würde eine etwas feinere Suche ermöglichen. Wenn die Zahl der registrierten Blogs mal deutlich ansteigt, dann kommt man mit dem Tag “Internet” nicht mehr weit.
  • Das freie Taggen erschwert die Suche etwas. Vergebe ich ans Würzblog das Schlagwort “Placeblog” oder “Stadtblog”. Bei nur fünf möglichen Tags muss ich mich fast für eines entscheiden, bin dann unter dem anderen aber nicht zu finden. Wobei ich da nicht weiß, wie man das Problem lösen kann. Synonymlisten entstellen? Sehr aufwändig. Schlagworte vorgeben? Zu eng, auch blöd.

Nicht viel Kritik so auf die Schnelle, aber ist ja ok. 😉

Ich hoffe nur, dass es den Dienst mindestes so lange geben wird wie Dirks Blogscout. Oder am besten noch viel länger.