Kopfhörerparty und -konzert mit Tex im Pleicherhof

Morgen, 26. Februar 2008, findet um 21.00 Uhr im Pleicherhof ein Konzert statt. Klingt erst mal nicht ungewöhnlich und der Künstler sogar gut: Tex. Aber was ungewöhnlich sein wird: das Konzert und der DJ-Mix nach dem Konzert werden nicht über die üblichen Lautsprecher in den Keller geblasen, sondern über Funk übertragen, die jeder Gast sich über einen Radio mit Kopfhörern reinziehen kann. Eine Kopfhörerparty. Es wird also im Raum recht leise sein, jeder die Musik aber laut hören. Klingt komisch, ist aber so. Radio und Kopfhörer sollte man mitbringen (Radio im Handy tut’s ja auch), ein paar Miniradios kann man sich aber auch leihen.

Sowas gibt es in anderen Städten schon etwas länger und scheint ein ungewohntes, aber recht originelles Tanz- und Musikerlebnis zu sein. In Würzburg hab ich zumindest noch nicht mitbekommen, dass es sowas schon mal gab.

Ich kann mir das noch nicht so recht vorstellen, wie das sein wird, aber ist ein Grund mehr mal hinzugehen und es auszuprobieren. Und die Musik scheint darüber hinaus auch noch zu passen. Und der Eintritt ist auch noch frei. 🙂

Update: Wie ich gerade erfahren habe, ist das Konzert von Tex noch ohne Kopfhörer, dafür akustisch und unverstärkt. Kopfhörer dann erst zur Party danach.

Programm für das Stadtfest in Würzburg 2007 – ein Bausatz

Das Programm für das Stadtfest 2008 ist hier zu finden.

Auf den Webseiten des Veranstalters des Würzburger Stadtfests, dem Verein “Würzburg macht Spaß” (Oder — wenn auch falsch — Spass? Sie können sich scheinbar nicht recht entscheiden), wird der Grieche Perikles mit folgenden Worten zitiert “Wer an den Dingen seiner Stadt keinen Anteil nimmt, ist nicht ein stiller Bürger, sondern ein schlechter!”.

Dann nehme ich mal am Fehlen einer Onlineausgabe des Programms zum Würzburger Stadtfest 2007 Anteil und versuche, es nach und nach zusammenzustückeln. In den Kommentaren darf gerne mitgeholfen werden. 😀 Und ich versuche mal so ein ominöses Programmheft zu organisieren oder zumindest morgen die Mainpost-Beilage.

Update I: Nachdem ich nach langer Suche wenigstens den Frizz-Stadtfestguide (einen Dank an die Redaktion für die Mühe) beim Frisör meines Vertrauens fand — beim offiziellen Programm hatte ich kein Glück–, habe ich die fehlenden Veranstaltungen soweit ergänzt.

Update II: Weil es nur eine Copy & Paste-Aktion war, gibt es als Bonus noch eine kleine Google-Map mit den Plätzen und deren Programm.

Update III: Wer mir für das Programm hier danken will, darf mir au dem Stadtfest unaufgefordert alkoholische und von mir aus auch nichtalkoholische Getränke in die Hand drücken … 😉

Freitag

16.15 Uhr Push (Oberer Markt)
17.00 Uhr Solid Ground (Vierröhrenbrunnen)
18.00 Uhr – 23.00 Uhr Rossinis (Sternplatz)
19.00 Uhr – 22.00 Uhr Mariachi Acapulco (Karmelitenstraße, Enchilada)
19.10 Uhr Showtanz Las Candelas (Oberer Markt)
19.30 Uhr – 22.30 Uhr Die Partyvögel (Oberer Markt)
20.00 Uhr – 22.30 Uhr The Fab Four (Vierröhrenbrunnen)

Samstag

Musik

9.30 Uhr – 11.15 Uhr Chocola (Vierröhrenbrunnen). Hingehen, sie hat sich extra per Mail gemeldet! 😀
10.00 Uhr – 16.00 Uhr Crash Kidz, Slidin’ Nasty, Paikea (Sanderstraße)
11.15 Uhr Music- and Drumcorps Versbach (Semmelstraße)
11.15 Uhr Klarinettenensemble der Musikschule Würzburg (Barbarossaplatz)
12.00 Uhr – 15.00 Uhr Rossinis (Oberer Markt)
13.00 Uhr – 16.00 Uhr jede volle Stunde Grupo Danzaluna — Flamenco (Eichhornstraße)
13.15 Uhr Music- and Drumcorps Versbach (Barbarossaplatz)
14.00 Uhr Irial (Augustinerstraße/Bockgasse (Chase))
15.15 Uhr Monika und David Zepeda singen Musicals (Barbarossaplatz)
15.30 Uhr Pleichfelder Alphornbläser (Vierröhrenbrunnen)
15.30 Uhr New-K-Karaoke (Sternplatz)
15.30 Uhr – 16.30 Uhr Omni-Blues-Band (Bockgasse beim Chase)
15.40 Uhr Mousobengadi, Trommelgruppe (Semmelstraße)
16.00 Uhr Bläserorchester der Musikschule Würzburg (Barbarossaplatz)
16.10 Uhr Gypsys (Oberer Markt)
16.00 – 18.00 Uhr Red Pack (Vierröhrenbrunnen)
16.00 – 19.00 Uhr Mariachi Acapulco (Karmelitenstraße, Enchilada)
16.30 Uhr – 18.00 Uhr Double Whirlpool Band (Bockgasse beim Chase)
17.00 Uhr Akkordeonorchester des Musikinstituts Marktheidenfeld (Barbarossaplatz)
17.00 Uhr Karaoke (Sanderstraße)
18.15 Uhr Bigband “Route 66” der Musikschule Würzburg (Barbarossaplatz)
18.30 Uhr Niterain (Sternplatz)
19.00 Uhr just4friends (Vierröhrenbrunnen)
20.00 Uhr Melibokus (Oberer Markt)
20.00 Uhr No Restrictions (Obere Bockgasse, beim Chase)

Sport und Tanz

10.30 Uhr Twirling- und Tanzshows (Spiegelstraße)
11.15 Uhr Show Tanzschule Hartung und Walzerwettbewerb (Vierröhrenbrunnen)
12.00 Uhr Taekwondo-Gruppe TG Höchberg (Vierröhrenbrunnen)
12.00 Uhr Vorführung Ballettschule Klein-Langer (Barbarossaplatz)
12.20 Uhr Tanzclub Rot-Gold (Vierröhrenbrunnen)
12.25 Uhr Show Taekwondo-Center Fehrer (Barbarossaplatz)
12.30 Uhr Show Tanzschule Hartung (Barbarossaplatz)
12.40 Uhr Show Tanzschule Bäulke (Vierröhrenbrunnen)
13.00 Uhr Vorführung Fitnessstudio Wöhrle (Vierröhrenbrunnen)
13.00 Uhr – 16.00 Uhr jede volle Stunde Grupo Danzaluna — Flamenco (Eichhornstraße)
13.30 Uhr Rhönradturnen (Semmelstraße)
13.40 Uhr L.A. Dance Company (Vierröhrenbrunnen)
13.45 Uhr Würzburg Whirlers (Barbarossaplatz)
14.10 Uhr Sanna und die Meharis, orientalischer Tanz (Barbarossaplatz)
14.15 Uhr LifeStyle-Showprogramm (Sternplatz)
14.40 Uhr Madex-Lasers Cheerleadings (Vierröhrenbrunnen)
15.00 Uhr Kampfkunst- und Tanzshows (Semmelstraße)
12.25 Uhr Show Taekwondo-Center Fehrer (Vierröhrenbrunnen)
15.40 Uhr L.A. Dance, HipHip, Streetdance (Barbarossaplatz)
15.45 Uhr Salsa mit Jürgen Schweizer (Vierröhrenbrunnen)
15.50 Uhr Tanzeinlage Las Candelas (Oberer Markt)
16.00 Uhr Kampfkunst- und Tanzshows (Semmelstraße)
19.10 Uhr L.A. Dance, Tania Ferrante
19.35 Uhr Breakdance “Walk on air” (Oberer Markt)

Sonstiges

10.30 Uhr Eröffnung durch OB Pia Beckmann (Sternplatz)
11.00 Uhr ADAC-Show (was immer das sein soll) (Sternplatz)
12.45 Uhr Frisieren für den guten Zweck (nichts für mich 😉) (Sternplatz)
14.00 Uhr Kabarett mit Phillip Weber (Vierröhrenbrunnen)
14.40 Uhr Zaubershow (Semmelstraße)

Unbestimmt

Vermutlich Samstag


Samba Osenga (Spiegelstraße)
Bungeetrampolin (Eichhornstraße)
Kinderkarussell (Dominikanerplatz und Barbarossaplatz)
Seat-Roadschow (Neubaustraße)
Sporttanzgruppe (Wachendorf Eichhornstraße)

Alle Angaben natürlich ohne Gewähr — wo kommen wir denn hin? Oder mit der Web2.0-Sprache zu reden: Beta! 😉

Wer will, darf, wer nicht will, darf was anderes

So, Fleisch ist gekauft und etwas ähnliches wie Tsatsiki ist entstanden (schon blöd wenn man vergisst den Quark zu kaufen) und ich harre auf Rööö, um mit ihm zu Liliana zum Grillen zu fahren und danach auf das Bloggertreffen ins Immerhin.

Für alle, die den Abend auf Biegen und Brechen nicht im Umfeld der Publizisten-Elite Würzburgs verbringen wollen, gibt es drei Möglichkeiten:

Der 1. Hafensommer am Alten Hafen Würzburg

Das ist ein Beitrag zu Hafensommer 2007.
Beiträge zum Hafensommer 2008 gibt es hier.

“Zwingend”, “zwingend” und … “zwingend” nannte Muchtar Al Ghusain die kulturelle Nutzung des Areals beim Heizkraftwerk im Würzburg. Und das kann ich nur unterstützen, liebe ich das Gelände schon länger.

schwimmende BühneEinen Anfang macht jetzt der Hafensommer im Alten Hafen, der vom 26. Juli 2007 bis zum 26. August 2007 fast jeden Tag Konzerte, Kabarett, Theater, Kino oder Tanz auf einer schwimmenden Bühne am Heizkraftwerk veranstaltet, mit weiterem Programm im Kulturspeicher, im Bockshorn und auf der Arte Noah. Apropos veranstaltet: Die Stadt gibt die Planung und Durchführung nicht an einen externe Eventagentur ab, sondern tritt mal selbst als Veranstalter auf.

Bei der gestrigen Pressekonferez im Lumen — wo man erfreulicherweise rauchen durfte, Hurra! — kam heraus, dass das Ganze recht kurzfristig geplant wurde. In nur drei Monaten wurde das Konzept und Programm auf die Beine gestellt. Da fragt man sich schon, warum das so knapp sein musste, schließlich ist die Treppe und der Platz am Kraftwerk schon eine ganze Weile fertig. Aber gut, besser so als gar nicht.

Als Zielgruppe hat die Stadt mehr das “Mittelalter” im Blick, also die 30 – 40-jährigen. Also mich. Obwohl mich das Programm nicht unbedingt auf die Knie sinken und mein demütiges Haupt in Richtung Rathaus neigen lässt, so gibt es doch für mich auch nette Programmpunkte. Dennis Schütze spielt mal wieder auf, zu dem ich jetzt ohne den Anschein der Hoffnung auf Gnade ins Konzert kann. 😉 Erika Stucky sieht und hört man auch nicht alle Tage in Würzburg mit ihrer Performance. Und den Würzburger Theaterklassiger “Der fliegende Würzburger” habe ich auch noch nicht gesehen.

Frau BeckmannIch bin gespannt auf den Hafensommer. Wenn das Wetter passen sollte, die Leute nicht zu knapp bei Kasse sind (Eintrittspreise von 6 € bis 14 €) oder die Stadt es organisatorisch vergeigen sollte, könnte das wirklich ein netter Sommer am Alten Hafen werden. Aber wenn es nach Frau Beckmann und Herrn Al Ghusain gehen sollte, dann wird der Hafensommer so oder so kein One-Hit-Wonder. Der Ausbau des Alten Hafens macht nur Sinn, wenn dort auch weiterhin etwas passiert. Das ist zwingend.
Schau mer ma!

Bilder von der Pressekonferenz hier. Das Programm des Hafensommers hier (fleißig scrollen ;-)).

Kulturpendler

Der Samstagabend war in Würzburg ja von zwei Kulturextremen gezeichnet — dem Dencklerblockfest und der langen Kulturspeichernacht.

Die Bulletmonks

Im Dencklerblock in der Zellerau haben wir uns mit Frau Schaaf getroffen und im Laufe des Abends auch noch über Matze und Flocu gestolpert.

Lockerer kann man sich eine Atmosphäre bei einem Fest kaum vorstellen. Die Leute haben sich einfach in den Hof gesetzt, gelegt oder gestellt, Decken, Stühle und Sofas mitgebracht und den verschiedenen Bands gelauscht. Und da war wirklich was geboten. Schwer begeistert war ich von den Bulletmonks, die hart, aber sehr fein abgerockt haben. Aber auch Paper Palace und Styckwaerk waren nicht von schlechten Eltern.

Ein leidiges Thema für mich bei solchen Festen ist die Getränkeauswahl. Bier gab es reichlich — aber damit kann man mich jagen. Wein gab es nicht, so musste ich mich über den Abend mit Jägermeister und Ramazzotti retten. Ein paar wenige nur. 🙂

Den UnterWeitergang des Fests kann man im Dencklerblog nachlesen.

Lange Kulturspeichernacht 2007Um kurz nach 23 Uhr habe ich mich auf die andere Mainseite begeben. Und damit in ein ganz anderes Ambiente. Anlässlich der langen Kulturspeichernacht wurde das Museum in ein wechslendes Farblicht getaucht — sah wirklich schön aus. Im Eingangsbereich erhielt man nach dem schmerzlichen Verlust von satten 9 € ein Armbändchen, mit dem man in den Kulturspeicher, Tanzspeicher und ins Bockshorn durfte. Bis auf einen kurzen Ausflug in den Tanzspeicher bin ich vor allem im Museum geblieben. Doch habe ich mich schon gefragt, warum?
Für die späte Uhrzeit war einfach zu wenig geboten. Der Saxophonspieler zur musikalischen Unterhaltung war nicht schlecht, aber zu so später Stunde einschläfernd.
Vielleicht war es auch nur der Kontrast zum Dencklerblockfest, aber ich fand die Speichernacht etwas langweilig. Da haben auch die Tänzer und Feuerschwinger nicht geholfen.
Entweder sollte die lange Kulturspeichernacht nächstes Jahr wieder früher beginnen, oder es müsste für meinen Geschmack ein fetzigeres Programm mit Wachhaltepotenzial her.


Bilder von der langen Kulturspeichernacht