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Le théâtre dans la cour de lierre

Die Saison hat begonnen, im Efeuhof im Würzburger Rathaus ist wieder in der Hand des Theater Ensembles. Auf dem Programm steht — nur kurz unterbrochen vom Konzert von “Jazz in Baggies” — das Stück “Der Menschenfeind oder Der verliebte Melancholiker” von Molière, dem alten Franzosen.

Ganzkurzfassung: Der Protagonist der bald 350 Jahre alten Komödie ist stolz darauf, nicht zu heucheln, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und den Leuten nur die Wahrheit zu sagen — was bei der eher feinen Gesellschaft nicht immer ganz so gut ankommt.

Könnte lustig sein, ich werde mit das Stück auf jeden Fall die nächsten Tage anschauen, die Aufführung im Efeuhof fand ich die letzten Jahre immer ganz schön. Gespielt wird bis Mitte Juli immer Mittwoch bis Samstag um 20 Uhr. Der Eintritt kostet regulär 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Muss mal schauen, ob ich im Moment als Auszubildender zähle … 😉

Der Menschenfeid (Pfeil) im Efeuhof (ohne Pfeil)
Der Menschenfeid (Pfeil) im Efeuhof (ohne Pfeil)

Würzburg, KW 3 – Was geht?

Show20150113_kleinSchauen wir doch mal in die nächste Woche in Würzburg — was steht an?

Improtheater zum Beispiel. Am Dienstag, 13. Januar 2014, tritt die Impro-Gruppe “Zehn vor acht” auf der Kuzu-Bühne im Chambinzky gegen die Aschaffenburger von Zapzarab an. Um wieviel Uhr es losgeht? Wann wird die Show von Zehn vor acht wohl losgehen …?

Am selben Tag ist auch Impro auf der kleinen Studiobühne im CairoTisch 46” hat sich ab 19.30 Uhr  das Thema Jahreswechsel vorgenommen.

Das gleiche Thema, nur im Theater Ensemble und mit der Impro-Gruppe “Damenwahl” gibt es am am Samstag um 20 Uhr.

Wer dann von Impro noch nicht genug hat, der kann am Donnerstag, 15. Januar, in die Kellerperle. Denn da findet ab 20 Uhr Ein durchschnittlich großes Desaster” statt, ein Improwettstreit.

Jetzt aber mal zur Musik. Einfach nur entspannen und gemütlich zuhören kann man — und mache auch ich manchmal — am Montag bei der Jam-Session der Würzburger Jazz-Initiative im Wunschlos Glücklich in der Bronnbacher Gasse.  Um 19.30 Uhr geht es los, Mitspielen erlaubt.

Indie-Rock und -Pop ist am Samstag, 17. Januar, in der Kellerperle angesagt. Auf der Bühne unter der Stadtmensa stehen die Band “Drunken Bear” und die wundervolle Karo, die ich ja schon lange nicht mehr gesehen und — zumindest live — gehört habe. Einlass ist um 20 Uhr.

Im AKW habe ich sie kennengelernt und ich gestehe, ich freue mich über ihre Auferstehung —  die 68er-Party Children of the Revolution.  Am Samstag, 17. Januar, lebt die Musik, die sogar älter ist als ich, in der Posthalle wieder auf.

Wer Lesungen mag: Am Donnerstag, 15. Januar, lädt der Würzburger Autorenkreis ab 19.30 Uhr zum Literarischen Neujahrsempfang in den Max-Dauthendey-Saal der Stadtbücherei Würzburg. Es lesen aus ihren Texten: Amadé Esperer, Rainer Greubel, Johannes Jung und Ulrike Schäfer und Elisabeth Stein-Salomon erzählt was zu “Würzburg liest ein Buch“. Der Eintritt ist frei und Wein gibt es auch. 🙂

… wird fortgesetzt …

Würzburg, was geht diese Woche?

Aktualisierung vom 10.11.14 um 18.50 Uhr

neue_faelle_fuer_sherlock_holmesSo, was ist denn in dieser Woche in Würzburg los? Außer Sankt Martin und dem Beginn der vermaledeiten Faschingszeit.

Fangen wir doch mal mit Theater an. Über “Lolita strikes back” hab ich schon geschrieben, das kann man sich in am Donnerstag und Freitag im Theater Ensemble anschauen.

Auf meiner persönlichen To-Do-Liste steht auch noch “Neue Fälle für Sherlock Holmes” auf der kleinen KuZu-Bühne unter dem Chambinzky. Regisseurin Cornelia Wagner hat mir gesagt, dass das Stück toll ist, welch eine Überraschung! 😉

Wer es ein bisschen lockerer braucht, der kann sich am 11.11. zum Tag der Salzstangen — ja, den gibt es wirklich — um 19.50 Uhr Improtheater von der Gruppe “10 vor 8” gönnen. Ebensfalls im KuZu/Chambinzky.

Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat — das Land feiert 25 Jahre Mauerfall. Und deswegen darf man am Montag für den Frieden laufen, beim “Walk for Peace” vom Berliner Ring zur Posthalle.

1-Bitcoin-Qt 09.11.2014 201355Musik gibt es auch. Am Freitag kann man sich zum Beispiel zwischen linken Hiphop mit “Neonschwarz” im Cairo oder der Afro Night im B-Hof entscheiden.

Oder in den Staatlichen Hofkeller gehen. Da ist der Benfiz-Abend der deutsch-finnischen Gesellschaft. Es gibt argentinischen und finnischen (!) Tango und Jazz von und mit Tuija Komi und Vlad Cojocaru, die Schauspielerin Maria Brendel vom Mainfranken Theater liest noch Texte aus und über Finnland. Ob es Wodka geben wird, weiß ich nicht.
Der Eintritt kostet stolze 23 Euro — es ist eben eine Veranstaltung für zwei gute Zecken, dem Mwanza e.V. und die Heuchelhof Dragons.

Wird noch ergänzt … Vorschläge willkommen! 🙂

Update 1

Dankenswerterweise gab es noch ein paar Vorschläge:

Am Dienstag trifft sich im Weinkeller des Greifensteiner Hof wie alle Nase lang die Würzburger Sprachrunde, wo ich auch schon mal referieren durfte. Das Thema lautet diesmal:  Was macht eigentlich ein Synchronsprecher? Und wie ist die Ausbildung dazu? Daniel Klein weiß Antworten darauf, darum ist er Gast an diesem Abend.

Die Neuauflage der Poetry-Slam-Show “Bube, Dame, Ritter” mit Marvin Ruppert, Pauline Füg und eben Christian Ritter gibt es am Mittwoch ab 20.15 Uhr in der Kellerperle. Als Gast ist diesmal noch mit dabei Stefan Dörsing, “lebende Beatbox und Rap-Poet aus Wetzlar”.

Tommi hat mich im Kommentar beschämt, denn wie konnte ich das nur vergessen? Am 15. November — also an diesem Samstag — feiert die Band Q.Age im Rahmen von “Wü meets” im Cairo ihren 15. Geburtstag. Als Gäste mit auf der Bühne sind Starprimate und die drei Irren von Grombira. 😉

Experimentell und stark gespielt: Lolita strikes back

Gestern war ich im Theater Ensemble. Genauer gesagt, in der neuen alten Studio-Bühne, wo ich mir das Stück “Lotila strikes back” angeschaut habe.

Lolita strikes backNun muss ich gestehen, dass ich den Roman “Lolita” von Vladimir Nabokov nie gelesen habe und die Verfilmung von Stanley Kubrick vor über 20 Jahren gesehen habe. Darum habe ich bestimmt einige Bezüge, Verweise und Anspielungen in “Lolita strikes back” nicht erkannt.

Aber das ist in meinen Augen nicht so wichtig. “Lolita strikes back” ist eher experimentelles Theater, eine wirklich klare Handlung im klassischen Sinn gibt es dort nicht. Es werden Fragmente und Szenen aneinander gereiht, die sich mit der Lolita-Thematik beschäftigen. Von Männern, die sich fast schon poetische-erotische zu jungen Mädchen hingezogen fühlen über das Benutzen von Frauen bis hin zum brutalen und inzestuösen Missbrauch einer Tochter, der an den Fall in Österreich erinnert. Lolita strikes backUnd über allem schwebt die älter gewordene Lolita, die das Geschehen kommentiert.  Schwerer Stoff also, der dem Zuschauer in großen Textflut teilweise bunt, schrill und stellenweise absurd serviert wird. Und wer Probleme damit hat, Worte wie “Ficken” und “Fotze” vorgesetzt zu bekommen, der dürfte bei dem Stück ein paar mal zusammenzucken. Ich habe nicht gezuckt! 😉

Es war für mich ein wenig schwer, dem Stück zu folgen. Leichter ging es für mich nach etwa einer Viertelstunde, als ich nicht mehr nachdacht habe, welche Schauspielerin jetzt wen oder was genau darstellen soll — “Lolita strikes back” muss man einfach geschehen und sich mitreißen lassen. Scheinbar muss man experimentelles Theater auch als Zuschauer erst mal lernen.

Lolita strikes backDas “Mitreißen lassen” wird dem Zuschauer nicht schwer gemacht — die Leistung aller  Schauspielerinnen — Annika Bentele, Christina Miceli, Christina Strobel, Christel Riedel, Denise Wieser, Edith Saldanha und Franziska Wirth — war enorm. Ich würde mir schwer tun, Einzelkritiken zu vergeben, denn es waren nicht nur die einzelnen Künstler, die durch ihr intensives Spiel dem Stück die Wucht verliehen haben, sondern auch das Zusammenspiel des ganzen Ensembles. Da muss ich auch vor Regisseurin Karolin Benker den Hut ziehen, das aus den Künstlerinnen herauszukitzeln.

Auch wenn ich nun eine Nacht über “Lolita strikes back” geschlafen haben, bin ich mir nicht sicher, ob ich das Stück inhaltlich gut oder weniger gut finden soll, vielleicht muss es sich aber immer noch setzen. Auf jeden Fall ich bin aber froh, dass ich ins Theater Ensemble bin, denn alleine die Spielfreude der Schauspielerinnen und die manchmal leicht in den Wahnsinn abgleitende Inszenierung waren es wert. Und ich bin auch froh, dass das Ensemble das Stück gestern auch gespielt hat — was nicht selbstverständlich ist, wenn auf der Bühne mehr Künstler als Zuschauer auf den Sitzen sind.

“Lolita strikes back” ist noch am 7.11., 13.11., 14.11, 08.12, 15.12. und am 16.12.2014 zu sehen. Karten kann man auch online beim Theater Ensemble reservieren.

 

Kellerfest & Sommerperle

Sommerfest KellerperleAch, ich liebe es, auf eine Party zu kommen und es wird nicht aufgebaut. Das meine ich gar nicht ironisch. Diesen chaotischen Zustand zu beobachten, wie er sich — meist — in ein gutes Fest transformiert, ist schon immer was Feines! 🙂

So war es auch beim Sommerfest der Kellerperle auf dem Bürgerbräu-Gelände. Als ich um halb sieben dort aufgeschlagen bin, lagen noch Unmengen von Lichtern und Kabeln auf dem Boden vor dem Theater Ensemble, es wurde noch geschraubt, aufgehängt, umgeräumt und geschleppt. Die zu dem Zeitpunkt noch wenigen Gäste hat es aber nicht gestört, der Grill und die Bar waren ja als Erstes bereit. 😉

Sommerfest KellerperleGegessen habe ich übrigens eine “Vrikadelle”, also einen veganen Bratling im mit Gurke, Salat und Tomate unterfüttertem Brötchen.  War sehr lecker, auch wenn das Wort “Vrikadelle” bei mit zu einem leichten Augenzucken geführt hat — aber immer noch besser als so schlimme Bezeichungen wie “Veganes Fleischküchchen”! 😉

An der Bar tauchte wieder ein altbekanntes Problem auf, das mich schon mein halbes Leben begleitet hat: Es gab an leichten alkoholischen Getränken nur Bier. Und ich mag absolut kein Bier. Nach eine gemeinsamen Bestandsaufnahme des Getränkevorrats haben die netten Jungs an der Bar und ich das wohl neue In-Getränk erschaffen: Sprite mit Wodka und Zitrone.
Sommerfest KellerperleNein, das war ein Scherz — das pappsüße Zeug wird bestimmt nicht das neue In-Getränk, aber es hat mich durch die Abend gebracht! 😉

Es wurde am Abend schön lauschig in dem Sträßchen zum alten AKW-Gelände, das Ambiente ist einfach ranzig-schön, nicht mal ein kurzer Regenschauer konnte die Leute von dort vertreiben.

Sommerfest KellerperleMusik gab es auch, wenn auch viel später am Abend als angekündigt. Leider spielte Hope — ehemals Mamsell Zazou — im Innenraum des Theater Ensembles, wo es mangels Platz viel zu schnell viel zu voll war, so dass ich von dem Konzert nur den Soundcheck am offenen und später geschlossenem Fenster mitbekommen habe.
Naja, sie werden schon wieder mal hier spielen — mit mehr Platz!

Schöner Abend, danke an die Kellerperle, Theater Ensemble, etc. 😀

Sommerbühnensommer im Efeuhof

Sommer in der Stadt, Sommerbühne in den Efeuhof. Das Theater Ensemble ist wieder in den ebenso schönen wie efeulosen Innenhof des Würzburger Rathauses gezogen, um das Ensemble Theater spielen zu lassen und auch andere Künstler an die frische Luft kommen zu lassen.

Sommerbühne im EfeuhofIm 450. Geburtsjahr von William Shakespeare werden zwei Stücke des Engländers auf die Bretter gebracht. Los geht es — am heutigen Mittwoch — mit “Viel Lärm um nichts”, die Liebesgeschichte um Bene und Bea mit Happy End.  Abgelöst wird die Komödie am 30. Juli von “Romeo und Julia”, die Liebesgeschichte um Romeo und Julia ohne Happy End.

Dazwischen gibt es immer mal Andreas Büettners One-Man-Show “Casablanca — die Theater-Parodie zum Kult-Film” und das Stück “Akte K” von SchülerInnen der Christophorus-Schule.  Und das Theater Ensemble ist vielerorts unterwegs, den parallel zu den Produktionen im Efeuhof wird in der Heimatbühne in der Zellerau auf der Grünen Bühne — also auf der Wiese — das Kinderstück (und auch für Erwachsene) “Michel aus Lönneberga” gezeigt.

Musik im Efeuhof auch gemacht. Schmitts Katze macht Kletzmer, The Shoo-Shoos machen Swing-Comedy, Schattenspringer machen Chansons von Georg Kreisler und — was mich besonders freut — Dennis Schütze & His Electric Combo machen was Dennis Schütze & His Electric Combo eben so machen: Gute Musik! 🙂

Die Sommer im Efeuhof geht bis zum 14. September 2014 — Zeit genug um manches vom vollen Programm mitzunehmen, den gesamten Spielplan gibt es auf der Website des Theater Ensembles.

Michel sucht eine zweite Ida

Michel war ein Lausejunge
aus ‘nem Dorf in Schweden.
Lauter dumme Streiche
hatte er im Sinn.

Unter seinen Streichen
litten Vater, Mutter, Ida …

Ida? Ja, Ida! Ohne Ida geht bei Michel aus Lönneberga nichts. Und vor diesem Problem steht gerade das Theater Ensemble. Die haben für ihre Sommerbühnen-Produktion zwar einen Michel, aber nicht für die ganze Zeit eine Klein-Ida.

Schaut doch mal in den Schränken, Kellern oder unter dem Bett nach, ob ihre ein kleines Mädchen habt, dass zu dem zwölfjährigen Michel-Darsteller passt, also eher etwas jünger, zumindest optisch. Schauspielerfahrung ist gut, aber nicht nötig.

Wichtig: Das Kind muss natürlich an den bisher Ida-losen Spielterminen Zeit haben, das sind der 26. / 27. Juli, der  9. / 16. / 17. / 22. / 23. / 24. August und der 12. September. Die Proben haben bereits begonnen.

Wer so ein Kind gefunden hat, der soll sich beim Theater-Ensemble in Würzburg melden:  info@theater-ensemble.net