Der März wird heiß

Auch wenn es meteorologisch ganz anders aussieht (ich glaube sogar, dass es in diesem Monat noch mal schneien wird) — kulturell wird der März in Würzburg heiß.

Im Cairo stehen die Konzerte von Robocop Kraus und Naked Lunch (suuuuper!) vor der Tür und die Kaktussen werden auch wieder kriminell. Im AKW ist mal wieder Wilson Jr. zu hören und Markus Grimm gibt auf der Werkstattbühne ein letztes Mal den Werther. Im Theater Hobbit findet mal keine Kindervorstellung statt, sondern improvisierter Tanz und Musik. Und in der Stadtmensa findet ein Event statt, bei dem ich trotz einiger E-Mails nicht mal ansatzweise verstanden habe, was da passiert.

Jetzt muss ich bei steigender Arbeitsbelastung nur noch die Zeit finden, möglichst viel davon mitzunehmen.

Die Kaktussen beim Tapetenwechseln im Copyshop

Auch wenn das Filmfest die Woche und das Wochenende dominiert — es gibt auch andere Veranstaltungen in den nächsten Tagen.

So zum Beispiel die Kaktussen. Nachdem ich sie vor kurzem mal wieder im Cairo gesehen habe, ist doch wieder meine Impro-Begeisterung ausgebrochen.
Die könnte am Donnerstag befriedigt werden, denn die Kaktussen fangen mit der Reihe “Tapetenwechsel: Orte erzählen” an. Hier bespielt die Improtheatergruppe verschiedene Orte in Würzburg. Ein Copyshop, ein Buchladen, ein Waschsalon — einmal im Monat wird ein anderer Platz die Kaktussen als Gast haben, die den Geist des Ortes aufnehmen und mit in ihr Spiel umsetzen wollen.

Los geht es am Donnerstag, 25. Januar 2007, im Copyshop Wycislok in der Zellerstraße 9 um 21 Uhr. Man sollte vielleicht schon etwas früher da sein, viel Platz ist da nicht und wenn voll ist, ist voll. Eintritt kostet es keinen, jeder soll so viel zahlen, wie ihm er Abend wert war.

(BTW: Das ist Beitrag #500! Lasst die Korken knallen! ;-))

2, 4, 6, 8, 7 — Anja Balzer bei den Kaktussen

Zum Improtheater gehört Spontanität. Und genauso spontan haben wir uns gestern entschieden, zu den Kaktussen ins Cairo zu gehen, Frau Schaaf und Frau Engel leisteten uns bezaubernde Begleitung. Doch beinahe wäre diese Spontanität bestraft wurden, denn als wir im Cairo ankamen, waren nur noch reservierte Plätze da — und reserviert hatten wir nicht.

Aber nach kurzer Wartezeit konnten wir uns dann doch noch auf die Stühle in der letzten Reihe drängen. Das Licht ging aus, die Show ging an.

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Die Kaktussen hatten sich für diesen Abend die Bochumerin Anja Balzer entführt, die sich ihr Lösegeld durch viele Impro-Aufgaben erspielen konnte. Diese Aufgaben musste sie teilweise allein oder mit Hilfe von den Kaktussen lösen.

So entstanden über den Abend bizarre Mini-Szenen (S-Zenen), die es nie wieder so geben wird. Man hatte Einblicke in die Gedankenwelt eines Sargtischler- und Sargschmucknäherin-Ehepaares, dessen pessimistisches Lebensgefühl sich erst änderte, als sie von ihm auf dem neuen Bett durch die Straßen geschoben wurde. Die neue Weinfest-Sampler-CD für Würzburg wurde vorgestellt, mit dem großartigen Duett von Pia Beckmann und Edmund Stoiber. Das Drama um Tom, der sich gern mal bei Birgit durch den Winter schlief, die allerdings den alten Fat Fred heiraten wollte und sich nach dem tragischen Tod der beiden Männer lieber mit Ute tröstete.

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Mit Anja Balzer haben die Kaktussen ein hervorragende Spielerin verschleppt. Ihr Witz, ihre Bühnenpräsenz, ihre Spontanität und nicht zuletzt ihr vorlautes Mundwerk haben sich schon allein gelohnt. Und die Kaktussen waren mit viel Spaß dabei. Und Licht und Live-Musik waren auch super. Um es kurz zu machen: Geil,geil, geil — mehr davon! 🙂

Der Abend endete nach dem Theater im Biertümpel bei Wein, Kaffee, Haribo und einer anschließenden Taxifahrt mit dem Ex-Miles und jetzt Monta-Drummer als Chauffeur. Was soll man zu diesem Abend noch sagen? 🙂

Unschöne Bilder gibt es in meinem Flickr-Set, schöne bei Stedes Flickr.

Kaktussen kidnappen Künstler

Morgen startet die Impro-Theatergruppe Kaktussen im Cairo eine neue Reihe unter dem Titel “Kidnapper der Kunst”. Hierbei entführen sie einen Theaterspieler aus Deutschland zu sich auf die Bühne und nutzen ihn oder sie auf der Bühne gnadenlos aus.

Diesmal wird Anja Balzer aus dem weit entfernten Bochum auf die Bühne gezwungen. Wollen wir mal sehen, ob sie dem Stockholm-Syndrom unterliegt, sich in Würzburg niederlässt und alle harten Konsonanten verlernt.

Der Beginn ist um 20 Uhr, Einlass: 19.30 Uhr. Der Spaß kostet 9 € Eintritt, ermäßigt 6 €. Reservieren kann man unter der Telefonnummer 0931/416933.

5. Improtheaterfestival in Würzburg

Um das Wochenende noch mehr zu füllen, findet auch das 5. Improtheaterfestival in Würzburg statt. Wer erleben will, dass Improtheater weitaus mehr ist als in der Schillerstraße zu sehen, der sollte auf jeden Fall mal hinschauen.

Die 27 Improtheatergruppen werden auf verschiedenen Bühnen von Donnerstag bis Sonntag unter Einsatz ihrer Körper und Gehirne alles geben, um witzige und interessante Spielformate zum Besten zu geben. Das vollständige Programm und weitere Informationen findet man auf den Webseiten des Improtheaterfestivals.

Der Kartenvorverkauf ist im H2O in der Karmelitenstraße 28, Tel. 0931 / 57 26 11. Die Karten kosten meist 8 € im Vorverkauf, doch gibt es auch teurere und güstigere Shows. Die Abendkasse ist zwar einen Versuch wert, aber die Veranstaltungen sind gerne mal ausverkauft.
Völlig kostenlos kann man am Samstag ab 22.30 Uhr auch auf die Festival-Party am Cairo, wo einem DJ Björnstar ordentlich durch die Ohren bläst.

Mozart Grimm

IMG_8775Gestern war Premierenabend im Bronnbach Künstlerkeller. Premiere im doppelten Sinne. Der Künstlerkeller wurde eröffnet, ein neuer Ort für kulturelle Veranstaltungen aller Art. Das Amiente im Keller des ehemaligen Meyer’s (da wo früher das Piano stand) ist gediegen, aber doch recht ansprechend. Viel Publikum passt nicht rein, aber wie wir Männer wissen, kommt es ja nicht auf die Größe an.

IMG_8850Und dort hatte auch das neue Stück von Markus Grimm Premiere. Es heißt schlicht und einfach “Mozart”. Das “poetische Theater-Kabarett” handelt natürlich von dem wohlbekannten österreichischen Musiker. Und der erzählt an diesem Abend. Über sein Leben als “Wunderkind”, über seinen Vater, über s’Bäsle, über seine Frau. Und da bröckelt vieles von der Geniusmaske ab und lässt einen obszönen, rotzfrechen, eitlen und trotzigen Wolferl durchblicken.

Markus Grimm spielt den Wolfgang Mozart mit einer sympathischen Leichtigkeit. Die Rolle passt ihm wie eine Jeans nach einem Vollbad. Mit einem österreichischen Akzent und einer Atze-Schröder-Perücke lässt er den Mozart auferstehen und ihn mit sich selbst aufräumen.

Es waren sehr unterhaltsame 90 Minuten, obwohl es kein oberflächliches Stück war. Ich kann es nur empfehlen.

Nicht empfehlen kann ich, nichts zu essen und viel zu viel Wein trinken. Aber da habe ich mich wohl vom Wolferl inspirieren lassen. 😉

Update: Mittlerweile habe ich das Flickr-Set mit Bildern (bessere als meine) von meinem Freund und Kollegen Alex Deß ergänzt – vielen Dank Alex! 🙂

Grimms Mozart

Am kommenden Donnerstag, 12. Oktober 2006, lasse ich mir von Markus Grimm den Mozart erklären. Und schau mir da auch mal Bronnbachs Künstlerkeller in der gleichnamigen Gasse an. Wenn ich schon nicht auf dem Würzburger Mozartfest war, dann wenigstens das. Um 20 Uhr geht’s los.

Neu & Süß

Ich mag Birgit Süß ja schon. Am liebsten aber wenn sie singt, denn das kann sie wirklich gut. Nicht so sehr mochte ich Birgit als Solo-Komödiantin, das fand ich bisher nicht so prickelnd. Da kann man sehr gespannt auf ihr neues Solo-Programm “Süß Deluxe” sein, das heute im Theater am Neuerplatz Premiere feiert. Die Vorankündigung klingt, als ob Frau Süß es etwas ruhiger und musikalischer angehen lässt – das hört sich doch ganz gut an.

Ja, ich denke das werde ich mir mal anschauen und vor allem anhören.