Würzburg, was geht diese Woche?

So, was ist denn in dieser Woche in Würzburg los? Außer Sankt Martin und dem Beginn der vermaledeiten Faschingszeit.

Aktualisierung vom 10.11.14 um 18.50 Uhr

neue_faelle_fuer_sherlock_holmesSo, was ist denn in dieser Woche in Würzburg los? Außer Sankt Martin und dem Beginn der vermaledeiten Faschingszeit.

Fangen wir doch mal mit Theater an. Über “Lolita strikes back” hab ich schon geschrieben, das kann man sich in am Donnerstag und Freitag im Theater Ensemble anschauen.

Auf meiner persönlichen To-Do-Liste steht auch noch “Neue Fälle für Sherlock Holmes” auf der kleinen KuZu-Bühne unter dem Chambinzky. Regisseurin Cornelia Wagner hat mir gesagt, dass das Stück toll ist, welch eine Überraschung! 😉

Wer es ein bisschen lockerer braucht, der kann sich am 11.11. zum Tag der Salzstangen — ja, den gibt es wirklich — um 19.50 Uhr Improtheater von der Gruppe “10 vor 8” gönnen. Ebensfalls im KuZu/Chambinzky.

Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat — das Land feiert 25 Jahre Mauerfall. Und deswegen darf man am Montag für den Frieden laufen, beim “Walk for Peace” vom Berliner Ring zur Posthalle.

1-Bitcoin-Qt 09.11.2014 201355Musik gibt es auch. Am Freitag kann man sich zum Beispiel zwischen linken Hiphop mit “Neonschwarz” im Cairo oder der Afro Night im B-Hof entscheiden.

Oder in den Staatlichen Hofkeller gehen. Da ist der Benfiz-Abend der deutsch-finnischen Gesellschaft. Es gibt argentinischen und finnischen (!) Tango und Jazz von und mit Tuija Komi und Vlad Cojocaru, die Schauspielerin Maria Brendel vom Mainfranken Theater liest noch Texte aus und über Finnland. Ob es Wodka geben wird, weiß ich nicht.
Der Eintritt kostet stolze 23 Euro — es ist eben eine Veranstaltung für zwei gute Zecken, dem Mwanza e.V. und die Heuchelhof Dragons.

Wird noch ergänzt … Vorschläge willkommen! 🙂

Update 1

Dankenswerterweise gab es noch ein paar Vorschläge:

Am Dienstag trifft sich im Weinkeller des Greifensteiner Hof wie alle Nase lang die Würzburger Sprachrunde, wo ich auch schon mal referieren durfte. Das Thema lautet diesmal:  Was macht eigentlich ein Synchronsprecher? Und wie ist die Ausbildung dazu? Daniel Klein weiß Antworten darauf, darum ist er Gast an diesem Abend.

Die Neuauflage der Poetry-Slam-Show “Bube, Dame, Ritter” mit Marvin Ruppert, Pauline Füg und eben Christian Ritter gibt es am Mittwoch ab 20.15 Uhr in der Kellerperle. Als Gast ist diesmal noch mit dabei Stefan Dörsing, “lebende Beatbox und Rap-Poet aus Wetzlar”.

Tommi hat mich im Kommentar beschämt, denn wie konnte ich das nur vergessen? Am 15. November — also an diesem Samstag — feiert die Band Q.Age im Rahmen von “Wü meets” im Cairo ihren 15. Geburtstag. Als Gäste mit auf der Bühne sind Starprimate und die drei Irren von Grombira. 😉

Experimentell und stark gespielt: Lolita strikes back

Gestern war ich im Theater Ensemble. Genauer gesagt, in der neuen alten Studio-Bühne, wo ich mir das Stück “Lotila strikes back” angeschaut habe.

Lolita strikes backNun muss ich gestehen, dass ich den Roman “Lolita” von Vladimir Nabokov nie gelesen habe und die Verfilmung von Stanley Kubrick vor über 20 Jahren gesehen habe. Darum habe ich bestimmt einige Bezüge, Verweise und Anspielungen in “Lolita strikes back” nicht erkannt.

Aber das ist in meinen Augen nicht so wichtig. “Lolita strikes back” ist eher experimentelles Theater, eine wirklich klare Handlung im klassischen Sinn gibt es dort nicht. Es werden Fragmente und Szenen aneinander gereiht, die sich mit der Lolita-Thematik beschäftigen. Von Männern, die sich fast schon poetische-erotische zu jungen Mädchen hingezogen fühlen über das Benutzen von Frauen bis hin zum brutalen und inzestuösen Missbrauch einer Tochter, der an den Fall in Österreich erinnert. Lolita strikes backUnd über allem schwebt die älter gewordene Lolita, die das Geschehen kommentiert.  Schwerer Stoff also, der dem Zuschauer in großen Textflut teilweise bunt, schrill und stellenweise absurd serviert wird. Und wer Probleme damit hat, Worte wie “Ficken” und “Fotze” vorgesetzt zu bekommen, der dürfte bei dem Stück ein paar mal zusammenzucken. Ich habe nicht gezuckt! 😉

Es war für mich ein wenig schwer, dem Stück zu folgen. Leichter ging es für mich nach etwa einer Viertelstunde, als ich nicht mehr nachdacht habe, welche Schauspielerin jetzt wen oder was genau darstellen soll — “Lolita strikes back” muss man einfach geschehen und sich mitreißen lassen. Scheinbar muss man experimentelles Theater auch als Zuschauer erst mal lernen.

Lolita strikes backDas “Mitreißen lassen” wird dem Zuschauer nicht schwer gemacht — die Leistung aller  Schauspielerinnen — Annika Bentele, Christina Miceli, Christina Strobel, Christel Riedel, Denise Wieser, Edith Saldanha und Franziska Wirth — war enorm. Ich würde mir schwer tun, Einzelkritiken zu vergeben, denn es waren nicht nur die einzelnen Künstler, die durch ihr intensives Spiel dem Stück die Wucht verliehen haben, sondern auch das Zusammenspiel des ganzen Ensembles. Da muss ich auch vor Regisseurin Karolin Benker den Hut ziehen, das aus den Künstlerinnen herauszukitzeln.

Auch wenn ich nun eine Nacht über “Lolita strikes back” geschlafen haben, bin ich mir nicht sicher, ob ich das Stück inhaltlich gut oder weniger gut finden soll, vielleicht muss es sich aber immer noch setzen. Auf jeden Fall ich bin aber froh, dass ich ins Theater Ensemble bin, denn alleine die Spielfreude der Schauspielerinnen und die manchmal leicht in den Wahnsinn abgleitende Inszenierung waren es wert. Und ich bin auch froh, dass das Ensemble das Stück gestern auch gespielt hat — was nicht selbstverständlich ist, wenn auf der Bühne mehr Künstler als Zuschauer auf den Sitzen sind.

“Lolita strikes back” ist noch am 7.11., 13.11., 14.11, 08.12, 15.12. und am 16.12.2014 zu sehen. Karten kann man auch online beim Theater Ensemble reservieren.

 

Was geht die Woche in Würzburg?

Was steht denn in dieser Woche in Würzburg an? Theater, Konzert, Führung und Zeuch …

Was steht denn in dieser Woche in Würzburg an?

Da wäre das Konzert von Robocop Kraus am Freitag im Cairo. Dort habe ich die Mittelfranken vor sieben Jahren schon mal gehört, das war ein grandioses Konzert. Ich versuche auf jeden Fall, da am Freitag wieder dabei zu sein, denn nach vier Jahren, in der die Band in der Versenkung verschwunden ist, wird es mal wieder Zeit für Robocop Kraus.

Am Donnerstag kann man mit Wolfgang Jung — zum letzten Mal in diesem Jahr — bei der Stadtführung “Vom Leid der Würzburger, Bayern zu sein” der Frage nachgehen, “wie Würzburg zur bayerischen Provinz verkam, was die Würzburger verloren und was sie gewannen”. Los geht es um 19.30 Uhr vor dem Frankoniabrunnen vor der Residenz, 6 Euro will Wolfgang pro Person dafür.

Letzte Woche war im Theater Ensemble die Premiere von “Lolita strikes back”, in dieser Woche wird es am Donnerstag und Freitag gespielt. Ich werde am Donnerstag mal hingehen. Und haben keine Ahnung, was mich erwartet. 😉

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Am Montag ist ebenfalls im Theater Ensemble ab 20 Uhr übrigens zum ersten Mal — und dann immer am ersten Montag im Monat — die Offene Bühne. Die Bühne steht eben jedem offen, wofür auch immer.

… to be continued

Sommerbühnensommer im Efeuhof

Sommer in der Stadt, Sommerbühne in den Efeuhof. Das Theater Ensemble ist wieder in den ebenso schönen wie efeulosen Innenhof des Würzburger Rathauses gezogen, um das Ensemble Theater spielen zu lassen und auch andere Künstler an die frische Luft kommen zu lassen.

Sommer in der Stadt, Sommerbühne in den Efeuhof. Das Theater Ensemble ist wieder in den ebenso schönen wie efeulosen Innenhof des Würzburger Rathauses gezogen, um das Ensemble Theater spielen zu lassen und auch andere Künstler an die frische Luft kommen zu lassen.

Sommerbühne im EfeuhofIm 450. Geburtsjahr von William Shakespeare werden zwei Stücke des Engländers auf die Bretter gebracht. Los geht es — am heutigen Mittwoch — mit “Viel Lärm um nichts”, die Liebesgeschichte um Bene und Bea mit Happy End.  Abgelöst wird die Komödie am 30. Juli von “Romeo und Julia”, die Liebesgeschichte um Romeo und Julia ohne Happy End.

Dazwischen gibt es immer mal Andreas Büettners One-Man-Show “Casablanca — die Theater-Parodie zum Kult-Film” und das Stück “Akte K” von SchülerInnen der Christophorus-Schule.  Und das Theater Ensemble ist vielerorts unterwegs, den parallel zu den Produktionen im Efeuhof wird in der Heimatbühne in der Zellerau auf der Grünen Bühne — also auf der Wiese — das Kinderstück (und auch für Erwachsene) “Michel aus Lönneberga” gezeigt.

Musik im Efeuhof auch gemacht. Schmitts Katze macht Kletzmer, The Shoo-Shoos machen Swing-Comedy, Schattenspringer machen Chansons von Georg Kreisler und — was mich besonders freut — Dennis Schütze & His Electric Combo machen was Dennis Schütze & His Electric Combo eben so machen: Gute Musik! 🙂

Die Sommer im Efeuhof geht bis zum 14. September 2014 — Zeit genug um manches vom vollen Programm mitzunehmen, den gesamten Spielplan gibt es auf der Website des Theater Ensembles.

Ulrike geht unter die Bühnenautoren

Breaking News: Die Würzburg Autorin — und Bloggerin — Ulrike Schäfer hat den Leonhard-Frank-Preis 2014 verliehen bekommen. Die Aufgabe war in diesem Jahr, eine Bühnenbearbeitung für Leonhard Franks Stück “Die Jünger Jesu” zu entwerfen. Das war natürlich eine Steilvorlage für Ulrike, die im Rahmen des Projekts “Würzburg liest ein Buch” schon Franks Drama “Ruth” bearbeitet hat und damit sich schon sehr mit dem Buch beschäftigten musste.

Glückwunsch, Ulrike! 😀

Mit dem Preis hat Ulrike jetzt auch offizielle den Auftrag, das Stück für das Mainfranken Theater auszuarbeiten und sogar der Termin der Uraufführung steht schon fest: Der 11. Juli 2015.

Morgen gibt es mehr dazu, da machen ich, wenn alles klappt einen kurzen Podcast mit Ulrike zu dem Thema.

Blogbeitrag bei bei Ulrike Schäfer

Der Link zur Pressemitteilung des Mainfranken Theaters (PDF)

 

Michel sucht eine zweite Ida

Ohne Ida geht bei Michel aus Lönneberga nichts. Und vor diesem Problem steht gerade das Theater Ensemble. Die haben für ihre Sommerbühnen-Produktion zwar einen Michel, aber nicht für die ganze Zeit eine Klein-Ida.

Michel war ein Lausejunge
aus ‘nem Dorf in Schweden.
Lauter dumme Streiche
hatte er im Sinn.

Unter seinen Streichen
litten Vater, Mutter, Ida …

Ida? Ja, Ida! Ohne Ida geht bei Michel aus Lönneberga nichts. Und vor diesem Problem steht gerade das Theater Ensemble. Die haben für ihre Sommerbühnen-Produktion zwar einen Michel, aber nicht für die ganze Zeit eine Klein-Ida.

Schaut doch mal in den Schränken, Kellern oder unter dem Bett nach, ob ihre ein kleines Mädchen habt, dass zu dem zwölfjährigen Michel-Darsteller passt, also eher etwas jünger, zumindest optisch. Schauspielerfahrung ist gut, aber nicht nötig.

Wichtig: Das Kind muss natürlich an den bisher Ida-losen Spielterminen Zeit haben, das sind der 26. / 27. Juli, der  9. / 16. / 17. / 22. / 23. / 24. August und der 12. September. Die Proben haben bereits begonnen.

Wer so ein Kind gefunden hat, der soll sich beim Theater-Ensemble in Würzburg melden:  info@theater-ensemble.net

Karten für “Den Diener zweier Herren”

Plakat: Der Diener zweier HerrenDas Sommertheater im Efeuhof des Rathauses in Würzburg geht mit einem neuen Stück weiter. Nach “Bunbury”, das mir sehr gut gefallen hat, bringt das Theater Ensemble nun die Komödie “Der Diener zweier Herren” auf die Bühne, von dem ich noch nicht weiß, wie es mir gefällt, da ich es noch nicht gesehen haben. 😉

Wer herausfinden will, ob es ihr oder ihm gefällt, der oder die hat nun dazu die Chance, zweimal zwei Karten für das Stück zu gewinnen.

Um an die Karten zu kommen, müsst ihr in den Kommentaren je ein Stück angeben, welches das Theater Ensemble in diesem Jahr noch auf der Sommerbühne im Efeuhof oder im Grünen spielt — es sind auch genau zwei. 🙂 Wenn schon jemand das Stück A geantwortet hat, dann nennt ihr Stück B, klar? 🙂 Den Rechtsweg lassen wir links liegen.
Gebe eure richtige Mail-Adresse beim Kommentieren an, ich benachrichtige dann die Gewinner.

Wer die Antworten nicht weiß oder zu spät dran war — “Der Diener zweier Herren” wird noch bis zum 7. September 2013 aufgeführt, immer Mittwoch bis Samstag. Die Karten kosten von Donnerstag bis Samstag regulär 17,50 Euro, ermäßigt 14,50 Euro. Am Mittwoch ist Billigheimertag, da kostet die normale Karte nur 14,50 Euro und ermäßigt geldbeutelfreundliche 8,50 Euro.

Wo Drachen lachen …

In den letzten Jahren schon fast Tradition geworden, dass Blogger-Stammtischlerin Birgit Süß eben jeden Stammtisch zur Generalprobe der neuen Stücke des Sommertheaters am Schützenhof einlädt. So können die Künstler — Birgit Süß, Heike Mix, Georg Koeniger und Florian Hoffmann  — gleich mal vor einem kleinen Publikum spielen und sich schon mal ein wenig Rückmeldung einholen. Und wir können einen lauschigen Abend mit Picknick und Theater genießen.

DrachengoldDie neue Produktion nennt sich “Drachengold — In den Niederungen der Nibelungen” und basiert ganz grob auf der Nibelungen-Sage, die sie teilweise in ein modernes Würzburg und albernes Mittelalter verlegen und dabei die Stadtpolitik durch den Kakao ziehen. In machen Jahren glitten mir die Stücke etwas zu sehr ins Alberne ab, doch bei Drachengold haben sie für meinen Geschmack eine gute Balance zwischen Albernheiten, Kabarett und Handlung gefunden. Außerdem wurde noch nie so viel beim Sommertheater gesungen. Und wenn ich was zu Kritteln habe, dann ist es, dass die beim Singen immer so viele Silben in die Liedzeilen stopfen müssen — mit ein wenig mehr Zeit beim Texten müssen sich die Sängerzungen nicht ganz so quälen.

DrachengoldDie Generalprobe klappte ganz gut, bloß dauerte das Stück ohne Pause etwa zwei Stunden — die Mädels und Jungs haben danach noch überlegt, ob sie Teile kürzen. Mal sehen ob und wo, ich werde mir die Endfassung auf jeden Fall noch mal anschauen.

Um in den vollen Genuss des Stückes zu kommen, sind Grundkenntnisse in der unterfränkischen Sprache, dem allgemeinen Stadtgeschehen in Würzburg — insbesonders in Sachen Städtebau und Stadtentwicklung –, Grundwissen um die Nibelungen-Sage und in fortgeschrittener Temporalmechanik hilfreich.

Woher das Wort “Drachengold” kommt, wird gegen Ende des Stückes übrigens auch aufgeklärt – lautstark! 🙂

Drachengold wird noch bis zum 17. August 2013 immer von Dienstag bis Samstag gespielt, genaue Termine gibt es auf der Website des Sommertheaters.

Siegfried und Alberich - auch bekannt als Fickificki-Zwerg.
Siegfried und Alberich – auch bekannt als Fickificki-Zwerg.