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Trash-Tod im Wengert

Heute habe ich den Webmontag sausen lassen, habe die Podiumsdiskussion um die Leiharbeiter der Mainpost links liegen lassen und habe der profanen Unterhaltung gefrönt — die öffentliche Premiere des neuen Dadord Würzburch “Tod im Wengert” im Cinemaxx.

Der Film brachte eine atmende Leiche, eine langweilige Auflösung, laienhafte Schauspieler, “subtiles” Product Placement, hochdeutschelnde Unterfranken, ein Massaker in der Posthalle, diverse Lokalpromis — und eigentlich ganz gute Unterhaltung. Man darf einfach nicht zu viel erwarten. Ein 90 minütiger Trashfilm — das meine ich gar nicht mal negativ — mit Herz, Liebe und Spaß gemacht. Hier wurde kein Kunstwerk geschaffen, keine Botschaft vermittelt, keine Charakterstudien betrieben. Hier wollten nur ein paar Leute mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln einen Regionalkrimi drehen. Und das haben sie getan, nicht mehr und nicht weniger.

Wer auf leichte und leicht trashige Unterhaltung steht, der kann sich den “Tod im Wengert” noch am 19., 24., 25. und 26. Januar und am 7. und 8. Februar im CinemaxX Würzburg schauen, und auch noch am 1. Februar im Theater am Neunerplatz.

Nachtrag: Dadort Würzburch geht  für mich natürlich nur in Begleitung von Erwachsenen. Das Kitziblog musste mir bei den gruseligen Szenen das Händchen halten — also eigentlich immer. 😉

Die Tiefgarage war unser Kino


Tja, das mit dem “guten” Wetter war wohl nichts. Der geplante Zug durch die Stadt bei “Die Stadt ist unser Kino” wurde zu einem Zug vom Corso in die Marktgarage, es hat einfach zu sehr geregnet. Schade. In der Tiefgarage war es zwar auch nicht schlecht, aber nicht das selbe, wie Filme auf Hauswänden in der Stadt anzuschauen.

Doch die Kurzfilme, die gezeigt wurden, waren durch die Bank wirklich gut. Einer davon wird morgen bei der Trashfilmnacht noch einmal gezeigt und ich kann euch sagen: Allein deswegen lohnt es sich schon die Hausschuhe einzupacken und in die Turnhalle beim Cairo zu gehen. 🙂

Björnstar hat zum Schluß und Trost versprochen, dass sie “Die Stadt ist unser Kino” nachholen, wenn es wärmer in der Stadt wird. Ich freu mich jetzt schon drauf. 🙂

Filmwahlqual Teil 2

So, nun habe ich in manche der 43 Kreise der Vorauswahl Kreuze der Endauswahl gemalt. Und damit ist die Liste für meine Programm für das Internationale Filmwochenende soweit.

Klar ist das Programm immer noch zu viel. Aber ich muss zum einen schauen, was überhaupt ohne zeitliche Überschneidung machbar ist — und dann kommt es sowieso nochmal auf die Tageslust und -laune an. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich in ganz anderen Filmen lande als geplant.

Kurznachrichten zum Filmwochenende 09

Ach, Pressekonferenzen. Meist erfährt man da wenig, was man nicht nachlesen könnte. Aber doch ist es doch immer ganz nett, mal die Organisatoren zu sehen und Bekannte zu treffen. So wie heute bei der Pressekonferenz zum Internationalen Filmwochenende, das nächsten Donnerstag beginnt.

Ein paar Notizen:

  • Der Vorverkauf läuft gut (BTW: 65% -70% des Geldes für das FiWo kommen aus den Kartenverkäufen). Leider habe ich vergessen zu fragen, wie gut. Gibt es noch Mehrfachkarten im Vorverkauf? Ich weiß es nicht, aber aus Erfahrung rate ich, sich möglichst schnell welche bei einer der Vorverkaufsstellen zu besorgen.
  • Die Spielorte sind das CinemaxX, das Corso, das Bockshorn, die Turnhalle gegenüber vom Cairo (Trashfilm)  — und die Innenstadt (dazu später mehr)
  • Was manchmal vergessen wird: Für manche Filmemacher geht es auch beim Filmwochenende um richtig Geld. Das können sie nämlich durch die Publikumspreise gewinnen, die in den Kategorien Spielfilm, Dokumentation, Kinderfilm, Kurzfilm und für die Lange Nacht der Selbstgedrehten vergeben werden.
  • Insgesamt sind es 126 Vorstellungen von etwa 90 Filmen, fast jeder Film also zweimal gezeigt  werde.
  • Die Eröffnungsveranstaltung ist am Donnerstag im Bockshorn ab 19 Uhr. Der Eröffnungsfilm “Der Freund” kommt aus der Schweiz und wird dort als Nominationskandidat für den Auslands-Oscar eingereicht.
  • Die Filmwochenende-Party ist am Freitag ab 22.00 Uhr im Foyer (Ballroom) im Obergeschoss des CinemaxX. Ich weiß nicht, ob das ein sooo toller Ort für die Filmparty ist, mal abwarten.

Dann wurden ganz viel Programmpunkte vorgestellt, hier aber nur eine kleine Auswahl:

  • Spannend klingt für mich der Punkt “Filme über Fotografen — Filme von Fotografen”, der Titel sagt ja schon, um was es geht.
  • Italien arbeit wohl seine Politprominenz auf. Vor zwei Jahren wurde beim Filmwochenende der — meiner Meinung nach sehr gute — Film über Berlusconi “Il caimano” gezeigt, in diesem Jahr geht handelt “Il divo” von Giulio Andreotti. Italienisch: Paolo Sorrentino über Andreotti. / Drehbuchautor von Camorra. 3 von 5 ital. Filmen haben schon einen deutschen Verleih.
  • Dieses Jahr wird es logischerweise verstärkt Französischspachig, dank dem Schwerpunktthema Quebec. Französischsprachige kanadische Filme haben kaum eine Chance auf amerikanischen Festivals gezeigt zu werden, vielleicht klappt es ja in Europa. Zu meinem Leidwesen verstehe ich nur ca. fünf Worte Französisch, aber ich bin ja untertitelerprobt.
  • Beim Diagonale Spezial werden Filme vom Filmfest Diagonale in Österreich gezeigt, so auch der Gewinnerfilm des letzten Jahres “Revanche“. der von Österreich ins Oscar-Rennen geschickt wird.
  • In der englischen Schiene läuft der Dokumentarfilm “9 to 5 – Days in Porn” über das  Leben in der Pornobranche. Der Film ist kein Porno, darum bin ich mir nicht sicher, ob die Bemerkung, dass der Film ab 18 Jahren ist, ernst gemeint war. Kinder nehmt im Zweifelsfall lieber Mama und Papa mit, wenn ihr da rein wollt. 😉
  • Für die Jungs, die gerne in die Porno-Doku gegangen wäre, aber noch zu jung sind, kommt die nächste Enttäuschung: Die Kinder- und Jugendfilmschiene ist in diesem Jahr sehr mädchenfilmlastig. Aber vielleicht wollte ihr ja mal später ein Mädchen werden.
  • Für Lehrer gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal am Montag nach dem Filmwochenende eine Lehrerfortbildung mit Schwerpunkt Dokumentarfilm
  • Die Lange Nacht der Selbstgedrehen, die zum 11. Mal stattfindet, geht mit 13 Filmen trotz ihres Namens nur bis ca. 22.00 Uhr
  • Gerüchte, wirklich nur Gerüchte: Die Macher der Trashfilmnacht spielen mit dem Gedanken, im nächsten Jahr keine Trashfilmnacht, sondern etwas Neues zu machen. Ist aber bisher wirklich nur ein Gerücht. Trotzdem in diesem Jahr sicherheitshalber hingehen (Hausschuhe nicht vergessen!), wer weiß.
  • Ganz neu und sehr interessant ist die Veranstaltung “Die Stadt ist unser Kino”. Am Freitag trifft man sich um 20.00 Uhr vor dem Corso, dann geht es um die Ecke in die Markusstraße, dort wird der erste Kurzfilm an die Wand projeziert. So geht es durch die Stadt und an diversen freien Flächen wird ein Film per Beamer gezeigt. Marktgarge. Es gibt ca. 7 Filme und dauert vermutlich 90 – 120 Minuten und ended am Cinemaxx, wo dann auch gleich die Filmparty losgeht, wie praktisch. Warm anziehen.
  • Meine Generation kennt ihn noch als George McFly aus “Zurück in die Zukunft” — Crispin Glover. Der macht neben ein paar Nebenrollen in großen Hollywoodstreifen auch selbst Filme als Regiesseur und Produzent im Independent-Bereich. Diese Film bekommt man aber kaum zu Gesicht, denn seine Film gibt es nur im Paket mit ihm zusammen, denn er macht vor den Filmen noch immer eine Lese-Performance. Witzigerweise hat ihn, da er auch kaum in Europa dieses “Paket” gezeigt hat, noch niemand der Würzburger Filminitiative mit seiner Performance gesehen, also wissen die Veranstalter genauso viel wie das Publikum, nämlich nichts. 😉 Die “Crispin Hellion Glovers Big Slide Show” wird es zweimal geben, aber sie sind jedesmal komplett anderes, sowohl Performance als auch der gezeigt Film.

Uff, das reicht doch erst mal, oder? Mir schon, jetzt heißt es Programmheft schmökern, das heute oder morgen in der Stadt ausliegen sollte.

Weißt du mehr über das Filmwochenende? Dann schreib doch etwas dazu im WürzburgWiki.

Gehst du zur Trashfilmnacht, vergiss die Hausschuhe nicht!

Im Rahmen des Interationalen Filmwochenendes in Würzburg findet am 24. Januar 2009 zum 5. Mal die Trashfilmnacht statt, bei der alles gezeigt werden darf, was sich irgendwie legal auf Zelluloid oder Silizium bannen lässt. Hier kann man endlich die Videodokumentation zeigen, wie man sich selbst eine Warze entfernt hat. Oder endlich seine mit der Handykamera verfilmte Dreiminutenversion von Herr der Ringe. Abgeben kann man seine Kunstwerke noch bis Ende des Jahres im Cairo oder im Nikolaushaus.
In diesem Jahr kann man auch cineastische Schätze der vergangenen Jahre auf die Leinwand heben lassen, indem man an seine drei liebsten Filme an das Nikolaushaus meldet. Die Schwierigkeit besteht für mich dabei, dass ich teilweise nicht mehr weiß, wie die Film hießen. Aber die Namen “Minas Pudel” und “Glasreiniger des Todes” sind nach wie vor in mein Kleinhirn gebrannt. 🙂

Neu ist auch, dass die Trashfilmnacht — voraussichtlich — nicht in der wohligen Enge des Cairo stattfindet (das Mozartgymnasium war scheinbar nur temporär), sondern in der Turnhalle auf der anderen Straßenseite. Das ist vielleicht ein Verlust an Flair, aber auf jeden Fall ein Gewinn an Platz. Und wenn es in der Turnhalle stattfindet, dann soll man allen Ernstes Hausschuhe mitbringen, vielleicht wird ja sogar einen spontante Pyjamaparty daraus. Wundern würde mich da gar nichts. 😉

Filmwochenende, vorbei

Die Augen sind schon wieder rund, das Filmwochenende ist vorbei. Wie immer kann ich nur jedem sagen, der nicht hin ist — selbst schuld. Denn es war wieder für jeden Geschmack etwas dabei. Das Problem war nur — wie immer, das gebe ich zu — vorher zu wissen, welche Filme einem gefallen. Aber irgendwie macht das auch den Reiz des Filmfests aus.

Neu war in diesem Jahr, dass die Trashfilmnacht und die Filmparty im Mozartgymnasium stattfanden. Zur Trashfilmnacht kann ich kaum etwas sagen. Ich war zwar, leicht verspätet da, bin dann aber dummerweise nochmal raus zum Wein holen und zum Rauchen und habe dann so viele nette bekannte und unbekannte Leute getroffen, dass ich gar nicht mehr rein bin. Naja, passiert, ich will nicht jammern. 😉
Die Filmparty war gut. Aber nicht sehr gut. Irgendwie kam das Flair in den Hallen des Gymnasiums bei mir nicht so richtig an. Die Leute haben sich zu sehr verteilt und es sah mir einfach ein bisschen zu sehr nach Schulhaus aus. Da hat das Cairo, so klein es auch ist, mehr Dichte und Atmosphäre (zumindest von den schwitzenden Leuten) gehabt. Aber auch auf der Party war es einfach schön viele Bekannte zu treffen. Man hat sich über die gesehenen Filme ausgetauscht (“Was, den fandest du toll? Ich nicht.”), über Kultur oder Blödsinn gequatscht, später am Abend immer mehr über beides. Sogar ein paar Blogger haben mal vorbeigeschaut.

Wie auch immer, ich freue mich schon auf’s nächste Jahr. 🙂

Filmwahl ist Filmqual

Heute Nacht habe ich endlich mal das Programm des 34. Internationalen Filmwochenendes in Würzburg durchgeackert, um mal wenigstens so grob die nächsten viert Tage zu planen. Und wie immer war es eine schwere Auswahl. Viele Filme klingen sehr interessant, mussten aber doch aus der Vorauswahl rausfliegen. Folgende Filme sind bei mir in die engere Wahl gekommen, ohne jetzt auf die zeitliche Machbarkeit zu schauen:

Das sind leider viel zu viele Filme, das halten meine Augen gar nicht aus und es ist unmöglich, das zeitlich auf die Reihe zu kriegen. Aber irgendwo muss ich ja ansetzen. Es wäre aber nicht das erste Filmfest, bei dem ich letztendlich in ganz anderen Filmen lande als ursprünglich geplant.