Zeitreise ins Jahr 1987

Ach ja, 1987. Was war das noch für eine Zeit. Ich war süße 16 oder 17 und die Musikwelt war noch in Ordnung existent. Wer könnte die akustischen Glanzlichter dieses Jahres vergessen? Sabrina zeigte uns mit dem Lied “Boys”, dass man zum Singen keine Stimme brauch, sondern dass es vor allem auf den gut ausgebauten Klangkörper ankommt — genauso wie Samantha Fox mit”Nothing’s Gonna Stop Me Now”. In die tiefen der philosophischen Sinnfrage führte uns Stefan Remmler mit “Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei”, woran ich heute noch knabbere.

Wie ich darauf komme? Ganz einfach. Das Umsonst & Draußen wird dieses Jahr in Würzburg zum 20. Mal stattfinden. Und im Rahmen dessen wird ein Cover-Wettbewerb stattfinden, bei dem die zehn besten Versionen eines Songs aus dem Entstehungsjahr 1987 prämiert werden. Welches Lied gecovert werden soll, das kann man bis 6. Mai 2007 auf den Webseiten des U & D abstimmen.

Wer bei dem Cover-Wettbewerb selbst mitmachen will, der muss seine Version bis zum 11. Juni 2007 an die Organisation geschickt haben. Also ran an die Gitarren, Geigen, Blockflöten oder Maultrommeln und überlegt euch originelle Coverversionen von Kylie Minogues “I should be so lucky”, Milli Vanillis “Girl you know it`s true”, Herbert Grönemeyers “Was soll das ?” oder Bobby Mc Ferrins “Don`t worry be happy”.

Vorgestellt werden die Covers am Freitag, 22. Juni 2007, ab 19 Uhr auf der Z-Bühne (Zelt). Das Publikum krönt dann die Coverkönigin oder den Coverkönig von Würzburg.

Ghana live at the U & D

Nachdem ich mich heute ganz meiner Genesung gewidmet habe, konnte ich leider nicht zum Empfang der ghanaischen Nationalmannschaft auf dem Umsonst & Draussen. Aber meine Frau war da und sie hat dankenswerterweise ein paar Bilder gemacht.

Eine Mini-Bilderstrecke gibt es bei Flickr und einen kleinen Bericht beim Folksblatt.

Umsonst & Delirium

Obowohl ich den Freitag des U & D mehr schlecht als recht überlebt habe, packte ich auch am Samstag mein Bündel mit Medikamenten und machte mich am Nachmittag auf zu den Mainwiesen in Würzburg.
IMG_3493Zum Glück war es nicht so brüllend heiß auf dem Platz, ein angenehmes Lüftchen verhinderte den Hitzekollaps. Nach kurzen Abstechern zu Sonic Wall (ganz gut, tragen ihnen Namen aber auch zu recht) und Yellow Press (mir ein bisschen zu seicht und farblos) landete ich bei einer “Sideshow”, die mir schon letztes Jahr viel Spaß gemacht hat: der Luftgitarren-Wettbewerb.
Dabei konnte man mit aufblasbarer Plastikgitarre oder — klassisch — nur mit den eigenen Händen dem kritischen Publikum seine Gitarrenkünste zeigen. An Showelementen war alles geboten. Ob in Eric Clapton-Manier völlig unbewegt, ob hüpfend á la Angus Young oder im Schlagabtausch mit seinem Gitarrenpartner — erlaubt war, was dem Publikum gefällt. Und so wurde aus dem Wettbewerb vor allem ein Riesenspaß, bei dem es nicht auf das Gewinnen ankam, sondern darum, den Göttern der Gitarren Tribut zu zollen!

IMG_3609Danach musste ich erst mal eine Pause einlegen und kam erst am frühen Abend wieder aus das Gelände — gerade rechtzeitig, um von Franz Kasper noch etwas mitzubekommen. Und der hat wirklich Spaß gemacht, selbst durch meinen Dunst von Antibiotika. Da gab es keine große Bühnenshow oder ausgeflippte Typen, einfach nur eine kleine Band und ein Sänger, der schöne Lieder von sich gab. Toll!

IMG_3671Dann kam für mich der musikalische Höhepunkt des Abends, nämlich das Konzert von Korridor. Obwohl ich den Saxophonisten locker kenne, so habe ich die Band doch nie gehört. Dank der kleinen Verspätung im Zeitplan der Zelt-Bühne konnten wir die Musiker noch beim Soundcheck anhören, was manchmal auch recht unterhaltsam sein kann.
Korridor schafft einen Mix auf Jazz und Elektronik. Das Trio aus Gitarre, Schlagzeug und Saxophon wird durch einen Mann am Computer ergänzt und kreiert so einen ganz eigenen Sound. Die manchmal in einen scheinbar chaotischen Freejazz abgleitenden Stücke wirken auf Körper und Seele und reißen beide mit. So muss Musik sein.

Danach ging es mit meiner Kraft doch rapide bergab, da halfen alle Tabletten nichts. Nach einem kurzen Schlenker zu Turnmeister an der U-Bühne, die mir außer einem Schmunzeln wegen ihrer “kraftwerkartigen” Ansagen nichts gaben, bin ich vernünftigerweise heim ins Bett — und dort werde ich wohl den ganzen Sonntag verbringen müssen. Eine Einladung zu einer Geburtstagsfeier musste ich auch schweren Herzens knicken. Aber ich tat es für mein Blog! 😉

Umsonst & Ghana

Wahnsinn, da haben es “unsere” Ghanaer doch wirklich geschafft. Der erste Sieg einer afrikanischen Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft mit dem bisher schnellsten Tor dieser WM.

Natürlich muss dieser harte Sieg gegen Tschechien gefeiert werden. Und wo könnte man das an diesem Wochenende besser, als auf dem Umsonst & Draussen, wo sich eh halb Würzburg versammelt hat. Die Organisatoren haben das Programm des Festivals umgeschmissen und feiert nun um 16.30 Uhr mit den ruhmreichen Black Stars eine rauschende Party auf dem U & D-Gelände.

Wer der ghanaischen Nationalmannschaft zujubeln will, der sollte am heutigen Sonntag um 16.30 Uhr an der U-Bühne (die an der Friedensbrücke) stehen — oder besser schon vorher kommen, es könnte voll werden.

Und wenn wir Glück haben, dann gratuliert Adolf Bauer den Ghanaern auf Englisch! 🙂

Update: Die Mannschaft trudelt so gegen 17 Uhr ein, siehe auch die Mitteilung bei Würzburg2006.

Umsonst & Lymphe, Fieber & Draussen

Ist es nicht ungerecht? Es gibt wohl kein Wochenende im Jahr, auf das ich mich so sehr freue wie das Umsonst & Draussen-Wochenende. Und gerade jetzt werde ich krank. Aber allen geschwollenen Lymphknoten zum Trotz und jeder Fieberattacke verächtlich entgegenlachend bin ich — mit einer großen Medikamentenmischung in der Tasche – kurz nach 18 Uhr auf das U&D-Gelände an den Mainwiesen.

IMG_3329Traditionsbewusst suche ich zuerst den Weinstand auf dem Platz. Ich fand die winzige, unscheinbare Bude neben einem Cola-Zelt, etwas nach hinten versetzt. Schon wollte ich den entgütligen Untergang der Weinkultur in Unterfranken beklagen, da sagte mir der nette Weindealer, es gäbe in Richtung D-Bühne noch einen zweiten Stand. Wie schön! Doch es war auch der selbe Weinverkäufer, der behauptet hat, man könne die Becher vom Weinstand auch an den Bierständen abgeben. Das Problem mit dem Becherpfand wird wohl nie wirklich gelöst werden.

IMG_3399Musikalisch war ich etwas gehandikapt. Durch den Medikamentenschleier vor meinen Augen und Ohren habe ich nicht wirklich viel mitbekommen. Die Lupinen Out Of Shape waren … hmm … interessant, Liebhaber war nett, Gung Fu geil, The Pokes witzig und Amstrong brilliant.
Und an Amstrong zeigte sich wieder mal eine Problematik des U & D. Die Band kam so gut an, dass sie gerne noch einen Song gespielt hätten, doch ihre Spielzeit war abgelaufen. Moderator Berhard Abb wollte sie schon verabschieden, doch die Dänen fingen unter großem Jubel des Publikums einfach wieder zu spielen an. Doch die Techniker drehten ihnen dann einfach den Ton und das Licht ab.
Ich verstehe natürlich die Organisatoren, dass sie sehr auf die Einhaltung des Zeitplans drängen. Denn wenn jeden Band “nur ein paar Minuten” ranhängt, dann läppert sich das bis zum Ende des Abends ganz schön zusammen. Aber andererseits, wenn es eh schon auf das Ende des Abends zugeht und die Band wirklich gut ist und die Menge tobt, dann könnte man doch mal ein Auge zudrücken. Oder? Ach, zumindest gestern wäre es schön gewesen!

IMG_3339Oh, noch etwas muss erwähnt werden. Entweder ist es mir in des letzten mindestens 10 Jahren völlig entgangen, oder Bürgermeister Adolf “Adi” Bauer war gestern das erste Mal auf dem U & D und hat es eröffnet (nachdem schon vier Bands gespielt haben). Diesmal durfte er glücklicherweise Fränkisch reden, noch eine Ansprache auf Englisch hätten meine Lachmuskeln nicht überstanden.

Trotz allem ist es schön, wenn die Stadtfunktionäre das Festival auch öffentlich würdigen.

Und heute geht es wieder hin. Die Lymphknoten noch immer geschwollen, der Kopf fühlt sich an wie in Watte gepackt, aber hey, es ist U & D! 🙂

Umsonst und Draussen, morgen geht’s los

Nicht vergessen, morgen beginnt das Umsonst und Draussen in Würzburg. Musik und Menschen in jeder Qualität.

Wenn das Wetter, mein Heuschnupfen und meine Lymphknoten mitspielen, dann werde ich auf jeden Fall schon recht bald auf den Platz, um nichts zu verpassen. Es kann ja mal ein kleiner Bloggertreff auf dem Gelände eingelegt werden, ich werde aller Voraussicht nach um 19.30 Uhr am Weinstand (da gibt es glaube ich nur einen) sein, da kann man ja mal ein Schöppchen trinken. Sollte ich nicht da sein, dann hat einer der obigen Gründe zugeschlagen.

Ach, wie ich mich auf’s U & D freue … 🙂

U & D 2006 Preview

Na, da hat Stede mich mit seinem Kommentar aber ganz schön unter Druck gesetzt – der Konkurrenzkampf zwischen den Blogs ist unerbittlich! 😉

Ja, die vorläufige Bandliste für das 19. Umsonst & Draussen Festival am 16. – 18. Juni 2006 auf den Mainwiesen in Würzburg ist da. Zuerst war sie bei Stede zu sehen(!), dann aber auch — und etwas vollständiger — auf den U&D-Webseiten. Viele mir unbekannte (oder vergessene?) Namen, einige Bekannte. Aber schon beim Recherchieren der Weblinks ist doch Freude aufgekommen, es scheinen einige wirklich gute Bands dabei zu sein. Leider habe ich nicht alle Bands im Web gefunden und bei manchen habe ich auch nur geraten, dass es die Band ist, die auch am U&D mitmacht. Wer Ergänzungen oder Korrekturen hat, bitte melden.

Hier also die Liste der bestätigten Bands (via U&D, Stand 08.03.06), Änderungen kann es noch geben, bis Juni ist es noch ein Stück:

Aidan Bartley, Aliens & Ghosts, Amstrong, Belasco, Boppin B., Caro Weißenberg & Andi Obieglo, Dennis Schütze (akustisch), Die Buben, Die Kaktussen, Dusted, Eye2Eye, Finnegans Wake, Fourtuned, Franz Kasper, Funkgeraet, Gung Fu, Hi John Shafari, Hobo Talk, IF, Kojak, Korridor, Lecker Sachen, Liebhaber, Lupinen, Madsen, Malm, Marlene Johnson & Jah Meek, Mistaa, Mr. Twiggles, Nadja Petrick, Naujoks, Not tonight Josephine, Nump, Omega Massif, Proceed On, Reverend Schulzz, Route 66, Solid Ground, Sugarcaine, Summerset East, Sumpfbold, Tarab, The Pokes, Thorsten Wingenfelder, Torpedo Schoenfeld, Trailer Trash, VivaVoce, Wilson Jr., Yellow Press