U&D sucht dringend Abbauhelfer

Das Umsonst & Draussen gab am Montagmittag einen Hilferuf ab. Wegen der Hitze brauchen sie noch mehr Helfer beim Abbau. Die Arbeit ist zwar draußen, aber nicht umsonst. 9,19 Euro gibt es pro Stunde, dazu Essen und Trinken “und gaaaaaanz viel Fame&Love”. Also, wenn ihr nicht völlig ungeschickt seid, gebt euch einen Ruck und helft mit.

Wer interessiert ist, kann sich beim U&D über den Facebook Messenger oder per Telefon melden. Die Nummer steht in dem verlinktem Facebook-Post.

 

#UD2019: Freitag frei von Regen und voll der Musik

Bei guten Wetter kann ja jeder U&D machen. Aber da macht es auch am meisten Spaß!

Das Wetter ist für Open-Air-Festival ein zentraler Erfolgsfaktor. Also sollte der zweite Tag des Umsonst & Draussen 2019 ein voller Erfolg gewesen sein, denn das Wetter war beinahe perfekt. Obwohl manchen schon jammerten, dass es nachmittags ein bisschen zu viel Sonne … aber irgendwas ist ja immer. 😉

WhiteTrashVoodoo
auf der Palettenbühne des Immerhin-Stands.

Auch für mich war es ein toller U&D-Freitag. Das Verhältnis von Quatschen und Musikhören ist im Vergleich zum Donnerstag  ein wenig mehr in Richtung Musik gekippt. Trotzdem durfte ich eine Zeit lang ein kleines Kind auf dem Arm schaukeln (Was für ein Taschenofen!) und etliche lang nicht mehr gesehene Freunde umarmen. Davon zwei Wieder-Schwangere — der Freitag stand irgendwie unter dem Thema “Kinder” bei mir. 😉

Die schwedische Band “The Bland” auf der Drinnen-Bühne.

Wie ein Kind gefreut habe ich über die Musik. Bei White Trash Voodoo auf der Palettenbühne (die ist immer eine Reise wert) und Ashes of Sorrow im Zirkuszelt (sehr, sehr laut) habe ich kurz vorbeigeschaut. Länger verweilt bin ich bei dem Auftritt von The Bland im Drinnen-Zelt. Hatte ich gar nicht auf dem Schirm, aber die gute Laune-Musik, die Schweden mit ihren Oberteilen in der gleichen Farbe wie Rööös Shirt (nein nicht schwarz — gelb-orange! 😁), das hat wirklich Spaß gemacht.

Masha Qrella auf der Drinnen-Bühne.

Abends war ich noch bei Masha Qrella, die ich vor 13 Jahren(!) schon mal im Cairo gehört habe. Natürlich habe ich das Konzert von damals nicht mehr präzise im Kopf, aber ich habe nun schon gemerkt, wie sich die Musikerin weiterentwickelt hat, aber doch irgendwie ihr künstlerisches Ding durchgezogen hat.

Mich hat es dann noch später an die Draussen-Bühne gespült und bin nach Mashas Melancholie voll gegen das kraftvolle Hip-Rock von Chef’Special gelaufen. Auch wenn ich nur zwei Songs mitbekommen habe — da haben die Niederländer echt was auf dem U&D vor einer übervollen Draussen-Bühne abgeliefert, ich kam gar nicht nach vorne, um Fotos zu machen.

#UD2019: Der Donnerstag hatte seinen Namen völlig zu recht

Erst dachte ich, mit dem Nachmittagsgewitter habe ich den besten Teil des ersten Tags des Umsonst & Draussens verpasst. Alle erzählten mir davon. Aber spät am Abend war ich dann doch noch voll integriert. Und nass.

Viel Musik habe ich am ersten Tag des Umsonst & Draussen-Festivals nicht gehört. Ich war tagsüber familiär hundert Kilometer weit weg von Würzburg und erst so gegen halb sieben auf dem Gelände an den Mainwiesen. Darum hatte ich auch den ersten spektakulären Teil verpasst: das Gewitter am Nachmittag.

Wie mir mehrfach begeistert erzählt wurde, rollten am Donnerstagnachmittag ein kleines, aber heftiges Unwetter über Würzburg und damit auch über das U&D hinweg. Es soll gehagelt haben, starke Windböen hätten  an den Zelten gezerrt und binnen Minuten sei alles nass gewesen.

Davon war abends nicht mehr viel zu merken. Ok, ein paar mittelgroße Pfützen zierten die Mainwiesen, aber die Helfer hatten gute Arbeit geleistet, den Platz einigermaßen wieder trocken zu bekommen. Die Temperaturen waren in Ordnung, für mich im Shirt und kurzen Hosen absolut auszuhalten, den Pfützen konnte ich locker ausweichen.

Für mich hieß es auf dem Gelände vom ersten Augenblick an: Reden. Weil ich in den vergangenen Jahren oft aus Zeitgründen nicht so am Würzburger Kulturleben teilhaben konnte, wie ich gemocht hätte, war der Festivalabend eine gute Gelegenheit, mit Leuten zu quatschen, ich habe viel Interessantes erfahren und nette Leute mal wiedergesehen.

The Cool Quest am U&D-Donnerstag auf der Draußen-Bühne.

Darum blieb das Musikalische für mich am ersten U&D-Tag sehr auf Sparflamme. Mich hatte es zuerst an die Draussen-Bühne gespült, aber The Cool Quest konnten mich leider so gar nicht halten, das war — wie Hip Hop sehr oft für mich — nicht mein Ding.

Adam Evald im Zirkuszelt.

Interessanter wurde es für mich im Zirkuszelt. Bei Les Berrtas bin ich nur vorbei geschrammt, die waren mir aber gleich zu dunkel. Viel länger bin ich später bei Adam Evald. Der meist ruhige und verschmitzte Schwede saß einfach hinter seinem E-Piano auf der Bühne und machte schöne Musik. Erinnerte mich irgendwie sehr an Owen Pallett, der 2007 auf dem U&D aufgetreten ist, nur eben ohne Geige und Loopstation.

Sons Of The East im Drinnen-Zelt

Bevor Sons Of The East im Drinnen-Zelt aufgetreten sind, wurde bei der Ansage schon vor dem nächsten Gewitter gewarnt, das im Anrollen ist und dass das Konzert abgebrochen werden müsste, falls ein Unwetter droht. Ins rappelvolle Zelt habe ich mich gar nicht gewagt, ich war müde und machte mich schon auf den Heimweg.

Und dann komme auch ich endlich in den Genuss, von einem spektakulären Wetter zu berichten. Zwar hagelte es nicht wie am Nachmittag, aber es regnete aus Kübeln.Binnen Sekunden war ich klitschnass. Von den ganz krassen Regenminuten habe ich gar keine Bilder gemacht. Die Kamera wollte ich dem Wetter nicht aussetzen und das Smartphone … schon mal versucht das Touchdisplay zu bedienen, während sich zwischen einem Finger und dem Gerät der Amazonas hindurchschiebt? Keine Chance! 😀 Und trockenwischen konnte ich es nicht — womit denn, ich war bis auf die Unterhose nass. 🙈 Ob das Festival an diesem Abend abgebrochen wurde? Ich weiß es gar nicht, aber eigentlich war aus auch nur Regen. 😉

Wie eine Springflut spritzten auch die Leute vom U&D-Gelände. Dass ich auf der Friedenbrücke von den vorbeifahrenden Autos mit Wasserfontänen übergossen wurde, merkte ich kaum noch. Und der Frau, die beim Vorbeigehen anmerkte, dass es wohl sinnlos sei, wenn sie mir ihren Regenschirm anböte, musste ich leider zustimmen. Aber was soll’s. Meine Klamotten trocknen wieder. Das U&D-Gelände hoffentlich auch wieder.

Pro-Tipp vom Würzblog für den U&D-Freitag: Masha Qrella (21.30 Uhr, Drinnen-Bühne), 13 Crowes (18.35 Uhr, Draußen-Bühne), Violet Pilot (17.20 Uhr, Drinnen-Bühne), regenfeste Schuhe — man weiß ja nie.

U&D2018: Das Trio der Duos

Tag drei des Umsonst und Draussen stand dreimal im Zeichen der Zwei. Und diese sechs hatten es echt in sich.

Am Samstag gab es auf dem U&D dann endlich die volle Dröhnung Musik für mich. Mit langer Hose, Hoodie und Jacke — ich bin ja durchaus lernfähig — hab ich mich vor allem im Drinnen-Zelt und an der Immerhin-Bühne herumgetrieben.

Besonders interessant fand ich die Trilogie der Elektro-Pop, -Punk- und -Rock-Duos auf der Drinnen-Bühne.

Zement im Drinnen-Zelt.

Erst die Würzburger Band Zement, die beiden gesangslosen Soundfrickler am Schlagzeug, Gitarre und Synthesizer. Leicht psychodelische Instrumentalmusik, die man auch mögen muss. Ich mag sowas zum Glück, entliche andere Zuhörer im Zelt auch. Und wohl noch nie gab es so viel Applaus für das Herunterdrehen der Synthesizereffekte am Ende des Konzerts, selbst das war eine Show für sich.

Prada Meinhoff auf der Drinnen-Bühne.

Weiter im Zelt mit Prada Meinhoff aus Berlin. Leicht punkiger Elektro-Rock als Duo. Ich hatte vor dem U&D mal rein akustisch in die Band reingehört und die Musik gefiel mir — aber Prada Meinhoff kommen erst live auf der Bühne so richtig zur Geltung. Die rotzige Theatralik in Show und Stimme der Sängerin Chrissi erinnert an die frühe Nina Hagen oder an eine der Humpe-Schwestern (kann mir nie merken, welche welche ist). Und Rene am Bass ist ohnehin ein Erlebnis. Den er spielt zwar auf einer vierseitigen Bass-Gitarre, aber was aus den Lautsprechern wummert und wimmert, ist nicht nicht immer Bass, sondern auch mal eine dreckige E-Gitarre oder weiß der Herr noch für Sounds. Das ging richtig gut rein und ab.
Tolle Konzert, das mit viel Spaß gemacht hat, von einer Band, die ich kaum kannte. Im Nachhinein hab ich bei The Pick ein ganz interessantes Interview mit den beiden gelesen.

Das parallel zu dem Prada-Meinhoff-Konzert das WM-Spiel Deutschland – Schweden stattfand, merkte man auf dem gesamten Festival meinem Empfinden nach ein wenig, aber nicht so sehr, wie ich vorher befürchtete. Die Wege auf dem Festival waren etwa leerer als an einem Samstag in anderen Jahren. Aber das Drinnen-Zelt war beim Auftritt der beiden Berliner nicht proppevoll, aber voll genug.

Hildegard von Binge Drinking auf der Drinnen-Bühne.

Proppevoll brachte das letzte Duo des Abends das Drinnen-Zelt — obwohl das Deutschland-Spiel noch lief. Schon vor zwei Jahren gab Hildegard von Binge Drinking auf dem Umsonst und Draußen ein — wie ich finde — legendäres Konzert unter der Brücke der Deutschen Einheit.  Diesmal durften die beiden Würzburger in ihrer bewährten Nonnen-Tracht auf eine echte Bühne. Matthias Labus haute auf die Trommeln, Daniel Gehret würgte den Synthie und auch einen Nintendo DS (wenn ich das richtig gesehen habe) und jagte seine Stimme — sehr textlastig sind die Hildegardschen Musikstücke eher nicht — gerne mal durch den Vocoder.  Das “Streets of Philadelphia”-Cover zum Abschluss hatte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber der Rest des Konzerte elektrorororockte mich ziemlich.

Bis auf einen kurzen Abstecher zu Nump auf der Draussen-Bühne habe ich den U&D-Samstag vor allem im Drinnen-Zelt verbracht. Und auf der Pallettenbühne des Immerhins. Clitlicker haute da leicht verregnet und mit viel Seifenblasen auf die Kacke, Malm gab ich durchgeknallt wie eh und je auch mal wieder die Bühne.

Es war ein wirklich toller Samstag! 😀

U&D 2018: Ein Kissen voll Wind

Die Schafskälte und ich haben das Umsonst und Draussen am ersten Tag besucht. Und beide hatten wir unseren Spaß.

Den ersten Tag des Umsonst & Draussen 2018 in Würzburg hab ich vor allem verquatscht. Wirklich, ich habe kaum ein Konzert so richtig gehört. Dafür viele Freund und andere liebe Menschen getroffen und über Schönes, Trauriges und Lustiges geredet. Schade um die Musik, aber gut für mich. 🙂

Schöne Abendsonne mit Wind (nicht im Bild).

Das hätte ich noch die ganze Nacht so machen können, bloß gingen mir dann langsam die Textilien aus. Einen Pulli hat ich später schon angezogen, aber Stoff für eine Verlängerung meiner kurzen Hose hatte ich nicht dabei. Es wurde nämlich immer kälter.

Den fast schon penetranten Wind tagsüber konnte ich noch gut aushalten, aber spätestens mit Einbruch der Dunkelheit kam sie, die Schafskälte. Aber das ist kein Drama, sondern nur eine Sache der Kleidung. Und da werde ich heute am Freitag mal nachrüsten.

Der Weg einer Freiheit auf dem U&D 2018.

Ein bisschen Musik habe natürlich schon gehört. Das virtuose Fingerspiel des Michael Diehl an der Draussen-Bühne, ein schöner ruhiger Einstieg ins Festival. Dann eine Prise Cow Of The Camel im windgeschützten Drinnenzelt, Bob Ross Effect und Fia “Wie-oft-kann-ich-das-Wort-Fuck-in-einen-Song-packen” Fiasko auf der Paletten-Bühne des Immerhin (das kleine Festival im Festival ist eh einer meiner liebten Plätze auf dem U&D!) . Und für das Konzert von Der Weg einer Freiheit musste man sich gar nicht in das rappelvolle Drinnen-Zelt quetschen, man hörte auch noch in 50 Meter Entfernung exzellent.

Und nun mache ich mal langsam mal für den U&D-Freitag fertig — Klamotten wechseln! 🙂

Ins U&D geschnuppert und getrunken

Am Donnerstag geht das U&D 2018 los. Und am Mittwoch hab ich mich schon mal ins Festival gequatscht und getrunken.

Heute geht es los, das 31. Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg. Der Wind wird wenige Stunden vor Beginn zwar immer stärker, aber solange die Mainwiesen nicht zwei Meter unter Wasser stehen, ist das kein Grund, nicht hinzugehen.

Und meine Freude ist groß — keine Arbeit steht bei mir einem Besuch an allen vier Festivaltagen entgegen. Ich habe Urlaub, auch wenn das ein Fakt ist, das bisher nur als reine Information in meinem Kopf gespeichert ist, nach drei Tagen fühlt es sich noch nicht so an.

Ralf Duggen begrüßt zum “ProOpening” im warmen U&D-Kunstzelt.

Aber vielleicht bringt mich ja das U&D in einen entspannten Urlaubsmodus. Gestern, am Mittwoch, gab es schon einen kleinen Vorgeschmack.

Wie im vergangenen Jahr anlässlich des Jubiläums fand auch in diesem Jahr ein Tag vor dem Beginn des U&D eine kleine Eröffnungsfeier auf dem Gelände statt. Wobei Feier vielleicht das falsche Wort ist. Klar gab es ein paar kurze Reden, aber im Großen und Ganzen war das eine Grillfete für dem Festival verbundenen und gut gelaunten Menschen aus Kultur, Politik, Medien und auch die Förderer des U&D. Ich wurde da wohl in verschiedenen Funktionen eingeladen, darum trank ich auch am meisten. 😉

Die wundervollen Tanzkinder spielten auf.

Ein schöner warmer Abend war das, und eine gute Gelegenheit, mit etlichen Menschen zu quatschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Oder auch manche besser kennenzulernen. So hab ich erfahren, das Thomas Schulz, der Vorsitzende der Filminitiative Würzburg, eine gemeinsame Vergangenheit mit mir teilt und wir beinahe Zwillinge sein könnten. 😉

Und einen besonderen Dank an Andi von der Kellerperle für das Anfeuern meines Nikotinkonsums an diesem Abend. 🙂

Und jetzt mache ich mich so langsam mal fertig … gleich geht es los mit dem Umsonst & Draussen 2018! 😀

 

U&D am Sauheißpurzel – die Musik spielte auf der Garagenbühne

Urlaubszeit ist Festivalzeit. Und da hat es mich in weite Fernen getrieben – nach Karlstadt. Musikalisch hat sich die Reise definitiv gelohnt.

So, jetzt breche ich langsam mal die mir selbst auferlegte Blogpause, die ich mir für den Urlaub vorgenommen — und natürlich nicht ganz durchgehalten — habe.

Am vergangenen Freitag war ich beim Umsonst-und-Draussen-Festival in Karlstadt. Als ich zum letzten Mal dort war, gab es das Würzblog noch gar nicht und ich konnte mich auch kaum noch an das Gelände erinnern.

U&D Karlstadt am Saupurzel.

Erinnern kann ich mich auch jetzt kaum noch daran, dass es an diesem Freitag noch richtig heiß war, da trug der Sommer im Vergleich zu heute noch seinen Namen zu recht. Was auch seine Nachteile hatte. Ich bin mit dem Zug nach Karlstadt gefahren und dann zu Fuß vom Bahnhof zum Saupurzel gelaufen, dem Gelände des Festivals, etwas außerhalb auf einer Anhöhe. Und da hätte ich mir wirklich einen Shuttleservice gewünscht, denn der halbstündige Fußmarsch unter der sengenden Sonne war wirklich kein Spaß.

U&D Karlstadt: Mutabor

Gelohnt hat sich die Mühe. Das U&D in Karlstadt ist ein süßes kleines Festival. Der Freitag stand sehr unter dem Einfluss des Headliners J.B.O., die zum Schluss auf der Hauptbühne auftraten — und mich überhaupt nicht interessierten. Aber die vielen in knallpinke Shirts gekleideten Fans der Band ließen vermuten, dass etliche Besucher extra wegen der Erlanger Band, gekommen waren, die für mich ihren einzigen kleinen Höhepunkt Mitte der 90er Jahre hatte.

Überhaupt muss ich sagen, dass für mich die kleine Garagenbühne der Ort auf dem U&D war, wo die wirklich interessante Musik gespielt wurde. Crossing Borders oder Mutabor auf der Hauptbühne habe ich mir beide mal kurz angehört und fand sie auch ok, aber so richtig gekickt haben sie mich nicht.

U&D Karlstadt: Dryad

Anders auf der Garagenbühne. Jede der vier Bands an diesem Tag haben mich auf ihre Weise begeistert.
Die Würzburger Stonerrock-angehauchten Dryad, die Berliner Astroboys, das Odd Couple als Trio aus Berlin (die jetzt am Wochenende auf dem Herzberg-Festival spielen) und The Picturebooks aus Gütersloh legten wirklich beeindruckende Konzerte auf der kleinen Waldbühne hin.

U&D Karlstadt: The Paperbooks

Gerade The Picturebooks hauten mich weg, das Duo rockte mit kleiner elektronischer Unterstützung einfach dermaßen wuchtig, kraftvoll und mit vollem Körpereinsatz mit Gitarre und Schlagzeug. Wahnsinn! Sänger und Gitarrist Fynn sagte mir nach dem Konzert, dass sie an dem Abend schon für ein Konzert im Immerhin in Würzburg angefragt wurden. Ein Termin steht noch nicht fest, also in der nächsten Zeit mal die Augen aufhalten, das ist schon jetzt eine Konzertempfehlung.

Putzig war das Festival auch in Hinsicht der Organisation. Das Personal am Weinstand war wahnsinnig freundlich und lustig, aber auch ein wenig planlos. Darum durfte man ihnen als Gast auch gerne mal beratend zur Seite stehen, was die Bechergröße oder den Preis — das Weinschorle für zwei Euro, der Wein für drei Euro, auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung 😉 –anging.

U&D Karlstadt: Der Stempel für die Hauptbühne.

Witzig für mich, für viele anderen Besucher eher nervig war, dass für den Platz den Hauptbühne plötzlich Stempel verteilt wurden. Den Platz konnte man nur noch über einen Zugang erreichen, eine Security-Mitarbeiterin stempelte im Sekundentakt Handrücken. Warum sie das tat, konnte sie mir nicht so wirklich erklären. Irgendwas, damit nicht zu viele Menschen vor der Bühne sind. So richtig gezählt hat meines Wissens aber niemand, es verließen ja auch ständig bereits gestempelte Leute den Platz und kamen gar nicht wieder. Sinn und Zweck dieser Aktion hat sich mir also nicht erschlossen, außer dass an der “Stempelstation” ein großes Gedränge entstand. Aber war nach ein paar Songs von Mutabur nicht mehr an der großen Bühne, sondern den Rest der Zeit an der Garagenbühne.

Unterm Strich hatte ich einen wirklich schönen Abend auf dem U&D in Karlstadt, der mir einfach Spaß gemacht hat. Und wundersamerweise bin ich sogar mitten in der Nacht noch nach Würzburg zurück gekommen, nachdem ich den letzten Zug verpasst habe. 🙂