Gratiscomictag beim Comicdealer

Am 11. Mai gibt es deutschlandweit gratis Comics. Und in Würzburg gibt es nur einen würdigen Ort, diesen Tag zu begehen, seiner Comic-Leidenschaft zu frönen oder sich anfixen zu lassen,

In Berlin versucht man die Drogendealer in auf den Boden gesprayte rosa Rechtecke zu bannen. In Würzburg ist der Comicdealer auch in einem dafür vorgesehen Areal zu finden, im Erdgeschoss des Gebäudes in der Valentin-Becker-Straße 1a, Hermkes Romanboutique.

Dass Berlin auch noch einen Tag einführt, an dem man kostenlos Drogen bekommt … ich glaube eher nicht. Bei den Comics gibt es das allerdings, und zwar wieder an diesem Samstag, 11. Mai. Da ist Gratiscomictag in Deutschland, und in Würzburg macht Hermkes Romanboutique auch wieder mit. Ein treffend gewählter Name für die Veranstaltung, denn an diesem Tag gibt es gratis Comics. Die Verlage wollen damit die Fans auf so manche kommende Veröffentlichung hinweisen und dafür Werbung machen. Und ja — hier rutschen wir wieder in die Drogenmetaphern –, es geht natürlich auch darum, Noch-nicht-Comic-Leser anzufixen. Und lasst euch sagen: Es gibt Schlimmeres! 😁

Mit dabei bei Hermkes Romanboutique an Gratiscomictag: Das künstlerlische Allzweckwerkzeug Erik Staub (hat mal bei Alien-Schöpfer H. R. Gieger gearbeitet, wie cool!),  Cosplayer bei der Arbeit, Würstchen vom Grill, Comics von der Kilowaage, Nerds von jeglicher Spezies und viel von Spaß.

Ach ja, ich will es nicht verheimlichen. Hermkes Romanboutique ist nicht das einzige Geschäft, dass in Würzburg am Gratiscomictag dabei ist. Die Hugendubel-Filiale macht da auch mit. Und nicht dass ich etwas gegen Hugendubel habe — ok, ich kaufe dort fast nie etwas –, aber aus meiner Sicht gibt es nur einen Ort, wo man in Würzburg würdig den Gratiscomictag begehen kann. Nämlich der Ort, wo auch an den anderen 364 Tagen im Jahr Comics nicht nur verkauft, sondern auch gelebt werden — und das ist einfach Hermkes Romanboutique.

Trinär: Die Benefiz-Bloggerlesung zur WüWW2

Zur Würzburg Web Week lesen wir Blogger wieder — Ulrike Schäfer, Heidi Luger und Ralf Thees sind mit ihren Texten erneut für einen guten Zwecke auf der Bühne.

Ja, wir lesen wieder. Ulrike, Heidi und ich. Anfang April ist zum zweiten Mal Web Week in Würzburg, uns was wir zum Thema Digitalisierung beizutragen haben, sind unsere Texte, die in oder um unsere Blogs entstanden sind. Vom Byte zum Buch eben, und das trinär zu dritt.

Die Bloggerlesung im vergangenen Jahr hat uns viel Spaß gemacht, der Raum war bis auf den letzten Stuhl belegt und kein Zuhörer ist schreiend davongelaufen — das hat uns Lust auf eine Wiederholung gemacht. Im Grunde haben wir auch kaum eine Wahl, denn das ist eine der wenigen Kulturveranstaltungen während der Würzburg Web Week. (Digitale Künstler, das war ein Last-Minute-Aufruf! 😁)

LEsung im Kusthaus Michel

Heidi “Moggadodde” Luger, Ulrike Schäfer und Ralf Thees.

Am Dienstag, 2. April, könnt ihr ab 19 Uhr wieder einen Abend mit uns verbringen. Wir sind mutiger geworden und uns an einen etwas größeren Ort gewagt, ins Kunsthaus Michel in der Semmelstraße. (Danke dafür an Gerd Michel übrigens!) Was wir genau lesen werden, mal sehen. Ob Neues, ob Altes, ob Impro oder den einen oder anderen Unsinn — es wird großartig werden, das kann ich schon sagen! 😀

Der Eintritt ist frei, aber wir bitten wie beim letzten Mal um Spenden in beliebiger Höhe für den Verein “Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff”.

Hannes weinte für die Viertelkultur, ich koffeinierte

Unterm Strich war das Thema des Abends wohl “alternative Finanzierungsmodelle”. Aber verpackt in einen wundervollen Ort, mit wundervoller Musik und die Menschen ebenfalls. Nur die Getränkeauswahl nicht.

Nach einer durchaus stressigen Woche hatte ich gestern Abend eigentlich erst mal einen Wunsch — einen ordentlichen Schoppen! Und den, so dachte ich mir, genehmige ich mir im Viertelkultur in der Zellerau. Dort gab nämlich Hannes Wittmer ein Benefiz-Konzert zu Gunsten des Cafés/Treffpunkts/Kulturorts/Bald-Unverpacktladens. Ein zauberhafter neuer Ort für Würzburg, als Sanderauer neide ich der Zellerau etwas die Viertelkultur, unterstütze es aber sehr gern.

Hannes Wittmer und Clara Jochum im Viertelkultur.

Stücke von seinem neuen Album “Das große Spektakel” gab Hannes zum Besten, aber auch aus einer Spaceman-Spiff-Zeit — und unterstützt von der wundervollen Clara Jochum am Cello und mit Gesang. Trauriges, Nachdenkliches, aber doch auch Schönes spielte er, erklärte auch, warum es das neue Album nicht im normalen Verkauf, sondern nur als kostenlosen Download gibt — und trank leckeren Frankenwein.

Den hätte ich auch gern getrunken, doch der Bocksbeutel war allem Anschein nach der einzige Wein in der ganzen Viertelkultur und den Künstlern vorbehalten. Für mich als Nicht-Bier-Trinker gab es dann eben … Kaffee. So weinte Hannes und ich auch, jeder auf seine Weise. 😉

Hannes im Spiegel.

Liebe Viertelkultur, ich wünsche mir Wein auf eurer Karte. Sonst muss ich Gitarre, Theremin und Nasenflöte einpacken und bei euch ein Konzert geben, nur damit ich einen Schoppen bekommen — und glaubt mir, das wollt ihr nicht! 😉

Gegen Ende des Konzerts ging ein Blechdosen-Hut herum und ich behaupte mal, der Abend hat sich in Sachen Spenden für die Viertelkultur gelohnt. Und gelohnt hat es sich für mich auch, es war ein schöner Abend in einem schönen Ambiente. Und lohnen darf es sich für Hannes selbst dann auch am 9. Februar, da spielt er mit Band im Cairo. Natürlich ohne festen Eintritt, sondern auf Zahl-was-du-willst-Basis. Aber Karten kann und sollte man online auf Wütix für einen knappen Euro reservieren.

Na los, mal mit aufs BarCamp Würzburg?

Heimlich schon immer den Wunsch gehabt, mal auf ein Barcamp zu gehen? Aber sich nie getraut? Hier in Mutmach-Artikel und ein paar Frage-Antwort-Spielchen zum Barcamp Würzburg am kommenden Samstag.

Eine meiner liebsten Veranstaltungen im Würzburger Jahreskreis ist mittlerweile das BarCamp Würzburg. Da freue ich mich jetzt schon drauf. Am Samstag, 24. November 2018, ist es so weit. Und Zeit für mich, ein wenig die Werbetrommel zu rühren.

Ich habe mit dem BarCamp nichts weiter zu tun, als dass ich Teilnehmer bin. Aber auch aus purem Egoismus bin ich froh, wenn viele Leute kommen. Ein BarCamp lebt vor allem von den Leuten. Je mehr, desto besser. Und je netter, desto besser. Quantität und Qualität halt. Aber klar: für diejenigen, die noch nie bei einem BarCamp, geschweige denn auf dem in Würzburg waren, kommen Fragen auf.

BarCamp? Hä? Zelten in der Kneipe?

Wer auf noch nicht auf dem BarCamp war, hier eine Mini-Beschreibung. Es gibt vorher kein Programm. Zu Beginn kann jeder ein Thema vorschlagen, dass dann später in einer knapp einstündigen Session behandelt werden kann. Das Thema kann sie oder er selbst als Vortrag, Workshop oder welcher Form auch immer halten. Die Grenzen zwischen dem Vortragenden und den Teilnehmern der Session sind gerne fließend. Man kann aber beispielsweise eine Frage-Session halten, also “Ich hab ein Problem mit XY, kann mir da jemand helfen”. Geht auch. Die Inhalte der Sessions kommen also von den BarCamp-Teilnehmern selbst, Beteiligung ist immer von jedem erlaubt.

Ist das BarCamp Würzburg nur was für die Super-IT-Technik-und Onlinemarketing-Cracks?

Nö. Klar, das BarCamp dreht sich vor allem um “Internet-Themen”, aber die Sessions in den vergangenen Jahren waren dermaßen breit gestreut. Aber es gab schon Sessions, in denen es beispielsweise ganz allgemein um Organisation ging, Oder um “Wie sitze ich richtig”. Und auch bei den Frage-Sessions ging es nicht immer um den abgefahrensten neuen Techno-Scheiß. “Könnt ihr mir Tipps für meinen Instagram-Account geben” (oder so ähnlich) war eine der für mich interessantesten Session im vergangenen Jahr, es war einfach in Austausch von Ideen und Know-how um Instagram, von dem alle etwas hatten.

Die Latte liegt inhaltlich beim BarCamp sowohl hoch als auch niedrig. Für die eine ist “AngularJS rückwärts und einhändig programmieren” interessant, für den anderen “Maus-Schoner in Einhornform häkeln” oder “Die besten Knabbereien beim Bloggen” (ich bin für Fischli!). Und erlaubt ist, was die Teilnehmer interessiert, so einfach ist das beim BarCamp.

Ich würde ja hin, wenn es nichts kostet, aber so ist es mir zu riskant

Ja, das BarCamp kostet Eintritt. 25 Euro für den normale Teilnehmer-Ticket. Und wer sich als Neuling sorgt, ob dieser finanzielle Einsatz für eine Veranstaltung, die man nicht kennt, zu hoch ist, nur dieser Hinweis unter der Hand: Das Essen ist der Hammer!

Mit den 25 Euro decken die Teilnehmer bei weitem nicht die Kosten des BarCamps ab, aber zum Glück gibt es ja Sponsoren. Und man kann es wirklich so sehen, wenn man unbedingt will — für 25 Euro kann ich mich den ganzen Tag durchfuttern. Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Kuchen, Kaffee, Getränke und was weiß ich noch alles. Und auch in diesem Jahr sind wieder die Fuldaer von Nelles als Caterer beim BarCamp, um den Preis-Lecker-Faktor mache ich mir beim Essen also mal ebenso wenig Sorgen wie bei den Themen. 🙂

Update: Wie Martin Kunz auf Facebook kommentierte, macht die Marktlücke Würzburg das Abendessen. Das. Ist. Großartig! 😀

Nicht vergessen darf man auch den Spaßfaktor. Da hängen schon nette und lustige Leute ab, und wen man noch nicht kennt, kann man da ganz entspannt kennenlernen.

Als Zusatz-Schmankerl diesmal gibt es eine Locations, in der man vermutlich nicht allzu oft war: Dem “Tower” des Zentrums für Digitale Innovationen Mainfranken am Hubland, (das war mal der Tower des ehemaligen Flughafens der Leighton Barracks). Ich vermute mal eine schöne Aussicht, wenn das Wetter passt! 😉

Ich würde mich freuen, möglichste viele Blogger und Blogleser am Samstag beim BarCamp Würzburg im Tower zu sehen. Bis dann! 🙂

International Affairs mit Daniel Orrantia und endlich wieder Lee White

Lange Zeit hab ich die Gruppe Crumbs nicht mehr in Würzburg gesehen. Nun kommt wenigstens eine Hälfte davon in hervorragender Begleitung.

Es gab Zeiten, da gehörte im Jahreslauf in Würzburg, dass die kanadische Improtheater-Gruppe Crumbs der Stadt einen Besuch abstattete. Und immer wenn es ging, war ich dabei und verfolgte dem Treiben der beiden Kanadier Stephen Sim und Lee White — meist in Kombination mit den Würzburger Kaktussen — fasziniert und bestens unterhalten  zu.

Das wird in der Form wohl nicht mehr so schnell passieren, wenn man einem Facebook-Post der Crumbs glauben darf (aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben).  Stephen, die eine Crumbs-Hälfte, macht weiterhin in Kanada Impro.

Lee White lebt mittlerweile in Berlin. Da ist mal ein Sprung nach Würzburg nicht so wild. Und am Donnerstag, 5. April, ist Lee wieder hier und steht ab 20 Uhr gemeinsam mit dem Kolumbianer Daniel Orrantia auf der Bühne des Cairo.

Und ich hoffentlich wieder mal davor. 🙂

Die Impro-Show, wieder mit Unterstützung des Kaktus (so heißen die jetzt), wird englischsprachig sein — was aber bei dem Crumbs nie ein Problem war, und wohl jetzt auch nicht.

Die Karten kosten 9 Euro (ermäßigt 7 Euro) im Vorverkauf an den üblichen Stellen in Würzburg oder über Wuetix, an der Abendkasse 12 Euro (ermäßigt 9 Euro).

Foto: vom Kaktus

Antimaterie, schwarze Löcher und ein Dorf voll Physiker

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft frühlingstagt in Würzburg. Und dabei gibt es eine Vortrag über Schwarze Löcher und anderen kosmischen Kram – interessant auch für die, die nicht Stephen Hawking heißen.

1600 Physiker auf einem Fleck, ein kleines Dorf aus Naturwissenschaftlern? Das kann nur heißen, es ist Oktoberfest in München oder die  Deutsche Physikalische Gesellschaft hat eine ihrer Frühjahrstagungen.

Da sie sich gerade in Würzburg treffen, trifft Letzteres zu. Während dieser Woche diskutieren  der Sektion “Materie und Kosmos” Fachleute an der Uni Würzburg über Fragestellungen zu eben Materie und dem Kosmos.

Und sogar an Nicht-Fachleute wurde gnädigerweise gedacht. Heute am Dienstag, 20. März 2018, hält der Würzburger Astropyhsiker Karl Mannheim einen öffentlichen Vortrag zum Thema “Botschaft aus dem All – Was uns Kosmische Strahlung, Antimaterie und Schwarze Löcher über das Universum verraten”. Los geht es um 19.30 Uhr im Hörsaal 0.004 des Hörsaalzentrums Z6 am Hubland — ich liebe diese genauen Ortsangaben, da ist jeden sofort klar, wo er hin muss.

Nachdem ja alle so viel über den verstorbenen Physiker Stephen Hawking geredet haben, sollte der Vortrag ja brechend voll werden — um mal ansatzweise zu verstehen, wovon Hawking überhaupt geredet hat bzw. reden hat lassen.

Der Vortrag kostet nix, bringt aber bestimmt viel. Und nachdem ich mich nach mehr als 20 Jahren nach meinem Studium bestimmt wieder als Nicht-Fachmann zählen darf, werde ich wohl auch hingehen.

Artikelbild: Der junge Sternhaufen Westerlund 2, aufgenommen im Jahr 2015 vom Hubble Space Teleskop. Foto: NASA, ESA, the Hubble Heritage Team (STScI/AURA), A. Nota (ESA/STScI), and the Westerlund 2 Science Team.

Würzburg Web Week: Es gibt drei Neuigkeiten

Noch ist die Würzburg Web Week im März in der Planungsphase. Aber es gibt schon die ersten konkreten Neuigkeiten um das “Festival der digitalen Gesellschaft”.

Vom 5. bis 12. März 2018 wird es die Würzburg Web Week geben. Zu dieser Woche, in der – hoffentlich – viele unterschiedliche Veranstaltungen rund im Internet und Digitalisierung stattfinden werden, gibt es jetzt drei Neuigkeiten.

  • Die erste Veranstaltung, von der ich weiß, steht schon fest: Es wird einen 24-Stunden-Podcast geben, und zwar mit meiner Beteiligung. Wenn Alex, mein Podcastpartner in der Würzmischung keine Zeit hat, dann nur mit meiner Beteiligung. Und Gästen natürlich. 😀 Datum und Ort in der WueWW sind noch nicht klar, das hängt auch von den anderen Veranstaltungen ab, die ich vorhabe zu planen.
  • Die WueWW ist seit vergangenem Dienstag beschirmt, hat also einen Schirmherrn. Gunther Schunk verkündete bei der Social Media Business Lounge, dass Oberbürgermeister Christian Schuchardt höchstpersönlich das übernimmt — Chefsache also.
  • Uuuuuund — die Webseite der Würzburg Web Week ist online, unter wueww.de. So gut wie. Zumindest gibt es einen Countdown und man kann sich schon mal für einen Newsletter anmelden. Aber da wird sich bestimmt bald was tun. Und schön finde ich den Titel der Seite: “Festival der digitalen Gesellschaft Würzburgs”. Hat was! 😀

Handbuch für Raumfahrer: Nach der Lesung ist vor dem Flug ins All

Alles was man wissen muss, wenn man in den Weltraum fliegen will, kann man im Buch von Bergita und Urs Ganse nachlesen. Vorgelesen haben sie daraus in der Unibibliothek. Eine Lesung ohne Buch, das ganz in der Nähe seinen Ursprung hat.

Bei dem Schmuddelwetter am Sonntag konnte man kaum etwas Besseres machen, als zur “Space Lecture”-Lesung in die Unibibliothek gehen. Dort lasen die Geschwister Bergita und Urs Ganse aus ihrem Buch Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer.

Alles was man über den Flug ins All wissen muss

In eine Sojus-Kapsel hätten die Zuhörer der Space Lecture schon mal nicht gepasst.

Und angehende Raumfahrer gibt es in Würzburg allem Anschein nach gar nicht so wenige, geschätzte 60 Besucher kamen in die UniBib. Vielleicht aber auch nur, weil es dort drinnen im Gegensatz zum Herbstelend draußen mollig warm war. 😉

In ihrem kleinen Handbuch machen Bergita und Urs einen Rundumschlag für alle, wie mal ins Weltall fliegen wollen. Wir werde ich Astronaut — oder Weltraumtourist? Wie baue ich ein Raumfahrzeug? Und wie fliege ich das Teil dann? Was mache ich dann im All und wie wirkt sich das auf mich aus? Und warum das Ganze?

Die Geschwister lasen aus jedem der Kapitel ein paar Seiten. Das Buch ist recht locker und unterhaltsam geschrieben. Nicht unbedingt für die blutigsten aller Laien, aber wer sich ein klein wenig für das Thema Raumfahrt interessiert, wird — soweit man das in der Lesung abschätzen kann — keine Schwierigkeiten haben, den Inhalt zu verstehen.

Urs Ganse, Astrophysiker und Autor von “Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer”

Trotz aller Populärwissenschaft: Bergita und Urs Ganse wissen wovon sie reden und schreiben. Bergita ist wirklich Weltraummedizinerin, forscht über die Auswirkung der Schwerelosigkeit auf Muskeln und Knochen und lehrt an der RWTH Aaachen. Urs ist Astrophysiker und arbeitet im Moment in Helsinki, hat aber in Würzburg studiert und promoviert. Etwa ein Jahr haben die beiden an dem Buch geschrieben, etwa ein Jahr hat es gebraucht, bis es auch erscheint. Darum sei manches auch nicht mehr ganz aktuell, sagte Bergita mit Bedauern.

Das Handbuch ist ein Würzburger

Das war auch der Grund, dass die erste Lesung in Würzburg abgehalten wurde. Denn die Mitarbeiterin des Springer-Verlags, die die Geschwister gefragt hat, ob sie so ein Buch schreiben wollen, ist eine ehemalige Wohnheim-Mitbewohnerin von Urs Ganse.

“Und so lag es auf der Hand, die erste Lesung in Würzburg zu machen, das Buch ist sozusagen wenige Meter von hier im Galgenberg-Wohnheim entstanden.”
Bergita Ganse, Space Lecture an der Unibibliothek WÜrzburg.

Lesung ohne Buch

Urs Ganze zeigt wir hoch eine Weltraumlift sein müsste – ziemlich maßstabsgerecht.

Eine gute Stunde lasen Urs und Bergita aus dem Buch. Oder korrekter — sie lasen von ihren Notebooks ab. Denn das gedruckte Buch ist noch gar nicht erschienen. Vom Verlag war ursprünglich geplant,  “Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer” im Juli in den Buchhandel zu bringen. Um ein wenige Puffer zu lassen, haben die Ganse-Geschwister den Beginn ihrer Lesungs-Reihe in den November gelegt. Alles kam aber anders, das Buch kommt wohl in den nächsten Wochen in die Buchhandlungen. Allerdings gibt es schon das E-Book, immerhin. Um irgendetwas zum zum Signieren zu haben, wurden einfach die Ankündigungsplakate genutzt – ging auch. 🙂

Bergita Ganse, Weltraummedizinerin und Autorin von "Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer"
Bergita Ganse, Weltraummedizinerin und Autorin von “Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer”

Die Lesung hat wirklich Spaß gemacht, die beiden Autoren haben amüsant gelesen und immer wieder dazwischen von sich, ihrer Forschungsarbeit und von der Entstehung des Buchs erzählt. Und die Fragerunde am Ende der Lesung wurde auch rege genutzt und war noch richtig interessant. Wer Gelegenheit hat, die beiden mal in einer Lesung zu hören, sollte sie nutzen.

Ganz kleines Handbuch für angehende Buchkäufer

“Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer” hat 291 Seiten mit vielen Abbildungen, Raumfahrt-Anekdoten und Tipps für Raumfahrer. Das E-Book (gibt’s ja schon, ISBN 978-3-662-54411-2) kostet 19,90 Euro, das gedruckte Buch (ab 30. November 2017, ISBN 978-3-662-54410-5).
Mehr Informationen über das Buch und die Autoren unter raumfahrerhandbuch.de.