Architektur-Biennale: Zwergenhäuser und Rieseninteresse

Entweder lockte die Vorstellung auf fast zwei Stunden in einem kühlen Kinosaal oder das Interesse an TinyHouses und einer Veränderung der Art des Wohnens und Zusammenlebens. Der Saal bei der Biennale war zumindest voll, als Architekt Van Bo Le-Mentzel seine Vortrag hielt.

Die Architektur-Biennale am Dienstag von Fin-Ger muss wohl einen Nerv getroffen haben. Vielleicht war es nur der Wahl es Raumes. So ein kühler Kinosaal war am Montag in Würzburg schon verlockend. Möglicherweise war es aber auch das Thema.

TinyHouses, Kleinsthäuser, darüber wollten rund 100 170 Besucher (laut Matthias Braun) der Biennale mehr erfahren, der Saal im Central Programmkino war ausverkauft. Der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel sollte mehr dazu erzählen und ich eine Podiumsdiskussion dazu moderieren. Um es kurz zu machen: Ich hatte frei an diesem Abend. Van Bo Le-Mentzel — übrigens ein sehr netter Typ — ist mit der Bahn angereist und natürlich irgendwo mit Verspätung hängen geblieben. Die Technik im Saal hat auch erst noch gezickt, konnte aber von dem Central-Helfer gefixt werden.

Doch so ging die Veranstaltung erst eine ganze Ecke später los, Le-Mentzel Vortrag ging deutlich länger als geplant und so blieben am Ende noch zwölf Minuten für die Diskussion, bevor der Kinosaal für die nächste Filmvorführung wieder frei sein musste. Ich habe als Moderator eigenmächtig entschieden: die Diskussion lohnt nicht in der Kürze, bis alles aufgebaut und alle Diskutanten vorgestellt sind, ist die Zeit schon vorbei.

Der Architekt des Tiny100-Hauses, Van Bo Le-Mentzel, erklärte den Biennale-Besuchern das TinyHouse-Konzept.

Aber das war alles nicht schlimm. Van Bo Le-Mentzel hat einen sehr inspirierenden Vortrag gehalten. Er war sehr überrascht, dass so viele Besucher gekommen sind. “Wenn ich in Berlin zu so einem Abend einlade, kommen zehn oder zwanzig Leute”, sagte Le-Mentzel. Sein Vortrag drehte sich gar nicht so sehr um architektonische Details, mehr über das Konzept und das Denken hinter der TinyHouse-Bewegung.

Er kam von Garagen als Orte der Ideenfindung und Kreativität — also Beispiele gab er die Garagen von Steve Jobs (Apple), Hewlett & Packard oder Walt Disney — zu den verschiedensten Arten von TinyHouses. Diese können genutzt werden als Notunterkünfte, Studentenbuden (statt 400 Parkplätze auf dem Unigelände 400 TinyHouses, das ist eine der Ideen Le-Mentzels) oder als Möglichkeit der Umsetzung eines individuellen und flexiblen Lebensstils. Gesellschaftlich spann Van Bo Le-Menztel der Gedanken der TinyHouses noch weiter. Wenn die Auflösung des Wohnraums, den die Kleinsthäuser mit sich bringen, warum dann nicht gleich die Grenzen der Nationen auflösen und in einem “Internet of Spaces” denken, einer globalen Vernetzung von Räumen.

Das Tiny100-Haus steht noch bis Mitte Juli auf dem Bürgerbräu-Gelände in Würzburg.

Interessante Gedanken, die danach von den Besuchern und auch vom Architekten selbst weiter diskutiert wurden. Sicher hätte eine Podiumsdiskussion noch die eine oder andere Frage — gerade mit Claudia Kaspar, Fachbereichsleiterin Stadtplanung der Stadt Würzburg und sehr interessiert an dem Thema — anreißen können, doch eine tiefere Diskussion hätte mindestens mehrere Stunden Zeit benötigt. Darum war es dann doch gut so, wie es war, auch wenn ich mir während des Vortrag nun erst mal umsonst mögliche Fragen mitnotiert hatte. 🙂

Der Berliner Architekt erklärte, was ein TinyHouse ist und wie es funktioniert, am lebenden Objekt: auf dem Bürgerbräu-Gelände steht bis Mitte Juli ein von Le-Mentzels Tiny100-Häusern. Klar dauert es ein bisschen, bis jeder interessierte Besucher die Gelegenheit hatte, das Haus zu betreten — es ist nun mal sehr klein –, aber Van Bo Le-Mentzel nahm sich die Zeit, möglichst viele Fragen zu beantworten.

Matthias Braun und Juhani Karanka überreichen dem Berliner Architekten Van Bo Le-Mentzel (Mitte) den Goldfinger-Preis der Biennale.

Van Bo Le-Mentzel wurde noch von Juhani Karanka (Fin) und Matthias Braun (Ger) mit dem Goldfinger geehrt, dem Preis der Fin-Ger Biennale. Zur Feier gab es noch Sekt und Brote — alle in klein, versteht sich. 😜 Es war ein wirklich sehr interessanter und inspirierender Abend. Und ein Dank auch an Frauke, die Gewinnerin der Freikarte: Schön, dass ich dich kennen lernen durfte, bald gibt es im Blog auch was über dich.😊

Kein Tennis, aber Musik, Ambiente und ein Glas Wein

So ein Fest im Park des Juliusspitals in Würzburg hat schon was. Musik, Kunst und die Notwendigkeit eines nicht zu kleine Geldbeutels.

Es blieb mancher Wettervorhersage zum Trotz am Sonntag die meiste Zeit doch recht schön in Würzburg. So konnte ich den frühen Nachmittag beim Juliusspital Open verbringen. Das ist kein Tennis-Turnier, wie man vermuten könnte, sondern ein Fest im Park des Juliusspitals — ein Ort, wo es mich sonst selten hin verschlägt.

Ein Knochen?

Im vergangenen Jahr war ich zum erste Mal bei der Veranstaltung, und fand es eigentlich recht nett, das Ambiente ist schon besonders. Tagsüber findet man dort eher älteres Publikum — noch älter als ich 😉 –, abends verjüngt sich das Ganze.

Ich bin ein wenig im Park herumgeschlendert und habe mir die Kunstobjekte angeschaut, habe mit angesehen. was die paar Kunsthandwerker angeboten haben und habe vor allem der Black Velvet Band gelauscht, die ich schon lange nicht mehr gehört habe.

Womit ich etwas Schwierigkeiten habe, sind die Preise. Der Schoppen Wein 5,50 Euro, eine Mettstange 3,50 Euro … da kann man ganz schön Geld lassen. So habe ich mir mit meiner zauberhaften Begleitung einen Schoppen Silvaner und ein Wasser geteilt — Weinschorle wurde nicht ausgeschenkt — und das war es dann. Ich habe kaum Familien mit Kindern da gesehen — vielleicht könnte es daran liegen, denn dann sind die Haare schnell vom Kopf gefressen.

Nicht dass das Bürgerspital keinen guten Wein ausschenken würde, im Gegenteil. Aber 5,50 Euro fühlt sich für mich irgendwie zu teuer an.

Aber ich war ja nicht da, um mich zu betrinken. Einen schönen Nachmittag konnte ich auch so dort verbringen.

Gratiscomictag beim Comicdealer

Am 11. Mai gibt es deutschlandweit gratis Comics. Und in Würzburg gibt es nur einen würdigen Ort, diesen Tag zu begehen, seiner Comic-Leidenschaft zu frönen oder sich anfixen zu lassen,

In Berlin versucht man die Drogendealer in auf den Boden gesprayte rosa Rechtecke zu bannen. In Würzburg ist der Comicdealer auch in einem dafür vorgesehen Areal zu finden, im Erdgeschoss des Gebäudes in der Valentin-Becker-Straße 1a, Hermkes Romanboutique.

Dass Berlin auch noch einen Tag einführt, an dem man kostenlos Drogen bekommt … ich glaube eher nicht. Bei den Comics gibt es das allerdings, und zwar wieder an diesem Samstag, 11. Mai. Da ist Gratiscomictag in Deutschland, und in Würzburg macht Hermkes Romanboutique auch wieder mit. Ein treffend gewählter Name für die Veranstaltung, denn an diesem Tag gibt es gratis Comics. Die Verlage wollen damit die Fans auf so manche kommende Veröffentlichung hinweisen und dafür Werbung machen. Und ja — hier rutschen wir wieder in die Drogenmetaphern –, es geht natürlich auch darum, Noch-nicht-Comic-Leser anzufixen. Und lasst euch sagen: Es gibt Schlimmeres! 😁

Mit dabei bei Hermkes Romanboutique an Gratiscomictag: Das künstlerlische Allzweckwerkzeug Erik Staub (hat mal bei Alien-Schöpfer H. R. Gieger gearbeitet, wie cool!),  Cosplayer bei der Arbeit, Würstchen vom Grill, Comics von der Kilowaage, Nerds von jeglicher Spezies und viel von Spaß.

Ach ja, ich will es nicht verheimlichen. Hermkes Romanboutique ist nicht das einzige Geschäft, dass in Würzburg am Gratiscomictag dabei ist. Die Hugendubel-Filiale macht da auch mit. Und nicht dass ich etwas gegen Hugendubel habe — ok, ich kaufe dort fast nie etwas –, aber aus meiner Sicht gibt es nur einen Ort, wo man in Würzburg würdig den Gratiscomictag begehen kann. Nämlich der Ort, wo auch an den anderen 364 Tagen im Jahr Comics nicht nur verkauft, sondern auch gelebt werden — und das ist einfach Hermkes Romanboutique.

Trinär: Die Benefiz-Bloggerlesung zur WüWW2

Zur Würzburg Web Week lesen wir Blogger wieder — Ulrike Schäfer, Heidi Luger und Ralf Thees sind mit ihren Texten erneut für einen guten Zwecke auf der Bühne.

Ja, wir lesen wieder. Ulrike, Heidi und ich. Anfang April ist zum zweiten Mal Web Week in Würzburg, uns was wir zum Thema Digitalisierung beizutragen haben, sind unsere Texte, die in oder um unsere Blogs entstanden sind. Vom Byte zum Buch eben, und das trinär zu dritt.

Die Bloggerlesung im vergangenen Jahr hat uns viel Spaß gemacht, der Raum war bis auf den letzten Stuhl belegt und kein Zuhörer ist schreiend davongelaufen — das hat uns Lust auf eine Wiederholung gemacht. Im Grunde haben wir auch kaum eine Wahl, denn das ist eine der wenigen Kulturveranstaltungen während der Würzburg Web Week. (Digitale Künstler, das war ein Last-Minute-Aufruf! 😁)

LEsung im Kusthaus Michel

Heidi “Moggadodde” Luger, Ulrike Schäfer und Ralf Thees.

Am Dienstag, 2. April, könnt ihr ab 19 Uhr wieder einen Abend mit uns verbringen. Wir sind mutiger geworden und uns an einen etwas größeren Ort gewagt, ins Kunsthaus Michel in der Semmelstraße. (Danke dafür an Gerd Michel übrigens!) Was wir genau lesen werden, mal sehen. Ob Neues, ob Altes, ob Impro oder den einen oder anderen Unsinn — es wird großartig werden, das kann ich schon sagen! 😀

Der Eintritt ist frei, aber wir bitten wie beim letzten Mal um Spenden in beliebiger Höhe für den Verein “Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff”.

Hannes weinte für die Viertelkultur, ich koffeinierte

Unterm Strich war das Thema des Abends wohl “alternative Finanzierungsmodelle”. Aber verpackt in einen wundervollen Ort, mit wundervoller Musik und die Menschen ebenfalls. Nur die Getränkeauswahl nicht.

Nach einer durchaus stressigen Woche hatte ich gestern Abend eigentlich erst mal einen Wunsch — einen ordentlichen Schoppen! Und den, so dachte ich mir, genehmige ich mir im Viertelkultur in der Zellerau. Dort gab nämlich Hannes Wittmer ein Benefiz-Konzert zu Gunsten des Cafés/Treffpunkts/Kulturorts/Bald-Unverpacktladens. Ein zauberhafter neuer Ort für Würzburg, als Sanderauer neide ich der Zellerau etwas die Viertelkultur, unterstütze es aber sehr gern.

Hannes Wittmer und Clara Jochum im Viertelkultur.

Stücke von seinem neuen Album “Das große Spektakel” gab Hannes zum Besten, aber auch aus einer Spaceman-Spiff-Zeit — und unterstützt von der wundervollen Clara Jochum am Cello und mit Gesang. Trauriges, Nachdenkliches, aber doch auch Schönes spielte er, erklärte auch, warum es das neue Album nicht im normalen Verkauf, sondern nur als kostenlosen Download gibt — und trank leckeren Frankenwein.

Den hätte ich auch gern getrunken, doch der Bocksbeutel war allem Anschein nach der einzige Wein in der ganzen Viertelkultur und den Künstlern vorbehalten. Für mich als Nicht-Bier-Trinker gab es dann eben … Kaffee. So weinte Hannes und ich auch, jeder auf seine Weise. 😉

Hannes im Spiegel.

Liebe Viertelkultur, ich wünsche mir Wein auf eurer Karte. Sonst muss ich Gitarre, Theremin und Nasenflöte einpacken und bei euch ein Konzert geben, nur damit ich einen Schoppen bekommen — und glaubt mir, das wollt ihr nicht! 😉

Gegen Ende des Konzerts ging ein Blechdosen-Hut herum und ich behaupte mal, der Abend hat sich in Sachen Spenden für die Viertelkultur gelohnt. Und gelohnt hat es sich für mich auch, es war ein schöner Abend in einem schönen Ambiente. Und lohnen darf es sich für Hannes selbst dann auch am 9. Februar, da spielt er mit Band im Cairo. Natürlich ohne festen Eintritt, sondern auf Zahl-was-du-willst-Basis. Aber Karten kann und sollte man online auf Wütix für einen knappen Euro reservieren.

Na los, mal mit aufs BarCamp Würzburg?

Heimlich schon immer den Wunsch gehabt, mal auf ein Barcamp zu gehen? Aber sich nie getraut? Hier in Mutmach-Artikel und ein paar Frage-Antwort-Spielchen zum Barcamp Würzburg am kommenden Samstag.

Eine meiner liebsten Veranstaltungen im Würzburger Jahreskreis ist mittlerweile das BarCamp Würzburg. Da freue ich mich jetzt schon drauf. Am Samstag, 24. November 2018, ist es so weit. Und Zeit für mich, ein wenig die Werbetrommel zu rühren.

Ich habe mit dem BarCamp nichts weiter zu tun, als dass ich Teilnehmer bin. Aber auch aus purem Egoismus bin ich froh, wenn viele Leute kommen. Ein BarCamp lebt vor allem von den Leuten. Je mehr, desto besser. Und je netter, desto besser. Quantität und Qualität halt. Aber klar: für diejenigen, die noch nie bei einem BarCamp, geschweige denn auf dem in Würzburg waren, kommen Fragen auf.

BarCamp? Hä? Zelten in der Kneipe?

Wer auf noch nicht auf dem BarCamp war, hier eine Mini-Beschreibung. Es gibt vorher kein Programm. Zu Beginn kann jeder ein Thema vorschlagen, dass dann später in einer knapp einstündigen Session behandelt werden kann. Das Thema kann sie oder er selbst als Vortrag, Workshop oder welcher Form auch immer halten. Die Grenzen zwischen dem Vortragenden und den Teilnehmern der Session sind gerne fließend. Man kann aber beispielsweise eine Frage-Session halten, also “Ich hab ein Problem mit XY, kann mir da jemand helfen”. Geht auch. Die Inhalte der Sessions kommen also von den BarCamp-Teilnehmern selbst, Beteiligung ist immer von jedem erlaubt.

Ist das BarCamp Würzburg nur was für die Super-IT-Technik-und Onlinemarketing-Cracks?

Nö. Klar, das BarCamp dreht sich vor allem um “Internet-Themen”, aber die Sessions in den vergangenen Jahren waren dermaßen breit gestreut. Aber es gab schon Sessions, in denen es beispielsweise ganz allgemein um Organisation ging, Oder um “Wie sitze ich richtig”. Und auch bei den Frage-Sessions ging es nicht immer um den abgefahrensten neuen Techno-Scheiß. “Könnt ihr mir Tipps für meinen Instagram-Account geben” (oder so ähnlich) war eine der für mich interessantesten Session im vergangenen Jahr, es war einfach in Austausch von Ideen und Know-how um Instagram, von dem alle etwas hatten.

Die Latte liegt inhaltlich beim BarCamp sowohl hoch als auch niedrig. Für die eine ist “AngularJS rückwärts und einhändig programmieren” interessant, für den anderen “Maus-Schoner in Einhornform häkeln” oder “Die besten Knabbereien beim Bloggen” (ich bin für Fischli!). Und erlaubt ist, was die Teilnehmer interessiert, so einfach ist das beim BarCamp.

Ich würde ja hin, wenn es nichts kostet, aber so ist es mir zu riskant

Ja, das BarCamp kostet Eintritt. 25 Euro für den normale Teilnehmer-Ticket. Und wer sich als Neuling sorgt, ob dieser finanzielle Einsatz für eine Veranstaltung, die man nicht kennt, zu hoch ist, nur dieser Hinweis unter der Hand: Das Essen ist der Hammer!

Mit den 25 Euro decken die Teilnehmer bei weitem nicht die Kosten des BarCamps ab, aber zum Glück gibt es ja Sponsoren. Und man kann es wirklich so sehen, wenn man unbedingt will — für 25 Euro kann ich mich den ganzen Tag durchfuttern. Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Kuchen, Kaffee, Getränke und was weiß ich noch alles. Und auch in diesem Jahr sind wieder die Fuldaer von Nelles als Caterer beim BarCamp, um den Preis-Lecker-Faktor mache ich mir beim Essen also mal ebenso wenig Sorgen wie bei den Themen. 🙂

Update: Wie Martin Kunz auf Facebook kommentierte, macht die Marktlücke Würzburg das Abendessen. Das. Ist. Großartig! 😀

Nicht vergessen darf man auch den Spaßfaktor. Da hängen schon nette und lustige Leute ab, und wen man noch nicht kennt, kann man da ganz entspannt kennenlernen.

Als Zusatz-Schmankerl diesmal gibt es eine Locations, in der man vermutlich nicht allzu oft war: Dem “Tower” des Zentrums für Digitale Innovationen Mainfranken am Hubland, (das war mal der Tower des ehemaligen Flughafens der Leighton Barracks). Ich vermute mal eine schöne Aussicht, wenn das Wetter passt! 😉

Ich würde mich freuen, möglichste viele Blogger und Blogleser am Samstag beim BarCamp Würzburg im Tower zu sehen. Bis dann! 🙂

International Affairs mit Daniel Orrantia und endlich wieder Lee White

Lange Zeit hab ich die Gruppe Crumbs nicht mehr in Würzburg gesehen. Nun kommt wenigstens eine Hälfte davon in hervorragender Begleitung.

Es gab Zeiten, da gehörte im Jahreslauf in Würzburg, dass die kanadische Improtheater-Gruppe Crumbs der Stadt einen Besuch abstattete. Und immer wenn es ging, war ich dabei und verfolgte dem Treiben der beiden Kanadier Stephen Sim und Lee White — meist in Kombination mit den Würzburger Kaktussen — fasziniert und bestens unterhalten  zu.

Das wird in der Form wohl nicht mehr so schnell passieren, wenn man einem Facebook-Post der Crumbs glauben darf (aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben).  Stephen, die eine Crumbs-Hälfte, macht weiterhin in Kanada Impro.

Lee White lebt mittlerweile in Berlin. Da ist mal ein Sprung nach Würzburg nicht so wild. Und am Donnerstag, 5. April, ist Lee wieder hier und steht ab 20 Uhr gemeinsam mit dem Kolumbianer Daniel Orrantia auf der Bühne des Cairo.

Und ich hoffentlich wieder mal davor. 🙂

Die Impro-Show, wieder mit Unterstützung des Kaktus (so heißen die jetzt), wird englischsprachig sein — was aber bei dem Crumbs nie ein Problem war, und wohl jetzt auch nicht.

Die Karten kosten 9 Euro (ermäßigt 7 Euro) im Vorverkauf an den üblichen Stellen in Würzburg oder über Wuetix, an der Abendkasse 12 Euro (ermäßigt 9 Euro).

Foto: vom Kaktus

Antimaterie, schwarze Löcher und ein Dorf voll Physiker

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft frühlingstagt in Würzburg. Und dabei gibt es eine Vortrag über Schwarze Löcher und anderen kosmischen Kram – interessant auch für die, die nicht Stephen Hawking heißen.

1600 Physiker auf einem Fleck, ein kleines Dorf aus Naturwissenschaftlern? Das kann nur heißen, es ist Oktoberfest in München oder die  Deutsche Physikalische Gesellschaft hat eine ihrer Frühjahrstagungen.

Da sie sich gerade in Würzburg treffen, trifft Letzteres zu. Während dieser Woche diskutieren  der Sektion “Materie und Kosmos” Fachleute an der Uni Würzburg über Fragestellungen zu eben Materie und dem Kosmos.

Und sogar an Nicht-Fachleute wurde gnädigerweise gedacht. Heute am Dienstag, 20. März 2018, hält der Würzburger Astropyhsiker Karl Mannheim einen öffentlichen Vortrag zum Thema “Botschaft aus dem All – Was uns Kosmische Strahlung, Antimaterie und Schwarze Löcher über das Universum verraten”. Los geht es um 19.30 Uhr im Hörsaal 0.004 des Hörsaalzentrums Z6 am Hubland — ich liebe diese genauen Ortsangaben, da ist jeden sofort klar, wo er hin muss.

Nachdem ja alle so viel über den verstorbenen Physiker Stephen Hawking geredet haben, sollte der Vortrag ja brechend voll werden — um mal ansatzweise zu verstehen, wovon Hawking überhaupt geredet hat bzw. reden hat lassen.

Der Vortrag kostet nix, bringt aber bestimmt viel. Und nachdem ich mich nach mehr als 20 Jahren nach meinem Studium bestimmt wieder als Nicht-Fachmann zählen darf, werde ich wohl auch hingehen.

Artikelbild: Der junge Sternhaufen Westerlund 2, aufgenommen im Jahr 2015 vom Hubble Space Teleskop. Foto: NASA, ESA, the Hubble Heritage Team (STScI/AURA), A. Nota (ESA/STScI), and the Westerlund 2 Science Team.