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Angie, Horschti, Alex und ich

Angela MerkelEigentlich war das schöne Wetter zu schade um es an eine Wahlkampfveranstaltung zu verschwenden, aber wenn schon mal die Kanzlerin nach Würzburg kommt, kann man schon mal vorbeischauen.

Horst SeehoferÜber mangelndes Interesse konnte sich die CSU/CDU nicht beklagen, der Markplatz war brechend voll. Wobei “Interesse” natürlich nicht mit “Wohlwollen” gleichzusetzen ist. Unzufriedene Milchbauern, gebührengeplagte Studenten oder mit ähnlichem Weltschmerz behaftete Würzburger waren auch genug da.

AlexDa war auch Alex, mit dem ich mich dort getroffen habe. Wir haben Trikottausch betrieben, Alex trug ein rotes T-Shirt, ich ein schwarzes — um ein Zeichen der Verbrüderung und Versöhnung zwischen verschiedenen politischen Meinungen zu setzen. Aber vielleicht war es auch nur Zufall. 😉

Bis zum Schluss habe ich es nicht ausgehalten, noch vor dem Ende der Rede war der Eichstrich meines Wahlkampfplatitüdenglases erreicht, ich hatte Hunger, mir war heiß und ich war ein wenig angenervt. Da habe ich Wahlkampf Wahlkampf sein lassen und bin lieber etwas essen gegangen.

Und ohne jemandem die Laune zu verderben — meinem Empfinden nach war das eine völlig durchschnittliche Wahlveranstaltung, mal abgesehen von der Menge. “Deutliche Proteste” sehen für mich anders aus. Einige waren unzufrieden mit Frau Merkel und haben das kund getan, andere waren zufrieden und haben das ebenfalls kund getan. Und je nachdem in welcher Ecke man die Veranstaltung miterlebt hat, überwog wohl akustisch eine Richtung. Bloß ein Platzwechsel war … schmierig schwierig.

Angie & Horst, TM Stevens und Kollegium Kalksburg

Heute kann man in Würzburg so einiges sehen und hören.

In der Nachmittagsmatinee gibt es am Marktplatz ab 17.00 Uhr eine Einlage von vom Duo Angie & Horst. Angela Merkel war das letzte Mal im Jahr 2 v. W. (vor Würzblog) in Würzburg, diesmal tritt sie in der Rolle der amtierenden Kanzlerin auf, gemeinsam mit ihrem bayerischen Sidekick Horst Seehofer als Ministerpräsident.

Das Abendprogramm wird anspruchsvoller. In der Posthalle spielt TM Stevens mit seinem Shocka Zooloo Project. Der Verrückte am Bass hat schon vor zwei Monaten bei SocialLybrium die Posthalle gefunkt, heute wird gerockt. Um 20.30 Uhr geht es los, der Eintritt kostet an der Abendkasse 19 €. Viel Geld, lohnt sich aber bestimmt!

Im Kulturspeicher spielt ab 19.30 Uhr das Kollegium Kalksburg. Humoristischer und musikalischer Wiener Schmäh von skurilen Künstlern. Veranstaltet wird der Abend von der Baucoop, darum heißt der Eintritt “Unkostenbeitrag” und beträgt 15 €.

Gute Stimmung bei Guido

Das Wetter hat mir am Dienstag die Entscheidung leicht gemacht, zu welcher Wahlkampfveranstaltung ich gehe. Für die CSU war es mir zu kalt und zu nass — anderen nicht –, also bin ich zur FDP in den Vogel Convention Center. Und das war keine schlechte Entscheidung. Denn ob man jetzt FDP wählt oder nicht, eines muss man Guido Westerwelle lassen: er ist ein sehr guter Rhetoriker — und ein unterhaltsamer dazu. An ihm ist wirklich ein Kabarettist verloren gegangen, und das meine ich durchaus als Kompliment. Wenn ich die Augen geschlossen habe, dann klang es ein bisschen so wie beim Scheibenwischer. 😉

Das VCC war ganz gut gefüllt, da hat auch das Wetter der FDP in die Hände gespielt, die Stimmung dort auch dementsprechend gut — latente meteorologische Schadenfreude. Und so bin ich auch gut gelaunt mit dem Blogger und FDP-Kanidaten Jens Brand noch Federweißen trinken gegangen. Anwerbeversuche seiner Parteikollegen habe ich aber dankend abgelehnt. 🙂

(Lasst euch übrigens von den Farben auf dem Bild nicht irritieren, da macht sich nur eine schlechte Beamer-Foto-Kombination bemerkbar. Ich war schon bei der FDP, nicht bei den Grünen. 😉 )

Günther & Guido Doublefeature

Wann kommt Beckstein? Bei den Jusos der Jungen Union steht 17.00 Uhr im Terminkalender, beim Team 18.00 Uhr. Vermutlich spielt ab 17 Uhr die Vorgruppe und ab 18 Uhr dann der Top-Act. Bei dem Wetter habe ich allerdings wenig Lust, darauf zu spekulieren. Da geh ich doch gleich um 18.30 Uhr zu Guido Westerwelle in den Vogel Convention Center, da ist es wenigstens schön warm.

Oder ich bleibe lieber im Büro und arbeite, denn dank steigender Lebenshaltungskosten, Energiepreisen, Krankenkassenbeiträgen und Pipapo muss ich sehen, wo ich bleibe und habe eigentlich keine Zeit, mir Versprechen von irgendwelchen Politikern anzuhören und dann, wenn nichts vorwärts geht, ist wieder die Globalisierung schuld. Oder der Klimawandel.

Keine Sorge. Natürlich gehe ich wählen. Wie immer. Im nächsten Jahr müsste ich die goldene Ehrennadel für 20 Jahre unfallfreies Wählen bekommen. Naja, was heißt da unfallfrei … ich war zumindest selten schuld. 😉

Update: Ach ja, Günther und Guido haben jeweils noch ihre Band dabei — Erwin Huber, Christine Haderthauer, Barbara Stamm  bzw. Otto Solms, Martin Zeil und Karsten Klein.

Günther, don’t drink and drive

Am 23. September 2008 kommt unser Landesvater Günther Beckstein den weiten Weg nach Würzburg zu einer Abschlusskundgebung. Der hat es gut, er wird bestimmt herchauffiert. Aber auch wenn er selbst Auto fahren würde, hätte er es gut.

Denn nach seiner Aussage kann man ja zwei Maß Bier in gut sechs Stunden trinken und dann noch Auto fahren. Aha. Herr Beckstein hat um 17.00 Uhr seinen Auftritt am Unteren Markt, da soll er doch um 8.00 Uhr früh anfangen, seine zwei Liter Bier zu trinken und dann drei Stunden lang nach Würzburg fahren. Nein Herr Beckstein, tun Sie das bitte nicht! Sie gefährden dann nicht nur sich, sondern auch andere.

Denn schauen wir mal, was passieren würde, wenn er das machen würde. Herr Beckstein ist 64 Jahre alt, ich schätze mal 1,70 Meter groß, ebenfalls geschätzte 80 Kilogramm schwer und zum Frühstück hat es nicht gereicht — Wahlkampfstress. Laut Promillrechner des TÜV-Süd würde er mit einem Blutalkoholwert zwischen 0,49 ‰ und 0,73 ‰  losfahren und hätte bei Betreten der Bühne noch ca. 0,2 ‰. Und das sind nur eine statistische Zahlen, die je nach körperlichen Voraussetzungen und Tagesform stark nach unten und oben abweichen können. Und wenn er eine sie wäre, dann würde der Promillewert sich noch erhöhen.

Nein, Herr Beckstein, nein. Wer Auto fahren will, der sollte gar keinen Alkohol trinken oder extrem wenig. Alles andere ist fahrlässig. Und als Ministerpräsident sollte man doch das Leben seiner Untertanen schützen wollen, oder? Das sind schließlich Wähler — zumindest potenziell.

Politiker am Sonntagstisch

Am Sonntagmittag lag bei mir kein Braten auf dem Tisch, dafür vier Landtagskandidaten um den Tisch. Podcastzeit! Jens Brandt von der FDP, Matthias Gauger von den Grünen, Oliver Jörg von der CSU und Marco Schneider von der SPD gaben Alex und mir die Ehre, mit ihnen ein Stündchen zu plaudern.
Technisch ging es da schon an die Grenzen. Sechs Personen über zwei Mikros aufzunehmen ist für mich nicht gerade eine leichte Übung. Aber was herauskam war recht verständlich und hört auf den Namen Würzmischung #32 -– Landtagswahlkampf mal vier.

Schwan am Kran

Letzte Woche Claudia Roth und Kurt Beck, gestern Guido Westerwelle — die Politik-Promi-Welle schwappt noch immer durch Würzburg. Wenn man Marco Schneider glauben darf, dass Promibesuche für die Wahlkampfkandidaten mehr Arbeit als Vergnügen ist und der Effekt für den Wahlkampf nicht spürbar ist, dann darf man sich Fragen, warum die großen Politiker den Kleinen das antun.

Morgen am Montag kommt wieder so ein erbarmungsloses Exemplar in die Stadt: Gesine Schwan. Wobei sie das nicht ganz uneigennützig macht, denn indirekt geht sie auch auf Stimmenfang für ihre Kandidatur als Bundespräsidentin.Und morgen ist sie um 12.00 Uhr am Alten Kranen, wird wohl ein bisschen plaudern, ein paar Zeilen aus ihrem Buch “Allein ist nicht genug” vorlesen und etwas Jazz gibt es auch noch dazu. Mittagspausenentertainment.

Claudia, Michael, Martin und Matthias gegen die CSU


Die Landtagswahl wirf ihre Schatten voraus, der Wahlkampf läuft langsam warm. Heute war Claudia Roth in Würzburg, um den Kandidaten der Grünen ein wenig unter die Arme zu greifen — nicht einmal angefordert, sondern aus Eigeninitiative. Leider hatte ich nur wenig Zeit zuzuhören, die Mittagspause war kurz. Ich habe noch Michael Gerr mitbekommen, der über Lüge und Wahrheit philosophierte, da kam ich in meiner mittäglichen Koffeintief aber nicht mit. Dann eine ganz kurzer Auftritt vom Würzburg-Land-Kanidaten Martin Heilig und dann kam auch schon Claudia Roth, nachdem die Lautsprecher von den Marktständen weggedreht wurden — denen wurde es beim Gurkenverkauf zu laut. Die Veranstaltung war überhaupt sympathisch unspektakulär inszeniert, die Redner bis auf Herrn Gerr standen auf umgedrehten Getränkekisten und als Pult diente eine Notenständer.

Inhaltlich natürlich wenig Überraschendes: CSU weg, Grüne her, Huber schlecht, Beckstein schlecht, SPD und  FDP waren nicht einmal wert beschimpft zu werden, Klimaschutz wichtig, erneuerbare Energien gut, Atomstrom schlecht. Dann war meine Mittagspause auch schon vorbei.

Überrascht war ich dann aber doch, als durch die Lautsprecher die Verbindung zwischen den Grünen und EON aufgezeigt wurde. Skandal! 😉