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4491 Artikel und eine Vereinsgründung später – das WürzburgWiki

Gestern fand im Café Journal ein denkwürdiges Ereignis statt: Der WürzburgWiki-Verein wurde gegründet. Sieben Menschen unterzeichneten die Satzung und wählten einen Vorstand. Der Verein kümmert sich um die Organisation, Entwicklung und den dauerhaften Weiterbestand des WürzburgWikis, dem Online-Lexikon über Stadt und Land Würzburg.

Ich habe mir, da ich bei der Gründung dabei war, gleich mal die frischgewählten Vorstände Julia und Daniel geschnappt und für heute früh zu einem Podcast verdonnert, in dem sie über das WürzburgWiki erzählten dürfen.

Und eines darf ich hinzufügen: Ich habe zwar das WürzburgWiki ins Leben gerufen, aber den Ruhm, dass es so engagiert damit vorangegangen ist, verdienen andere. Und denen gebührt auch mein Dank!

Kleingeld

Tschuldichung, wo kann ich hier mal flattern?

Das Würzblog flattert seit nun fast zwei Jahren schon. Über den Micropayment-Dienst Flattr kann man dem Blog ein wenig Geld zukommen lassen. Und das mit dem “ein wenig Geld” kann man ruhig wörtlich nehmen, denn es waren immer so zwischen 1,50 Euro und 4 Euro im Monat. Viel zu wenig also, um zu behaupten, ich verdiene Geld mit dem Blog.

Aber darauf kommt es auch nicht an. Flattr ist für ein Durchschnittsblog eine Möglichkeit, durch die man ihm einfach seine Anerkennung ausdrücken kann. So kann man vielleicht einmal im Monat auf Kosten der Flatterer ein Eis essen oder einen Schoppen trinken.

Unterm Strich bleibt mir eh noch weniger Geld übrig, da ich selbst ja auch flattere. Ich habe ein Geldbudget von 2 Euro pro Monat, dass ich über — vor allem — Blogbeiträge verteile, die mir gefallen haben. Und dieser Geldkuchen, den ich aufteile, wird direkt von meinem Flattr-Konto abgezweigt.

Da ich oft auf Blogs im Raum Würzburg unterwegs bin, habe ich mir mal eine Liste gemacht, welche Blogs überhaupt Flattr anbieten. Und das sind bei über 150 Weblogs nicht gerade viele:

(Falls ich ein Blog vergessen habe — bitte melden)

Ich vermute, dass sich einige der Blogs das Geld einfach hin und her schieben. Aber auch das macht ja nichts.

Was jetzt noch fehlt, sind ganz, ganz viele Leser, die über Flattr Blogs und andere Webprojekte unterstützen. Denn dann könnte Flattr eine mögliche Alternative zu anderen Einnahmequellen wie Werbung sein. Oder gar wirklich eine Art Kulturflatrate werden.

Moggadoddes Buch

Gedrucktes ist tot? Scheinbar nicht!

Moggadoddes BuchSchon faszinierend: Da saßen gestern beim Stammtisch im Gehrings 14 gestandene Web 2.0-Freaks, die es zusammen auf über 20 Twitteraccounts und 10 Blogs bringen, mit Facebook, Google+ und Diaspora verheiratet sind und zig Gigabyte an Texten und Bildern im Internet veröffentlicht haben. Doch hatten selbst die eBook-Fanboys fast Pipi in den Augen, als Moggadoddes gesammelten  Blog- und Twitterbeiträgen in Form eines 254-seitigen Buchs auf dem Tisch lagen. Das Blook Zeichen der Weisheit — 140 oder mehr war das Geburtstagsgeschenk des Stammtisch-Verlags an Moggadodde.

Etwas in gedruckter Form in der Hand zu halten, ist nach wie vor etwas Besonderes. Nicht nur, weil es Geld kostete so ein Buch zu drucken und man sich damit noch mal viel genauer überlegt, was als Inhalt reingepackt wird. Die Texte verlieren ihre “digitale Beliebigkeit”, sie sind von der virtuellen in die wirkliche Welt gewandert. Das Buch kann ich anfassen, und darin in einer Weise blättern, wie es kein iPad oder Kindle simulieren kann.

Ich glaube auch, dass diese Faszination nicht nur damit zusammenhängt, mit welchen Medien man aufgewachsen ist. In meiner Kindheit hatte ich noch keinen Computer, das Internet hielt in Deutschland Einzug, als ich schon erwachsen war. Ich bin also vorwiegend mit gedruckten Texten — Bücher, Zeitungen, Zeitschriften — aufgewachsen (Fernsehen hab ich nie sooo viel geschaut). Aber beim Blogger- und Twitterstammtisch waren ja auch deutlich Jüngere anwesend — die der selben Faszination verfallen sind.

Wohlgemerkt — wenn man Scheiße in Buchform presst, wird das kein gutes Buch werden, sondern nur streng riechen. Aber gute Texte in guter Form, das hat schon was.
Und im Fall von Zeichen der Weisheit hat ein mehrköpfiges Redaktionsteam einige Wochen lang Moggadoddes Blog- und Twitterbeiträge  gesichtet (sehr, sehr, sehr viele) und ausgewählt, korrekturgelesen und in Form gebracht. Ein Blog eins zu eins in Buchform gießen wird wohl selten gut gehen.

Inhalte werden sich meiner Meinung nach in Zukunft noch viel mehr ins Netz verlagern, was auch durchaus positiv zu sehen ist — was soll ich als Blogger auch anderes sagen? 😉 Im Netz kann auch viel mehr Leute erreichen und hat ganz andere Möglichkeiten.  Aber wenn man Texte so richtig veredeln und wertig machen will, dann klappt das nach wie vor besser mit einem Buch. Und Moggadoddes Texte waren einfach überfällig, dass man sie in Buchform präsentiert. Jetzt müssen wir sie nur noch zu einer öffentlichen Autorenlesung herumkriegen … 🙂

Übrigens: Die 1. Auflage ist schon vergriffen. Aber wenn es genug Interessenten gibt … wer weiß? 🙂

Update: Hazamel ist auch noch ganz gerührt.

Update 2: Emily hat das Buch bei Papiergeflüster auch schon rezensiert.

Update 3: Und die Autorin selbst kriegt sich nicht mehr ein. 🙂

Update 4: Leseratte und Schatzmeister des Buchs Rööö meldet sich auch zu Wort.

Moggadoddes Buch

2012-01-24 08.12.57

Ä bissi unbusy Social Media Business

Social Media Business LoungeHeute Abend bin ich um 18.30 Uhr als Redner zur Social Media Busines Lounge Würzburg eingeladen. Bei diesem Wortmonster treffen sich, wie auf der Vogel Business Media-Website zu lesen ist, “alle, die an Business-Anwendungen von Social Media interessiert sind“.

Ich bin da wohl eher ein exotischer Gast. Im Bereich Social Media bin ich sehr “unbusy” unterwegs. Das Geld, dass ich insgesamt in irgendeiner Form mit Würzblog, Würzmischung, WuerzburgWiki, Radio Würzblog und all den anderen kleinen Web2.0-Dingern verdient habt, liegt auch nach fast sieben Jahren im unteren, zweistelligen Bereich. Ich habe mich aber auch nie wirklich bemüht! 😉

Aber seit eine dreiviertel Jahr arbeite ich als Journalist in der Online-Redaktion der Main-Post, über die Arbeit kann ich dort etwas erzählen — und das ist ja auch ein wenig Social Media Business.

Ich bin mal gespannt, wer da so alles auftaucht, vielleicht kenne ich ja den einen oder anderen. Außerdem gibt es Punsch!

 

090112: WinzigeWürzburgerWebWanderung

Was ist in der Würzburger Webwelt in den letzten 24 Stunde zum Beispiel passiert?

Die Hip-Hip-Hopper von Plastic Borderline haben es nicht nicht. Spontan bekommen sie gleich von zwei Blogs auf die Mütze. Vermutlich nicht ganz zu unrecht.

Erregen tut sich auch Law meets Fashion. Und zwar darüber, dass Würzburg keinen Zara hat. Ich verstehe es zwar trotzdem nicht, aber das liegt bestimmt an meiner Mode- und Konsumfaulheit.

Bei Sammelhamster rätselt man über eine Frucht. Oder besser — hat gerätselt. Denn mittlerweile gibt es einen Lösungsvorschlag. Aber vielleicht ist ja jemand anderer Meinung.

Prägnanz reiht sich in den Reigen der Kindle-4-Tester ein. Fazit: Schlecht im Satz, gut in der Badewanne.

Die Kellerperle meldet einen täglichen Barbetrieb ab 18 Uhr. Außer Montag. Also heute.

Regensburg-Digital in Würzburg real

Schade, dass ich heute in Berlin bin. Denn mit Stefan Aigner von regensburg-digital.de hätte ich mich gerne unterhalten. Der spricht heute Abend im Cairo über “Regensburg-digital: eine alternative journalistische Gegenöffentlichkeit”. Was das Würzblog ansatzweise versucht, das zieht Regensburg-Digital deutlich konsequenter durch, nämliche eine alternative regionale Berichterstattung zu schaffen. Und wie und ob er das — auch rein praktisch — schafft, darüber hätte ich mich gerne mal mit ihm unterhalten.Naja, vielleicht gibt sich ja ein andermal eine Gelegenheit dazu.

Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr im Cairo, der Eintritt ist frei.

Würzblog bei Google+

Seit gestern kann man bei Google+ auch Seiten anlegen — das Gegenstück zu Facesbooks Fanpage. Und wie bei Facebook habe ich auch bei Google+ eine Seite für das Würzblog angelegt. Und wie bei Facebook weiß ich auch bei Google+ nicht so genau, was ich mit dieser Seite anstellen werde.

Das inhaltliche Herz des Würzblog ist das Würzblog, das mit WordPress angelegte Blog. Hier passiert alles; Twitter, Facebook, Google+ und Co. sind nur die Nebenkanäle. Und so wird das auch bleiben.

Blogs sind etwas für Individualisten, hier kann man — prinzipiell — so ziemlich alles machen was man will, hier hat man die Herrschaft über die Daten und Inhalte.

Auch wenn ich die Vorteile, auf diesen sozialen Netzwerken andere Leser zu erreichen, zu schätzen weiß, hat es auch Nachteile. Was ich besonders schade findet ist, dass die Kommentierung der Artikel zerfasert. Es wird eben nicht mehr nur im Blog kommentiert, sondern zum selben Artikel auch bei Twitter, Facebook, Google+ und Co. Und so eine richtig gute Möglichkeit, diese Kommentare wieder an einer Stelle zusammenzuführen, gibt es in meinen Augen noch nicht.

Das wäre es: Ein Plugin für WordPress, das alle Kommentare von allen Plattformen zieht und neue Kommentare an alle weiterleitet — und dazu noch schön, elegant und gut anpassbar ist. Aber das hätten vermutlich alle Blogs gerne, oder? Wer macht’s?

Heute geht es los: Coworking in Würzburg

Heute Abend gehe ich von meinem aktuellen Büro im alten Zollamt schräg über die Straße in mein altes Büro im Kopfbau der Frankenhalle — eine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft. Denn in den wunderschönen Räumen des ehemaligen Verwaltungsbaus der Frankenhalle beginnt heute eine neue Ära des Arbeitslebens in Würzburg — der erste echte Coworking-Space in Würzburg.

Coworking heißt, dass es einen oder mehrere Räume mit einer Infrastruktur gibt, in der man arbeiten kann, und zwar mehr oder weniger spontan und zeitlich begrenzt. Quasi ein Stundenhotel für Selbstständige. Wie in jedem Hotel ist es natürlich möglich, sich dauerhafter einzumieten — man denke nur an Udo Lindenberg im Hotel Atlantic –, aber auch für Freiberufler, die mal einen Tag in Würzburg sind und mal schnell einen Arbeitsplatz mit Internetanschluss, Kaffeemaschine und Drucker brauchen, ist das eine feine Sache.

Der heutigen Auftakttag startet inhaltlich gleich um 19.00 Uhr mit einem Webmontag, wo sich Macher, Entwickler, Interessierte aus dem Web 2.0-Bereich treffen und miteinander plauschen und sich Neuigkeiten in Kurzvorträgen vorstellen. Und natürlich wird es um Coworking gehen — und die Eröffnung wird vorher und nachher auch gefeiert.

Eine tolle Sache, die von den Verantwortlichen, allen voran aus meiner Sicht wohl Markus Heurung, mit viel Herzblut und Engagement ins Leben gerufen wurde. Zwar bin ich noch glücklich in meiner Bürogemeinschaft (Nein, für mich ist eine Bürogemeinschaft kein Coworking, auch wenn sich mal öfters Gäste bei uns einnisten) bin, wer weiß — vielleicht hocke ich eines Tages wieder dort, wo meine Selbstständigkeit anfing. Es gäbe Schlimmeres! 😉 Und bis die Frankenhalle doch wirklich für das Stadttheater umgebaut werden wird, da werden vermutlich noch ein paar Hochwässer durch Würzburg rauschen. Für die Coworker wäre das fast zu hoffen (die Zeit, nicht das Hochwasser!).