Vom Regen in die Traufe

Es füllt sichDer Tag begann mit Regen und endete mit Regen – und war trotzdem sehr schön. Der Regen am Tag und die Endspiele des Confederation Cups haben das Weinfest im Hofgarten der Residenz schon etwas ausgedünnt. Die Besucher kamen doch eher recht zögerlich. Doch nette Gesellschaft und ausgiebiger Rotlingkonsum (seeehr süffig, aber auch sehr kopfwehig – ich habe die Warnungen leider in den Wind geschlagen) haben aber für eine sehr gute Stimmung gesorgt, die nicht einmal durch den spätern Dauerregen getrübt werden konnte.
Es ist schon komisch – je mehr es auf solchen Festen regnet, desto lustiger ist die Atmosphäre – wer letztes Jahr an diesem legendären Abend beim Weinfest am Stein mit der Keller Mountain Blues Band dabei war, weiß was ich meine.

Weintrinken im Garten der Residenz

Wo früher die Fürstbischöfe wandelten, findet einmal im Jahr ein Westfest in besonders stilvoller Umgebung statt – das Weinfest im Hofgarten der Residenz – auch bekannt unter den Namen “Hofschoppen”, “Residenzweinfest” und “Hofgartenweinfest” -, veranstaltet vom Staatlichen Hofkeller.
Gestern war ich – leider ohne Kamera – dort. Um 20 Uhr war noch nicht viel los, scheinbar war es auch noch zu warm. Erst gegen 22 Uhr wurde es wirklich voll.

Man kann das Weinfest räumlich in drei Bereich einteilen: Das Bierbank-Areal, die Wiesen und der Brunnen. An den Bierbänken sitzt so ziemlich alles, jung und alt, tendenziell aber eher älter und gesetzter. Auf der Wiese sitzen mehr die aus der alternativen Ecke, Eltern mit Kindern und frisch verliebte Pärchen. Und am Brunnen? Natürlich die Schönen und Reichen, die gesehen-werden-Wollenden und die sehen-Wollenden, die tiefen Dekolletés und die solariumgegerbten Häute. Ok, ich stand da auch mal eine Zeit lang herum! 🙂

Was wäre ein Weinfest ohne Wein? Im Falle des Hofschoppens: Vielleicht ein besseres Weinfest! 😉
Der Wein hat einem nicht zu Tränen der Begeisterung hingerissen. Dem Silvaner fehlte die Fülle, beim Müller-Thurgau wurde wieder mal das Biolek’sche “Katzenpippi” bemüht – zumindest bei den normalen Ausschankweinen. Aber was soll’s, nach dem dritten Glas schmeckt es schon! 😉

Und sonst? Das Wetter war toll, die sporadisch auftretende Blasmusik hat genervt, diese Damenhandtaschen im harten, langen Querformat sollten im Gedränge verboten werden, genauso wie diese Fitzel-Futzel-Kühne-Senfpäckchen.

Heute Abend geht es wieder hin – diemal mit Kamera!

Alte(s) am Kranen

Bin gestern wieder mal am Alten Kranen gewesen. Obwohl meine Studentenzeit, wo ich dort ziemlich oft war, schon lange zurückliegt, kam doch viel Flair die Ära zurück. Am Kranen ist es einfach schön, egal ob man ob oben an den Tischen, vorne an der Mauer oder unten am Main sitzt. Es herrscht schon, gerade nachts, eine recht entspannte Atmosphäre.
Immer wieder schöne dort – und immer wieder anders. Während des Sommers in Würzburg ein “Muss”!

Weinfest im Bürgerspital

InnenhofAuch wenn das Stifungsfest erst heute ist, habe ich gestern doch dem Weinfest im Bürgerspital zum Hl. Geist einen Besuch abgestattet.
Eines muss man sagen: Schön ist der Innenhof ja schon. Nur leider durch viel zu viele Schirme und Zelt vollgestellt. Ich weiß, es hätte ja regnen können. Ich weiß, die Sonnen hätte herunterbrennen können. Aber es war den ganzen Tag keine Wolke am Himmel und die Sonne schien um20 Uhr schon lange nicht mehr in den Hof.

Das Publikum war doch ein etwas anderes als am Weinfest am Stein. Eher etwas älter, eher etwas gesetzter – keine Partypeople also. Aber nicht unangenehm. Das Fest im Bürgerspital ist da etwas gemütlicher.

Der Wein war lecker, zumindest der Silvaner den ich hatte war gut – und mit 3 € auch recht günstig. Nur der Ausschank an der Theke dauerte ewig, wofür die arme Frau hinter dem Tresen nichts konnte sondern eher die Tatsache, dass sie alleine hinter der Theke stand. Und die wenigen freilaufenden Bedienungen musste man auch erst mal erwischen.

Alles in allem ein nettes Fest, nicht so hipp und stylisch wie der Stein oder – wahrscheinlich – das kommende Weinfest im Hofgarten, aber für einen gemütlichen Abend in ruhiger Umgebung ist es allemal einen Besuch wert.

Montagsstimmung am Stein

Das WeinWerk vom Weinpfad ausGestern Abend war ich … genau, beim Weinfest am Stein. Die Band des Abends hieß Roach Control, die auch schon in den Jahren vorher gespielt haben. Ich weiß nicht genau ob es daran lag, dass Montag war, dass gestern nicht so viele Besucher da waren oder ob die Band nicht so toll war (was zumindest meine Meinung war), auf jeden Fall war die Stimmung nicht so ausgelassen wie die Tage voher.
Was allerdings überhaupt nicht heißen soll, dass ich keine schöne Zeit dort hatte! 🙂
Ich habe auch mal die Scheurebe probiert – und bin dann wieder zurück zu meinem Silvaner! 😉

Race und Rosamunde

Vor dem WeinWerkWochenende – Prime Time für das Weinfest am Stein.
Gestern wurde es auf dem Weingut richtig voll – aber auf dem Gelände selbst gab es meist kein Gedränge. Allerdings musste man später am Abend ganz schon lange an der Kasse anstehen – manche sprachen von einer dreiviertel Stunde.

Die Band war wirklich gut. Race ist eine Cover-Band, die es schon seit Urzeiten gibt, schon in meiner Jugendzeit. Sie spielen so ziemlich alles von Rock bis Pop, der Sänger hat eine sehr variable Stimme und seit kurzem hat die Band – was ich ja sehr liebe – zwei Bläser dabei.
Der Sound war leider nicht sehr toll abgemischt, die Gitarren waren teilweise kaum zu hören, der Gesamtklang etwas sumpfig. Man hätte das Mischpult vielleicht nicht ins Haus stellen sollen.
Der Stimmung hat das aber keinen Abbruch getan, das Vollk war bis spät in die Nacht am Tanzen.

Es war wieder ein gelunger Abend am Stein … und bestimmt nicht mein letzter.

Auftakt am Stein

Bild:Hoffest am SteinDas Wetter konnte sich den ganzen Tag nicht so richtig entscheiden, doch am Abend haben sich wohl Ludwig Knolls Gebete durchgesetzt: Das Hoffest im Weingut am Stein begann.

Letztes Jahr haben viele Besucher geklagt, dass es Abends immer zu voll sei. Das hat sich nun gebessert. Durch die beiden neuen Gebäude haben sich auch neue Plätze ergeben, an denen man mit schönem Ausblick sitzen und stehen kann.

Der Wein war wie jedes Jahr gut, für meinen Geschmack gibt es bei keinem anderem Weinfest in Würzburg vergleichbar guten Wein, außer vielleicht beim Hoffest im Bürgerspital. Mein Favorit des gestrigen Abends war übrigens der 2004er Silvaner – sehr lecker.

Außer Gaumenfreuden gab es auch Ohrenfreuden, Soul Sista haben, wie vorhergesehen, der Menge ordentlich eingeheizt. Es haben eigentlich von Anfang an Leute getanzt, nur schade, dass sie immer relativ lange Pausen hatten.

Was mich persönlich allerdings – wie aber jedes Jahr schon – etwas genervt hat, war das Publikum. Das Weinfest am Stein hat leider und logischerweise die Tendenz, viele dieser “Pseudo-Schickimickis” anzuziehen, die Frauen mit einer 3cm-Schicht Makeup, die Herren mit noch einem leichen Ozongeruch von gerade beendeten Turbosolariumsbesuch.
Aber was soll’s, es sind genug andere sympathische Besucher auf dem Fest und außerdem hat man so immer was zum lästern. Auch nicht schlecht! 😉

Fazit: Der Auftakt des Weinfests am Stein ist auf jeden Fall gelungen. Und bei den restlichen Tagen bin ich auch ganz guter Dinge … 🙂

Wein, Stein und Gesang

Heute beginnt das Weinfest am Stein.

Nach dem “prolligen” Weindorf ist das eigentlich eine Veranstaltung mit einer eher edlen Atmosphäre. Der Wein ist dort doch eine Klasse besser und die Umgebung ist wunderschön. Gerade mit den Neubauten des Weinguts, dem WeinWerk und dem Kelterhaus, gewinnt der Ort doch eine originelle und ästhetische Note hinzu. Die Architekten werden, wie ich sie kenne, bestimmt auch öfters da sein. 🙂

Neben dem Wein lebt das Fest auch sehr von der Musik. Dort treten durchwegs gute Bands auf, teils recht bekannte, teils aber auch hier in der Region unbekannte. Ein bunter Stilmix, von Soul über Rock bis zu Blues und Jazz, wird dort jedes Jahr präsentiert.

Ich bin gespannt! Vor allem freue ich mich, wieder mal die “Klassiker” Soul Sista und Race – eine Band, die ich noch aus meiner Jugend kenne – zu hören.

Ach, Sommer in Würzburg ist schon etwas schönes – zumindest der Jahreszeit nach, nicht dem Wetter.