Nachgebloggt: Weinfest mit Tanzbein

Ach, fast vergessen: Ich war ja am letzten Wochenende auch wieder auf dem Weinfest in Grombühl — und habe mich zum wiederholten Male in das Fest verliebt. Auf welchem Weinfest in der Stadt wird denn noch spontan vor der Bühne getanzt? Großartig!

Auf der Weinparade am Markplatz war ich noch nicht. Nicht dass ich es boykottieren würde, aber wenn ich es nicht schaffe, mal hinzugehen, dann breche ich auch nicht in Tränen aus. Bei Weinfest am Wagnerplatz wäre das anders gewesen.

Weinfest in Grombühl

 

 

Weinparade vs. Weinfest in Grombühl

Heute ging am Unteren Markt in Würzburg die Weinparade los, der Marktplatz ist dermaßen mit Zelten übersät, dass Gadaffi seine helle Freude daran hätte. Weiße Zelte, und immer wenn es weiß wird, weiß man: es wird edel. Oder man hätte gern dass es edel wird.

Im letzten Jahr fand die Weinparade da erste Mal am Unteren Markt statt, nachdem die Wirte gegenüber den Läusen am Paradeplatz kapituliert haben. Aber so richtig warm bin ich damit nicht geworden. Ein Weinfest auf dem Marktplatz wirkt einfach wie das Weindorf — und davon reicht mir eines im Jahr. Es hat für mich einfach etwas von einem Retortenweinfest.

Mein Weinfest der Herzen ist ohnehin das Weinfest am Wagnerplatz in Grombühl, das der TSV Grombühl ab morgen bis Montag veranstaltet. Kein Schickimicki, kein Gedönse, keine weißen Zelte. Da ist ein Schoppen noch ein Schoppen und die Bratwürste kennt man mit Namen. Hier wird noch exzessiv zu Alleinunterhaltermusik getanzt, fast alle Hausbewohner sitzen mit am Biertisch, die Nachbarin von Gegenüber verkauft am Käsestand — Hey, da brauch ich doch keine Weinparade. Das echte Leben ist am Wagnerplatz. Ungeschminkt eine natürliche Schönheit. Ich freue mich  wirklich schon auf morgen.

Weinmarkt … ähhh … Weinparade

Was von Weitem aussieht wie die Jahrehauptversammung der Zipfelmützeninnung ist in Wirklichkeit die Weinparade auf dem Marktplatz in Würzburg. Ja, in diesem Jahr auf dem Marktplatz, die Wirte haben sich gegen die Läuse geschlagen gegeben. Aber darf das Fest denn noch Weinparade heißen? Der Name hat sich ja vom Paradeplatz abgeleitet, auf dem es — beim ersten Mal noch als Ausweichort für das Weindorf — immer stattfand. Jetzt müsste es eigentlich Weinmarkt heißen. Denn — ohne zu unken — die Weinparade wird nicht mehr das sein, was es sie war. Sie hat seit ihrem Bestehen sehr von dem Ambiente unter den Bäumen und an der Rückseite des Doms gelebt.Da können die Wirte noch so sehr kleine Bäumchen in Blumentöpfen hinstellen — das ist nicht das selbe.

Natürlich werde ich dem Weinmarkt eine Chance geben, aber ich erwarte im Moment eigentlich nur einen Abklatsch des Weindorfs mit anderen Zelten. Aber ich lasse mich gerne angenehm überraschen.

Die Weinparade oder wie auch immer geht von heute bis zum 7. September 2008, jeweils von 11.00 Uhr bis 23.30 Uhr (um Mitternacht ist Rausschmiss). Wenn sich kein Anwohner beschwert. 😉

Schoppen und Festung ohne Läuse

Tja, nun steht der vergnügungssüchtige Würzburger zwar nicht im Regen, aber knietief in Blattlausscheiße. Was soll man mit der Zeit anfangen, die eigentlich schon für die Weinparade verplant war?

Alternativen gibt es wie Schlaglöcher in Würzburgs Straßen, nämlich unzählige.

Die Weintrinker können sich vom 31. August 2007 bis zum 3. September 2007 auf dem legendären Weinfest am Wagnerplatz in Grombühl den Schoppen hinter die Binde kippen. Hier ist die Welt noch in Ordnung, hier spielen noch Alleinunterhalter und vor der Bühne wird der Schieber getanzt. Hier gibt es montags noch Kesselfleisch und die Nachbarin verkauft die Käsebrötchen. Heile Welt.

Doch lieber die Zeit für ein bisschen Bildung in Verbindung mit Spaß nutzen? Ok, geht auch. Denn da wäre am Samstag und Sonntag noch das Festungsfest — nicht zu verwechseln mit dem in diesem Jahr nicht stattgefundenen Festungsweinfest. Das Mainfränkische Museum, die Burggaststätte, die Mainpost und die Bayerische Schlösserverwaltung bieten Führungen, Vorführungen, Essen, Kunsthandwerk, Kinderbelustigung und Musik auf dem gesamten Würzburger Festungsareal. Und zumindest das Festungsfest vor zwei Jahren war wirklich schön. Ein ausführliches Programm gibt es in der Mainpost-Beilage (PDF).

Na, da wäre das Wochenende schon mal blattlausfrei versorgt. Und am Wochenende drauf darf man sich schon mal auf das Straßenmusikfestival, die Internationalen Tanztage und — vor allem — auf das Bloggertreffen freuen.

Die Rückkehr der Killerblattläuse

Sie verstecken sich. Sie planen Böses. Hinterhältig, gemein und berechnend. Die Blattläuse am Paradeplatz. Erst tun sie harmlos und kaum steht die Weinparade in Würzburg vor der Tür — Zack! — sind sie in den Bäumen und scheißen auf die Zelte lassen ihre Exkremente fallen.

Die Weinparade 2007 fällt aus. Über großflächige Brandrodung wird nachgedacht …

Wundervolle Weinparade

CIMG1859Das warme Wetter und das willkommene Wochenende ließen am Freitag viele Besucher auf die Weinparade und Wein in die Kehlen strömen. Es war ein ganz normaler Abend auf einem Weinfest – bis auf ein ungewöhnliches Ereigniss. Ich kam gerade auf dem Paradeplatz an, abgekämpft von der Arbeit, und holte mir erst mal einen Schoppen. Ich stand dann so in der Menge, habe ungefähr ein Viertel des Glases getrunken, als ich bin einer Bedienung böse gerempelt wurde. Der meiste Inhalt des Glases verteilte sich auf dem Boden und meiner Hand. Und dann geschah das kaum Fassbare: Die Bedienung entschuldigte sich bei mir, fragte mich wo ich den Schoppen her hätte, nahm mein Glas und ließ es wieder auffüllen! Und das in Franken! Wäre noch eine Abendsonne da gewesen, so hätten meine Tränen der Rührung sicher in ihrem Licht gefunkelt.

Weinparade & Grombühl

Nach dem die Zwiebelkirchweih einigermaßen schadlos überstanden wurde, beginnt nun das letzte Aufbäumen der Würzburger Weinfeste. Am Freitag beginnt sowohl die Weinparade als auch das legendäre Grombühler Weinfest. Der Vorläufer der Weinparade wurde eigentlich mal als Ersatzveranstaltung für das Weindorf eingeführt, als der Marktplatz umgebaut wurde. Dann kam man auf den Trichter, dass es hinter dem Dom viel schöner ist als am Markt und die Weinparade wurde eine eigenständige Veranstaltung. Im letzten Jahr musste die Weinparade leider entfallen, da irgendwelche inkontinenten Blattläuse in den Bäumen klebrige Sekrete absonderten, die auf die Zelte und Bänke fielen. Das muss dermaßen gepappt haben, dass einige Menschen wirklich schlimm darunter leiden mussten, wie wir auf BR-Online von dem Veranstalter Peter Müller-Reichert erfahren durften:

Peter Müller-Reichert ist einer der Festwirte, die ihren Stand nun wieder abbauen mussten. Aber die Entscheidung für die Absage findet er richtig: "Ich muss alle halbe Stunde die Kleidung wechseln und duschen, weil alles klebt – ekelhaft!"

Mein Gott, der arme Mensch. Er war am Paradeplatz mit den Zelten beschäftigt und musste alle halbe Stunde heimfahren, Kleider wechseln, duschen, Zahnzwischenräume reinigen, Nasenhaare schneiden, etc. und dann wieder zurück zum Platz, nach einer halben Stunden wieder heim … Ein Wunder dass die Zelte irgendwann wieder abgebaut waren. Doch dieses Jahr scheint alles gut zu gehen. Das Wetter ist bisher nicht so toll, aber man ist optimistisch. Die Weinparade geht ja schließlich vom Freitag, den 26. August, bis zum Samstag, den 4. September. Da werden doch mal ein paar schönen Tage dabei sein. Das Weinfest in Grombühl ist eigentlich eine Sache für Grombühler. Und ich bin bekennender Grombühler. Auch wenn der Stadtteil erst vor kurzem in der Mainpost verrissen wurde, wohne ich dort sehr gern. Die Menschen, denen ich begegne, sind nett (zumindest nicht unnetter als woanders), es gibt allein am Wagnerplatz im Umkreis von 80 Metern 3 Apotheken, 6 Bäcker und 2 Schlecker-Märkte – was will der Mensch mehr. Und an diesem Wagnerplatz findet das Grombühler Weinfest statt. Das Fest läßt sich schwer bescheiben. Es ist nicht hipp! Es hat keine edlen Weine! Keine 2-Sterne-Küche! Keine Schönen und Reichen! Aber es hat Charme! Es hat so brilliante Bands wie "Bruno & Rainer" oder "Günther & Werner". Ein guter Teil der Tanzperfomance wird von der nahegelegenen Nervenklinik abgeliefert. Bei Regen setzt man sich mit Schirmen an die Bänke, zur Not rutscht man unter einen völlig fremden Schirm. Man kann das Fest nicht beschreiben – man muss es erleben.