Co-Op Coffee – Die Welt ist eine Kaffeebohne

Irgendein koffeinhaltiges Getränke ist Würzburg zu bekommen, ist nicht schwer. Einen gute Kaffee dagegen schon. Und gibt es dafür eine kleine und feine neue Anlaufstation für Kaffeegenießer.

Dass ich Kaffee und Cafés mag, ist wohl bekannt. Und das wusste wohl auch Björn, als er mich vor ein paar Wochen darauf hinwies, dass neben dem Spitäle ein neues Café in Würzburg aufgemacht hat, das mir gefallen könnte.

Klein, urig und voller Kaffeeduft – das Co-Op Coffee.

Irgendwie hatte ich es die ganze Zeit nicht geschafft, mal in das Café zu gehen. Bis zum vergangenen Donnerstag. Und als ich in den kleinen süßen Laden reinmaschiert bin, wer begrüßte mich als Chefin des Co-Op Coffee in der Zeller Straße 9? Julie Barthel, die ich vor etlichen Jahren über das Filmwochenende in Würzburg kennengelernt habe. Die Welt ist eine Kaffeebohne! 😁

Klein, aber fein ist das Co-Op-Coffee. Und bietet Kaffee von kleinen, aber feinen Röstereien – unter anderem auch von den Röstfreunden aus Randersacker – und Kaffeeanbauern an.

Julie hatte sogar den missionarischen Eifer, mich von handgebrühtem Filterkaffee zu überzeugen. Einmal sollte ich ihn aus der Tasse, dann nochmal aus dem Glase probieren. Der war wirklich überraschen gut, schmeckte ein bisschen wie schwarzer Tee. Das Beste daran war aber aber, Julie zuzuschauen, wie sie mit einem silbernen Wasserkännchen liebevoll und geduldig den Kaffee aufbrühte. 🙂

Ein guter Filterkaffee braucht Zeit und ein süßes Wasserkännchen.

Ich habe mich dann aber eher an den sehr guten Cappuccino im Co-Op Coffee gehalten. Filterkaffee und ich sind gute Bekannte, Freunde werden wir aber wohl nie.

Den Kaffee kann man in dem winzigen und recht gemütlichen Café gut genießen. Dort einfach nur schnell seinen Koffeinpegel mit irgendeinem reingeschütteten Heißgetränk nach oben zu treiben, dafür fände ich das Co-Op-Coffee eigentlich zu schade.

Viel schöner ist es, auf den Bänken, Stühlen oder Sofas herumzufläzen und sich von Julie mit ihrem betörenden amerikanischen Akzent über den passenden Kaffee beraten zu lassen und den in aller Ruhe zu trinken.

Ab 4. April hat das Co-Op Coffee wieder auf.

Über die Ostertage hat das Co-Op-Coffee geschlossen, ab Mittwoch, 4. April, hat es wieder während der Woche von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Und dann sollte es man auch mal besuchen, wenn man Kaffee mag.

International Affairs mit Daniel Orrantia und endlich wieder Lee White

Lange Zeit hab ich die Gruppe Crumbs nicht mehr in Würzburg gesehen. Nun kommt wenigstens eine Hälfte davon in hervorragender Begleitung.

Es gab Zeiten, da gehörte im Jahreslauf in Würzburg, dass die kanadische Improtheater-Gruppe Crumbs der Stadt einen Besuch abstattete. Und immer wenn es ging, war ich dabei und verfolgte dem Treiben der beiden Kanadier Stephen Sim und Lee White — meist in Kombination mit den Würzburger Kaktussen — fasziniert und bestens unterhalten  zu.

Das wird in der Form wohl nicht mehr so schnell passieren, wenn man einem Facebook-Post der Crumbs glauben darf (aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben).  Stephen, die eine Crumbs-Hälfte, macht weiterhin in Kanada Impro.

Lee White lebt mittlerweile in Berlin. Da ist mal ein Sprung nach Würzburg nicht so wild. Und am Donnerstag, 5. April, ist Lee wieder hier und steht ab 20 Uhr gemeinsam mit dem Kolumbianer Daniel Orrantia auf der Bühne des Cairo.

Und ich hoffentlich wieder mal davor. 🙂

Die Impro-Show, wieder mit Unterstützung des Kaktus (so heißen die jetzt), wird englischsprachig sein — was aber bei dem Crumbs nie ein Problem war, und wohl jetzt auch nicht.

Die Karten kosten 9 Euro (ermäßigt 7 Euro) im Vorverkauf an den üblichen Stellen in Würzburg oder über Wuetix, an der Abendkasse 12 Euro (ermäßigt 9 Euro).

Foto: vom Kaktus

Kutterzeit in Kürze

Saisonales ist schön, weil es nicht immer da ist. Um so schöner, wenn die Saison wieder beginnt. Und die Kutter-Saison in Würzburg steht wohl kurz vor der Tür.

Am oder um den Karfreitag muss der Kutter — oder genauer: die Fischbar zum Krebs — wieder am Mainkai in Würzburg vor Anker gegangen sein. Laut Facebook haben sie vor, am Freitag, 7. April, wieder zu eröffnen.

Das heißt, wenn das Wetter nur ein wenig Einsehen und Mitleid hat, beginnt ab nächsten Wochenende bis hoffentlich in den Oktober rein die Kutterzeit in Würzburg. Das heißt auch, das es für mich bald wieder wundervolle Abende auf oder vor dem Kutter geben wird, mit einem — oder auch mal mehreren — Weinschorle, gelegentlichen Fischbrötchen und besten Blick auf dem Main.

Ich freue mich schon.

Zum Post auf Facebook: https://www.facebook.com/FischbarZumKrebs/posts/1603617749742884

Verschobene Literaten auf dem Balkon über den Weinbergen

Auf seine Weinberge ist Würzburg ja stolz. So stolz, dass vier altgediente Schriftsteller dafür zerhackt Werbung machen müssen.

Obwohl der Karfreitag nicht ganz die hohen Erwartungen erfüllt hat, die der Wetterbericht in den vergangenen Tagen geschürt hat, war es doch ein schöner Tag. So schön, dass ich mal einen kleinen Ausflug zum neuen “Literaturbalkon” am Bismarckswäldchen gemacht habe.

Das Viertelmillionen-Euro-Projekt ist der neueste der Weintourismus-Punkte in Unterfranken, die auf den für mich eher blöden und für den gemeinen Franken eher schwer auszusprechenden Namen  “Terroir f” hören.

An dem sogenannten “Literaturbalkon” geht es um Wein und … genau, Literatur. Vier Schriftsteller haben irgendwas zum Würzburger Wein geschrieben, zu deren Ehren wurden ihr Abbild in Stücke gehackt und je auf einer Seite der 13 Säulen gedruckt. Nur einer dieser Literaten war ein echter Würzburger, nämlich Leonhard Frank. Minnesänger Walther von der Vogelweide wurde ist eventuell möglicherweise in Würzburg vielleicht begraben. Und Herrmann Hesse und Johann Wolfgang von Goethe waren halt mal hier zu Besuch und haben einen oder zwei Schoppen getrunken.

Leonhard Frank auf den Stelen des Literaturbalkons.

“Ganz nett” hab ich mir beim Besuch des Literaturbalkons gedacht. Die Aussicht ist toll, aber das war sie auf dem ganzen Weg dahin auch schon, irgendwie haben Weinberge das oft so an sich.

So richtig konnte ich mich mit dem Würzburger “magischen Punkt” für den Wein nicht so anfreunden, so richtig integriert er sich für mich nicht in den Würzburger Stein und ist so unmagisch wie ein Zauberstab aus Ohrenschmalz. Halt ein thematischer Aussichtspunkt.

Allerdings kann ich mich noch viel weniger so darüber aufregen, wie das manch anderer Würzburger tut. Klar, knapp die Hälfte dieser Installation wurde aus Gelder des Freistaats Bayern bezahlt, also von Steuergeldern — und von denen werden leider viele weitaus sinnloser verschwendet. Den Rest hat der Stein-Wein-Pfad-Verein gezahlt, also vor allem Weingüter, Gastronomie und Tourismus.Und der Literaturbalkon stört nun wirklich nicht so sehr das Bild des Würzburger Stein, das im Grunde ja ein landwirtschaftliches Gebiet ist.

Wer da immer noch nur bei dem Gedanken an den Literaturbalkon aggressive Wallungen bekommt, sollte sich vielleicht den Satz Goethes zu Herzen nehmen:

“Für Sorgen sorgt das liebe Leben,
Und Sorgenbrecher sind die Reben.”

Prost.

Antimaterie, schwarze Löcher und ein Dorf voll Physiker

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft frühlingstagt in Würzburg. Und dabei gibt es eine Vortrag über Schwarze Löcher und anderen kosmischen Kram – interessant auch für die, die nicht Stephen Hawking heißen.

1600 Physiker auf einem Fleck, ein kleines Dorf aus Naturwissenschaftlern? Das kann nur heißen, es ist Oktoberfest in München oder die  Deutsche Physikalische Gesellschaft hat eine ihrer Frühjahrstagungen.

Da sie sich gerade in Würzburg treffen, trifft Letzteres zu. Während dieser Woche diskutieren  der Sektion “Materie und Kosmos” Fachleute an der Uni Würzburg über Fragestellungen zu eben Materie und dem Kosmos.

Und sogar an Nicht-Fachleute wurde gnädigerweise gedacht. Heute am Dienstag, 20. März 2018, hält der Würzburger Astropyhsiker Karl Mannheim einen öffentlichen Vortrag zum Thema “Botschaft aus dem All – Was uns Kosmische Strahlung, Antimaterie und Schwarze Löcher über das Universum verraten”. Los geht es um 19.30 Uhr im Hörsaal 0.004 des Hörsaalzentrums Z6 am Hubland — ich liebe diese genauen Ortsangaben, da ist jeden sofort klar, wo er hin muss.

Nachdem ja alle so viel über den verstorbenen Physiker Stephen Hawking geredet haben, sollte der Vortrag ja brechend voll werden — um mal ansatzweise zu verstehen, wovon Hawking überhaupt geredet hat bzw. reden hat lassen.

Der Vortrag kostet nix, bringt aber bestimmt viel. Und nachdem ich mich nach mehr als 20 Jahren nach meinem Studium bestimmt wieder als Nicht-Fachmann zählen darf, werde ich wohl auch hingehen.

Artikelbild: Der junge Sternhaufen Westerlund 2, aufgenommen im Jahr 2015 vom Hubble Space Teleskop. Foto: NASA, ESA, the Hubble Heritage Team (STScI/AURA), A. Nota (ESA/STScI), and the Westerlund 2 Science Team.

Enten aus Andeby

Wer einem Disney-Zeichner über die Schulter schauen will, der kann das am Freitag in Hermkes Romanboutique tun.

Arild Midthun im Jahr 2016. Foto: Hermkes Romanboutique

Wieder mal gastiert in Würzburg, in der wohligen Enge von Hermkes Romanboutique, ein Zeichner, ein Schöpfer von Welten und Universen aus Graphit, Tusche oder Fingerfarben.

Der Norweger Arild Midthun zeichnet seit fast 15 Jahren Enten und anderes Getier für die norwegische Version von Micky Maus.  Er ist ” ist in seinem Heimatland Norwegen ein berühmter Mann”, hat mir die Romanboutique geschrieben. Ich glaube das mal den Jungs, die sich damit auskennen, denn mir hat er Name nicht gesagt. Heißt aber gar nichts. Aber Midthun hat zumindest einen eigenen Wikipedia-Eintrag.

Wer also einen gezeichneten Bewohner aus Andeby – dem norwegischen Entenhausen – gerne haben will, kann am Freitag, 9. März, von 15 bis 18.30 Uhr mal in Hermkes Romanboutique in der Valentin-Becker-Straße vorbeischauen.

Der Null-Stunden-Podcast

Heimtückisch und heftig kam sie und machte die Podcast-Pläne zunichte – die Grippe.

So schnell geht’s! Einmal kurz ins Bett gelegt und schon sind alle Pläne dahin.

So tapfer ich mich auch in den vergangenen Wochen gegen die Grippe gewehrt habe, teilweise als einsamer Kämpfer auf einem verseuchten Schlachtfeld, nun hat sie mich hinterrücks und heimtückisch mitten in der Nacht doch erwischt.

Schlimm genug, aber damit entfällt der 24-Stunden-Podcast von Freitag auf Samstag. Leicht ist mir die Entscheidung nicht gefallen, denn damit trete ich auch erst mal viele, viele Stunden Vorbereitung in die Tonne.

Ich danke schon mal all den Gästen, die zugesagt haben (manche spontan noch gestern Nacht), und ganz besonders den ehrenhaften Helden, die sich für “Fast-zu-jeder-Uhrzeit-im-Notfall-einspringen” gemeldet haben.

Irgendeinen Ersatz-Podcast wird es geben, seien es viele einzelne Episoden oder doch einen neuen 24-Stunden-Podcast.

Einen Tag lang Podcasten – es sind noch Plätze frei

Noch fünf Tage bis zum 24-Stunden-Podcast-Marathon des Würzblogs. Was fehlt, sind noch Gäste. Was da ist, ist die Vorfreude.

Dass am Montag die Würzburg Web Week beginnt, dürfte ja mittlerweile bekannt sein. Ein klein wenige bekannt könnte auch sein, dass das Würzblog neben der Bloggerlesung auch einen 24-Stunden-Podcast macht. Die Main-Post hat mich auch schon dazu befragt.

Am Freitag, 9. März, wird es um 8 Uhr so weit sein — ich sitze dann bis zum Samstag 8 Uhr am Mikro und werde mich mit vielen Gästen unterhalten. Das alles wird dann tags drauf in einzelnen Episoden anzuhören sein.

Studio im Fin-Ger

So ist der Plan. Noch stecke ich mitten in den Vorbereitungen. Schwierig war es schon mal, einen Ort zu finden, an dem ich auch 24 Stunden rund um die Uhr sein und mit den Gästen plaudern kann — und wo wohlmöglich auch noch Platz für Besucher sein kann. Wie es aussieht, werde ich nun
Ich werden für den Podcast-Marathon im Fin-Ger auf dem Bürgerbräu-Gelände sein, letzte Verhandlungen stehen noch aus. In der Innenstadt wäre es mir lieber gewesen, da gerade nachts das Bürgerbräu-Gelände nicht für jeden gut zu erreichen ist. Aber was soll’s — das wird schon funktionieren und eine nette Location ist es auf jeden Fall.

Schlaflose Gäste gesucht

Auch Gäste brauche ich noch. Tagsüber sieht es schon mal gar nicht so schlecht aus. Aber am Abend und vor allem in der Nacht klaffen noch große Lücken. Wer also selbst unter Schlaflosigkeit leidet oder jemanden kennt, der auch nachts gerne und interessant redet, darf sich gerne bei mir melden.

Geplant ist, mit jedem Gast eine knappe Stunde zu quatschen. Dann werde ich mir jeweils eine Pause von ein paar Minuten zu gönnen, um mal aufs Klo zu gehen oder schnell eine zu rauchen — und dann geht es schon weiter mit dem nächsten Gast.

Unter Umständen wir es auch einen Livestream des Podcasts geben, das muss ich aber noch technisch und organisatorisch klären.

Auch wenn es saumäßig anstrengend wird — ich erinnere mich an den 25-Stunden-Podcast der Würzmischung vor gut fünf Jahren –, so freue ich mich wirklich darauf. Interessante und lustige — um besten Fall sogar beides — Gäste werden kommen, das wird ein Spaß. 🙂