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Mädschigg-Widmung un di Diddel-Gschichd

Nach langer Zeit ist mal wieder ein Asterix-Band auf “Meefränggisch” erschienen. Diesmal wurde der Averner-Schild fränkisch verbratwurschtelt, wie gewohnt von Kai Fraass und Gunther Schunk.

Kai Fraass und Gunther Schunk bei der Signierstunde von "Asterix un di Schlåchtbladdn" in der Buchhandlung Knodt.
Kai Fraass und Gunther Schunk bei der Signierstunde von “Asterix un di Schlåchtbladdn” in der Buchhandlung Knodt.

Am Samstag hab ich mir den Band endlich mal besorgt und das Machwerk von den beiden Übersetzern signieren lassen. Dafür bin ich eigens zur angeblich “letzten Signierstunde vor Weihnachten”, so Gunther, zur Buchhandlung Knodt geradelt.

Und dabei habe ich mir blau auf weiß ein wenig Ruhm festhalten lassen. Denn wer sich fragt, welch genialer Geist hier in Würzburg vom Originaltitel “Asterix und der Avernerschild” auf den fränkischen Titel “Asterix un di Schlåchtbladdn” gekommen ist — das war ich. Beim morgendlichen Kaffee mit Kai im D.O.C. Vor etlichen Monaten. Die Rechte an diesen Worten voller Witz und Weisheit habe ich den beiden kostenfrei abgetreten. Und nun ist die Menschheit reif genug, um die ganz Wahrheit verkraften zu können.

Aber ich muss gestehen: Mit dem Rest der Übersetzung hatte ich nichts zu tun. Mein ehrenvoller Beitrag beschränkte sich auf den Titel, und da genau genommen nur auf ein Wort. Aber immerhin — das bleibt! 😀

Wer “Asterix un di Schlåchtbladdn” in bestem Meefränggisch lesen will, der kann das Comicbuch in jeder gut sortierten (Comic)Buchhandlung kaufen. Oder online zum Beispiel hier bestellen:

Ich glaube, wir sagen da gerade “Wörz”!

Bloggertreffen auf dem Stramu, immerhin ausnahmsweise

Das wird ein wilder Ritt beim Herbstbloggertreffen am Samstag. Alles wird anders!

Aber fangen wir mal mit dem an, das sich nicht ändern wird:

  1. Am 9.9. ist wie in jedem Jahr Bloggertreffen in Würzburg.
  2. Eingeladen sind alle Blogger und Blogleser rund um Würzburg
  3.  … ähhhhh … das war eigentlich schon, was gleich bleibt 😀

Denn das Treffen wird zum ersten mal nach sieben Jahren nicht im Gehrings in der Neubaustraße. Robert, unser Wirt der Herzen, Lebern und Milzen und Meister der gepflegten Unfreundlichkeit macht einen angeblich verdienten Urlaub zu dieser Zeit.
Dazu kommt, dass wie so oft am Tag des Bloggertreffens das Stramu in Würzburg stattfindet.

Digitale Schnitzeljagd auf dem Stramu

Also: Chancen finden und nutzen! Das heißt, das Bloggertreffen wird auf dem Stramu in der Innenstadt abgehalten. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr an der Bar/Eiscafé D.O.C am Anfang der Augustinerstraße. Ja, das ist zum einen mein Stammcafé, zum anderen wird da aber auch keine gigantische Menschenmenge sein, um eine Band zu hören. Von da aus ziehen wir einfach gemeinsam durch das Stramu und frönen ein wenig der Straßenmusik und -kunst. Genug Trinkpausen werden natürlich auch gemacht. 🙂

Aber was machen diejenigen, die erst später dazu stoßen wollen? Sehr gute Frage! Verrückterweise nutzen wir Blogger doch mal moderne Technik. Ich werde meinen Standort die ganze Zeit über die Glympse-App freigeben, sofern das Funknetz, die GPS-Satelliten und der Akku (Powerbank nehme ich aber mit) mitspielen. Den Link, unter dem ihr im Browser eures Smartphones meinen aktuellen Standort sehen könnt (die Glympse-App braucht ihr nicht), poste ich dann auf wuerzblog.de und auf den Würzblog-Accounts auf Facebook, Twitter und Instagram.

Was wenn es regnet? Dann treffen wir uns trotzdem im D.O.C — und schauen dann spontan, was wir wo machen.

Nach dem Stramu ist mittem im Bloggertreffen

Meine Idee wäre, dass wir vielleicht so bis 22 Uhr auf dem Stramu rumstreunen und uns dann irgendwohin verkrümeln und was trinken. Und meine weitere Idee wäre, dass wir dann das Immerhin unter der Posthalle heimsuchen. Denn wenn schon anders, dann auch richtig. Obwohl — so anders wäre das gar nicht. Zumindest die Überlebenden der ersten Würzburger Bloggergeneration wie Rööö und Tanky könnten sich daran erinnern, dass wir schon seeeeeehr nette Bloggertreffen im Immerhin hatten, wenn auch an anderer Stelle. Außerdem soll es ja wirklich noch Menschen geben, die noch nie im Immerhin waren. Das wäre die Gelegenheit, eine existenzielle Lücke in der Persönlichkeitsentwicklung zu stopfen. 😉

Aber das können wir noch spontan vor Ort entscheiden. Für die Nachzügler gilt dann nach wie vor: WürzblogFacebook, Twitter und Instagram checken.

Klassenbuch

Wie immer gibt es zum Treffen auch eine Veranstaltungsseite auf Facebook, sein Kommen, Fernbleiben oder die eigene Wankelmütigkeit darf man gern unverbindlich hier in den Kommentaren hinterlassen.

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

 

Mit Hut und ohne Peitsche am Dirigentenpult

Ich bin mit den Filmen von Steven Spielberg und Georg Lucas aufgewachsen und kenne daher auch die Werke des Komponisten John Williams, der die Musik zu vielen Streifen der Regisseure beigesteuert hat.

Würzburg Pops Orchestra spielt Musik von John Williams im Hofgarten der Residenz.

Darum hat es mich am Sonntagvormittag auch in den Hofgarten der Residenz gelockt, wo das Würzburg Pops Orchestra Werke von Williams — und Musik aus anderen Filmen — auf der grünen Wiese spielten.

Das hat wirklich Spaß gemacht. Die Zuschauer sammelten sich in den schattigen Bereichen, da die Sonne um die Uhrzeit schon ordentliche runterstach. Das Hobbyorchester spielte natürlich nicht fehlerfrei, die Musik von John Williams ist allerdings stellenweise keine einfache. Dirigent und Arrangeur Joseph Stengel hat seinen Musikern — deren Namen er teilweise gar nicht wusste 😀 — keine leichte Aufgaben gestellt.

Aber was soll’s! Die Musik aus Star Wars (mehrmals), Indiana Jones,  Herr der Ringe, Harry Potter und Findet Nemo kam super an, alle — Musiker und Zuhörer — waren mit viel Spaß dabei, das Ambiente und Wetter war wundervoll und ich bin danach wieder nach Hause — Indiana Jones fröhlich vor mich hin pfeifend. 🙂

Mehr Bilder

Goldfinger und Metallregale bei der Architektur-Biennale

Reduziert, anpassungsfähig, modular, erweiterbar — das sind ein paar Schlagworte, mit denen man die Arbeit des Architekturbüros “Hütten und Paläste” aus Berlin beschreiben könnte. Ausführlich haben Nanni Grau und Frank Schönert von ihrer Arbeit am Dienstagabend in ihrem Vortrag bei der dritten Fin-Ger Architektur Biennale im Fürstensaal der Residenz erzählt.

Fin-Ger Architektur Biennale 2017 mit “Hütten und Paläste” – Nanni Grau und Frank Schönert – aus Berlin.

Angefangen haben die beiden mit dem Umbau von Gartenlauben — Jobs mit minimalen Budget, Platz und Honorar. Aber gelernt haben die Architekten dabei, wie man das Nötigste auf engtem Raum unterbringt und wie man mit besonderen Gegebenheiten umgeht. Das Wissen haben sie dann in größere und große Projekte einfließen lassen, auch im kreativen-alternativen Bereich in Berlin.

Modell des Holzmarkts in Berlin

So entstanden beispielsweise das CRLCR-House oder das Holzmarkt-Konglomerat, beide Projekte in sehr enger — und teilweise anstrengender — Zusammenarbeit mit den Bauherren. Ein wenig Neid kam bei mir als Würzburger auf, was da in Berlin möglich ist, nicht nur an Ideen, sondern auch an alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Aber auch die Gedanken hinter der Arbeit, wie das Büro arbeitet und Projekte angeht, fand ich sehr interessant.

Hütte und Paläste wurde an dem Abend, wie es sich gehört, mit dem Goldfinger ausgezeichnet.

Der Goldfinger der Fin-Ger Architektur Biennale 2017 geht an "Hütten und Paläste" aus Berlin. Von links: Matthias Braun, Nanni Grau, Frank Schönert und Juhani Karanka.
Der Goldfinger der Fin-Ger Architektur Biennale 2017 geht an “Hütten und Paläste” aus Berlin. Von links: Matthias Braun, Nanni Grau, Frank Schönert und Juhani Karanka.
Fin-Ger Architektur Biennale 2017

Danach ging die Biennale weiter im Fin-Ger und der Bar 87 auf dem Bürgerbräugelände — leider bei strömenden Regen.  Als Ausstellung hatten Hütten und Paläste Metallregale mit gefühlt tausenden Modellen von Projekten und Teilen davon in den Fin-Ger-Concept-Store gestellt, wo wir Gäste prima gucken und stöbern konnten. Und zu später Stunde gab es für den harten Kern auch noch Panzerkette zu trinken — als Abschluss eines interessanten und sehr witzigen Abends. 🙂

Bis zum 8. August 2017 kann man sich die Ausstellung noch im Fin-Ger auf dem Bürgerbräugelände anschauen, Montag bis Sonntag von 12 Uhr bis 18 Uhr.

Hier noch ein paar Bilder …

U&D am Sauheißpurzel – die Musik spielte auf der Garagenbühne

So, jetzt breche ich langsam mal die mir selbst auferlegte Blogpause, die ich mir für den Urlaub vorgenommen — und natürlich nicht ganz durchgehalten — habe.

Am vergangenen Freitag war ich beim Umsonst-und-Draussen-Festival in Karlstadt. Als ich zum letzten Mal dort war, gab es das Würzblog noch gar nicht und ich konnte mich auch kaum noch an das Gelände erinnern.

U&D Karlstadt am Saupurzel.

Erinnern kann ich mich auch jetzt kaum noch daran, dass es an diesem Freitag noch richtig heiß war, da trug der Sommer im Vergleich zu heute noch seinen Namen zu recht. Was auch seine Nachteile hatte. Ich bin mit dem Zug nach Karlstadt gefahren und dann zu Fuß vom Bahnhof zum Saupurzel gelaufen, dem Gelände des Festivals, etwas außerhalb auf einer Anhöhe. Und da hätte ich mir wirklich einen Shuttleservice gewünscht, denn der halbstündige Fußmarsch unter der sengenden Sonne war wirklich kein Spaß.

U&D Karlstadt: Mutabor

Gelohnt hat sich die Mühe. Das U&D in Karlstadt ist ein süßes kleines Festival. Der Freitag stand sehr unter dem Einfluss des Headliners J.B.O., die zum Schluss auf der Hauptbühne auftraten — und mich überhaupt nicht interessierten. Aber die vielen in knallpinke Shirts gekleideten Fans der Band ließen vermuten, dass etliche Besucher extra wegen der Erlanger Band, gekommen waren, die für mich ihren einzigen kleinen Höhepunkt Mitte der 90er Jahre hatte.

Überhaupt muss ich sagen, dass für mich die kleine Garagenbühne der Ort auf dem U&D war, wo die wirklich interessante Musik gespielt wurde. Crossing Borders oder Mutabor auf der Hauptbühne habe ich mir beide mal kurz angehört und fand sie auch ok, aber so richtig gekickt haben sie mich nicht.

U&D Karlstadt: Dryad

Anders auf der Garagenbühne. Jede der vier Bands an diesem Tag haben mich auf ihre Weise begeistert.
Die Würzburger Stonerrock-angehauchten Dryad, die Berliner Astroboys, das Odd Couple als Trio aus Berlin (die jetzt am Wochenende auf dem Herzberg-Festival spielen) und The Picturebooks aus Gütersloh legten wirklich beeindruckende Konzerte auf der kleinen Waldbühne hin.

U&D Karlstadt: The Paperbooks

Gerade The Picturebooks hauten mich weg, das Duo rockte mit kleiner elektronischer Unterstützung einfach dermaßen wuchtig, kraftvoll und mit vollem Körpereinsatz mit Gitarre und Schlagzeug. Wahnsinn! Sänger und Gitarrist Fynn sagte mir nach dem Konzert, dass sie an dem Abend schon für ein Konzert im Immerhin in Würzburg angefragt wurden. Ein Termin steht noch nicht fest, also in der nächsten Zeit mal die Augen aufhalten, das ist schon jetzt eine Konzertempfehlung.

Putzig war das Festival auch in Hinsicht der Organisation. Das Personal am Weinstand war wahnsinnig freundlich und lustig, aber auch ein wenig planlos. Darum durfte man ihnen als Gast auch gerne mal beratend zur Seite stehen, was die Bechergröße oder den Preis — das Weinschorle für zwei Euro, der Wein für drei Euro, auf dem Land ist die Welt noch in Ordnung 😉 –anging.

U&D Karlstadt: Der Stempel für die Hauptbühne.

Witzig für mich, für viele anderen Besucher eher nervig war, dass für den Platz den Hauptbühne plötzlich Stempel verteilt wurden. Den Platz konnte man nur noch über einen Zugang erreichen, eine Security-Mitarbeiterin stempelte im Sekundentakt Handrücken. Warum sie das tat, konnte sie mir nicht so wirklich erklären. Irgendwas, damit nicht zu viele Menschen vor der Bühne sind. So richtig gezählt hat meines Wissens aber niemand, es verließen ja auch ständig bereits gestempelte Leute den Platz und kamen gar nicht wieder. Sinn und Zweck dieser Aktion hat sich mir also nicht erschlossen, außer dass an der “Stempelstation” ein großes Gedränge entstand. Aber war nach ein paar Songs von Mutabur nicht mehr an der großen Bühne, sondern den Rest der Zeit an der Garagenbühne.

Unterm Strich hatte ich einen wirklich schönen Abend auf dem U&D in Karlstadt, der mir einfach Spaß gemacht hat. Und wundersamerweise bin ich sogar mitten in der Nacht noch nach Würzburg zurück gekommen, nachdem ich den letzten Zug verpasst habe. 🙂

 

Fin-Ger-Biennale in Hütten und Palästen

Es ist wieder Zeit für die Fin-Ger Architektur Biennale in Würzburg. Die wohl coolste Veranstaltung um moderne Architektur in der Stadt. Ich will gar nicht wissen, wie Matthias Braun und Juhani Karanka es immer schaffen, so angesagte Architekten nach Würzburg zu bringen — Bilder von schwarzen Lieferwägen mit laufendem Motor und blickdichten Kapuzensäcken schießen mir durch den Kopf. Besser nicht nachfragen … 😉
Man muss gar nicht Architekt sein, um Gefallen an diesen bisher immer unterhaltsamen Biennalen in lockerer Atmosphäre zu finden. Zumindest ging es mir die letzten beiden Male so.

In diesem Jahr hat die deutsch-finnische Ideenschmiede wieder Architekten aus Deutschland eingeladen — das heißt, nächstes Jahr ist wieder Finnland dran.

Den Mittelfinger für “Hütten und Paläste”

FIN-GER Architecture Biennale 2017 mit dem Büro “Hütten und Paläste” aus Berlin.

Am Dienstag, 25. Juli 2017, geht es im wahrsten und mehrfachen Sinne um Hütten und Paläste. Um 19 Uhr halten die beiden Architekten Nanni Grau und Frank Schönert vom Büro “Hütten und Paläste” aus Berlin ein Vortrag in unserem Würzburger Palast, im Fürstensaal der Residenz. Seit zwölf Jahren haben sich die Berliner “auf die Planung und Ausführung experimenteller Architektur für urbane Lebens- und Wohnformen in partizipativen Planungsprozessen spezialisiert” — übersetzt heißt das, die zwei lassen coole und originelle Mitmach-Architektur bauen.

Nanni Grau und Frank Schönert werden an diesem Abend für ihre Arbeit mit dem Goldfinger-Preis für Architektur 2017 ausgezeichnet — den jeder Zeitreisende aus der Zukunft als den renommiertesten Preis überhaupt kennen, zumindest als den mit der obszönsten Geste.

Nach dem Vortrag geht es vom Palast zu den Hütten, den ehemaligen Pferdeställen auf dem Bürgerbräugelände, wo ab 21 Uhr im Fin-Ger-Concept-Store eine Installation des Büros “Hütten und Paläste” auf die Besucher wartet, dazu ein Gläschen Sekt und natürlich Fin-Ger-Futter.  Und Quatschen mit interessanten, originellen und lustigen Leuten ist im Preis mit drin! 😉

Karten im Vorverkauf

Umsonst ist der Besuch der Biennale im doppelten Sinne nicht, zumindest kostet er 15 Euro Eintritt.

Wer sich sicherheitshalber die Karten für die FIN-GER Architektur Biennale vorher besorgen will — mehr als 200 Besucher passen nicht in die Hütten und Paläste, der kann sie bei der Buchhandlung Knodt und im Fin-Ger-Store kaufen.

Wenn nicht mal mehr Blasen hilft

Seit Wochen bin ich Dank Rööö ein sehr glücklicher Besitzer eines Fahrrads. Das Rad ist so schnell ein integraler Bestandteils meines Lebens geworden, dass es am Samstag ein Moment tiefer Trauer und Bestürzung war, als ich es mit einem absolut leeren Hinterreifen an seinem Platz fand. Eine Mund-zu-Mund-Beatmung — metaphorisch — konnte den toten Reifen nicht mir in sein vulkanisiertes Leben zurückholen.

Nach jahrzehntelanger Fahrradabstinez, noch längerer handwerklicher Unfähigkeit und dem Fehlen eines Ersatzschlauchs musste ich am Wochenende resignieren — Radfahren fiel leider aus.

Wenige Stunden später –
Fahrrad repariert und Ralf kann wieder lächeln.

Montagmorgen hat ich dann das humpelnde Rad — nicht metaphorisch — zur Fahrradwerkstadt des Erthal-Sozialwerks in die Sanderstraße geschoben. Da stand ich Montagfrüh, kurz nach 8 Uhr, schon in einer kleinen Schlange. Wochenende sind wohl keine sehr gesunde Zeiten für Fahrräder. Aber es ging recht schnell, bis ich dran kam und ebenso schnell verschwand mein Rad hinten in der Werkstatt. Bis morgen werde die Reparatur dauern, eventuell schon bis heute Nachmittag. Ich werde per Mail benachrichtigt und soll auch meinen Spamordner checken. Guter Hinweis!

Das musste ich gar nicht machen, um 13.55 Uhr trudelte schon die Vollzugsmeldung und eineinhalb Stunden später ich beim Fahrradservice ein.  29,90 Euro kostete mich das Ganze — davon waren aber 12 Euro für das Einstellen der Bremsen, worum ich noch gebeten habe, weil die schleiften und nicht mehr richtig griffen.

Rechnung vom Erthal-Sozialwerk.

Natürlich — selbst reparieren wäre deutlich günstiger gewesen. Aber ich wohne nicht so weit von der Würzburger Innenstadt weg und so hab ich mir die Fummelei mit meinem Halbwissen erspart und dem Erthal-Sozialwerk einen Auftrag und Geld für eine guten Zweck verschafft.

Und das haben sie gut und schnell gemacht! Danke dafür!

 

Hyvää Juhannusta und nachts in der Palettensauna

Das war ein wirklich schräges und originelles Fest! 😀

Am Freitag wurde auch dem Bürgerbräu-Gelände das finnische Johannesfest zum Mittsommer gefeiert. Der deutsch-finnische Concept Store Fin-Ger hat dazu eingeladen und da bin ich natürlich auch gleich hin.

Labern, Essen, Trinken …

Schön war es! Finnen, Schweden, Deutsche und weiß der Herr welche Nationen noch saßen und standen auf der kleinen Wiese am Teich am Eingang des Geländes und ließen es sich durchgehen. Im munteren Sprachgewusel aus Deutsch, Finnisch, Schwedisch und vor allem Englisch wurde gequatscht, gegessen und getrunken. Später am Abend besonders Wodka. Viel Wodka. In diversen Variationen. Es grenzte an ein Wunder — aber ich bin heute morgen völlig ohne Kopfweh und Kater aufgewacht. 🙂

… und Sauna bauen.

Aber der Fin-Ger würde seinen Ruf nicht gerecht geworden sein, wenn das einfach nur so eine Feier gewesen wäre. Passend zum finnischen Feiertag wurde auch etwas urfinnisches auf dem Gelände installiert — eine Sauna. Aus Europaletten und einigen Dachlatten zimmerten einige Gäste unter der Anleitung von Matthias Braun und Juhani Karanka in mehreren Stunden wirklich eine Sauna mit improvisierter Dusche in das Gebüsch neben dem Teich.

Dann, gegen halb zwei Uhr nachts, konnten wir den Ofen endlich anwerfen und die Sauna einheizen. Mehr als 45 Grad schafften wir nicht, dafür eine Luftfeuchtigkeit von gefühlt 300 Prozent. 🙂 Vielleicht müssen noch ein paar Löcher abgedichtet oder länger vorgeheizt werden. Aber im Grunde funktioniert sie, die Palettensauna. 🙂

Testsitzen in der warmen und feuchten Sauna.

Danke an alle Juhannustas — speziell an dieser Stelle an die Finntastic-Bloggerin —  für diesen wundervollen, aber wirklich irren Abend! 😀