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Schneetreiben

Die weiße Weihnacht können wir uns von der Backe putzen, haben die Meteorologen in der letzten Woche gesagt. Und Recht hatten sie.

Schnee und Löwe
Schnee und Brückenlöwe

Aber kaum sind die Feiertage vorbei, haut es die weiße Pracht tonnenweise vom Himmel runter. Und selbst in der Innenstadt von Würzburg liegt heute am Samstag ganz schon viel Schnee — und aktuell am Nachmittag ist kein Ende des Schneefalls in Sicht.

Aber solange ich kein Auto fahren muss, kann ich dem Schnee ja sogar was abgewinnen. Vorhin bin ich mal durch den Ringpark gestapft, habe versucht das Objektiv des Fotos trocken zu halten, was mir deutlich besser gelungen ist als an meinem rechten Fuß — der Schuh ist nicht schneedicht, wie ich gemerkt habe.

Verspätung und Ausfälle wegen Schneefall
Verspätung und Ausfälle wegen Schneeglätte

Mal sehen, wann es wieder zu schneien aufhört. Denn wenn man der WVV glauben darf, müssen die die Straßen auf dem Land schon ziemlich dicht sein, denn die ersten Busverbindungen sind schon gestrichen worden.

Zumindest wird dieser Hinweis auf den Anzeigetafeln gegeben, doch wie meist erfährt man auf den diversen Webseiten mal wieder keine Details — zum Beispiel, welche Linien ausfallen. Den Online-Service haben sie wirklich nicht erfunden.

Fundsachenversteigerung im November

In den letzten 12 Monaten etwas in der Straßenbahn oder in dem Bus in Würzburg verloren? Und nie bei der WVV danach gefragt? Dann stehen die Chancen nicht schlecht, es bei der Fundsachenversteigerung am 22. November 2014 — ein Samstag — wiederzusehen. Und zu ersteigern.

Von Handys, Geldbeutel, Klamotten — manche ganz neu –, Taschen und zig Schirme kann man alles ersteigern, was das Herz begehrt. Aber wie es aussieht, leider kein Fahrrad. Mist!

Übrigens: Wer in der Straba oder im Bus was verloren hat, kann entweder zum WVV-Fundbüro im Depot in der Sanderau gehen (Haltestelle Fechenbachstraße) oder dort anrufen (0931/36 2324) oder eine Mail schreiben (mail@vvm-info.de).
Mehr Infos über die verschiedenen Fundbüros in Würzburg — Stadt, Uni, FH — findet ihr im WürzburgWiki.

Die Versteigerung findet um 10 Uhr im Casino der WVV in der Bahnhofstraße statt, es empfiehlt sich aber schon vorher da zu sein, es wird gerne schnell voll.

Die Versteigerung macht wieder das Auktionshaus Gilz-Thein, auf dessen Webseite es auch mehr über die Fundsachen zu erfahren gibt.

Parkhauspanik

Im Parkhaus parken. Nicht das Problem in Würzburg.
Heute mal im Parkhaus “Juliusgarage“, eines der engsten Parkhäuser der WVV, generell mit Linksverkehr.

Ich wollte gerade mein Ticket zur Ausfahrt einschieben, als ich oben der Ausfahrt ein Paar Scheinwerfer entdeckte. Sie kamen auch noch näher. Ein Opel Agila rollte langsam über die Kante, fahrzeugtypisch ein älterer Herr (geschätzt ~80) am Steuer.

Er hat scheinbar seinen Fauxpas bemerkt, bei vollem Gas (!) den Rückwärtsgang reingeknallt und die Kupplung schleifen lassen, bis weißer schwarzer Rauch aufstieg. Eingeschlagen, mit dem Reifen an den Randstein, wieder vor, zurück, vor vor vor, zurück.

Ausfahrt

Das hat irgendwie dann doch nicht geklappt, er kam der Schranke immer näher. Lag wohl daran, dass die Kupplung sich so ziemlich komplett aufgelöst hatte. Das Gaspedal immernoch am Anschlag. Wer weiß wie Kupplung riecht?

Ich habe dann mein Auto mal lieber geparkt, die (bisher) zwei Wartenden hinter mir aufgeklärt und mich mal neben den Herrn gestellt, wie er den Fuß aufs Gaspedal. Zehn Zentimeter vor der Schranke hat er sein Auto abgestellt. Neben mir ein weiterer besorgter Passant, Tür geöffnet, etwas lauter mit dem Senioren geredet, endlich hatten wir den Motor aus und den Herrn aus dem Auto.

Ich wollte ihm dann das Auto rückwärts aus der Einfahrt fahren, doch fuhr es nicht mehr…

Habt ihr schonmal den (Not)Rufknopf in einer der Automaten gedrückt? Diese liebliche Stimme des genervten Herrn, wunderschön!

Nach einer kurzen Aufklärung hat er dann die Ausfahrtsschranke geöffnet, ich habe den havarierten Opel in eine (zum Glück) freie Parklücke direkt gegenüber rollen lassen und den Herrn zum Kassenautomaten geschickt, er möge den Knopf mit dem “I” drücken.

Die Schlange ist am Ende auf acht Autos angewachsen. War mir ja egal, ich war erster.

Fazit aus diesem Erlebnis:

  • Ich weiß (leider) wieder, wie verbrannte Kupplung stinkt.
  • Ich bin weiterhin für einen Tauglichkeitstest aber ungefähr 70.
  • Ich schiebe trotz offener Schranke mein Wertparkticket ein.

Fundsachenversteigerung: Viel Krempel und (m)ein Fahrrad

Wieder einmal werden in Würzburg Fundsachen versteigert und wieder mal  habe ich eine Chance, billig an ein Fahrrad zu kommen. Allerdings nur eine minimale Chance!

Morgen, 23. November 2013, versteigert das Auktionshaus Gilz-Thein im Auftrag der WVV im Casino der WVV in der Bahnhofsstraße 12- 18 allen möglichen Krempel, der in der Straßenbahn oder im Bus vergessen und niemals abgeholt wurde. Klamotten, Bücher, Taschen in jeder Form, Schirme sind dabei das Standardprogramm, dabei sind in diesem Jahr aber auch — soweit das Auktionshaus das im Auge hat — ein Netbook, eine Kaffeemaschine und … ein Fahrrad.

Nur ein Drahtesel! Warum vergessen wenn nicht mehr Leute ihre Fahrräder in der Straßenbahn … das ist doch nicht zu verstehen! Die Dinger fallen einem doch so schnell aus der Jackentasche.

Und morgen wird mich wohl auch die Neugier hintreiben, denn ich will wissen, was die “digitale Grafikplatte” ist, die auf der Versteigerungsseite erwähnt wird ! 😉

Ab 9 Uhr kann man sich die Fundsachen anschauen, um 10 Uhr beginnt dann die Versteigerung. Viel Glück!

Mehr Infos und ein paar Bilder der Fundsachen gibt es auf der Website des Auktionshauses.

Strabawarten

Heute morgen wollte ich nach dem traditionellen Kaffeetrinken im D.O.C. wieder nach Hause fahren — Homeoffice. Ich stelle mich an die Haltestelle am Rathaus, schaue zu, wie bei der Straßenbahn zum Heuchelhof das übliche Chaos entsteht, weil die Leute vor die Türen der Straba stellen und die Fahrgäste nicht aussteigen lassen, und warte weiter auf die Straßenbahn in die Sanderau. Und warte. Und schaue auf die Anzeige — noch drei Minuten. Vier Minuten später stehe ich immer noch da. Ich schaue auf die Anzeige — noch drei Minuten. Fünf Minuten später — ich habe schon alle Ingress-Portale in der näheren Umgebung gehackt — schau ich wieder auf die Anzeige und was steht da? Genau! Es werden immer noch drei Minuten angezeigt, doch seit mehr als 10 Minuten kam schon keine Straßenbahn mehr vorbei.

Nun kam ich in ein Dilemma. Ich musste ja heim und arbeiten. Soll ich noch warten, bis irgendwann doch mal eine Straßenbahn kommt? Oder soll ich loslaufen und das Risiko in Kauf nehmen, dass genau dann die Straßenbahn auftauchen wird? Erst mal weiter dumm herumstehen, bis ich mich für Plan A oder Plan B entschieden habe.

Ich habe mich dann für Plan C entschieden, nämlich mal bei der WVV anzurufen. Ja, sie sei auch für die Straßenbahn zuständig, sagte die Frau an der WVV-Hotline, aber sie weiß von nichts.  Und prompt kam auch schon die Straßenbahn in die Sanderau am Rathaus an, mit etwa einer halben Stunde Verspätung.

Nun ist ja der gemeine Würzburger nicht für seine Möglichkeit berühmt, Dinge objektiv zu bewerten. Und der gemeine Fahrgast  auch nicht. Zustände wie vor dem Krieg seien das! Die Bahn und die WVV seien unfähig Fahrpläne einzuhalten! Die Strabafahrer schlafen aber auch immer!
Auf die Idee, dass die WVV völlig unschuldig an der Verspätung sein könnte, kam man in meiner Hörweite in der Straßenbahn gar nicht. Obwohl ja auch einfach mal die Schiene in der Kaiserstraße durch einen dicken Mercedes blockiert sein könnte, der sich eine Latte Macchiato eben nicht zu mitnehmen holt, alles schon erlebt. Oder dass ein Unfall passiert sein kann, an der mal nicht der Straßenbahnfahrer schuld ist — auch schon passiert.

Und in diesem Fall blieb ein Bus an einem Container in der Kaiserstraße hängen und hat ihn auf die Geleise geschoben. Da ging halt nichts, bis er wieder auf Seite geräumt war. Kann die WVV jetzt auch nichts dafür.

Aber eines kann man der WVV schon anlasten: Die mangelnde Information. Da hat sie sich schon für viel Geld diese Anzeigetafeln gekauft, deren praktischer Nutzen sich manchmal, was die Abfahrtzeiten angeht, in Grenzen hält. Aber für solche Fälle, wenn es zu massiven Verspätungen kommt, wäre es doch eine feine und sinnvolle Sache, das über die Anzeigetafeln auch zu kommunizieren. Dann können sich die Leute auch darauf einrichten oder alternative Fortbewegungsmittel nutzen — die Füße zum Beispiel.

Strabafahrt ja, Baureferat nein

Morgen, 8. März 2012, streikt der öffentliche Dienst. Also nicht der gesamte öffentliche Dienst, sondern nur ein Teil davon. Auch in Würzburg sind laut Main-Post davon manche Bereiche betroffen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt zum Beispiel. Oder das Baureferat — mal sehen, ob man den Unterschied merken wird.

Nicht streiken werden die Straßenbahn und Busfahrer — soweit es der WVV bekannt ist, bei denen ich gerade angerufen habe. Es wird also nicht so ein Chaos wie im Jahr 2010, als beim ver.di-Warnstreik auch der Würzburger ÖPNV zweitweise bestreikt wurde.
Das heißt, eine kleine Verkehrbehinderung wird es doch gegen: Die Gewerkschaftler ziehen von 11.15 Uhr bis 12.15 Uhr mit einer Demonstration vom Felix-Feschenbach-Haus in Grombühl über die Ludwigstraße zum Marktplatz, wo eine Kundgebung stattfinden wird.

Die Streikenden verlangen 6,5 Prozent mehr Lohn, und zwar mindestens 200 €. Mal sehen was passiert, wenn die Forderungen bei den Verhandlungen am 12. März 2012 nicht erfüllt werden. Dann können auch wieder mal die Straßenbahnen und Busse stillstehen — vielleicht auch mal länger.