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Erster Stau am neuen Zeller Bock

Am Sonntag pilgerten einige tausend Menschen in die Zellerau, und warum? Um eine Straße anzuschauen. Wie irre muss man sein, so etwas zu machen?

So viele Fußgänger wird man am Zeller Bock so schnell nicht mehr sehen.
So viele Fußgänger wird man am Zeller Bock so schnell nicht mehr sehen.

Natürlich bin auch auch zum Zeller Bock gegangen. Der soll am Donnerstag nach 2218 Tagen wieder eröffnet werden und die Zellerau endlich wieder mit dem nordwestlichen Landkreis Würzburg verbinden — und umgekehrt. Ein Meter der sanierten Strecke kostete etwa 25000 Euro.

Darum gab es am Sonntag ein Straßenfest, mit Musik und unzähligen Fress- und Trinkständen entlang des Zeller Bocks. Nur hatte ich nach etwa 250 000 Euro keinen Bock mehr, mich im Schneckentempo den langen Berg hochzuquälen, den heißen Atem der Besucher hinter mir in meinem Nacken.

Dann habe ich also wieder umgedreht — was gar nicht so leicht war — und bin lieber in Richtung Bürgerbräu-Gelände gegangen. Vorbei an einem kotzenden Ziegenbock — oder was immer da als Figur aufgestellt war.

Entweder streckt dieser Bock die Zunge raus oder er übergibt sich. Beides wäre nicht sehr schön.
Entweder streckt dieser Bock die Zunge raus oder er übergibt sich. Beides wäre nicht sehr schön.

Auf dem Bürgerbräu war es zwar auch voll, aber nicht so arg. den Auftritt von Karo habe ich leider verpasst, den Mucho-Mojo-Blues durfte ich noch mitnehmen. Und ewig lange in der Schlange anstehen, um einen Kaffee zu holen — die 87 Bar ist wohl einfach nicht für solche Menschenmassen ausgelegt.

Ein bisschen in den Fin-Ger geschaut, kurz mit Moggadodde und Rööö geplaudert, ein wenig über das Gelände geschlendert. Und dann wieder heim. Mal schauen, ob meine erste Autofahrt über den Zeller Bock etwas weniger lang dauern wird.

 

Weg mit dem Weihnachtsbaum, bevor die Luftschlangen fliegen

Heute hab ich in der Sanderau den ersten Weihnachtsbaum aus dem Fenster fliegen sehen — Dreikönig ist schließlich hier der klassische Tag dafür. Es sei denn, man hat soviel Möbel von Ikea daheim, dass man sich nach dem schwedischen Brauchtum richtet.

Und man beachte dabei:

Auch wenn ich mangels Weihnachtsbaum nicht davon betroffen bin, hab ich mal nachgeschaut, wann die nadeligen Dinger in Würzburg von den Stadtreinigern abgeholt werden. Aber nur, wenn sie völlig entschmückt sind — schließlich sollen sie kompostiert werden.

Woche vom 11. bis 14. Januar 2016

  • Montag, 11.01.2016, im Frauenland
  • Dienstag, 12.01.2016, in der Sanderau und der Altstadt ohne das Mainviertel
  • Mittwoch, 13.01.2016, in Versbach und der Zellerau mit dem Mainviertel
  • Donnerstag, 14.01.2016, Ober- und Unterdürrbach und die Dürrbachau mit Hafen

Woche vom 18. bis 21. Januar 2016

  • Montag, 18.01.2016, im Steinbachtal, am Heuchelhof und in Rottenbauer
  • Dienstag, 19.01.2016, in Heidingsfeld
  • Mittwoch, 20.01.2016, in Grombühl und der Lindleinsmühle
  • Donnerstag, 21.01.2016, in Lengfeld

Via Wuerzburg.de

Entspannter Weihnachtsmarkt am Bürgerbräu

Während ein Großteil Würzburgs sich am Samstag dicht gedrängt beim Lichterglanz herumtrieb, zogen einige wenige doch die entspannte Atmosphäre beim Bürgerbräu-Weihnachtsmarkt vor.

Ich zum Beispiel, mit netten Erinnerungen an den Markt im vergangenen Jahr. Auch in diesem Jahr war es schön in der Zellerau, aber zumindest am Abend deutlich weniger besucht als im vergangen Jahr. Doch damals wurden auch die kleinen Läden in den Pferdeställen auf dem Bürgerbräu-Gelände eröffnet, das hat damals anscheinend viele Leute gezogen.

Weihnachtsmarkt auf dem Bürgerbräu-Gelände - mit dem DJ-Pult auf dem Dach.
Weihnachtsmarkt auf dem Bürgerbräu-Gelände – mit dem DJ-Pult auf dem Dach.

Trotzdem war es gestern sehr nett auf dem Bürgerbräu-Weihnachtsmarkt — oder auch gerade weil es nicht so voll war, obwohl das die Händler eventuell anders sehen. Das Areal war erleuchtet im Licht von Scheinwerfern, Holzfeuern und Wärmepilzen, die Besucher standen in Grüppchen und plauderten bei Glühwein und Bier.

Beschallt wurde der Markt mit unweihnachtlichem Disco-Sound — eine ungewöhnliche Musik für einen Weihnachtsmarkt, aber mal eine angenehme Abwechslung zu dem Adventsgedudel, das einem 24 Tage vor Heilig Abend schon auf den Sack geht. Die Superhelden-Medaille geht an DJ Jazzu de Osaka, der stundenlang in der Kälte auf dem Dach des Pferdestalls ausgehalten und aufgelegt hat! Bravo!

Die Veranstaltungsreihe Westend im Underground.
Die Veranstaltungsreihe Westend im Underground.

Gegen 22 Uhr ging es dann in den Unteruntergrund des Maschinenhauses ins oder zum Westend-Preview (die Veranstaltung heißt so, nicht der Ort) auf einen Absacker unter anderem mit Leuten von der Tanzmarie und mit Terebinthe. Nachdem gegen 23 Uhr schon der Rum und der Rotwein aus waren (nein, die sollten nicht in ein Glas 😉 ), habe ich mich doch mal auf den Heimweg gemacht.

Kann gut sein, dass das mein schönster Weihnachtsmarktbesuch in diesem Jahr war.

Edeltraud näht und macht Caffè nun in der Innenstadt

Heute hat das Nähcafé Edeltraud wieder aufgemacht — nur nicht mehr in der Zellerau, sondern in der Grabengasse, parallel zur Juliuspromenade.

Am Konzept hat sich im Grunde nicht viel geändert. Auch hier werden wieder Näh-Workshops angeboten, man kann die Profi-Nähmaschinen für eigene Schneiderarbeiten nutzen, Stoffe kaufen, Klamotten kann man ändern lassen — oder dort welche kaufen — und das alles mit kompetenter Beratung. Und es gibt Kaffee.

Hinten Näh, vorne Café - die neue Edeltraud in der Grabengasse.
Hinten Näh, vorne Café – die neue Edeltraud in der Grabengasse.

Das alles gibt es jetzt in der Innenstadt mit mehr Platz — sogar der Keller wird genutzt — und vor allem der Kaffeebereich wurde deutlich ausgebaut. Jetzt kann man sich bequem reinsetzen, einen leckeren Espresso schlürfen, Kuchen essen, sich unterhalten und das leisen Rattern der Nähmaschinen im hinteren Bereich genießen.

KEKSE! KEEEEEKSE!
KEKSE! KEEEEEKSE!

In sechs Wochen haben Julia & Sarah Edeltraud einen wirklich schnuckeligen Laden aus dem Boden gestampft, in dem ich bestimmt hin und wieder mal reinschauen werden. Aber wohl eher nicht zum Nähen. Wobei — man weiß nie. 😉

Geöffnet hat das Nähcafé Edeltraud von Dienstag bis Samstag von 10 Uhr bis 20 Uhr, am Sonntag von 10 Uhr bis 16 Uhr. Am Montag beliebt Edeltraud zu ruhen.

Eine Webseite hat die Edeltraud leider noch nicht. Die auf der Karte angegebene Adresse edeltraud.de gibt es noch nicht, das alte Blog ist leider seit fast einem Jahr nicht mehr aktiv. Also bleibt im Moment leider nur Facebook in Sachen Internet und Edeltraud.

Zellerauer Kulturtage, Resterampe

Die vier Zellerauer Kulturtage in Würzburg waren gut. Bestimmt. Glaube ich. Denn  war ich die meiste Zeit nicht dabei — ging aus verschiedenen Gründen leider nicht.

Bauschaumfrau in Tür
Bauschaumfrau in Tür

Doch heute konnte ich wenigstens noch den Sonntag mitnehmen, der auf dem Bürgerbräu-Gelände stattfand. Bei dem für Oktober fast schon beschämend schönem Wetter kamen auch viele Besucher — die sich im freien aber vor allem im Sonnenschein herumstanden.

In der Maschinenhalle bin ich über den Design- und Kunstmarkt Artbrew geschlendert,  und hab mal wieder bemerkt, was es für schöne Sachen Made-in-Würzburg zu kaufen gibt. Und nebenan im Sudhaus irrte ich durch den interessanten Türen-Irrgarten von Max Gehlofen, den die Leerraum-Pioniere organisiert haben.

Artbrew in der Maschinenhalle
Artbrew in der Maschinenhalle

Musikalisch habe ich Mucho Mojo zwar verpasst, dafür aber Kids of Adelaide gehört, die waren auch gut und spielen Ende Januar noch mal im Cairo.

Kids of Adelaide
Kids of Adelaide

Schöner letzter Zellerauer Kulturtag, ich hoffe im nächsten Jahr bekomme ich auch von den anderen Tagen mehr mit.

Junger Fußballnachmittag: Würzburger FV – FC Coburg

Marvin Ott für den WFV am Ball - ein Tor wird es aber nicht,
Marvin Ott für den WFV am Ball – ein Tor wird es aber nicht,

Ich war heute mal wieder beim Fußball — familiär bedingt. Mein Neffe spielte heute mit seiner Mannschaft, dem FC Coburg,  in der Sepp-Endres-Sportanlage in der Zellerau gegen den Würzburger FV (der Link führt leider auf die WFV-Seite mit der Mannschaft vor zwei Jahren!). Kein Drittliga-Fußball wie bei den Kickers, sondern eine Partie in der U19 A-Junioren Landesliga Bayern Nord —  dafür mit mehr Toren.

Hat aber Spaß gemacht zuzuschauen. In der ersten Halbzeit fehlte beiden Mannschaften zwar noch der Biss. Bei den Coburgern klopfte Niklas Ehrlich bereits nach neun Minuten den Ball ins Würzburger Tor, aber in der 33. Minute revanchierte sich Tim Kunter bei den Oberfranken mit dem 1:1. Dann dümpelte das Spiel etwas halbherzig bis zum Halbzeitpfiff hin.

Millisekunden vor dem 2:1 für Coburg -- und Adrian Guhling wird Torschütze.
Millisekunden vor dem 2:1 für Coburg — und Adrian Guhling wird Torschütze.

In der zweiten Halbzeit kam dann deutlich mehr Stimmung ins Spiel — und übrigens auch bei den Zuschauern, die wohl zu 80 Prozent Eltern der Spieler waren. Adrian Guhling löste mit seinem zweiten Tor für die Coburger irgendwie auch die Handbremse im Spiel. Die Jungs auf beiden Seiten rannten plötzlich über den Platz wie die Irren, die Eltern plärrten und vor beiden Toren war was los. Am meisten los war aber vor dem Würzburger Tor, und so war es kein Wunder, dass Miguel Malaj in der 77. Minute den Oberfranken ihr drittes Tor der Partie schenkte.

Im großen und ganzen ein faires Spiel, doch der Preis für die meisten gelben Karten ging mit 3:0 an den Würzburger FV. Unfair fand ich, dass es bei dem Spiel nicht die legendären WFV-Bratwürste gab, nur Brezeln und Kuchen. Und ein weiterer Wermutstropfen war die Parkplatzsituation am WFV-Stadion — die Mainfrankenmesse war bis tief in die Zellerau parkplatztechnisch zu spüren.

Mehr Infos zum Spiel gibt es beim BFV, einen sportlichen Spielbericht gibt es beim FC Coburg.

Mofa-Fahndung: Orange Kreidler gesucht

Update: Das Mofa wurde wieder gefunden! Hurraaa! 😀

Was ja gar nicht geht, ist ein Mofa klauen. Noch weniger geht es, meinem morgendlichen Kaffeekollegen Kai Fraass das Mofa zu klauen. Aber genau das hat am Wochenende jemand gemacht.

Das Mofa stand in der Zellerau an der Ecke Jägerstraße/Höchbergerstraße, kann mittlerweile aber schon überall sein. Die orange Kreidler ist ein bisschen auffällig, davon fahren in Würzburg nicht viele herum. Wer das Mofa sieht, melde sich bitte in den Kommentaren oder per Mail.

Ich baue auf die Würzblog-Leser, schließlich haben wir schon mal einen gestohlenen Roller gefunden. 😀

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Voller Sonntag

So, raus aus den Federn, es gibt viel an diesem Sonntag zu tun.

Auf dem Landesgartenschaugelände in der Zellerau kann man sich durch zig Nationen futtern, beim Frühling International.

In der Posthalle ist von 10 Uhr bis 17 Uhr der Handgemacht Kreativmarkt.

Wer was Kaputtenes daheim hat, heute öffnet wieder ein Repair-Cafe im neuen FabLab in der Veitshöchheimer Straße 14.

Ab 10 Uhr rasen die Seifenkisten die Wittelbacher Straße hinunter, beim Kiwanis Cup.

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